• Christina.reist
Oct 2015 – Jul 2016

Eight awesome months

A 263-day adventure by Christina.reist Read more
  • Napier

    December 5, 2015 in New Zealand ⋅ 🌫 1 °C

    Wir sind wieder zurück in Napier, im Art Deco Backpackers. Napier, an der Ostküste der Nordinsel, wurde in den 1930ern von einem Erdbeben zerstört. Beim Wiederaufbau erhielt Napier die starke Art Deco Prägung. Durch die Lage und Architektur erinnert es mich an St. Barbara in Kalifornien. Ich mag den Charme der Stadt jedenfalls.

    Wir belohnen uns nach der Wanderung mit einem Besuch im Irish Pub. Der Abend wird dank feuchtfröhlicher Neuseeländer in den Vierzigern ziemlich lustig. Den Eiertanz kenne ich jetzt jedenfalls ;-) Und Breakdance können die Neuseeländer auch ;-)

    Napier liegt in dem Weinanbaugebiet Hawkes Bay - ideale Gelegenheit für eine Weinprobe. Eigentlich wollen wir mit dem Rad fahren, das Wetter macht uns aber einen Strich durch die Rechnung. Den Wein des ersten Weingutes finden wir mäßig, dafür ist das Brot gut. Beim zweiten Weingut, der Mission Estate Winery, fühlen wir uns wohler. Wir bleiben lange, und beenden die Weinprobe mit einem Gin Tonic - was ist da nur schief gelaufen?

    Am nächsten Tag macht sich Sebastian auf Richtung Raglan, ich bleibe noch ein paar Tage im schönen Napier. Bye, bye, mate!
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  • Ruhige Tage in Palmy

    December 9, 2015 in New Zealand ⋅ ☀️ 18 °C

    Bevor ich nach Wellington fahre, lege ich noch einen Stop im unspektakulären Palmerston North ein. Die nächsten Tage beschäftige ich mich mit der weiteren Reiseplanung, Lesen, Schwimmen, Laufen, Spazieren, Filme gucken, Kaffee trinken.

    Eine kleine Wanderung mache ich dann doch noch: Zusammen mit Pete laufe ich den Manawatu Gorge Track. Das Highlight ist die Skulptur des Maori Kriegers Whatonga
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  • Wellington

    December 16, 2015 in New Zealand ⋅ ☁️ 11 °C

    Auf Wellington habe ich mich total gefreut. Endlich mal wieder eine 'richtige' Stadt mit einigermaßen Metropolenfeeling. Ich bin im YHA, und obwohl ich große Hostels nicht so gerne mag, ist es top.

    Wellington hat super Museen und Galerien. Im Te Papa, das gerade eine temporäre Ausstellung zur Gallipolli-Schlacht hat, verbringe ich an zwei Tagen insgesamt sechs Stunden. Ansonsten lasse ich mich ein wenig in der Stadt treiben, besichtige das Parlament, den botanischen Garten, die City Gallery, das Museum of the City and Sea, laufe auf den Mount Victoria und genieße den guten Wellingtoner Kaffee.

    Am Wochenende treffe ich mich mit den beiden Reisenden aus Hetzerath, Stefan und Sebastian. Ein feucht-fröhliches Zusammentreffen.
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  • Weihnachten in Anakiwa

    December 22, 2015 in New Zealand ⋅ ☀️ 23 °C

    Weihnachten feiere ich mit den Familtons auf der Südinsel. Das finde ich super, Weihnachten im Hostel bleibt mir also erspart. Also nehmen Peter, seine Schwester, ihre beiden Kinder und ich am 22. die Fähre auf die Südinsel. Dann fahren wir nach Anakiwa in den Marlborough Sounds. Der Ausblick ist herrlich - um uns herum dunkelgrüne Hügel, vor uns das türkisfarbene Meer.

