Eine überraschende Entdeckung am Strömsholm-Kanal
July 14 in Sweden ⋅ ☀️ 26 °C
Nach zwei erholsamen Tagen auf dem Wanderparkplatz heisst es für uns, die Reise weiter Richtung Süden fortzusetzen. Mit Schrecken stellen wir fest, dass wir bereits in einem Monat wieder zu Hause sein werden und unser Wohnmobil schon einen Werkstatttermin für den Austausch des Wechselrichters hat. Unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht! Umso mehr geniessen wir die verbleibende Zeit in vollen Zügen.
Die Fahrt verläuft ruhig und ohne grosse Highlights. Schon bald erreichen wir den ausgesuchten Übernachtungsplatz – doch daraus wird nichts. Unser Wohnmobil ist schlicht zu gross, um den Platz anzufahren. Also heisst es einmal mehr: Plan B.
Zum Glück dauert die Suche nicht lange. Direkt am Fluss entdecken wir einen kostenlosen Stellplatz und haben sogar das Glück, einen der vier offiziellen Stellplätze zu ergattern. Manchmal muss eben erst etwas schiefgehen, damit man etwas noch Schöneres findet.
Nach dem Mittagessen und einer kurzen Verschnaufpause machen wir uns zu Fuss auf den Weg, die Umgebung zu erkunden. Direkt vor uns liegt der Strömsholm-Kanal, einer der ältesten schiffbaren Kanäle Schwedens. Entlang des Wassers führen schöne Wege vorbei an historischen Schleusen, alten Gebäuden und gepflegten Grünanlagen – perfekt für einen gemütlichen Spaziergang.
Unser Weg führt uns am Kanalmuseet Skantzen vorbei, dem historischen Zentrum des Kanals in Hallstahammar. Hier erfährt man viel über die Entstehung des Kanals und die Industriegeschichte der Region. Das Gelände ist liebevoll gestaltet und an vielen Stellen informieren Schautafeln über die Geschichte dieses beeindruckenden Bauwerks.
Schliesslich erreichen wir die imposante Schleuse „König Gustav IV. Adolf“. Es ist faszinierend, sich vorzustellen, wie hier bereits vor über 200 Jahren Schiffe geschleust wurden.
Der Strömsholm-Kanal wurde zwischen 1777 und 1795 erbaut und verbindet auf einer Länge von rund 110 Kilometern die Region Bergslagen mit dem Mälarsee. Insgesamt überwinden 26 Schleusen den Höhenunterschied und machten es damals möglich, Eisen und andere Güter aus den Bergwerken effizient bis nach Stockholm und weiter zur Ostsee zu transportieren. Heute ist der Kanal vor allem ein beliebtes Ausflugsziel für Bootsfahrer, Radfahrer und Spaziergänger.
Als wir am späten Nachmittag zu unserem Wohnmobil zurückkehren, sind wir uns einig: Mit diesem Stellplatz und dieser schönen Umgebung hätten wir niemals gerechnet. Aus einer ungeplanten Änderung wurde ein schönes Erlebnis. Genau solche Überraschungen machen für uns den Reiz des Reisens aus – offen bleiben, spontan umplanen und dafür mit Orten belohnt werden, die man sonst vielleicht nie entdeckt hätte.Read more



























Traveler
So schön 😍
Traveler
Isch das äs Eichhöreli?
Yvi on tourIch glaube schon. Vielleicht nennt man sie in Schweden einfach anders.
TravelerHab mich schlau gemacht es sind Eichhöreli die heissen ekorre in schwedisch.