Tag 7 Ryfylkevegen
18 de junho, Noruega ⋅ ⛅ 17 °C
Ich bin tags zuvor um 21:30 Uhr ins Bett und habe bis 5:45 Uhr durchgeschlafen. Und ich habe quasi im Schlaf 500 Kilometer zurückgelegt.
Heute kein Vogelgezwitscher, aber das 170 Meter lange Schiff schaukelte ein bisschen. Das Hutschihutschi war allerdings sehr angenehm.
Anziehen, die drei Sachen zusammenpacken – um 6:30 Uhr wird das Autodeck aufgemacht. Wie ich so die Treppe zum Unterdeck runterlaufe, sehe ich durch ein Bullauge raus. Regen, Nebel … aha, ich bin in Norwegen angekommen.
Die guten Deutschen sind schon um 6:29 Uhr bei ihren Fahrzeugen und machen den Motor an. Ich schnalle Elise ab, verstaue alles, ziehe meinen Strampelanzug an und warte.
Um 7:00 Uhr geht es raus aus dem Bauch. Durch den Zoll, Tigger ist Gott sei Dank ruhig, und auf Hildegard sitze ich auch.
Durch Stavanger und danach gelangt man über das umfangreiche Ryfast-Tunnelsystem aus der Stadt. Es verbindet Stavanger mit den östlichen Nachbargemeinden und besteht im Wesentlichen aus drei Tunneln, wobei der längste über 14 Kilometer lang ist und bis auf 292 Meter unter den Meeresspiegel hinuntergeht.
Nach den Tunneln muss ich eine Pause bei einer Circle-K-Tankstelle machen. Ich kaufe mir einen Flatrate-Sticker und ziehe gleich mal zwei Kaffee und ein Kakauli rein.
Mit jeder Menge warmer Flüssigkeit im Bauch geht es nun die Landschaftsroute Ryfylke, den Ryfylkevegen, entlang.
Ready to hit the road and burn some rubber.
Kaum ist man aus der Stadt draußen, schon geht es mit den Kurven los. Yes!
Es ist supa nebelig. Mir egal. Wenn ich braun werden will, fahre ich nach Mallorza.
Den ersten Wasserfall fotografiert ich gleich und schicke ihn Elke. Es werden noch weitere folgen.
Am Weg habe ich nur eine Fähre, und die legt gerade ab, als ich ankomme.
Mit mir kommt auch noch ein Auto an. Die Fahrerin steigt aus und quatscht mich gleich an. Es ist Inge aus Oslo, und sie erklärt mir ungefragt die Gegend. Ich unterhalte mich mit ihr vielleicht eine Viertelstunde, dann kommen weitere Wartende zu uns in die Schlange.
Auf der Fähre unterhalte ich mich mit einer deutschen Motorradfahrerin aus Kitzingen, die alleine unterwegs ist. Sie hat zwar ein Zelt mit, hat aber in der ersten Woche so viel Geld für Hotels und Pensionen ausgegeben, dass sie eigentlich wieder heimfahren könnte, da die Urlaubskasse fast leer ist.
Und ein paar geleckte Typen sind jetzt hinter mir, die mit ihren 30.000-Euro-GSen unterwegs sind und lautstark angeben müssen, dass sie nur im Wheelie-Mode fahren. Die Sorte Jungs, die gestern beim Warten auf die Fähre schon ein Sixpack weggezogen haben.
Runter von der Fähre, und es jagt eine Kurve die andere. Zwischendrin tanke ich mal und bettle in einer Autowerkstatt darum, meine Wasserflasche auffüllen zu dürfen. Übrigens war bei der Tankstelle eine öffentliche Tauschbörsen. Man konnte einen Wanderschuh oder einen Tankdeckel gegen irgendwas anderes tauschen.
Ich fahre über mein erstes Fjell, das Saudafjellet. Oben liegt noch ein bissi Schnee. Geniale Strecke, geniale Kurven, so gut wie kein Verkehr.
Gegen 15:30 Uhr erreiche ich Vikedal und den Campingplatz Søndenåstranden Camping. Eigentlich ein Dauercampingplatz, aber sie haben eine Zeltwiese direkt am Fjord.
3 – 2 – 1 Mainz.
Aufbauen, duschen, essen, Kaffeetscherl trinken, abspülen, dösen, faulenzen … Es hat 20 Grad, und die Sonne knallt runter.
Hier gibt es keine Kettcars, aber ein dicker Ball hängt an einem Seil vom Baum. Ich mache einen auf Miley Cyrus bei „Wrecking Ball“ und schaukle ein wenig.
Ich bin sooo luftmatratzenschwer, aber um 20:00 Uhr kann man sich einfach noch nicht hinlegen. Gegen 20:30 Uhr kommt der Platzwart und zieht mir für die Nacht inklusive einer Dusche 250 norwegische Kronen von meiner Kreditkarte ab.
Ich bin heute gemütliche und kurzweilige 287 Kilometer gefahren.
Ach, ich muss es noch mal genau ausrechnen, aber der Liter Sprit kostet so um die 1,60 €.Leia mais

























ViajanteDanke für den Wasserfall