    Es werden ein paar gemütliche Tage. Wir wandern und spazieren, fahren ein bißchen Boot, sitzen am Wasser, essen, lesen, spielen Karten. Wie in einigen anderen Ländern auch ist in Neuseeland erst am 25. Weihnachten - und am 26. ist schon wieder alles vorbei. So richtige festlich-gemütliche Weihnachtsstimmung wie Zuhause fühle ich natürlich nicht, es ist einfach zu warm dafür, allerdings hätte ich mir hier kaum schönere Weihnachtstage vorstellen können: der Ort ist wunderschön, und die Familtons sind total herzlich.
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  • Traumwetter im Abel Tasman National Park

    December 26, 2015 in New Zealand ⋅ ☀️ 17 °C

    Pete und ich hatten geplant, direkt nach Weihnachten in den Abel Tasman National Park zu fahren. Die Wanderroutenplanung hat sich als kompliziert herausgestellt, da einige Stellen nur bei Ebbe passierbar sind und die Campsites nahezu ausgebucht waren. Ja, jetzt ist hier absolute Hochsaison.

    DIe Busshuttlebuchung hat aufgrund der Feiertage auch nicht funktioniert, also hitchhiken wir nach Marahau, dem Startpunkt der Wanderstrecke. Wir sind allerdings viel zu spät an um noch die eigentlich gebuchte Campsite erreichen zu können. Was solls.

    Am ersten Tag laufen wir also 14 km bis zur Torrent Bay. Die Torrent Bay müssen wir auf dem Weg zur Campsite noch passieren. Ebbe ist schon vorbei, daher heißts Schuhe ausziehen und durchs Wasser laufen. Gegen acht am Abend steht dann auch endlich unser Zelt. Einziger Wehmutstropfen: die vielen Sandflies...

    Als wir morgens aufwachen ist Flut. Wir frühstücken mit Sicht direkt auf die Bucht. Toll!

    Wir gehen erst am Mittag los. Es ist viel los, da auf dem Abel Tasman Coast Track sowohl Tagesausflügler als auch Mehrtageswanderer unterwegs sind. Gegen Nachmittag vereinsamen die Wanderwege dann wieder. Um vier machen wir eine Lunchpause am Medlands Beach. Hier ist es aber so windig, dass wir bald weiterlaufen.

    Wir haben tolles Wetter und passieren Traumstrände und Buchten. Gegen acht kommen wir dann an der Awaroa Campsite an. Und schon wieder plagt uns eine Sandfly-Invasion.

    Am nächsten Morgen stehen wir früh auf, da wir bei Ebbe das Awaroa Inlet durchqueren müssen. Um spätestens acht Uhr müssen wir auf der anderen Seite sein. Danach frühstücken wir und laufen noch ein paar Kilometer bis nach Totaranui. Von hier aus nehmen wir uns ein Wassertaxi zurück nach Marahau. Der Wassertaxifahrer hat keine Eile und fährt mit uns in ein paar kleine Buchten. Wir sehen viele Seehunde und endlich einen Pinguin. Einen kleinen blauen, sehr süß!
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  • Zurück auf Anfang

    January 1, 2016 in New Zealand ⋅ 🌧 17 °C

    An Silvester treffe ich mich mit Isabell, meiner weitgereisten BeNeLux-Eifel-Freundin, und ihrem Bekannten Jörg. Die Beiden haben leider nur knapp zwei Wochen in Neuseeland, und wir somit ein volles Programm.

    Wir haben einen Campervan gemietet und werden in den folgenden zwei Wochen mehr als 3.000 Kilometer zurücklegen. Leider macht uns in den ersten Tagen das Wetter einen dicken Strich durch die Rechnung - es schüttet aus Eimern, sowohl in Auckland, auf der Coromandel-Halbinsel, als auch im Tongariro National Park. Selbst unser Dachzelt resigniert...

    Nach vier Tagen auf der Nordinsel haben wir die Schlechtwetterfront endlich hinter uns gelassen und nehmen die Fähre auf die Südinsel.
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  • Nord- und Westküste mit Isabell und Jörg

    January 8, 2016 in New Zealand ⋅ ⛅ 26 °C

    Es ist endlich sonnig und wir genießen ein paar Stunden am Strand von Nelson und im Abel Tasman National Park. Eigentlich wollten wir hier kayaken, aber wir waren mal wieder zu spät an und alle Kayaks ausgebucht. Bis Ende Januar ist absolute Hochsaison, und das bekommen wir als spontan Reisende zu spüren. Kurioserweise treffen wir auf dem Wassertaxi Leute aus Trier. Klein ist die Welt!

