A 20-day adventure by Auf das Leben
  • Day20

    Heimwärts geht's

    October 7 in Spain ⋅ ⛅ 24 °C

    Ohne Frühstück, immerhin mit Kaffee und Schokolade vom Hotel-Automat geht es heute ruckzuck zur Rückgabe unseres Mietwagens. Das lose Bodenteil erfordert genauere Untersuchungen, besonders verzögert durch einsetzenden Nieselregen, den die Katalonien scheuen wie der Teufel das Weihwasser. 😉 Letztlich versichert man uns, alles sei in Ordnung. Passt.

    Am Flughafen kommen wir mit etwas unschuldigen Fragen zum Helpdesk 😇 und damit an der ganzen Check-In-Schlange vorbei, so dass wir jetzt zwei Stunden vor dem Flug mit allem fertig sind. Inzwischen regnet es tatsächlich in Strömen, Katalonien weint, dass wir abreisen. 😭😛 Nun noch ein reibungsloser Heimflug, und das war es dann mit einem prachtvollen Urlaub. 🤩🥲
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  • Day19

    Der heilige Berg Montserrat

    October 6 in Spain ⋅ ⛅ 21 °C

    Koffer gut gepackt, es sind ja doch ein paar Einkäufe dazu gekommen, verlassen wir im Morgengrauen unser Hotel für den letzten Standortwechsel dieser Reise.

    Auf dem Weg ist unser Tagesziel der "Heilige Berg" Montserrat, der laut Reiseführer tief in der katalanischen Seele verankert ist. Wer erinnert sich nicht an die berühmte Operndiva Montserrat Caballè, und so werden angeblich immer noch die zweitmeisten Mädchen in Katalonien getauft (wie die Stillas in Abenberg).

    Schon bei der Anfahrt zeigt sich das Bergmassiv in beeindruckender Form, wörtlich übersetzt ist es der "gesägte Berg". Während wir dem Kloster-Parkplatz näher kommen, wird auch immer klarer, dass dies einer der absoluten Top-Touristen-Hotspots ist. Freilich, in der Nähe von Barcelona ist das schon einmal kein Wunder, es gibt ja sogar eine Nahverkehrsverbindung per Zahnradbahn hierher. Deshalb sind wir trotz der frühen Stunde lang nicht die ersten, sogar die ersten Reisebusse kommen mit uns an.

    Doch wir haben als Wanderfüchse den Plan, auf den höchsten Gipfel des Massivs zu laufen, Sant Jeronimo. Dazu nehmen wir bequemerweise für einen Teil des Aufstiegs eine Seilbahn (wie eine Zahnradbahn, also nicht schwebend). Dann eine für uns typische zügige und pausenlose Wanderung von etwa einer Stunde und wir stehen alleine auf dem Aussichtspunkt an der Spitze. 🤩 Die Vistas in alle Himmelsrichtungen sind fantastisch, wenn man mich fragt, haben wir Menorca und Mallorca gesehen. Könnten allerdings auch Schatten der Wolken auf dem Meer gewesen sein - und jenes haben wir sicher gesichtet.

    Unterwegs auf dem Weg und auch oben am Gipfel begegnen uns Bergziegen. Ein schönes Erlebnis. Und absolut beeindruckend, wie die ohne Seil und doppelten Boden an den steilsten Stellen herumlaufen, als gäbe es keine Schwerkraft!

    Der Rückweg führt uns ohne Seilbahn direkt zum Kloster. Den Eingang zur Kathedrale haben wir uns schon vor der Wanderung angeschaut, denn die Seilbahn fährt das erste Mal um zehn Uhr nach oben. Auf eine eingehende Besichtigung der Klosteranlage verzichten wir. Ich finde eh, das macht am meisten Sinn in Begleitung einer fachkundigen Person, die sowohl die kunsthistorischen als auch religiösen Bezüge gut vermitteln kann. Als Laie sieht man da bestenfalls einen Bruchteil.

