Chiwa
May 20 in Uzbekistan ⋅ ☀️ 25 °C
Chiwa wurde erst wirklich bedeutsam, als der Strom Amudaria sein Bett entlang der Stadt nahm. Heute ist der Amudaria nicht mehr der tollwütige Strom, der sich mitsamt seinem Bett hin und her wirft. Den Großteil seiner von den Gletschern des Pamir und Hindukusch kommenden Wasser verliert er im Mittellauf an den Karakum-Kanal und weitere Kanäle für die Bewässerung der gigantischen Baumwollfelder. Chiwa liegt nicht mehr am Fluss, sondern 40 Kilometer südwestlich von ihm.
An der Tür der Wüstenfestung Chiwa hing lange ein unsichtbares Schild: Bitte nicht stören. Wer es missachtete, wurde hingerichtet.
Der Sklavenmarkt von Chiwa war bis 1873 in Betrieb. >Lieferanten< waren vor allem die kriegerischen turkmenischen Wüstennomaden mit Angriffen auf Karawanen.
Zwischen 1740 und 1872 und noch ein paar Jahre darüber hinaus wurde in Chiwa alles geschaffen, was wir heute bewundern können.
Morgens früh erklimmen wir die steilen Stufen des Minaretts. Von dort genießen wir den Blick auf die historischen Gebäude.
Der machtige Wall um die innere Stadt stammt aus dem 18. Jahrhundert und wird unterbrochen von 4 großen Toren in alle Himmelsrichtungen. Sie ist 2200 Meter lang, sieben bis acht Meter hoch und ist mit all seinen Schießschartenmauern und Bastionen fast vollständig erhalten. In Inneren der Mauern befinden sich ca. 60 historische Gebäude, zahlreiche Minarette, Mädressen (wo Studenten gelebt haben), Moscheen, Paläste, Burg.
Die Mädressen waren mit hohen Mauern umgeben, innen drei Höfe: ein Hof wird größtenteils von lwans (großer nach einer Seite offener Raum) eingenommen, die über zwei Etagen reichen - sehr praktisch, um im Sommer etwas Kühle über den Tag zu retten. Wunderschön geschnitzte Holzpfeiler auf mit Spruchen und Ornamen verzierten Steinbasen stützen die Decken der Iwane ab. Die Decken der offenen Räume wurden mit satten Farben ausgemalt. Nur hier in Chiwa trifft man auf runde, gemauerte Podeste in den Höfen - darauf wurden die Filzjurten aufgebaut. Diese alte nomadische Tradition hatte nichts mit Nostalgie zu tun. Die Filzjurten ließen sich im Winter leichter, schneller und sparsamer beheizen - in den Palästen gab es keine Heizungen, und auch Heizrnaterial war in der Wüste vor dern Zeitalter von Ől oder Gas schwer zu beschaffen. Die Kohlepfannen in einer Palastjurte wurde auch einrnal mít Kameldung geheizt.Die Mädressen waren mit hohen Mauern umgeben, innen drei Höfe: ein Hof wird größtenteils von lwans (großer nach einer Seite offener Raum) eingenommen, die über zwei Etagen reichen - sehr praktisch, um im Sommer etwas Kühle über den Tag zu retten. Wunderschön geschnitzte Holzpfeiler auf mit Spruchen und Ornamen verzierten Steinbasen stützen die Decken der Iwane ab. Die Decken der offenen Räume wurden mit satten Farben ausgemalt. Nur hier in Chiwa trifft man auf runde, gemauerte Podeste in den Höfen - darauf wurden die Filzjurten aufgebaut. Diese alte nomadische Tradition hatte nichts mit Nostalgie zu tun. Die Filzjurten ließen sich im Winter leichter, schneller und sparsamer beheizen - in den Palästen gab es keine Heizungen, und auch Heizrnaterial war in der Wüste vor dern Zeitalter von Ől oder Gas schwer zu beschaffen. Die Kohlepfannen in einer Palastjurte wurde auch einrnal mít Kameldung geheizt.
Mittags essen wir mit Kartoffeln, Kürbis oder Fleisch gefüllte Teigtaschen und ein Fladenbrot. Vielfach findet man mit Gas oder Holz beheizte Öfen, ähnlich den Tandoori Öfen. Die rohen Teigtaschen werden an die heiße Innenseite des Ofens geklatscht und anschließend heiß gegessen, Kosten 2 Euro pro Teil.
Läuft man durch die Gassen von Chiwa, biegt man um eine Ecke, ergibt sich in jedem Moment ein schönes Fotomotiv.
Wir laufen auch alle Tore ab und wundern uns über die Grabmäler auf der Innen- und Außenseite der nördlichen Mauer. Ein Stück entfernt wird uns die Zubereitung eines Fladenbrot gezeigt und uns wird Tee und diverse Marmeladen, wie 🍓, Pflaume und Aprikosen, angeboten.
Abends sind die Gebäude wunderschön, farbig beleuchtet.
Wir genießen den Sonnenuntergang auf der Tapas Restaurant Terrasse bei einem kühlen Bier und leckerem Essen ( Kosten 8,50 Euro).
Übernachtung im Hotel Euro Asia.Read more





