    Zwei Tage und sehr viele Sandfly-Bisse später machen wir uns auf Richtung Westküste. Unser erster Stop ist die Robbenkolonie in Westport, dann gehts weiter südlich nach Punakaiki zu den Pancake Rocks.

    Steine und Felsformationen find ich eigentlich eher langweilig. Aber die Pancake Rocks (Felsformationen, die vom Wasser geschliffen worden und aussehen wie übereinander gestapelte Pfannkuchen) sind doch ziemlich spektakulär. Die Szenerie der schroffen Westküste ist auch faszinierend. Es ist ein bißchen diesig, und so wirkts ein bißchen surreal.

    Spät kommen wir in Franz Josef (ja, der Ort ist tatsächlich nach dem österreichischen Kaiser benannt) an. Und es regnet mal wieder die ganze Nacht...
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  • Viel Sonne, viel Wasser

    January 10, 2016 in New Zealand ⋅ 🌫 -10 °C

    In den nächsten beiden Tagen erkunden wir die Westseite des Mount Cook National Parks: Franz Josef Gletscher, den Spiegelsee Matheson, die Okarito Lagune. Nirgendwo anders gibt es Gletscher, die sich so nah am Meer befinden wie hier.

    Danach verbringen wir viel Zeit in unserem gemütlichen Campervan. Es geht von der Westküste über den Haast-Pass, Wanaka, Queenstown und Te Anau Richtung Milford. Vorbei an Abertausenden von Schafen, Kühen, Wild, glasklaren Flüßen und vielen, vielen Hügeln. Handyempfang wird zur Besonderheit.

    In den Fjorden von Milford machen wir eine Kayaktour. Das Wetter ist herrlich, der Fjord atemberaubend und wir sehen viele Seehunde. Die Dimensionen täuschen: alles ist weiter entfernt und wesentlich größer als man denkt. Der kleine Wasserfall direkt vor mir: 150 Meter hoch. Das kleine Ding in der Luft, das wie ein Spielzeugflugzeug wirkt: eine kleine Passagiermaschine.  

    Nach der vielen Fahrerei verbringen wir die letzten Tage faulenzend in Queenstown und Wanaka. Am letzten Tag begleite ich Isabell zu ihrem Fallschirmsprung (60 Sekunden freier Fall, nichts für mich), und dann heißts auch schon "Ei gude" :-)
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  • Finally

    January 16, 2016 in New Zealand ⋅ ☀️ 16 °C

    So, endlich, ein Eintrag! Die letzten Wochen waren so aufregend, und die Tage sind verflogen. Vielleicht könnt ihr nach vollziehen, dass es mir schwer gefallen ist, mich vor das Tablet zu setzen. Kostenfreies, unbegrenztes Wifi ist auch eher rar. Nun die Beiträge der vergangenen elf (!) Wochen, und in Zukunft gelobe ich Besserung :-)Read more

  • Die Gletscherseen: Lake Tekapo & Pukaki

    January 18, 2016 in New Zealand ⋅ ☁️ 13 °C

    Nachdem Isabell und Jörg weg sind, bin ich erst einmal ein wenig unentschlossen, wo es als nächstes hingehen soll. Schließlich setze ich mich in den Bus nach Tekapo.

    Im Bus lerne ich Deborah aus Frankreich kennen, mit der ich die nächsten zwei Tage am Lake Tekapo verbringe. Wir stehen um halb sechs auf, um den Sonnenaufgang am Lake Tekapo zu sehen.  

