• Moi Moi, Helsinki 👋🏻

    July 20 in Finland ⋅ ☁️ 20 °C

    Blauer Himmel und ein paar wenigen Wolken waren ideal für den Besuch des Freilichtmuseums Seurasaari. Es liegt auf einer kleinen Insel etwas außerhalb der Stadt, die man über eine lange Holzbrücke erreichen kann. Historische Gebäude erzählen die Lebensrealität der Menschen aus verschiedenen Landesteilen, Schichten und Jahrhunderten. Es ist eher ein kleineres Gelände, welches man gut zu Fuß bewältigen kann. Die Bilder sprechen für sich, es war interessant und kurzweilig. In einem Café verkosteten wir eine kulinarische Spezialität: karelische Pirogge. Gemacht aus einem dünnen Roggenteig, gefüllt mit Milchreis und Eibutter (eher Eiersalat) obendrauf. War für mich okay, aber Kombination und Geschmack bereicherten meinen kulinarischen Kosmos nur wenig.
    Ein absolutes Muss, so sagt der Reiseführer, sei der Besuch der Felsenkirche. Das war heute der letzte Punkt auf unserer Liste, da die Museen Amos Rex, Kiasma und HAM derzeit sehr spezielle Sonderausstellungen zeigen,die mich/ uns gar nicht angesprochen haben. Die Felsenkirche ist einzigartig, ich habe zumindest bisher nichts ähnliches gesehen. Direkt in den Fels gebaut, erinnern die steinernen Wände zunächst an eine Höhle. Durch ein Dach in Form einer kupfernen Kuppel und die davon nach außen abgehenden Streben, fällt das Licht sehr gleichmäßig ein und sorgt für eine Atmosphäre, in der man sich wohl fühlt. Hat man keine Helsinki Card, kostet das ganze 8€ Eintritt, eine Kerze zum Anzünden 2€. Einen Turm oder Glocken gibt es nicht, braucht es aber auch nicht. Allein ist man wahrscheinlich selten, weil ständig Reisegruppen kommen und staunen wollen, so wie wir auch. Nach einem kurzen Abstecher in eine der zahlreichen Einkaufsmeilen, endet mit unserem Tag 3 auch das Abenteuer Helsinki. Ich würde tatsächlich jederzeit wiederkommen, denn es hat mir hier richtig gut gefallen. Eine Hauptstadt mit direkten Meerzugang hat immer viel Charme. Der Campingplatz war richtig gut angebunden und ausgestattet. In 10 Minuten sitzt man in der U- Bahn, die öffentlichen Verkehrsmittel funktionierten alle großartig, es gibt viele Museen und kulturelle Angebote. Wir haben hier mit Abstand praktisch überall eine große Auswahl an laktosefreien Speisen und Getränken bekommen. Das hat es möglich gemacht, einfach mal Kaffee trinken zu gehen oder Kuchen und Softeis zu Essen ohne Verzicht oder Probleme im Nachhinein. Das gibt es so ausgeprägt auch in Berlin nicht. Shoppen kann man in der Innenstadt eigentlich restlos alles auf kurzen Wegen und in allen Preislagen. Es gibt für alle Geschmachsrichtungen Restaurants und zahlreiche Cafés. Einen Stadtstrand zum Baden, Hafen mit täglichem Markt und sogar eine große Sauna, die täglich für alle geöffnet hat. Und es war keine anonyme Großstadt, sondern eher eine familiäre Hauptstadt. Morgen geht es für uns weiter. Die Richtung steht, wie so oft, noch nicht fest. Aber das ergibt sich, spätestens, wenn der Motor startet.
    Read more