Tag 6 Bis Hirtshals
17. juni, Danmark ⋅ ☁️ 14 °C
Ich wache um 5:00 Uhr auf. Die Vögel wieder … 🥊.
Ich mache mir einen Kaffee und setze mich einfach noch mal auf mein Stühlchen und gucke ein wenig dumm in der Gegend herum. Beim Dummgucken vergeht die Zeit wie im Flug, und flugs ist es sechs Uhr. Ich entschließe, dass 6 Uhr eine gute Zeit ist, um zu packen und Elise zu beladen. Tigger treibt wieder Unsinn. Nie hilft er, der alte Sandler.
Kurz noch ins Waschhaus, und auf dem Retourweg schaue ich noch schnell die Kettcars an. Nein!, sage ich mir. Heute nicht.
Dieses Mal bin ich schlauer und packe schon mal eine zweite Tasche für die Fähre heute Abend. Elise wird ja in den Bauch der Fähre geladen, und ich komme an das Gepäck nicht mehr ran. Vor zwei Jahren ging alles so schnell beim Verladen in Kiel, dass ich nur noch mein Waschzeug und eine kurze Hose mitnehmen konnte. Dann wurde das Deck schon geschlossen.
Abflug. Es geht gemütlich über die Landstraße Richtung Mariager. Es hat 12 Grad, und es ist nix los. Gut, eine Baustelle ist los, mit ampelgeregeltem Gegenverkehr. Als ich dran war und fahren durfte, musste ich auch einen Kreisverkehr entgegengesetzt fahren, also quasi englisch. Die Susi aus dem Navi hat mir ins Ohr gebrüllt, dass ich falsch fahre und sofort anhalten soll. Brave Susi … passt auf mich auf.
Ich habe mir für kleines Geld ein Headset gegönnt. Es ist supa für die Ansagen vom Navi, und es ist noch mit dem Handy gekoppelt, sodass ich Musik hören kann. Mit Schlager ist das ewige Geradeaus sogar ertragbar. Da geht einem nicht die Puste aus … da kann Helene sich „Atemlos“ trällern.
Habe ich schon erwähnt, dass die Straßen hier schnurgerade sind?
Huch, was ist jetzt? Ein Warnschild. Zwei Kurven. Reduziert auf 30 km/h. Hilfe.
Wahrscheinlich muss man so langsam fahren, weil eine Christbaumplantage gleich ums Eck ist.
In Mariager gibt es für Elise 11 Liter feinstes 100-Oktan-E5, weil nix anderes verfügbar war. Das Super E10 war aus. Ich denke mir: So kann man auch Umsatz machen. Und für mich gibt es bei einer kleinen Bäckerei eine Buttersemmel mit einem Kaffee. Ich sitze draußen und genieße die Sonne. Jetzt sind es vielleicht 13 Grad, und die Jungs laufen in kurzen Hosen und die Mädels im Tanktop bei Windstärke 8 herum. Und was mache ich? Ich ziehe den Reißverschluss beider Jacken noch weiter hoch und lasse den heißen Kaffee in mich reinlaufen. Die Buttersemmel belege ich noch mit dem übrig gebliebenen Fleisch von gestern. Noch mal ein Lob an die Küche.
Es geht weiter Richtung Hirtshals über kleine Landstraßen, fast immer geradeaus. Also stangerlgerade. Das können die Dänen: gerade Straßen bauen. Dänemark ist kein Motorradfahrerland, zumindest nicht für mich. Ich fahre gerne Kurven und rauf und runter. Hier kann man mit einer Gold Wing mit Tempomat oder einer Harley fahren, die sind für geradeaus gemacht.
Zwischendurch kleine Pause. Es gibt italienische Wochen: Ciabatta mit Coppa-Schinken und ein Glas Rotwein.Læs mere


















Ich kann s mir grad bildlich sooo gut vorstellen, wie Du laut unter deinem Helm "ATEMLOS" singst, und auf der Hildegard ein paar Chachacha-Hüftschwünge andeutest 😀 [GeliFeuerschaf]