    Also verlassen wir den heiligen Berg und fahren in Richtung unseres Hotels für die Nacht, ganz in der Nähe des Flughafens. Unterwegs zweigen wir ab in einen kleinen Ort entlang der Route und genehmigen uns in einem Café ein Mittagsmenü. Eine Karte, gar noch in Fremdsprachen wie Spanisch, die gibt es hier nicht. Aus dem Redefluss unserer Bedienung versuche ich diejenigen Speisen herauszufischen, die uns beiden schmecken könnten. Insbesondere für Max ja ohne Meeresfrüchte. Im Ergebnis bekam er als ersten Gang "verduras", was nicht mehr als Kartoffeln und Bohnen waren. Immerhin gab es im zweiten Gang Schweinesteak, und als Nachtisch sogar Schoko-Pudding, da war er wieder glücklich. Fisch für mich im ersten und zweiten Gang, und einen Kaffee-Flan und Cortado als Nachtisch, ich war auch glücklich. 😋

    Und damit nähert sich auch unser letzter Tag dem Ende ... noch etwas Pause, dann fahren wir zum Hotel, werden noch Abendessen, und dann ist's vorbei. 😭
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  • Day18

    Tarragona

    October 5 in Spain ⋅ ☀️ 23 °C

    Eine Stadtbesichtigung steht heute auf dem Programm: Tarragona, die Großstadt an der Küste südwestlich von Barcelona. Meinem Reiseführer zufolge die zweite "Perle am Mittelmeer" neben Girona.

    Tarragona hat neben einer beeindruckenden Altstadt mit Kathedrale, Erzbischöflichem Palast und Verwaltung, auch eine traumhafte Lage am Mittelmeer zu bieten, und dazu in der Stadt und Umgebung eine Vielzahl an Fundstücken aus der Römerzeit.

    Schon auf dem Weg in die Stadt stehen wir bei Sonnenaufgang mit Staunen vor einem gut erhaltenen Aquädukt. Sieht stabil genug aus, wir können sogar drüber laufen. Die konnten schon was, die alten Römer!

    Angekommen in der Altstadt drehen wir erst eine Runde durchs "Kirchenviertel!". Die ganze Altstadt liegt leicht erhöht, und die Kathedrale, der Erzbischöfliche Palast, ein kirchlicher Verwaltungsbau (oder Kloster) und die (mutmaßlich ebenfalls kirchliche) Hochschule sind darin ganz oben. Natürlich treffen wir da auf viele andere Touris, eine große Gruppe Deutscher kommt uns mit einer Führung entgegen. Wir entkommen unerkannt. 😎

    Die Stadt bereitet sich anscheinend auf eine Festlichkeit vor. Überall wird geputzt und geschmückt. Schade, dass wir nicht länger bleiben können, denn Tarragona gilt als DIE Stadt der Castelles, der Menschentürme, die in Katalonien wettkampfmäßig gebaut werden, unter großer Teilnahme der Anhänger. Da sind wir auf dieser Reise leider keinem begegnet.

    Weiter Richtung Küste liegen die größten römischen Ruinen: das Hippodrom und die Arena. Beides besichtigen wir. Im Hippodrom gibt es viele interessante Informationen und sogar ein Modell der ganzen Stadt, wie sie wohl im Mittelalter ausgesehen haben mag. Da waren bereits viele der römischen Überreste in die neuen Gebäude integriert, das ist an etlichen Stellen der Altstadt unmittelbar zu erkennen.

    So viel Anschauen macht hungrig, und da das mit dem Abendessen so schwierig ist momentan, setzen wir uns auf den "Balkon zum Mittelmeer" am Ende der Rambla Nueva und gönnen uns ein großes Mittagessen. Lecker! 😋 Danach schauen wir uns noch ein wenig in der Altstadt um (auf der Suche nach einem Eis, pssst! 😇).

    Und weil danach noch Zeit ist, fahren wir etwas außerhalb zu einem römischen Steinbruch. Ja, nicht die größte Attraktion, ist mir klar, aber doch wirklich interessant und schön anzuschauen. Leider darf man unten nicht mehr rein, wir wissen nicht, weshalb. Oben herum wirkt das wie ein kleines verwunschenes Paradies, und es wäre die nahe Schnellstraße vielleicht nicht so zu hören gewesen.

    Danach fahren wir wieder nach Montblanc ins Hotel, ich gehe noch einkaufen in einem lokalen Bauernladen. Nach etwas Pause werden wir abends auf der Suche nach einem kleinen Abendessen losziehen.
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    Traveler

    was für ein Ding?

    10/5/22Reply
    Traveler

    Diese Säule... zeigt die ursprüngliche Höhe, doch warum sie stehen blieb, wissen wir nicht.

