• nach Faro

    September 23 in Portugal ⋅ ☀️ 27 °C

    Ich habe den Stand und das Meer heute morgen für mich allein.
    Ich durchfahre den Nationalpark Doñana mit den bedeutendsten Feuchtgebieten Europas, weiten, unbebautenAtlantikstränden, grünen Bergwäldern und einer dichten Geschichte. Von den Häfen dieser Küste stach Christoph Kolumbus 1492 in See.
    Nur ca. 20 Minuten entfernt liegt der Muelle de las Carabelas, ein historisches Wahrzeichen in Huelva, das die bedeutende Rolle der Stadt in der Entdeckung Amerikas würdigt. Hier können Besucher die Nachbildungen der berühmten Karavellen Santa María, Pinta und Niña besichtigen, die Kolumbus auf seiner ersten Reise nach Amerika verwendete.
    Einige Minuten entfernt liegt das Kloster Rabida. Hier dreht sich fast alles um die Entdeckung Amerikas. Und tatsächlich wurden in dieser Gegend die Erkundungsfahrten vorbereitet, die dann schließlich vor mehr als 500 Jahren das Wissen über die Welt grundlegend veränderten. Christoph Kolumbus, den die Spanier Cristóbal Colón nennen, zählt zu den historischen Figuren, die in Spanien fast allgegenwärtig sind. Der Seefahrer, 1451 in Genua geboren, war besessen von der Idee, dass die Entdeckung eines direkten Seeweges nach Indien ihm selbst und seinen möglichen Finanziers Reichtum und Ruhm bescheren würde. Doch dafür benötigte er Geld und politischen Schutz. Und um dies zu erreichen, erforderte in erster Linie eine Menge Geduld und Hartnäckigkeit in der Überzeugungsarbeit.
    Der portugiesische König ließ ihn abblitzen. Daher lag es nahe, sich an die direkte Konkurrenz zu wenden, und dies waren die Spanier. 1486 traf Kolumbus in dem Franziskanerkloster La Rábida ein, wo er die Unterstützung der dortigen Mönche wie Francisco Jiménez de Cisnero fand. Dieser war Beichtvater der spanischen Königin Isabel.
    Die benachbarte Stadt Huelva bietet nicht viel zum Besichtigen, ich schaue mir kurz die Kathedrale an.
    Ca. 40 km befindet sich die Grenze, nach dem Überqueren des Grenzflusses Guadiana zu Portugal. In dem Grenzort Ayamont bietet sich die letzte Gelegenheit noch für unter 2 Euro zu tanken.
    Das letzte Ziel des Tages ist Faro bzw. ein Platz am Strand. Wenn man die Brücke vom Festland zum Praia de Faro überquert, lässt man die Stadt hinter sich und betritt eine andere Welt. Praia de Faro gilt weithin als der beste Strand der Region und zeichnet sich durch herrlich weichen, goldfarbenen Sand aus, der sich über 5 km entlang der Küste erstreckt. Praia de Faro liegt im Naturpark Ria Formosa. Richtung Faro ist das geschützte Lagunensystem ein Paradies für Vögel und Meerestiere. Auf der Meerseite tummeln sich viele Wellenreiter. Der Flughafen grenzt an das Lagunensystem.
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