Armenia
Shirak

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12 travelers at this place

  • Day460

    Romantische Zombie-Apokalypse

    April 21, 2019 in Armenia ⋅ 🌬 5 °C

    Per Marshrutka - eine Art Minibus - tingeln wir über verschneite und schlammige Strassen nach Armenien. Kaum passieren wir die Grenze, scheint auch schon die Sonne. Ein ähnlich freundlicher Empfang wie damals Georgien. Doch ein Blick auf die Speisekarte verrät, nein, hier gibt es kein Ajaruli Khachapuri. Schade. Dafür hat sich der blöde Schafbock wieder auf das Menu gemogelt. Egal, die Sonne scheint und unsere erste Gastfamilie spricht fliessend Deutsch. Soweit so gut. In Gjumri wurden beim verheerenden Erdbeben von 1988 achtzig bis neunzig Prozent der Häuser zerstört. Die meisten wurden wieder aufgebaut oder repariert, ein anderer Teil noch nicht. Zusammen mit dem lokalen Rummel herrscht auch hier ein gewisses Fallout-Flair. Das scheint ja durchaus üblich in der Region. Vielleicht sind dies aber auch einfach eine Art Solidaritätsbekundungen für Tschernobyl und Umgebung. Ich hab keine Ahnung. Sue auch nicht. Wovon wir aber scheinbar Ahnung haben, sind Fremdsprachen. Die Dame Im lokalen Telekom-Shop spricht nur eine Fremdsprache. Französisch. Damit haben wir zwei Osterhasen zwar nicht gerechnet, aber nach wenigen Minuten haben wir beide vollen Handy-Empfang und grinsen stolz wie Oskar. Wenn mich Stalking-Mam doch bloss sehen könnte. Ohh, très bien! Ça marche. Merci madame. Je suis très heureux. À tout à l‘heure. 

    Da wir auch den diesjährigen Karfreitag auf Reisen verbringen, verpasse ich schon den zweiten 11bis11-Sauf ... äh, Jassmarathon im Kreuz. Ich bin obdessen derart frustriert, dass wir neben Museen, Klostern und Festungen auch eine Brauerei aufsuchen. Bier in einem normalen Laden zu kaufen, scheint mir heute nicht das Richtige. Aber es ist Karfreitag und Armenien ein äusserst christlich-traditionelles Land. Der Fabrikladen ist denn auch erwartungsgemäss geschlossen, doch die Produktion läuft unbeeindruckt vor sich hin. Der Security-Mensch am Eingang spricht wie unser Guesthouse-Daddy und heutiger Fahrer ein paar Worte Deutsch und nach ein paar Telefonaten kriegen wir doch tatsächlich eine Privatführung mit Trinkproben. Total nett und total gut gegen den Frust. Zum Schluss decke ich uns noch mit ein paar 1,5l-Flaschen ein. Für später. Wenn der Frust zurück kommt. 

    Auf dem Weg nach Jerewan machen wir für eine Nacht halt in Spitak, dem Epizentrum des Erdbebens von 1988, welchem mehrere zehntausend Menschen zum Opfer fielen. Spitak wurde dabei komplett zerstört und einige Kilometer entfernt vom ursprünglich Zentrum neu aufgebaut. Die damals aufgestellten Container werden teilweise heute noch genutzt. Das hat jetzt nicht direkt damit zu tun, aber die kleine Sue hätte es in einem einfachen Container wohl auch einfacher. Die „Erlebnis“-Dusche im YMCA Spitak ist der Schönen offensichtlich viel zu kompliziert und ich werde mit mürrischem Ton mehrfach ins Badezimmer bestellt. Trotz drücken aller Knöpfe an der elektrischen Konsole fliesst kein Wasser. Ich drücke zuerst ein paar von Sues Knöpfen und öffne dann einfach den physischen Wasserhahn. Gern geschehen. Beides.