    10/5/22Reply
    Traveler

    ...pssst! 🤫

    10/5/22Reply
    Traveler

    ja die Lage ist entscheidend

    10/5/22Reply
     
  • Day17

    Strandtag an der Costa Daurada

    October 4 in Spain ⋅ ☀️ 24 °C

    Oi, das war gestern doch eine ordentliche Menge isotonischen Weins! Doch irgendwie verträgt sich der in diesen Breiten besser, von Kater keine Spur. 😎

    Trotzdem perfekt, dass wir für heute den ersten und einzigen Strandtag dieser Reise geplant haben! Die schönsten Strände an diesem Küstenabschnitt, der Costa Daurada, sollen mit denen der Costa Brava durchaus mithalten können.

    Wir starten in dichtem Nebel. Dazu macht unser Autochen plötzlich bei höherer Geschwindigkeit seltsame Geräusche. Es bleibt spannend. Immerhin der Nebel ist an der Küste weg. Und als wir auf dem Parkplatz unter das Auto gucken, stellen wir fest, dass ein Teil des Unterbodenblechs lose ist und am Boden schleift. Hm, hm, erst einmal ignorieren und zum Strand.

    Unser Ausgangspunkt ist eine Feriensiedlung mit riesigen Campingplätzen nebendran. Hier wird viel Deutsch gesprochen, das ist gleich klar. Unser Strand heißt "Waikiki" und ist über eine kurze Wanderung auf dem Küstenweg zu erreichen.

    Wirklich ein sehr schönes Fleckchen! Feiner Sand, kristallklares Wasser, dahinter eine Felsküste aus gelbem Sandstein mit leuchtend grünen Pinien. Traumhaft! Das Wasser ist frisch, wenn man drin ist und sich bewegt - perfekt. Die anderen Gäste stören nicht, es ist genug Platz für alle da.

    Schatten gibt es allerdings keinen, und da wir kein Schirmchen dabei haben, ist uns nach ein paar Stunden die Sonne genug. Zelte abgebrochen und zurück gewandert, erfrischen wir uns erst einmal mit dem neben Wein zweiten Standardgetränk unserer Reise: Fanta Limón.

    Ach, und das Auto? Auf der Heimfahrt telefoniere ich mit der Hotline des Vermieters. Letztlich könnten wir das Auto nur austauschen an der nächsten Station - am Flughafen. Wollen wir nicht, und da wir problemlos fahren können, nimmt man die Meldung zu den Akten und das war's. Uns auch recht.
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    Traveler

    ach ja..da würde ich jetzt auch gerne liegen

    10/4/22Reply
    Traveler

    Das ost anscheinend der Tag der Defekte: Karhi hat ihr Handy geschrottet und mein Aito verliert Kühlflüssigkeit. Da passt euer Unterbodenblech perfekt dazu😉. Aber wenn es noch fährt ... Meines besucht heute die Werkstatt 🤪

    10/5/22Reply
    Traveler

    Unseres muss bis übermorgen durchhalten und weiterklappern... 😉

    10/5/22Reply
     
  • Day16

    Zurück an der Küste

    October 3 in Spain ⋅ ⛅ 25 °C

    Und schon ist es soweit, wir müssen unser schönes Häuschen verlassen. Beim Bezahlen gestern hat uns unsere freundliche Wirtsfrau noch einen Korb Tomaten und Hühnereier geschenkt. Daraus bereiten wir uns ein köstliches Frühstück mit huevos revueltos. 😋 Und ab geht es in Richtung Süden.

    Leider ist unser erstes Ziel, die Höhlenmalereien von Roca dels Moros, erst am Donnerstag wieder geöffnet. Daraufhin suchen wir uns neue Ziele: das Weltkulturerbe Monastir de Poblet, ein wunderbar gelegenes Kloster. Rein wollen wir nicht, und so fahren wir in die Nachbarschaft zum nächsten Kloster, das leider gar nicht so schön liegt, aber baulich ebenfalls beeindruckt.

    Beim Rundgang im Ort stoßen wir auf eine Wanderkarte mit einer hübschen Ruine drauf, die wir mit dem Auto aufsuchen. Dort genehmigen wir uns ein leckeres Frühstück aus unseren Vorräten. Anschließend fahren wir etwas freizügig zum Erkunden durch die Gegend, bis zu unserer Unterkunf in der schönen Mittelalterstadt Montblanc, wo angeblich Georg seinen Drachen erstochen hat.

