• Ein gemütlicher Ausflug nach Grein

    Yesterday in Austria ⛅ 15 °C

    Heute Morgen lümmeln wir erst einmal ein wenig herum. Eigentlich wollten wir im Dorf einkaufen gehen, denn der angezeigte Markt schien bequem zu Fuss erreichbar zu sein. Leider ist dieser inzwischen in den Nachbarort umgezogen. Damit fällt der grosse Zmittag vorerst ins Wasser. Da wir am Nachmittag ohnehin ein Stück dem Donauradweg entlang bis nach Grein fahren wollen, verschieben wir den Einkauf kurzerhand auf später. Dort wird sich bestimmt ein Lebensmittelladen finden lassen, in dem wir uns mit Fleisch und frischem Gemüse für die nächsten Tage eindecken können.

    Unsere Fahrräder kommen heute also wieder einmal zum Einsatz. Gemütlich radeln wir auf der Südseite der Donau entlang in Richtung Grein. Die Temperaturen sind spürbar gesunken und die Handschuhe leisten bereits gute Dienste. Zum Glück verläuft der Radweg angenehm flach, sodass wir schon nach kurzer Zeit in Grein ankommen.

    Wir schlendern entspannt durch den kleinen Ort. Flussabwärts von Grein beginnt der Strudengau, ein Abschnitt der Donau, der früher bei den Schiffern gefürchtet war. Felsen, starke Strömungen und gefährliche Wirbel machten die Durchfahrt einst zu einem riskanten Unterfangen. Grein war deshalb ein wichtiger Anlaufpunkt für Schiffer, Lotsen und Reisende. Erst mit dem Bau des Kraftwerks Ybbs-Persenbeug und dem dadurch entstandenen Rückstau wurde dieser Donauabschnitt ab 1957 für die Schifffahrt deutlich entschärft.

    Zu dieser Jahreszeit ist nicht mehr viel los. Der ganze Ort scheint sich bereits im Winterschlaf der Zwischensaison zu befinden. Trotzdem lassen wir es uns nicht nehmen, gemütlich durch die Hauptgasse zu schlendern und anschliessend entlang der Donau wieder Richtung Zentrum zu spazieren.

    Auch den kurzen Anstieg hinauf zur Greinburg nehmen wir noch in Angriff. Das Schloss zählt zu den bedeutendsten historischen Anlagen Oberösterreichs. Ursprünglich als Burg errichtet, wurde es im Laufe der Jahrhunderte immer mehr zu einem repräsentativen Schloss umgestaltet. Besonders der prächtige Arkadenhof soll sehenswert sein. Allerdings ist dieser nur mit Eintritt zugänglich. Irgendwie fehlt uns heute die Lust auf eine ausgedehnte Schlossbesichtigung. Wir lassen es lieber gemütlich angehen.

    Statt geschichtlicher Entdeckungen gönnen wir uns in einem Café einen feinen Marillen- & Apfelstrudel mit Vanillesauce. Einfach göttlich! Manchmal sind es eben genau diese kleinen Genüsse, die einen Ausflug perfekt machen.

    Auf dem Rückweg werden wir tatsächlich noch fündig und entdecken einen Supermarkt. Wir decken uns mit allem ein, was wir für die kommenden Tage brauchen, und machen uns anschliessend auf den Heimweg.

    Doch eine kleine Überraschung wartet noch auf uns: Auf der Brücke, die uns über die Donau führt, beobachten wir ein Flusskreuzfahrtschiff, das gemächlich stromabwärts gleitet. Ob es wohl in Grein anlegt? Wir schauen ihm noch einen Moment nach, bevor wir uns wieder auf unsere Fahrräder schwingen.

    Ein gemütlicher Ausflug, ein feiner Marillenstrudel und ein wenig Donauromantik – manchmal braucht es gar nicht mehr.
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