Slagnäsforsen
July 6 in Sweden ⋅ 🌧 11 °C
Nach einer ruhigen und erholsamen Nacht geht unsere Reise weiter ins Landesinnere Schwedens. Bevor wir richtig loslegen, stehen aber noch die alltäglichen Camper-Aufgaben an: entsorgen, Frischwasser auffüllen und unseren ersten Grosseinkauf in Schweden erledigen.
Kaum sind wir unterwegs, meldet sich bereits der Mittagshunger. Wir halten noch eine Weile durch, bevor wir an einem gemütlichen Plätzchen eine Pause einlegen und unser Mittagessen geniessen. Heute scheint die Reise selbst das Ziel zu sein – irgendwie kommen wir nur langsam voran. Doch genau das macht den Reiz eines Roadtrips aus.
Kurz darauf erwartet uns eine 38 Kilometer lange Baustelle. Was sich zunächst nach einer Geduldsprobe anhört, entpuppt sich als abwechslungsreiche Fahrt: Ein Teil führt über eine Schotterpiste mit freier Fahrt, den grössten Abschnitt legen wir im Konvoi zurück. So bleibt genügend Zeit, die Landschaft rechts und links der Strasse auf sich wirken zu lassen.
Heute zeigt sich das Wetter allerdings etwas nordischer als noch am Vortag. Der Himmel ist bedeckt und Regen liegt in der Luft. Dafür werden wir erneut mit einem besonderen Naturerlebnis belohnt: Eine ganze Rentierherde kreuzt unseren Weg. Leider sind wir mit Kamera und Handy einen Tick zu langsam – doch nicht jeder schöne Moment muss festgehalten werden. Manche Erinnerungen bleiben ohnehin am schönsten, wenn man sie einfach geniesst.
Schon bald passieren wir zum ersten Mal die Inlandbahn und folgen gleichzeitig dem Inlandsvägen, einer der bekanntesten Reiserouten Schwedens. Die Strasse führt durch endlose Wälder, vorbei an Seen und Flüssen und vermittelt genau das Gefühl von Freiheit, das wir uns von dieser Reise erhofft haben.
Unser Tagesziel ist die Slagnäsforsen, eine beeindruckende Stromschnelle am Fluss Skellefteälven im kleinen Ort Slagnäs in Schwedisch-Lappland. Sie gehört zu den wenigen Flussabschnitten, die nicht für die Wasserkraft ausgebaut wurden, und hat dadurch ihren ursprünglichen Charakter bewahrt. Über einen rund 1,5 Kilometer langen Bohlenweg gelangt man ganz nah an das tosende Wasser heran. Die Slagnäsforsen ist vor allem bei Anglern bekannt – insbesondere wegen der berühmten Bergnäs-Forelle. Doch auch wer nicht angelt, kommt hier auf seine Kosten: Wanderwege, Picknickplätze und fantastische Ausblicke machen den Ort zu einem echten Naturjuwel.
Kaum sind wir angekommen, beginnt es zu regnen und der Wind frischt auf. Das hält uns jedoch nicht davon ab, eine kleine Runde zu drehen und die beeindruckende Stromschnelle aus nächster Nähe zu erleben. Das Rauschen des Wassers und die wilde Natur verleihen dem Ort trotz des regnerischen Wetters eine ganz besondere Stimmung.
Für heute reicht es mit den gefahrenen Kilometern. In der Nähe finden wir einen schönen Übernachtungsplatz, kochen uns ein feines Abendessen, schenken uns ein Glas Wein ein und geniessen die Ruhe der schwedischen Natur. Ein gelungener Ausklang für einen Tag, der einmal mehr gezeigt hat: Nicht das Tempo macht eine Reise besonders, sondern die vielen kleinen Erlebnisse unterwegs.Read more












Traveler
Es sieht alles so endlos aus diese Weiten von Wasser und Bäumen
Traveler
Beeindruckend!
Traveler
Werden die auch in Restaurants angeboten?
Yvi on tourAntwort aus dem Netz: Die berühmte Bergnäs-Forelle wird: * fast nie im Restaurant serviert * eher von Anglern selbst gefangen und zubereitet * oder lokal im Camper / Ferienhaus gegessen