    So extrem wie noch nie erleben wir hier die zwei Zeitzonen in Katalonien. Ins Hotel kommen wir nicht vor 15 Uhr, und in der Stadt werden wir mehr oder weniger deutlich ausgelacht, als wir vor 20 Uhr nach Abendessen fragen. Also setzen wir uns in eine Kneipe und trinken zwei Flaschen Wein zur Überbrückung der zwei Stunden bis zum Abendessen. Ein sehr fröhlicher Ausklang des Tages... 🥳
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    Traveler

    Wein, ist nie verkehrt 🍷

    10/3/22Reply
    Traveler

    🍷😇

    10/4/22Reply
    Traveler

    auf jeden Fall, man hat dann einen besseren Überblick über das Ganze

    10/3/22Reply
    Traveler

    😝

    10/3/22Reply
     
  • Day15

    Rundherum: Hochpyrenäen!

    October 2 in Spain ⋅ ⛅ 16 °C

    Ja, Ihr habt's gemerkt, gestern gab es mal keinen langen Text. Heute dafür wieder. 😇 Obwohl wir zeitiger als gestern starten, wegen der Fahrzeit von etwa eineinhalb Stunden bis zu unserem Startpunkt, ist unser Autodach heute nicht gefroren; es geht wieder aufwärts mit den Temperaturen!

    Unser Ziel liegt im Val d'Aran, dem nordwestlichsten Eck Kataloniens. Auf gut 2.200 Metern Höhe (die zumindest vom Parkplatz aus erst zu erklimmen sind), gibt es einen Rundweg, der über einige Hochmoorgebiete an etlichen Bergseen vorbei führt, das ganze eingerahmt von bis zu 3.000 Metern hohen Gipfeln. Buena vista ist garantiert. 🤩

    Erst einmal geht es relativ flach los, vom Parkplatz zum Startpunkt der Wanderung. Immer wieder misstrauisch beäugt von Kühen laufen wir durch Hochmoorgebiete, die hier am Anfang auch noch gut mit Wegen und Stegen versehen sind. Dann geht es aufwärts und in die wilderen Regionen.

    Das bedeutet zum Einen, dass die feuchten Sumpfzonen keine Stege mehr aufweisen, und wir mehr oder weniger geschickt und elegant 🤸 drum herum klettern dürfen. Zum Anderen ist auch die Wegebeschilderung nicht ganz so üppig, einmal gehen wir ein ganzes Stück den falschen Pfad, bis uns auffällt, dass wir doch nicht die Fernwanderung nach Frankreich machen wollen.😎

    Die Ausblicke sind phänomenal! Während Max sich an den Gipfeln und Felskanten im Hintergrund ergötzt, begeistern mich die Krokusblüten und die Farbe der Vogelbeeren im Herbst. Die Bergseen sind wirklich spektakulär gelegen, da sind wir uns einig. Und obwohl wir hier in einer der Haupt-Touristenregionen Kataloniens sind (zugegeben vor allem im Winter), sind wir auf den Pfaden doch einigermaßen allein unterwegs. Eigentlich sind es nur zwei Gruppen, die mal uns, oder die mal wir überholen.

    Ein ganz tolles Erlebnis, mit einem ganz tollen Gefühl, nicht zuletzt, als wir gegen halb Fünf wieder am Auto sind und das am Morgen vergessene Frühstück nachholen können. Dass ich nur mit Wasser und einer (!) Birne durch so einen Tag kommen könnte, hätte ich selbst nicht geglaubt. Hab' hier halt schon so manche Entbehrung gelernt. 🙄😏 Und daheim wird dann rasch die nächste Nudelgeschichte gekocht. So sind am Abend auch unsere Mägen glücklich.🍝
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    Traveler

    sehr idyllisch 🥰

    10/3/22Reply
    Traveler

    das könnte auch im Allgäu sein

    10/3/22Reply
    Traveler

    Der Eindruck war ganz häufig, dass es alpin oder vor-alpin sein könnte.

    10/3/22Reply
     
  • Day14

    Die Schlucht Montrebei

    October 1 in Spain ⋅ ☀️ 21 °C

    Die Bilder sprechen für sich. 😛

    Wir haben Geier gesehen!