    Die Reisezeit hat hier noch nicht wirklich begonnen und wir sind die einzigen Gäste im vom Schweizer CEVI ins Leben gerufene YMCA. Eine Art Schulhaus mit diversen Klassen- und Sporträumen, einer grossen Mensa und ein paar Gästezimmern im oberen Stock. Sobald wir abends alleine sind, kommt allerdings ziemlich Fallout-Feeling auf. Ist das jetzt diese Zombie-Apokalypse? Sind wir die Letzten? Und wo ist unser Lead-Preper Robin, wenn man ihn braucht? Jeder Schritt und jedes Wort hallt durch das übertrieben kalte Gebäude. Man überlässt uns netterweise den Schlüssel zur Küche, welche wir für die Herstellung eines (letzten?) Abendessens bestehend aus Pasta mit Reste-Sosse aus gefüllten Zucchinis nutzen. Total lecker und das Abendmal ist inmitten dieser post-apokalyptischen Grundstimmung in gleichem Masse einsam wie romantisch. Die gleichentags erworbene Flasche Rotwein aus armenischer Produktion spielt aber das Zünglein an der Waage und lässt die Stimmung zum Schluss vollends ins Romantische kippen. Zombies hin oder her. Und falls sie nicht gestorben sind, ... blablabla.
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  • Day4

    Rund um den Aragaz

    October 1, 2019 in Armenia ⋅ ☀️ 7 °C

    Das erste Highlight des Tages ist das „Denkmal des Armenischen Alphabets“. Der Skulpturenpark ist dem 1600-jährigen Jubiläum der der armenischen Schrift gewidmet und wurde vom Architekten Dschim Trosjan im Jahre 2005 entworfen und errichtet. Es zeigt die 39 armenischen Buchstaben, die man seit dem Jahre 405/406 verwendet. Das Alphabet wurde von Mesrop Maschtoz entwickelt, um die Bibel für die Armenier lesbar zu machen und das Christentum in Armenien zu verbreiten. Ursprünglich bestand das Alphabet aus 36 Buchstaben, die dann im Mittelalter ergänzt wurden. Leider wurde in dem Bereich ein schmiedeeisernes Kreuz aufgestellt und es sollte eine Kirche gebaut werden, von der aber nur die Fragmente stehen. Das wirkt sehr störend.
    Unweit davon besuchen wir anschließend das „Psalmenkloster“ Saghmosavank am Westrand der eindrucksvollen Schlucht des Kassagh. Viele interessante Geschichten ranken sich um das Kloster und seine Bedeutung. Mehrfach richteten Erdbeben schwere Schäden an, immer wieder wurde das Kloster restauriert, zuletzt nach dem schweren Erdbeben von 1988.
    Weiter nördlich gelangen wir nach Aparan an der Ostseite des Aragaz. Die Stadt hat 6.500 Einwohner armenischer und kurdischer Nationalität. Während des Völkermordes im Osmanischen Reich an den Armeniern 1915 suchten hier viele Armenier Zuflucht. Im Mai 1918 war die Stadt auch Schauplatz der siegreichen Schlacht der Streitkräfte der Demokratischen Republik Armenien gegen die auf Jerewan vorrückende türkische Armee.
    Im Zentrum Aparans halten wir bei einer Großbäckerei, beobachteten die Bäcker, wie sie im Minutentakt überaus sportlich sich kopfüber in den traditionellen Ofen vorbeugen, um den Brotteig an die heiße Tonwand des Ofens zu kleben und wieder abzunehmen und probieren die Brote anschließend auch. Der Ort gilt als die Hochburg der „Schildbürger“ Armeniens.
    14 Kilometer nördlich von Aparan zweigt eine Nebenstraße auf der Hochebene von Tsaghkahovit ab, die nach Westen bis Gjumri führt. Hier liegen eine Reihe von Dörfern der jesidischen Minderheit Armeniens. Die Gehöfte bestehen meist aus eingeschossigen, mit Wellblech gedeckten Wohnhäusern, gemauerten Viehställen und Bretterschuppen. Für die Wintermonate werden Heuballen als Viehfutter und Kuhfladen als Heizmaterial hoch aufgetürmt. Das dünn besiedelte Hochland wird hauptsächlich als Weideland für Schafe und Rinder genutzt. Auf großen Feldern werden Kartoffeln, Mais und Weißkraut angebaut.
    Dann erreichen wir Gyumri, mit knapp 117.000 Einwohnern zweitgrößte Stadt Armeniens. Im Kaiserreich Russland hieß die Stadt Alexandropol, anschließend wurde sie nach Wladimir Iljitsch Lenin benannt, hieß dann Leninakan und von 1991-1992 Kumajri. Die heutige Stadt entstand bei einer 1837 gegründeten russischen Festung.
    Am 7. Dezember 1988 erschütterte ein schweres Erdbeben die Region Lori im Norden der Armenischen SSR, bei dem 25.000 Menschen ums Leben kamen. Vor allem die Hochhäuser aus sowjetischer Zeit brachen dabei zusammen und forderten viele Opfer. Neben der Stadt Spitak, die nahezu vollständig zerstört wurde, wurden Leninakan/Gjumri und Kirowakan/Wanadsor sowie viele umliegende Dörfer schwer beschädigt.
    Viele Länder beteiligten sich am Wiederauf der Orte. Dies spiegelt sich in der vielfältigen Architektur der Neubauten wider, die zum Teil typische Züge der Architektur der Länder aufweist, die daran beteiligt waren. Wir machen einen Spaziergang durch die interessante Altstadt und haben zum Abschluss des Tages wieder ein großartiges Abendessen!
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  • Day11