    Die Gletscherseen faszinieren vor allem aufgrund ihrer hellblau-türkis-milchigen Farbe. Was ich aber vor allem genial finde, ist, dass die Ufer der Seen (bis auf das Nest Tekapo) unverbaut sind.
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  • Mueller Hut Route

    January 22, 2016 in New Zealand ⋅ ☀️ 20 °C

    In Tekapo habe ich Fabien kennengelernt, mit dem ich die folgenden Wochen unterwegs bin. Wir mieten ein Auto und campen.

    Im Mount Cook National Park machen wir eine Tageswanderung zur Mueller Hut. Zunächst 2200 anstrengende Stufen bergauf, dann folgt der spaßigere Part der Wanderung, bei dem wir die Felsen hochklettern. Insgesamt 1100 Höhenmeter, und Mt. Ollivier hält Eisregen und Wind bereit. Auf der Hütte angekommen muss ich erstmal ein Regenerations-Nickerchen halten.

    Der Ausblick ist genial, auch wenn uns ein Blick auf die Spitze des Mt. Cook verwehrt bleibt. Wir sehen Gletscher, Gletscherseen und das Tal vor uns und sehr viele Bergspitzen hinter uns.

    Bergab gehts zwar einfacher, meine Knie zittern allerdings noch sehr lange. Als ich ins Zelt krieche, ist es noch hell. Starker Wind ist vorhergesagt, und so ist es denn auch. Die Zelte auf dem Campingplatz flattern fahnenartig, halten aber weitestgehend Stand (nur eine Zeltstange bricht in der Mitte).
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  • Es regnet (.) Robben und Pinguine

    January 26, 2016 in New Zealand ⋅ 🌧 13 °C

    Wir wollen uns in den südlichen Teil der Südinsel vorarbeiten. Das dauert länger als wir ursprünglich vorhaben. Zum einen wegen einer Autopanne; zum anderen weil wir die Regentage doch lieber in der Stadt Dunedin (Erkenntnis: sprich Du-nie-denn statt Dann-dinn ;-)) als in der Natur verbringen.

    Wir verbringen einige Tage in Portobello auf der Halbinsel Otago. Gemütlich und gediegen hier, und nach drei glücklosen Tagen können wir endlich blaue Pinguine am Albatross Point und die seltenen Gelbaugenpinguine am Strand der Sandflybay beobachten.
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  • Wechselhaft in den Catlins

    January 29, 2016 in New Zealand ⋅ ☀️ 16 °C

    Das Wetter wird ganz langsam besser, und so machen wir uns auf in die Catlins, die wenig besiedelte südöstliche Küstenregion der Südinsel. Die Stimmung ist ein bißchen gedrückt: der Regen der letzten Tage hat seine Spuren hinterlassen, alles ist nass und es ist zeitweise ziemlich kalt. Hinzu kommt ein sehr unfreundlicher Campingplatzbesitzer und meine schlechte Laune, weil das Bewerbung verschicken bei schlechter Internetverbindung ein frustrierender Prozess ist.

    Nach ein paar durchschnittlichen Sehenswürdigkeiten (Leuchtturm am Nugget Point, Purakaunui Falls) erreichen wir am Abend die wunderschöne Curio Bay. Wir beobachten Gelbaugenpinguine und kleine Hector-Delfine (die übrigens keine Delfine sind, sondern Wale).

    Am nächsten Tag passieren wir Slope Point, den südlichsten Punkt der Südinsel, und Waipapa Point. Hier ist ein wirklich schöner Leuchtturm und total viele Robben. Und das Beste: die Sonne ist endlich zurück.
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  • Milford Sound, die Zweite

    February 1, 2016 in New Zealand ⋅ ☀️ 8 °C

    Vom charmlosen Invercargill machen wir uns auf Richtung Milford Sound. Wir schlafen auf einer DOC-Campsite in den Fiordlands und brechen am nächsten Morgen früh zum Sound auf. In den Fiordlands regnet es sehr viel, aber ich hab zum zweiten Mal Glück - das Wetter ist gut.

