• Nicht ohne meine Sonnenbrille

    May 24 in Italy ⋅ ☀️ 22 °C

    Pfingstsonntag. Es bietet sich an, nach Monte Sant’ Angelo zu fahren, einem bedeutenden Wallfahrtsort auf der Halbinsel Gargagno. Die dortige Felsenkirche (Unesco Weltkulturerebe) ist voller Menschen, in einer Art Dauergottesdienst mit regem Kommen und Gehen der Touristen und Gläubigen sowie einiger gestylter italienischer Kommunionsgesellschaften. Einige Kilometer weiter ist der Trubel bereits wieder vorbei. Das mittelalterliche Kloster Abbazia di Santa Maria di Pulsano liegt trutzig und mit schönem Blick auf die Adria mitten in der mediterranen Macchia. +++ Monte Sant’ Angelo bietet die Gelegenheit, en passant italienische Gesichter und Outfits einzufangen. Und ja, es ist Sonntag und Pfingsten, aber auch sonst: Es gibt hier viele schöne Menschen, die Wert auf ihr Äußeres legen. Und das ist hier anders als auf der gockelhaften Düsseldorfer Kö, denn es gehört wie selbstverständlich dazu und ist einfach eine kulturell-ästhetische Errungenschaft, die in Deutschland weitgehend verloren gegangen ist. Dass zum Modespiel in Italien die (schwarze!) Sonnenbrille dazu gehört, naja, Ihr seht es auf den Bildern selbst. +++ Anschließend geht es weiter zu unserem Übernachtungsort, dem Agriturismo Passione Nature. Es ist zwar in der Nähe von Vieste, liegt aber dennoch in der Mitte von Nichts. Um uns herum nur Olivenbäume, eine österreichische Familie mit Bulli und Geländemaschine, drei Menschen aus Kalifornien (davon zwei im Rasterlook) sowie die beiden Inhaber, ein Franzose (John) und eine Italienerin (Marianna). Marianna hatte uns gestern per WhatsApp ein Abendessen versprochen, konnte es dann aber doch nicht anbieten, weil sie sich mit der Produktion von Maulbeermarmelade etwas verzettelt hatte. Ich berichte morgen weiter, denn das Fleckchen hier ist auf eine positive Weise so bizarr, dass es einen ausführlicher Report verdient. Cliffhanger sozusagen.Read more