    Marmaschen

    October 14, 2019 in Armenia ⋅ ☀️ 11 °C

    Von der Klosteranlage blieben drei Kreuzkuppelkirchen aus dem 11. Jahrhundert. Hinzu kommen die Ruinen von zwei weiteren Kirchen aus dieser Zeit und Spuren eines Gawits aus dem 13. Jahrhundert. Die besondere Qualität der Bauplastik verweist auf die Schule der damaligen armenischen Hauptstadt Ani.Read more

  • Day11

    Gjumri

    October 14, 2019 in Armenia ⋅ ☀️ 7 °C

    Markt
    Gjumri ist mit etwa 130.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt in Armenien.
    Am 7. Dezember 1988 erschütterte ein schweres Erdbeben die Region Lori im Norden der Armenischen SSR, bei dem 25.000 Menschen ums Leben kamen. Neben der Stadt Spitak, die nahezu vollständig zerstört wurde, wurden Leninakan und Kirowakan (heute: Wanadsor) sowie viele umliegende Dörfer schwer beschädigt. Darunter auch Gjumri.Read more

  • Day94

    Hallo Armenien

    December 28, 2019 in Armenia ⋅ ☀️ 0 °C

    Am Green Monastry schläft es sich wieder gut und wie zelebrieren den Morgen mit einem verspäteten Weihnachtsfeiertagsfrühstück mit Zwiebel-Ei-Lachs-Toast! Wir haben extra frühzeitig nach Räucherlachs und Toast Ausschau gehalten und wurden bei Carrefour in Tiflis zum Glück fündig. Nach dem Frühstück erfreuen wir uns noch am weihnachtlichen Louie und brechen dann endlich zur Grenze auf. Unterwegs gibt es viele Hunde, die sich über unser Futter freuen und wir machen den aktuellen Sack leer.
    Es ist doch weiter als wir zur Grenze als vermutet und wir kommen am frühen Abend in die Grenzregion. Eine kurze Schrecksekunde gibt es, als auf unserer Spur der wenig befahrenen Landstraße plötzlich etwas großes merkwürdiges liegt, von dem wir hoffen, dass es kein Tier ist. Ausweichen ist nicht mehr möglich, aber mittiges Fahren soll das Schlimmste verhindern. Knapp davor sehen wir dann, dass es sich um sämtliche und zusammenhängende Innereien handelt, vermutlich von einer Kuh der Größe nach zu folgern. Das Wie und vor allen Dingen das Warum bleibt uns unklar und wir sind froh, dass wir nichts davon überfahren haben.

    Als wir zur Grenze kommen, dämmert es bereits. Es ist nicht viel los, aber wie immer dauert es seine Zeit. Erstmal finden die Georgier unseren Louie nicht im System und fragen, wo wir wann damit eingereist sind. Könnte mit unserem Kurztrip mit dem Zug nach Baku zusammenhängen. Wir können uns erklären, aber die Beamten müssen das Auto noch mal eintragen und darauf haben sie keine Lust und suchen lieber noch mal das System durch und fragen uns erneut, wo wir mit Louie eingereist sind und wie wir nach Aserbaidschan ausgereist sind. Es hilft nichts, sie müssen das Auto für die Einreise neu eintragen. Der genervte Beamte bemüht sein Englisch und benutzt für fast jede Frage "how much ..[Objekt der Frage]?". Und nach anfänglicher Ratlosigkeit lernen wir schnell , die Fragen richtig zu interpretierten (z.b. "How much ähh car? ... Fiat?" Können wir beantworten mit "No, it is a Citroen Jumper") und irgendwann ist es geschafft.
    Auf der armenischen Seite machen wir uns auch auf längere Prozedere gefasst. Die obligatorische KFZ-Haftpflicht-Versicherung haben wir schon online abgeschlossen, um uns vor Wucherverträgen in armenischer Sprache zu schützen.
    Die Beamten sind streng, aber sehr freundlich (uns freut immer, wenn beides geht. Meistens geht leider nur das erste bei Grenzbeamten).
    Bei der oberflächlichen Autodurchsuchung holt ein Beamter zur Verstärkung vier weitere Kollegen und deutet auf einen Karton. Einer aus der angerückten Verstärkung fragt dann "What's this?". Maurice sagt "a barbecue grill". " ahhhhhhh, ok" und alle ziehen wieder ab, ohne dass wir den Karton öffnen sollen. Da war wohl die Verstärkung für das Englisch nötig.
    Nach der Kontrolle und Erfassung der Auto- und Passdaten müssen wir Einreisegebühr und Straßennutzungsgebühr zahlen, worauf wir auch vorbereitet waren. Dass dies nicht mit Karte geht, ist allerdings für uns überraschend und wir sind froh, noch genügend georgische Lari zu haben, welche gegen eine kleine Umtauschgebühr angenommen werden. Die Worte des einen Beamten erinnern uns an Georgien, denn sie beschreiben den letzten Schritt des Einreiseprozederes sympathisch: you change money, you pay road taxes, you get insurance, then welcome to Armenia.
    Da wir unsere Versicherung schon haben zeigen wir unseren Ausdruck vor und sogleich heißt es wirklich "Welcome to Armenia".