    Luise meint Schlehen? Und am Auto Staub? [Luise]

    10/1/22Reply
    Traveler

    Die Kandidatin hat 50 Punkte. Nur die Schlehen sind richtig. 😉

    10/1/22Reply
    Traveler

    warum? da fehlt ein Stück, oder? dann ist es doch richtig!

    10/2/22Reply
    Traveler

    Ja, ich war auch nicht allzu traurig, andere jedoch... 😉

    10/2/22Reply
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  • Day13

    Am Fuße der Hochpyrenäen

    September 30 in Spain ⋅ ⛅ 5 °C

    Ruhig und friedlich war die Nacht. Toller Sternenhimmel. Der gestrige Regen hat sich verzogen, entsprechend zuversichtlich, fast schon übermütig, starten wir zu unserer heutigen Wanderung. Wir wollen einen Schritt hinein in die Hochpyrenäen gehen, beginnend bei einem Stausee auf gut 1.600 Metern bis auf über 2.200 Meter beim schwarzen Bergsee "Estany Negre".

    Leider ziehen von Norden dann doch wieder Wolken in unser Tal hinein. Der erste Schnee der Saison, wie wir beim späteren Mittagessen erfahren! Das ist unglücklich für uns. Wir marschieren unbeirrt los. Der Weg aber führt fast durchgehend über Stock und über Stein (eigentlich nur über Steine 😬), und war durch den Regen und Schneeniesel feucht und rutschig. Zu allem Überfluss muss mindestens eine ganze Kuhherde auch den Weg gegangen sein - mit gesunder Verdauung. 🫢

    Letztlich ist das zuviel für mich, und ich muss - zufälligerweise bei genau 2.000 Metern - die weiße Fahne schwenken. Max, die Bergziege, wäre freilich gut und gern noch weitergegangen. Hilft aber nichts, um auf ihn zu warten, ist es zu kalt. Also drehen wir gemeinsam um. Einiges Gekraxel und Gerutsche später sind wir wieder am Parkplatz, und nur mein Stolz und mein Steiß haben leichte Prellungen abbekommen.😞

    Zum Trost gibt es Mittagessen um Drei, und weil wir eh gerade im Vall de Boís sind, in dem die zahlreichen romanischen Dorfkirchen ein Weltkulturerbe sind, schauen wir uns bei denen noch ein wenig um. Mit dem Herzen bin ich nicht mehr dabei, also reichen drei. Durch das späte Mittagessen werden wir heute das Abendessen um Acht Uhr schaffen, und dazu, das habe ich schon beschlossen, gibt es ausreichend isotonischen Wein. 🍷🍷🍷
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    Traveler

    das sieht aber schon kalt aus

    9/30/22Reply
    Traveler

    Drei Grad. 😱

    9/30/22Reply
    Traveler

    Puh, so kalt... fahrt doch lieber ein bisschen Richtung Küste und tankt soviel Sonne wie ihr könnt.

    10/1/22Reply
    Traveler

    Kommt noch, das Ende ist ja unweigerlich in Barcelona. 😉

    10/1/22Reply
     
  • Day12

    Idylle im Westen

    September 29 in Spain ⋅ 🌧 13 °C

    Zum dritten Mal geht es zum zeitigen Frühstück zu "Miriam". Nett und prompt werden wir bedient, obwohl ich nach dem reichlichen Abendessen mit einem Kaffee zufrieden bin. Immerhin Max sorgt für den gewohnten Umsatz. 🥐☕

    Die Koffer sind gepackt mit der vom Hotel freundlicherweise frisch gewaschenen Wäsche, und auf geht es zu unserer nächsten größeren Fahrt. Weiter gen Westen zieht es uns, an den Fuß der Hochpyrenäen, die wir in den nächsten Tagen erkunden wollen.

    Auf dem Weg geht es schon reichlich auf und ab, über eine weite Hochebene und nah an große Abgründe. Ein paar Geier fliegen uns fast vors Auto ... na gut, immerhin deutlich in Sicht auf unserer Höhe ... hoffentlich haben sie sich keine Hoffnungen gemacht; ich fahre in meiner besten Konzentration! 😇

    Als Unterkunft haben wir uns für ein Häuschen entschieden, das außerhalb des Ortes in einem winzigen Bergdörfchen liegt. Das Größte hier ist wohl die Kirche, die muss sein, ansonsten stehen neben unserem schön angestrichenen Häuschen noch vier oder fünf andere Häuser hier, und das war's. "Mucho tranquilidad" - viel Ruhe, meint unser Vermieter. 😉

