• Zwischen Grenze, See und Stille

    Yesterday in Estonia ⋅ ☁️ 14 °C

    Am heutigen Tag zieht es uns weiter östlich an den grossen Peipussee, zum Hafen von Mehikoorma.

    Der Peipussee (estnisch: Peipsi järv) ist ein grosser Grenzsee zwischen Estland und Russland. Er zählt zu den grössten Seen Europas und spielt eine bedeutende ökologische, wirtschaftliche und historische Rolle für das Baltikum und Nordwestrussland. Bekannt ist der See zudem für die traditionelle Fischerei, geräucherten und getrockneten Fisch sowie für die alte russisch-altgläubige Kultur auf der estnischen Uferseite.

    Wir parken auf dem Hafenparkplatz, der gleichzeitig auch unser Übernachtungsplatz sein wird. Wir stehen nicht alleine hier – unser Mitcamper hat bereits eine Nacht an diesem Ort verbracht. Sogar Stromsäulen sind vorhanden, wobei der Strombezug auf Spendenbasis funktioniert.

    Wir laufen durch das Dorf und entlang des Seeufers mit Blick auf Russland. Irgendwie schon speziell: Man steht so nah an einem Land und doch scheint es weit weg und für uns unerreichbar.

    Wir hoffen, im Imbiss „Suvebaar Kambüüs“ am Hafen Fisch essen zu können, doch leider ist das Restaurant geschlossen. Wann es geöffnet ist, wissen wir nicht und lässt sich auch nicht herausfinden.

    Fisch haben wir trotzdem gefunden – leider nicht zum Essen, denn er hängt an einer geschützten Hauswand zum Trocknen. Da würden wir gerne in ein paar Tagen nochmals vorbeikommen und den Fisch probieren dürfen.

    Im Dorf befindet sich der höchste der drei Leuchttürme am gesamten See – der Mehikoorma-Leuchtturm. Obwohl er mit seinen 15 Metern nicht besonders hoch ist, gilt er als eines der markanten Bauwerke der Region. Er wurde im Jahr 1938 erbaut und dient noch heute als Navigationshilfe für Schiffe auf dem Peipussee.

    Nach einer gemütlichen Runde durchs Dorf geniessen wir einfach den Moment und erledigen ein paar kleinere Dinge.
    Read more