    Es ist bereits dunkel und wir finden auf park4night einen gut klingenden Platz an einem See in einem Nationalpark nicht zu weit entfernt, wo man auch bei Dunkelheit wohl ein sicheres Plätzchen bekommen müsste. Dafür geht es von der Landstraße ab und der Teer mit seinen unzähligen Schlaglöchern wird von einer festen Schneedecke überzogen, was die Fahrt wesentlich angenehmer macht. Aus der App wissen wir, dass man sich am Hauptquartier des Nationalparks registrieren muss, weshalb wir zuerst dorthin fahren. Die Ranger sind sichtlich überrascht über unseren Besuch, können leider kein Englisch, sind aber extrem freundlich. Ein Kollege mit Englischkenntnissen wird angerufen, wir machen unser Anliegen deutlich: registrieren und im Auto schlafen. Uns wird trotzdem ein Zimmer im Haus angeboten, wir lehnen dankend ab und bleiben direkt vor dem Hauptquartier stehen, hier ist es sicher und wir erkunden den Park lieber bei Tageslicht.

    Wir schlafen gut, erwachen bei strahlendem Sonnenschein in einem Winterwonderland und genießen unseren restlichen Lachs zum Frühstück.
    Dann Wanderschuhe und dicke Klamotten an und raus in das weiße Paradies. Wir laufen am Ufer des Sees entlang und erkennen, dass wir mit unserem Auto hier keine Chance hätten bei dem Schnee, der liegt. So bleibt die Erkundung zu Fuß, vorbei an Ruinen und kleinen Wäldern und immer mit dickem Weiß umgeben.
    Den Arpi-See zu umrunden, würde schon im Sommer mindestens einen Tag dauern, so gehen wir halt irgendwann zurück und wollen es gerade zu Tee und heimatlichen Lebkuchen und Plätzchen in Louie gemütlich machen, als eine kleine Menschenmenge am Hauptquartier auftaucht, die wohl nur gewartet haben, dass wir zurückkommen. Sie stellt sich als der Direktor des Nationalparks samt Familie und Englisch sprechender Tochter und weiteren Rangern heraus. Wir werden offiziell begrüßt und erhalten armenischen Käse und Brot geschenkt. Außerdem wird unser Wasserkanister aufgefüllt und wir werden hereingebeten, alles wird gezeigt und wir mögen doch ins Gästebuch schreiben. Bei so viel schöner Natur und herzlicher Freundlichkeit natürlich ein Leichtes!
    Danach werden wir wieder entlassen und beschließen, heute noch vom Westen in den Osten des recht schmalen Landes zu fahren.
    Erst geht es durch weite schneebedeckte Landschaften schließlich in schneefreie Gegenden, wo wir die Grausamkeit der armenischen Straßen ungedämpft abbekommen. Unzählige Schlaglöcher, manche extrem tief und unausweichlich, zwischendrin ganze Erdkrater, denen man nur mit sehr langsamen Fahren begegnen kann, wenn man sein Auto länger nutzen will. In irgendeinem Örtchen heben wir Geld ab und können uns wieder eine sehr preiswerte SIM-Karte mit sehr viel Internet ergattern (Bitte Deutschland, nimm dir ein Beispiel daran!). Es geht weiter und mit zunehmender Dunkelheit wird auch mal ein Schlagloch oder ein Straßenpoller (Die einen zum langsam fahren bringen sollen) übersehen. Das staucht bei allen rein - bei Louie und bei unseren Rücken.
    Wir haben wenig Lust, aber müssen noch einkaufen. Da wir eh unmotiviert sind, halten wir bei einem möglichst groß aussehenden Supermarkt, wo man ungestört stöbernd die meisten Artikel bekommen sollte.
    Auf der Straße ist es ruhig und wir gehen rein und drinnen ist die Hölle los, so viele Menschen in dem doch nicht so großen Supermarkt. Der Geräuschpegel ist dementsprechend hoch und die Unübersichtlichkeit groß. Jeder geht seinem Einkauf nach und ist dabei nicht wenig ruppig am Werk, Angestellte blockieren einen ganzen Gang beim Einräumen von Waren und zu allem düst eine alte Frau durch den Laden und fegt dort, wo es am wenigsten passt Sachen vom Boden.
    Weil wir ja schon mal drin sind, kämpfen wir uns durch und bekommen das meiste unserer Sachen und auch die Angestellten sind eigentlich wieder sehr nett. Die Kunden eher rücksichtslos.
    Endlich geschafft geht es weiter zum ausgewählten Schlafplatz. Auf der dunklen Landstraße hält uns ein Polizeiauto an, auch das noch. Als es an uns vorbei fährt, merkt es wohl, dass wir Ausländer sind und signalisiert uns weiterzufahren - puh, das wäre sicher nervig gewesen. Wir kommen auf dem Parkplatz vor dem Kloster Goschawank an und stellen fest, es liegt im Ortskern, zwar auf einem Hügel, aber nicht wie sonst einsam in der Natur. Wir bleiben trotzdem und fragen noch kurz ein paar junge Männer, die aus einem der Gebäude kommen, ob es in Ordnung ist. No problem. Gute Nacht.
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  • Day11

