Tag 11 ohne Regen Richtung Westkap
22. juni, Norge ⋅ ☁️ 11 °C
Ich habe ja heute wieder in einem Zimmer geschlafen. Trotz Verdunkelung und Schlafbrille bin ich um 6:00 Uhr aufgewacht. Jaja, die senile Bettflucht. Das Zimmer war üppig ausgestattet mit einem Wasserkocher und einem Beutelchen löslichen Kaffees … das war es dann auch schon an Extras. Für mich und meine immer noch nicht ganz freie Nase war es mehr als in Ordnung.
Viel ist nicht zu packen. Alles ist schnell verladen und ab geht die Fahrt zum nächsten Supermarkt und dann zur Tankstelle. Ich muss meine Vorräte an Fleisch, Beilagen, Knoblauch, Getränken und einer Dose Bier auffüllen.
Im Supermarkt sehe ich Tomahawk-Steaks 🥩 im Angebot. Nur passen die nicht in meine kleine Pfanne. Nehm ich halt zwei mittelgroße Lendenstücke. Es gibt noch ein kleines Frühstück für mich und Elise scharrt schon mit den Hufen. Sie will auch was, am besten bleifrei Super.
Es geht über kleine Landstraßen, an spiegelnden Seen vorbei. Habe 100 % Kitschbilder davon gemacht. Es ist einfach klasse, hier zu fahren: kein Verkehr, Supa Asphalt, Supa Kurven. Wir wedeln nur so durch die Täler. Zwischendurch mal wieder ein Wirtschaftsweg und dann geht es zurück auf die Landstraße.
Habe ich schon gesagt … kein Regen!
Mitten im Nichts steht manchmal ein Tank und eine einzelne Zapfsäule. Selbst mitten im Nichts ist für das Wichtigste gesorgt: Benzin und Handynetz. Die Straßen werden gut in Schuss gehalten. Ich musste an einigen Baustellenampeln halten, die den Gegenverkehr regeln.
Na also, wieder eine Fähre. Es geht über den Nordfjord. Als die Fähre anlegt, fährt gleich ein Schwung Motorradfahrer herunter. Wir grüßen uns überschwänglich.
Ich trolle auf die Fähre, parke ein und inspiziere das Oberdeck. Bin maßlos enttäuscht. Auch hier gibt es keinen Kiosk mehr. Nur noch SB mit Scanner wie bei Rewe. Also auch keine Hotdogs 🌭. Vor zwei Jahren auf dem Nordkap-Trip habe ich die kleinen Wurstpausen geliebt.
Christian, wenn schon keine Wurst, dann halt einen Kaffee.
Von der Fähre runter, durch das nächste Tal und was sehe ich … eine Circle K. Ich habe aber auch schon so schnell einen Blinker gesetzt.
Ich trete in den Verkaufsraum ein und sage: „Django hat Jahreskarte“, und mache gleich den Kaffeeautomaten leer. Dazu noch eine Rosinensemmel und, damit ich was für den Insulinspiegel mache, gleich noch einen heißen Kakauli hinterher.
Elise bekommt noch 5 Liter Supa. Was wir haben, das haben wir.
Ich fahre los und auf einmal fängt die warme Flüssigkeit an zu wirken. Ich fange ein wenig im Motorradkombi das Transpirieren an. Das habe ich nun davon, weil ich immer so gierig bin.Læs mere


























RejsendeHallo Lieber Christian!
RejsendeIch bin total Happy deine Reise zu verfolgen. Es ist alles so schön und spannend geschrieben. Danke, daß ich mitreisen darf.