• Tag 18 Trondheim - Magnillen Camping

    11. juli 2024, Norge ⋅ ⛅ 15 °C

    Supa … endlich wieder fahren, das rumlaufen in den Stiefeln in Trondheim ist schon schwer gewesen. Ich fahre aus der Stadt raus und komme, weil ich dem Navi gesagt habe - Abenteuer Tour - über kleine kurvige Straßen, Hügel rauf, Hügel runter an einen kleinen See mit Hafen vorbei. Pause mache, Banane verdrücken. Habe festgestellt, ich trinke wieder viel zu wenig. Ich bin nur am gasen. Gut, dass ich noch eine Dose Bier in TopCase habe von gestern. Gibt es dann zum Abendessen.
    Halt …. Apropos Abendessen, ich brauche noch etwas zum Essen für heute Abend und meine 1 kg Müsli Packung vom Müller Markt ist heute auch in Trondheim zu Ende gegangen.
    So wie bei Tankstellen, muss man auch wegen dem Supermarkt aufpassen. Die sind außerhalb größerer Orte dünn gesägt. Weiß gar nicht, wie es die Norweger machen mit einkaufen. Entweder angeln sie sich das Essen oder sie schießen es. Ich habe ein Müsli, Hafermilch und Schweinelende gekauft. Von gestern ist noch ein bisschen Wokgemüse übrig und die Erdnüsse mit Jalapeno Geschmack. Da zauber ich wieder was. Mit dem Motorrad kann man nicht so viel mitnehmen und mit Kühlung geht gleich gar nix. Also alles just in time. Kaufen - zubereiten - essen/trinken.
    Es ist wieder Fähre angesagt. Ui, siehe da, ein Münchener. Eine dick und vollgepackte BMW 1200 GS. Expedition Koffer, Expedition Topcase, obendrauf noch satt Taschen. Ich halt am Fähranleger an und sage „Servus“. Fast so wie Bully im Schuh des Manitu. Ja, genau … 1200 GS … die beiden gucken mich an, als ob sie noch nie einen Nordkapbezwinger gesehen hätten und drehen sich wortlos um.
    Das lasse ich ja nicht auf mich sitzen und quatsche den Biker auf der Fähre nochmal an. Ich parke an Bord direkt hinter ihnen, da kommt raus dass er aus Ungarn ist und nur in München arbeitet und das Bike ausgeliehen hat für die Fahrt mit seiner Freundin hier hoch. Wir fachsimpeln 50% auf deutsch, 40% auf englisch und 10% ungarisch. Weil ich ja so gut Ungarisch spreche … Ich kenne grad Paprika Chips ungarische Art und den Film „I ch denke oft an Piroschka“. Wir reden noch ein bisschen über die Reifen, das zelten und natürlich das Wetter. Runter von der Fähre sehe ich ein Schild Gokartbane … hier in the middle of nowhere eine Gocartbahn? Über 100 Kilometer weg von Trondheim. Habe das mal gegoogelt, richtig eine Bahn zum Kurven drehen. Irgendwann geht es rechts weg, eine sehr schmale Straße lang. Wenn ich ehrlich bin, möchte ich mit meinem Wohnwagen nicht zu dem Campingplatz fahren. 10 Km durch ein Geschlängel von Kurven, hin und wieder mal eine Ausweichstelle. Selbst für zwei Motorradfahrer mit Koffer die sich begegnen ist die Straße zu schmal.
    Da ist er ja, der Campingplatz. An der Rezeption ist keiner, aber eine Handy Nummer die man anbimmeln sein. Das geheime Wifi Passwort hängt auch an der Tür. Ich rufe an, die nette Dame am Telefon sagt : help yourself …. we see us later.
    Ich suche mir ein Platz am Wasser und bin glücklich. Ich sehe genau auf den kleinen Hafen. Ich liege in meinem Vorzeltbereich und mache mein Office und guck aufs Wasser und knabbere ein wenig an dem scharfen Erdnüssen.
    Ein kleinen Spaziergang später bekomme ich hunger. Eine Bank und Tisch ist in der Nähe und ich bau meine Küche auf. Der kleine Campingplatz ist voll mit Fischern, oder sagt man Angela, keine Ahnung. Auf jeden Fall schauen mir die Männer zu, wie ich mein Abendessen zubereiten.
    Ich übertreffe mich wieder selber mit dem Abendessen. Zumindest einmal am Tag haue ich rein, wenn ich schon den ganzen Tag das Essen und Trinken vergesse vor lauter Gegend ansehen und gasen.
    Heute Abend gibt es noch einen Krimi aus der ZDF Mediathek und den Rest vom Bier.
    Ich glaube ich werde wieder supa in meinem Zelt schlafen.

    Ach …. Ganz wichtig …. es hat heute nicht geregnet.
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