    Am selben Tag müssen wir noch die weite Strecke nach Queenstown fahren. Wir haben eine Wanderung geplant, doch die Organisation ist schwieriger als gedacht. Der Routeburn-Track ist kein Rundweg, d.h. man braucht einen Transport zum Ausgangspunkt. Zudem sind die Hütten und wenigen Campmöglichkeiten auf dem Track entweder ausgebucht oder total ungünstig gelegen. Aber die Wettervorhersage empfiehlt ein Losgehen am nächsten Tag, da die darauffolgenden Tage eher schlechter werden.

    Am Abend kommen wir spät in Glenorchy an. Schnell bauen wir das Zelt auf, packen unsere Wanderausrüstung und überlegen, wie das alles funktionieren kann.
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  • Sweet as: Routeburn und Caples Track

    February 3, 2016 in New Zealand ⋅ ☀️ 18 °C

    Am nächsten Morgen brechen wir sehr früh zum Routeburn Shelter auf. Wir frühstücken auf dem Parkplatz und machen unser Auto einbruchssicher - nichts soll darauf hinweisen, dass es hier mit all unseren Habseligkeiten für vier Tage alleingelassen wird. Neuseeland ist ein sicheres Land, aber von Einbrüchen in Mietwägen anderer Mitreisender habe ich schon oft gehört.

    Gleich zu Beginn der Wanderung sind alle organisatorischen Sorgen vergessen. Wir werden im Anschluss an den Routeburn Track einen weiteren Wanderweg laufen, einen Teil des Caples-Greenstone-Track, um so auf der richtigen "Seite" zu enden (in der Nähe des Routeburn-Shelters, und nicht im Fiordland National Park, was 350 km Rückfahrt bedeutet hätte).

    Zunächst laufen wir am klaren, blauen Routeburn River entlang, und dann bergauf bis zur Routeburn Falls Hütte. Danach gehts zum Harris Saddle, wo wir rasten. Diesen Abschnitt empfand ich als schönsten Teil der Wanderung. Zunächst haben wir Ausblick auf die umliegenden Berge und das Tal, dann erfolgt der Abstieg im Wald mit viel Moos und Farn. Nach langen 21 km kommen wir am frühen Abend an der Lake MacKenzie Hütte an und machen eine Pause. Das Gepäck macht müde, schließlich transportieren wir die Campingausrüstung und Essen für vier Tage.

    Wir kommen mit einigen Neuseeländern ins Gespräch, die uns einen Tipp geben, wo wir unser Zelt aufschlagen können. Dieser Tipp ist Gold wert, denn außerhalb der gekennzeichneten Campmöglichkeiten, die rar und ausgebucht sind, darf man nur 500 m abseits des Tracks campen. Zum einen hatte ich befürchtet, dass wir so den Wanderweg ohne Navigationsgerät am nächsten Tag nicht mehr finden würden. Zum anderen, dass wir keine geeignete Stelle für das Zelt finden würden, denn in den Ebenen ist Regenwald, ansonsten ist das Gebiet alpin, zerklüftet und felsig.

    Also machen wir uns auf ans gegenüberliegende Ufer des Lake MacKenzie, wo wir nach abenteuerlicher Suche und einiger Kletterei eine schöne Zeltstelle zwischen Felsen, Bach und Gebüsch finden. Immerhin schaffe ich das Ganze, ohne in den See zu fallen. Aber es lohnt sich, wir sind mitten in der Natur, vor uns ein Bach mit glasklarem Wasser, hinter uns die Berge.

    Tag 2 Lake MacKenzie - Howden Hut

    Am zweiten Tag gibts ein Schonprogramm. Die neun Kilometer bis zur Lake Howden Hut gehen uns leicht von den Füßen. Wir machen einen Umweg auf den Key Summit, von dem wir einen tollen Blick auf die Fiordland Berge haben (unter anderem Mount Christina :-)). Dann sind es nur noch 20 Minuten zur nächsten Campsite, die nichts weiter als ein Plumpsklo und viele, viele Sandflies bereit hält.