    Natürlich gibt es hier keinerlei Einkaufs- oder Essensgelegenheit. Also fahren wir nach dem Mittagspäuschen wieder in den Ort hinunter. Einkaufen ist machbar, das Abendessen fällt zu der frühen Stunde wieder flach. Wie meinte ein Kellner? "Para cenar, no, para comer, si." Auf Deutsch: Essen können wir noch nicht, aber essen schon. 🧐😁 Also Pizza und belegte Brötchen gibt's, aber nichts Gescheites. Immer erst ab Acht. Das sollten wir für die nächsten Tage wirklich mal einplanen. Sicherheitshalber haben wir aber auch Nudeln und Pesto gekauft. 🍝👍
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  • Day11

    Gemütliches Erkunden

    September 28 in Spain ⋅ ☁️ 18 °C

    Nach einem Wandertag wie gestern ist am nächsten Tag etwas Ruhe angesagt. Schon beim Aufstehen wird gespürt, wie viel noch in den Knochen steckt. Der Muskelkater wird sich im Tagesverlauf entwickeln, wie ich am Abend merke.

    In jedem Fall planen wir ja regelmäßig einen Entspannungstag nach einem Anstrengungstag, und so haben wir heute einige kleinere Erkundigungen in der Umgebung, von Berga der sogenannten Berguedà, vor. Am frühen Morgen fahren wir in die Höhe direkt hinter dem Ort. Hier gibt es eines der vielen Santuaris (Klöster), die offenbar alle traumhafte Plätze innehaben, und damit eine fantastische Aussicht. Von hier aus kann man bis zum Küstengebirge sehen, genauer gesagt bis zum heiligen Berg Montserrat, direkt hinter (von uns aus: vor) Barcelona. Einige Trailrunner treffen wir schon um diese Uhrzeit, die tapfer die Anstiege rauf- und runterrennen.

    Weiter geht's, vorbei an einem erschreckend wenig gefüllten Stausee, bis zu einer weniger bekannten Arbeit Gaudís aus seiner Anfangszeit: den Jardins Artigas. Hier hat er für seinen bereits bekannten Mäzen Güell neben einem Zementwerk Wohnhaus und Gärten für die leitenden Angestellten vor Ort gestaltet. Das Haus gibt's leider nicht mehr (sieht auf Fotos auch sehr interessant aus), doch der Garten ist weiterhin zu besichtigen. Wirkt wie der kleine, verwunschene Garten eines Märchenschlosses. Sehr schön! Vielleicht kann ich mir da für daheim ein paar Anregungen mitnehmen. 😉

    In der Nähe finden sich die Quellen des Flusses Llobregat. "Die Quellen" trifft es hier genau. Es ist nicht etwa so, dass eine kleine Quelle irgendwo ein Rinnsal begründet, das immer mehr zu einem großen Fluß anschwillt. Hier strömt (sic!) an allen Ecken und Enden das Wasser direkt aus dem Fels, und vereinigt sich praktisch sofort zu einem Fluss beachtlicher Kraft.

    Zurück in unserem Hotelzimmer mache ich erst einmal ein schönes Mittagsschläfchen, bevor wir uns unserer Flasche Wein zuwenden (diesmal mit einem Pferd drauf. das in beide Richtungen rennt). Bis zum Abendessen ist etwas Zeit, also wird philosophiert. 😇 Immer schön! Und das Abendessen ist dann ein Traum! Mit jedem Wochentag hier haben mehr Lokale geöffnet. "Gretta" hat traumhaftes Essen - ich wollte hier in den Bergen unbedingt etwas mit Pilzen und kann nur sagen, so zartes Rindfleisch mit so köstlicher Pilzsoße und Kartoffelbrei habe ich noch nie gegessen! Da gehört natürlich auch eine Nachspeise dazu - ebenfalls köstlich! Dass das dann mit weitem Vorsprung das teuerste Abendessen dieses Urlaubs war, reut uns nicht. Morgen Standortwechsel - es geht in Richtung Hochpryrenäen!
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    Traveler

    ....ach ja, einfach nur da sitzen und die Aussicht genießen

    9/28/22Reply
    Traveler

    Ja. das wäre locker eine Halbtagesbeschäftigung für unsereins... 😉

    9/28/22Reply