Bischkek, Hauptstadt von Kirgistan
May 28 in Kyrgyzstan ⋅ ⛅ 16 °C
Wir starten gegen 8:30 Uhr und fahren weiter Richtung Osten. Soweit das Auge reicht ist das Land flach, auf unsrer rechten Seite begleitet uns ein Gebirgszug mit schneebedeckten Gipfeln, die bis zu 4500m ansteigen.
Wiederholt fahren wir unmittelbar am der Grenze zu Kirgisistan entlang.
Nach ca. 5 Stunden erreichen wir die Grenze und die gleiche Prozedur erfolgt wie wieder. Diesmal steigen wir aus unseren Mercedes Bussen aus und nach dem Übertritt wieder ein.
Durch eine Stunde Zeitverschiebung erreichen wir erst gegen 17 Uhr das Hotel Bridges. Nur die Hälfte der Gruppe lässt sich von unserem Fahrer in das eine halbe Stunde entfernte Zentrum fahren.
Wir schlendern durch die Parks, wo viele junge Leute Volleyball spielen. Sie stehen zu viert in einer Reihe, spielen sich den Ball zu und schmettern über eine längere Distanz zu den anderen vier Spielern. Wir erfreuen uns an den Wasserspielen und einigen interessanten Gebäuden und Plätzen.
Im gemütlich eingerichteten Restaurant Nowat finden wir noch ein Plätzchen und essen gemeinsam ein Potpourri sehr leckerer, einheimischer Gerichte.
Kirgistan wird auch die Schweiz Zentralasiens genannt. 90% des Landes liegt auf einer Höhe von über 1800m Höhe. Durch die natürlichen Bedingungen ist hier die dominierende Wirtschaftsform in der extensiven Weidewirtschaft geradezu vorgegeben. So trifft man auf den Hochgebirgswiesen auf die Sommernomaden mit ihren Herden und ihren typischen Filzzelten, den Jurten.
Im Nordwesten und Süden findet man, auch wegen ausreichend vorhandenem Wasser, Obst- und Gemüseplantagen.
Als erstes und bisher einziges Land Zentralasiens hatte Kirgistan eine parlamentarische Regierungsform. Das kleine, streitbare Gebirgsvolk hat bisher 3x Präsidenten wegen Machtmissbrauch aus dem Amt gejagt.
Die Fläche von Kirgistan beträgt das 0,6 fache von Deutschland mit ca. 7, 2 Millionen Einwohnern.
In Bischkek, der Hauptstadt, leben mindestens 1,3 Millionen. Die zahlreichen Märkte bilden das finanzielle und wirtschaftliche Rückgrat der Stadt, von hier aus werden auch die Nachbarländer versorgt. Wenn man sich durch den dicken Stau quält, muss man zweifellos zu dem Schluss kommen, dass halb Kirgistan hier auf den Beinen bzw. auf den Rädern ist. Durch diese Verdichtung entsteht ein unglaubliches Verkehrschaos, eine Metro ist nicht vorhanden.
Bischkek ist eine junge Stadt. Sie entstand am Rande einer Kosakengarnison, die im Zuge einer russischen Invasion nach Mittelasien im Jahre 1862 hier etabliert wurde. 1924 wurde sie Hauptstadt der autonomen kirgisischen Gebiete. Wärend der großen vaterländischen Kriege von 1941 bis 1945 wurden zahlreiche russische Betriebe nach Mittelasien umgesiedelt. Sie bleiben nach Ende des Krieges und tragen dazu bei, dass der Ort von einem Provinznest zu einer Metropole aufstieg. Am 1.2.1991 wurde die Stadt auf Anweisung des obersten Sowjets zu Bischkek und Hauptstadt ernannt.
Übernachtung im bridges hotelRead more




























