• Carcassonne, Andorra la Vella

    September 12 in France ⋅ ☀️ 25 °C

    Hat man gestern noch viele Obdachlose und Müll in den Nebenstraßen gesehen, so ist die Stadt heute früh schon rausgeputzt worden. Die Straßen wurden mit Wasser gereinigt und die Müllberge beseitigt. Ich besuche zunächst die Notre dame Basilika, später die Jakobinerkirche. Ihre Ursprünge reichen zurück ins 13. Jahrhundert, als sie als Hauptkirche des Dominikanerordens in Toulouse gegründet wurde. Im Mittelalter war die Jakobinerkirche ein wichtiges Zentrum der theologischen Lehre und des religiösen Lebens in Toulouse. Sie spielte eine zentrale Rolle in der Verbreitung der Ideen des Dominikanerordens und wurde zu einem wichtigen Treffpunkt für Gelehrte und Theologen. Ihre Bedeutung als geistiges Zentrum wurde durch die Anwesenheit von Thomas von Aquin, einem der bedeutendsten christlichen Philosophen, weiter erhöht.
    Heute ist Sonntag und Flohmarkttag, ich treffe auf mehrere Flohmärkte. Ab 11 Uhr wird es voll in der Stadt und ich fahre weiter Richtung Südwesten nach Carcassonne, ca. 100km entfernt. Bei der Anfahrt sieht man schon von weitem die Festungsstadt auf einem Hügel. Besser gesagt: Zu sehen sind vor allem die imposanten Festungsmauern, die mit sage und schreibe 52 Türmen gespickt sind. Die meterhohen Mauern umschließen die gesamte Altstadt, die lediglich über zwei Eingangstore zugänglich ist. Damit gilt die Cité de Carcassonne als größte ummauerte Festung Europas. Bis ins Jahr 1947 war Carcassonne Start- und Zielort der Tour de France.
    Meine Fahrt führt weiter in die Pyrenäen, in das ca. 170 km entfernte Andorra la Vella, die Hauptstadt von Andorra.
    Die Auffaltung der Pyrenäen begann wie jene der Alpen vor rund 100 Millionen Jahren
    Mit rund 430 Kilometer Länge sind die das Grenzgebirge und der Übergang von der Iberischen Halbinsel zum restlichen Europa. Im Osten sind die Pyrenäen teils gerade einmal zehn Kilometer breit; im zentralen Abschnitt erreichen sie eine Breite von 150 Kilometern. Höchster Pyrenäengipfel – und dritthöchster Gipfel Spaniens – ist der Pico de Aneto (3404m) in Aragon.
    Die Straße führt in vielen Serpentinen wiederholt rauf und runter, teilweise ähnelt die Landschaft dem Allgäu, nur sind die Berge hier etwas runder. Die Grenze nach Andorra überquert man fast unbemerkt. Auf den folgenden Kilometer findet man 6 Tankstellen, wo hat man schon mal solche eine Dichte an Tankstellen gesehen🤔🤔. Jeder Autofahrer ist begierig das billige Benzin zu tanken, fast 70 Cent billiger als in Frankreich.
    Die folgenden Skiorte ähneln denen in Frankreich, Menschenmassen müssen im Winter aufgenommen werden. Die Bauten kleben an den Hängen, sind modern oder auch futuristisch zu nennen.
    Nach 170km und 3,5 Stunden erreiche ich die Hauptstadt des Fürstentums Andorras, Andorra la vella, gegen 19 Uhr. Sie liegt eingebettet in einem Tal der Pyrenäen, nur wenige Kilometer von der spanischen Grenze entfernt. Die Stadt ist bekannt für ihre Lage auf rund 1.000 Metern Höhe, ihre moderne Architektur und vor allem ein beliebtes Duty-free-Shoppingziel. Sie hat rund 24.000 Einwohner. Andorra la Vella liegt auf rund 1.000 m Höhe und zählt zu den höchstgelegenen Häuptstädten in Europa.
    Jeder, der ein wenig Sinn für Kunst hat, braucht keinen Blick auf die kleine Schautafel zu werfen, um zu wissen, von wem das Kunstwerk an der Plaça de la Rotonda stammt. Die geschwungene Uhr allein lässt kaum Zweifel: Bei der surrealen Bronzeskulptur handelt es sich um ein Werk des katalanischen Künstlers Salvador Dalí. Das Kunstwerk ist eine Anspielung darauf, dass die Zeit über den Menschen herrscht.
    Das nächste Highlight ist das Centre Termolúdic Caldea, das 18-stöckige Wellnessresort gilt als größtes Thermalbadzentrum Südeuropas. Die Preise sind auch entsprechend, für 3 Stunden 53 Euro.
    Die Parkplätze in dieser Stadt sind rar und unbezahlbar, jeder Quadratmeterist ist vergeben. Ich kurve sehr lange umher bis ich einen Parkplatz gefunden habe, der auch von Wohnmobilen benutzt werden darf, Kostenpunkt 56 Euro bis morgen früh 8 Uhr. Ich finde einen Parkplatz am Straßenrand und erkunde kurz die Stadt. Da ich kein Internet habe, entschließe ich mich weiter Richtung Küste zu fahren. Gegen 23:30 Uhr erreiche ich, nach 180km, Tarragona und finde einen Parkplatz mit Blick auf die Bucht, sogar von meinem Bett aus🤣.
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