    Tag 3 Howden Hut - Mid Caples Hut

    An Tag 3 steht eine längere Etappe auf dem Caples Track an. Wir gehen früh los, da wir hoffen, dem angekündigten Regen am Nachmittag zuvorzukommen. Die Strecke ist ziemlich flach und wir ziemlich flott - gegen vier erreichen wir schon unser Tagesetappenziel. Allerdings fühle ich mich ziemlich erschöpft. Meine Wanderschuhe, meine treuen Neuseeland-Wegbegleiter, die bisher noch nie Ärger gemacht haben, fühlen sich wie Klötze an. Die letzten 1,5 Kilometer bis zur Hütte, die über Schafswiesen führen, laufe ich in Flipflops.

    Das Zelt können wir vor der Hütte aufschlagen. Der angekündigte Regen bleibt weitestgehend aus, aber diese Sandfliegen...

    Tag 4 Mid Caples Hut - Greenstone-Caples Carpark

    Bis zum Carpark sind es nur noch neun anspruchslose Kilometer durch Wald- und Weidegebiet. Während Fabien zurück zum Routeburn Shelter trampt, um unser Auto zu holen, höre ich mir die Erfahrungen des Neuseeländers Josh und der Luxemburgerin Leslie auf dem 3.000 km langen Te Araroa Track an. Da wirken unsere 70 km der letzten Tage doch irgendwie blass.

    Wir nehmen die Beiden mit nach Queenstown und belohnen uns mit dem weit über Queenstown hinaus bekannten Fergburger. Ok, die Pommes sind gut, der Burger auch, aber nicht exzellent - den Hype um diesen Burgerladen kann ich nicht nachvollziehen (und wird vermutlich von Leuten gepusht, die Burger sonst nur von einschlägigen Systemgastronomen kennen ;-)). Noch schnell einen Abstecher zum Schwimmbad, um endlich mal wieder ausgiebig zu duschen, und dann gehts Richtung Wanaka.
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  • Von Wanaka an die Westküste

    February 7, 2016 in New Zealand ⋅ ⛅ 3 °C

    Wir stehen früh auf, weil wir unser Zelt im Campingverbot aufgestellt haben und keine 200-Dollar-Strafe riskieren wollen. Wir faulenzen ein wenig am Lake Wanaka, dann gehts weiter vorbei an Lake Hawea und über den Haast-Pass bis nach Haast an der Westküste. Hier und da nehmen wir Hitchhiker mit, und so lernen wir die nette June aus China kennen, die uns spontan für einen Tag begleitet.

    Fabien hats mit dem Magen, und so bleiben wir erstmal in Haast auf dem Campingplatz. Am nächsten Tag fahren wir in die entlegende Gegend südlich von Haast, und danach der Westküste entlang Richtung Norden. Hier war ich ja schon mit Isabell und Jörg. Wir schlafen auf einer Doc-Campsite am Lake Mapourika, in dem ich ernsthaft von einem Fisch gebissen werde.

    Die Hokitika Gorge hat so milchig-blaues Wasser, dass man gar nicht glauben kann, dass es natürlich ist. So reiht sich die Hokitika Gorge in eine Reihe von Landschaften, die ich auf der Südinsel gesehen habe, die total surreal wirken. Ich hatte hier schon oft das Gefühl, dass die Landschaft vor mir nicht wirklich sein kann, dass sie gemalt oder nachbearbeitet ist.
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  • Keas auf dem Avalanche Peak

    February 11, 2016 in New Zealand ⋅ ☀️ 20 °C

    Von der Westküste gehts in den Arthurs Pass National Park im Landesinneren. Wir wollen nochmal wandern. Super Wetter ist vorhergesagt, und so machen wir uns auf zum Avalanche Peak. Es ist ziemlich steil und wir müssen viel klettern ("nur" 2,5 km horizontal, 1100 Höhenmeter...), aber die Anstrengung habe ich natürlich schon längst wieder vergessen.

