Auf dem Weg nach Usbekistan
May 18 in Uzbekistan ⋅ ☀️ 29 °C
3:45 Uhr sitzen wir im Bus auf dem Weg zum Flughafen, um nach Dasoguz im Norden von Turkmenistan zu fliegen. Wir überqueren die Karakum Wüste, die den größten Teil des turkmenischen Territoriums einnimmt. Sie ist eine der größten Wüsten der Welt, ein ganzes Reich aus Sand und Dürre. Das Klima hier ist von Härte geprägt, der Temperaturunterschied zwischen den Jahreszeiten beträgt mehr als 90 Grad. Erstaunlicherweise lebt aber immer noch etwa ein Siebtel der Bevölkerung in der Karakum-Wüste und hat sich an die unfreundlichen Bedingungen der Wüste angepasst. In Dasoguz sind die Winter hart mit bis zu -20 Grad und die Sommer sehr heiß. Auch hier gibt es wie in ganz Turkmenistan viele Sandstürme. Die Zahl der Krebsfälle ist hier sehr erhöht, man vermutet, dass die Pestizide, die sich auf dem Grund des ausgetrockneten Teil des Aralsees abgelagert haben, mit dem Wind hier her geblasen werden.
2 Stunden brauchen wir auf einer Straße voller Schlaglöcher um Kohne Urgentsch zu erreichen, die ehemalige Hauptstadt von Khorezm. Einst zogen Handelskarawanen durch die Stadt und verschiedene Handwerksberufe florierten. Diese Stadt hat eine schwierige Prüfung der Zeit überstanden: zweimal wurde sie belagert und zerstört, aber Teile ihrer Geschichte haben bis heute überlebt: das sind mehrere Mausoleen, Minarette und Festungen aus dem Mittelalter. Der Grundstein für das Minarett wurde bereits im elften Jahrhundert nach Christus gelegt, sein Bau dauerte nach einem Baustopp allerdings bis 1336 an. Das Minarett gilt als das höchste in ganz Zentralasien, es ist stolze 62 Meter hoch und zudem etwa 1,5 Meter nach Westen hingeneigt.
Auf dem Weg zur Grenze nach Usbekistan halten wir in einem kleinen Ort und essen kleine gedämpfte, mit Rindfleisch gefüllte Teigtaschen, Mantis.
Der Grenzübertritt gestaltet sich, auch Dank von unserer Führerin Maizah, sehr einfach. Der Bus darf bis zum Gebäude des kleinen Grenzübergangs vorfahren und die Prozedur dauert statt geplanten 2,5 Stunden nur ca. eine Stunde bis wir wieder im 🚌 sitzen.
Nach 40 Minuten erreichen wir Nikus.
Hier haben wir nach einigen Tagen ohne Google, WhatsApp..... wieder ein gutes Internet, so dass ich die Tage unserer Reise hier hochladen kann. Einige haben sich schon gewundert, dass sie keine Fotos sehen.🤔🤔
Die Stadt Nukus wird von drei Wüsten umgeben - dem Karakum (schwarzer Sand), dem Kyzylkum (roter Sand) und der felsigen Wüste - dem Plateau Ustyurt und die vierte Wüste Aralkum oder Akkum (weißer Sand infolge des Austrocknens des salzigen Aral) schloss sich ihnen an.
Bekannt wurde Nukus durch das Savitsky Museum. Es zeigt die zweitgrösste Sammlung der russischen Avantgarde (nach dem Russischen Museum in St. Petersburg). Ausserdem hat es auch die grösste Sammlung archäologischer, volkskundlicher, angewandter und zeitgenössischer Kunst aus Karakalpakstan und Zentralasien. Mehr als 86’000 Exponate wurden gesammelt, aber nur etwa 3% sind in den beiden Gebäuden des Museums ausgestellt.
Wir fahren weiter Richtung Chiwa.
Usbekistan 1,25x größer als Deutschland und hat 37 5 Millionen Einwohner.
Übernachtung im Hotel Jipek Joli.Read more




























