Wir sind wieder on the road!
July 1 in Norway ⋅ ⛅ 14 °C
Nach ein paar wunderschönen, aber sehr heissen Tagen in der Schweiz sind wir gestern wieder gut bei unserem Wohnmobil angekommen. Alles hat reibungslos funktioniert – und wenn man bedenkt, dass wir dafür vier Flugsegmente bis nach Alta hinter uns bringen mussten, grenzt das fast an ein kleines Wunder. Wir hatten wirklich Glück: Wären wir erst heute Morgen losgeflogen, hätte die Reise wohl ganz anders ausgesehen. Dieses Mal war es nicht ein Streik, der für Chaos sorgte, sondern das heftige Unwetter vom Vorabend in Zürich, wegen dem heute Morgen zahlreiche Flüge annulliert wurden. Unserer wäre mit grosser Wahrscheinlichkeit ebenfalls betroffen gewesen.
In den nächsten Tagen werden wir etwas mehr Strecke machen, da unser Zwischenstopp in der Schweiz doch einiges an Zeit in Anspruch genommen hat. Von jetzt an geht es für uns meist nur noch südwärts.
Kaum wieder unterwegs, entdecken wir am Waldrand auf einer Lichtung plötzlich einen Elch. Alles ging so schnell – und schon waren wir daran vorbeigefahren. Also hiess es: wenden und hoffen, dass er noch da steht. Und tatsächlich! Majestätisch präsentiert er sich uns in voller Grösse und scheint uns aufmerksam zu beobachten. Was für ein beeindruckendes Tier.
Wusstet ihr übrigens, dass Elche ausgezeichnete Schwimmer sind? Sie können problemlos längere Strecken im Wasser zurücklegen und schwimmen über Flüsse oder Seen, um neue Futterplätze zu erreichen oder weiterzuziehen. Wirklich faszinierend.
Unser Tagesziel liegt heute irgendwo hinter Kautokeino – ein Rastplatz direkt an einem See.
Zuvor machen wir jedoch Halt bei Juhls’ Silvergallery. Schon beim Eintreten überrascht dieser Ort: Statt einer klassischen, rustikalen Werkstatt öffnet sich ein massiver Bau aus Beton, Stein und Holz – klar, reduziert und zugleich warm und einladend. Große Fenster geben den Blick auf den Fluss frei und holen die Landschaft direkt ins Innere.
Wir bekommen eine kurze Führung und erfahren Spannendes über die Entstehung der gesamten Anlage. Die Gründerin Regine Juhls, ursprünglich deutscher Abstammung, schuf diesen aussergewöhnlichen Ort gemeinsam mit ihrem Ehemann Frank Juhls. Gemeinsam prägten sie nicht nur die Architektur des Hauses, sondern auch dessen künstlerische Identität. Frank verstarb vor sechs Jahren, doch sein Werk und seine Bilder sind bis heute überall im Haus präsent.
Besonders schön finden wir, dass die ausgestellten Schmuckstücke nicht nur betrachtet werden dürfen: Man kann sie anfassen, anprobieren und – wenn man möchte – auch kaufen. Dadurch wirkt die Ausstellung lebendig und nahbar. Weniger wie ein Museum, mehr wie ein Ort, an dem Kunst und Handwerk wirklich erlebt werden können.
Besonders beeindruckend ist, dass Regine mit ihren 87 Jahren noch immer täglich am grossen Mosaik direkt beim Eingang arbeitet. Ein lebendiges Zeichen dafür, dass dieser besondere Ort weiterhin in Bewegung bleibt – ein Haus, das wächst und seine Geschichte fortlaufend weiterschreibt.
Ein paar Kilometer weiter finden wir schliesslich unseren ersten Übernachtungsplatz nach der Reisepause – und was für einen: ein absoluter Traum.
Schön seid auch ihr wieder mit dabei!Read more

























The2GreyhoundsontourJuhls Silvergallery hatte uns damals auch total fasziniert. Ein Sami-Dolch erinnert uns heute noch daran 😉🤗😉🤗
Yvi on tourWir haben nichts gekauft, sind stark geblieben 🙈. Obwohl einige schöne Stücke hätte es gehabt.
TravelerWir freuen uns für euch, das alles geklappt hat und wünschen euch eine tolle Weiterfahrt. Grüße aus der Bretagne 👋
Yvi on tourDanke, euch weiterhin schöne Tage!