    An der Spitze angekommen haben wir einen 360 Blick auf die umliegenden Bergspitzen und das Tal. Aber das Highlight: zwei Keas gesellen sich zu uns. Die neugierigen und überhaupt nicht scheuen Bergpapageien bleiben lange bei uns, wohl in der Hoffnung was von unserem Picknick zu ergattern.
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  • Letzter Stop an der Westküste

    February 12, 2016 in New Zealand ⋅ ☀️ 12 °C

    Die letzten Tage mit unserem Mietwagen verbringen wir eher gediegen an der Westküste. Einen Tag sind wir in Punakaiki an der Westküste, wo ich auch schon mit Isabell und Jörg war. Dann fahren wir nach Karamea, einer dünn besiedelten Gegend (Karamea hat 400 Einwohner) im Norden der Westküste.

    Hier gibts nicht viel zu tun - und das kommt mir auch ganz gelegen. Der einzige Ausflug, den wir unternehmen, ist in die Fenians, in denen wir Kalkstein-Höhlen erkunden.

    Drei Wochen Camping neigen sich dem Ende zu. Ich bin ein wenig erstaunt, dass unser Zelt so lange durchgehalten hat. Vom Komfort her hat mir das Zelten nichts ausgemacht, an den fast täglichen Auf- und Abbau hab ich mich auch schnell gewöhnt. Fabien ist ein super Koch und das Kochen und Essen im Freien hat Spaß gemacht. Wenn es geregnet hat, sind wir auf einen Campingplatz mit Küchenvollausstattung. Wenn wir auf einer Doc-Campsite ohne Duschen geschlafen haben, waren wir am nächsten Morgen in einem See oder einem Schwimmbad schwimmen und duschen. Waschmaschinen gibt es auf so gut wie jedem privaten Campingplatz. Es war vermutlich nicht mein letzter Camping-Trip :-)
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  • Bebenstimmung in Christchurch

    February 14, 2016 in New Zealand ⋅ ⛅ 21 °C

    Christchurch überrascht mich. Was ich unterwegs von anderen Backpackern über Christchurch gehört habe, klang nicht sehr positiv. Aber ich finde die Stadt sehr schön: es ist sehr grün und Christchurch hat eine angenehme, gelassene Atmosphäre. Im Gegensatz zu vielen anderen neuseeländischen Städten hat Christchurch ein richtiges Stadtzentrum, das nicht nur aus einer Durchgangsstraße besteht. Die Spuren des Erdbebens 2011 sind aber noch sehr deutlich: überall wird gebaut, und es gibt noch viele Lücken in der Stadt.

    Sonntags bin ich im Museum, als ein Erdbeben der Stärke 5,7 alles zum Wackeln bringt. Das erste Erdbeben, das ich wirklich spüre. Zuerst war ich ziemlich erschrocken. Man fühlt sich ziemlich klein und ungeschützt, weil die Wände, das Gebäude um einen herum keinen Schutz bieten. Das Beben hat aber außer Sachschäden nichts weiter Schlimmes verursacht. Nun, nach zwei weiteren Nachbeben in Christchurch und einem kleinen Erdbeben in Palmerston North ist die Gelassenheit zurück. Allerdings kann ich die Sorgen der Menschen besser verstehen. Große Beben lassen sich noch immer nicht vorhersagen, und mit dem Gedanken leben zu müssen, dass es jeden Moment wieder so weit sein kann, ist ein bißchen unheimlich und bedrückend.
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  • Halbzeit in Palmerston North

    February 25, 2016 in New Zealand ⋅ ☀️ 20 °C

    Die letzten Wochen in Neuseeland verbringe ich ganz gediegen bei Pete in Palmerston North. Pete muss Ende Februar leider ziemlich spontan nach Fiji, um dort bei den Aufräumarbeiten nach Zyklon Winston zu helfen. Und so bin ich mit seinen lieben Mitbewohnerinnen alleine.

    Palmerston North hat zwar nichts besonderes (außer sehr regelmäßigen Dudelsackkonzerten), aber irgendwie fühle ich mich in der Stadt total wohl.

    Es ist so schön, so viel Zeit zu haben. Ich gehe fast jeden Tag in die Bibliothek und plane dort, wie es weitergeht. Außerdem mache ich zwei Onlinekurse. Daneben bleibt Zeit zum lesen, schwimmen, laufen. Die Tage verfliegen trotzdem. Langeweile habe ich keine.
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