    Kein guter Tag!

    May 13, 2019 in Armenia ⋅ 🌙 14 °C

    Wir befinden uns in Gyumri, Armenien und wir fühlen uns zerschlagen und müde. Der Weg zu den Felshöhlen führt in die Berge. Die Gegend ist unbeschreiblich schön. Aber auf der Straße werden die Schlaglöcher immer ärger. Irgendwann checken wir dann, dass wir die Abzweigung zu den Felshöhlen verpasst haben. Wir beschließen jedoch gleich nach Armenien weiterzufahren, weil wir diese Straße nicht noch zweimal fahren wollen. Langsam kommen wir den schneebedeckten Bergen immer näher. Schlußendlich fahren wir dann auf circa 2100 m Seehöhe auf einer weiten Hochebene dahin, die ringsum von Gipfeln umgeben ist. Wir können die wunderbare Landschaft gar nicht richtig genießen, weil die Straße unvorstellbar schlecht ist. Karl fährt einen aussichtlosen Schlaglochslalom. Er muß jeden Meter überlegen, wie und wo er am besten fährt. Das schlaucht. Die Autos kommen uns in Schlangenlinien entgegen, weil sie sich so wie wir den besten Weg suchen müssen. Es gibt noch ein paar Dörfer hier oben, die noch schrecklicher aussehen als die gestrigen. Trotzdem soll es da sogar Hotels geben. Auf selber Höhe befindet sich ein Nationalpark mit einem knapp 900 ha großen, seichten See. Der wird für die Zucht einer speziellen Karpfenart genutzt und ist für die Leute hier oben enorm wichtig.
    An der vor zwei Jahren eröffneten Grenzstation dauert es diesmal ein bisschen. Unsere Koffer werden gescannt, wir müssen eine Haftpflichtversicherung kaufen und Zollgebühr für die Maschine zahlen. Für 200 Euro gibt's sagenhafte 106400 Dram! Die Dörfer auf der armenischen Seite sind nicht besser und die Straße auch nicht. Wir sehen Zäune aus Autowracks, Motorhauben, Kofferraumdeckeln und wer weiß was noch alles. Aber es gibt eine neue Kirche und im Vergleich zum Dorf ist der Friedhof ein toller Park.
    Irgendwann ist auch das vorbei, wir erreichen Gyumri, finden bald ein Hotel und fallen gerädert aufs Bett.
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You might also know this place by the following names:

Shiraki Marz, Shirak, Շիրակի մարզ, Ширакская область

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