Tag 11 von Alta zum ArcticFjordCamp
4. juli 2024, Norge ⋅ ☁️ 13 °C
Ich hab mich durch Alta durchgeschlängelt, da ist mir eingefallen : Mensch ich brauche für heute Abend noch ein Bier ! Ab in den Kiwi Supermarkt rein, eine Dose gekühltes Bier gesucht. Ein Fatøl, also das richtige Männerbier und an der Kasse hat der Kassierer die Dose angesehen und dann mich. Ich fragte ihn, ob er meine ID sehen will, er schüttelte den Kopf. Danach hab ich gesagt, die ist nicht für gleich trinken, sondern für heute Abend am Campingplatz zum Essen. Er hat gelacht und war dann zufrieden.
Eins muss ich sagen, die Norweger können Tunnel bauen und auch Brücken. Ich bin über ganz viele Brücken und durch Tunnel gefahren. an Fjorden entlang in denen wieder die Lachsfarmen zu sehen waren. Memo an mich: Ich muss unbedingt das nächste Mal eine Lachs kaufen. Ich hab den ersten Campingplatz angefahren, aber er hat mir nicht so richtig zugesagt. Er war direkt neben der Straße und ich kenne ja das noch von dem Mücken Campingplatz. Straße ist nicht gut, wenn immer ein LKW durchs Zelt fährt. Aber die Aussicht wäre toll gewesen. Der zweite Campingplatz war das Arctic Fjord Camp am 70. Breitengrad, ungefähr 800 m von der Hauptstraße entfernt. Und da habe ich wirklich ein glückliches Händchen gehabt.
Die Zeltwiese ist menschenleer. Sie ist riesengroß. Ich such mir wieder einen Platz, direkt neben dem Tisch und den Stühlen. Stell die Elise ab und baut das Zelt auf. Beim einchecken habe ich einen Umgebungplan gesehen, dass hier ein ganz spezieller Gletscher ist, dessen Gletscherzunge direkt ins Meer endet. Ich hab noch mal aufgesattelt und bin hin gefahren. Er war nur 12 km entfernt, am Ende ein Parkplatz von dem aus ein Wanderweg zu einem Aussichtspunkt geht. Ich bin dann los gestapft und es war ziemlich steil und ich muss euch sagen, in der Motorradkleidung und den Stiefeln bei 22 Grad läuft es sich nicht gut. Ich bin dann wieder umgekehrt und mir hat das Bild von unten gelangt. Es ist der Øksfjordjøkelen Gletscher. Wieder zurück am Campingplatz habe ich meine Küche aufgebaut. Ich hab von gestern noch Zwiebel und Knoblauch übrig gehabt und hab mir gedacht, das haue ich mir auf mein Steak, dazu Nudeln thailändischer Art und ein Fatøl ( Männerbier). Ich sage euch, das hat geschmeckt, besser wie Würstlbude, McDonald oder Restaurant. Und bei der Aussicht, grandios. Abspülen, alles wieder in die Koffer verpacken und eine kleine Runde über den Campingplatz gedreht. Duschen war noch angesagt. Am Abend, ich sag immer noch Abend, obwohl es hell ist. Die Sonne ist hinter den Bergen verschwunden, aber nur Grad so, dass sie noch auf der gegenüberliegenden Seite vom Tal immer noch zu sehen war. Es ist schon was ganz besonderes. Es ist jetzt 23:45 Uhr und wenn ich raus schau, sehe ich Sonne ☀️. Ich freu mich wieder auf die Nacht im Zelt. Elise hat immer noch ein kleines Problem und ich bekomme meinen Werkzeugkoffer nicht auf. Da ist Batz oder Dreck am oder im Verschluss und ich muss an meine 13er Schlüssel rankommen. Irgendwann habe ich es mit gut zureden und fluchen geschafft und die Werkzeugbox aufbekommen und meinen Kupplungszug loser eingestellt. Bei dem Skidoo Händler in Hammerfest, hat er neben Öl nachfüllen auch schon den Kupplungszug gelockert. Nur ist er während der Fahrt hier runter wieder fest geworden. Entweder hat der Mechaniker nicht richtig festgeschraubt oder ich habe ein größeres Problem. Gut, jetzt hat Papa mal entstellt und den Testride gibt es dann morgen früh. Der Zug und somit der Hebel hatte keine Spiel mehr und der Schleifpunkt war weg. Schon a bissi doof mit hoppeln oder abwürgen. Riechen konnte man auch etwas.
Ich bin ja nicht doof, zusätzlich zu meiner Aktion habe ich den nächstgelegenen BunkaBiker angefunkt, der hat über Facebook die nächste Werkstatt für Skidoos angefunkt und ich hatte Kontakt zu einem Mechaniker, falls ich es nicht selber schaffe. Nur war der Mechaniker 100km südlicher, also zumindest bis dahin muss ich kommen. Wenn es etwas größeres ist, hätte ich einen Schlafplätze bei Louise von BunkaBiker. Motorradwerkstatt gibt es hier oben nicht. Da muss jeder alles können. Fortsetzung folgt.Læs mere




















