• Cadiz

    September 21 in Spain ⋅ 🌬 29 °C

    Heute ist das Meer wieder sehr ruhig. In diesem Urlaub habe ich höchstens eine handvoll Menschen im Meer schwimmen gesehen.
    Ich stehe mit dem Camper direkt vor einer gemütlichen Bar, die heute geöffnet hat, las Viandas. Ein belegtes Brötchen und ein Milchkaffee kosten 5,10 Euro.
    Ich fahre die Uferpromenade entlang Richtung Westen, vorbei an der Kathedrale. Das markanteste Merkmal ist die goldene Kuppel, die sich stark gegen die weiße Fassade der Kirche und der Häuser in der Altstadt von Cádiz abhebt.
    Kurz danach erreiche ich die Festung
    San Sebastián. Sie ist im wahrsten Sinne des Wortes die letzte Bastion von Cádiz, denn sie liegt inmitten des Meeres, nur durch eine Promenade mit der Altstadt verbunden.
    Die Ursprünge der Festung sind kaum zu glauben: Venezianische Seefahrer strandeten auf dem Felsvorsprung und da sie mit der Pest infiziert waren, erlaubte man ihnen nur, dort zu bleiben. Aus den Ruinen eines Leuchtturms erbauten sie das, was später einmal die Verteidigungsanlage von Cádiz werden sollte. Ein besonderes Merkmal ist der 41 Meter hohe Leuchtturm, der bereits von weitem erkennbar ist. Wenn man den James-Bond-Film “Stirb an einem anderen Tag” gesehen hat, kommt einem die Kulisse der Festung vielleicht bekannt vor.
    Ich fahre weiter an der Promenade entlang und erreiche den Park Genovése. Er ist der größte Park in Cádiz. Ebenso wie der Park Jardines de Alameda Apodaca liegt er direkt am Meer. Die Gärtner legen sich hier wirklich ins Zeug, denn die Bäume und Büsche sind akribisch zurechtgeschnitten, sehr gepflegt und nehmen teilweise sogar Spiralformen an. Im nächsten Park sind die größte Attraktion die riesigen Ficus-Bäume. Die aus Indien stammenden Bäume wurden im Park im Jahr 1903 gepflanzt.
    Auf dem Weg zurück, durch die engen Gassen der Altstadt, halte ich kurz an einem engen Durchblick auf das römische Theater. Vor ungefähr 30 Jahren entdeckte man in Cádiz die Überreste dieses Theaters. Es stellte sich schnell heraus, dass es sich sogar um eines der größten seiner Art in Europa handelte. Rund 10.000-20.000 Personen fanden darin Platz. Leider kann der historische Fund nicht komplett freigelegt werden, da mittlerweile schon Häuser darüber gebaut wurden.
    Ich schlendere noch kurz durch die Markthalle, bin aber enttäuscht, da nur wenige Stände besetzt sind.
    Abends gehe ich wieder in der Tapasbar laudril essen. Ich bestelle einen Pulposalat, schmeckt wie Kartoffelsalat mit kleinen Pulpostücken, ein Steak aus Kurzflossen- Makohai, eingelegter Thunfisch mit Käse und kleine Tintenfische. Alles sehr 😋. Auf dem Rückweg treffe ich auf einige Bands, die an verschiedenen Orten im Freien proben.
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