• Christina.reist
okt. 2015 – jul. 2016

Eight awesome months

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  • Start på rejsen
    18. oktober 2015

    Amsterdam Marathon

    18. oktober 2015, Holland ⋅ 🌧 8 °C

    Auf Amsterdam habe ich hin gefiebert: ein 5-Km-Lauf, sechs 10-Km-Läufe, vier Halbmarathons, ein 33-Km-Trail-Lauf. Dazu viele, viele Stunden im Wald und im Stadion, abwechslungsreiche längere Läufe an der Sauer und der Kyll. Oft wars anstrengend, oft hats einfach nur Spaß gemacht.

    Am Freitag Morgen sind wir mit dem Zug nach Amsterdam. Nächtigen konnten wir bei Lucija und Alpi, die uns großartig bewirtschaftet haben. Abschließend haben wir am Freitag Abend noch einen kleinen Lauf im Süden Amsterdams gemacht und unsere Startunterlagen abgeholt. Am Samstag vor dem Marathon habe ich mich nicht so fit gefühlt, vielleicht war ich doch ein bißchen aufgeregt.

    Am Sonntag wars dann endlich soweit. Da ich lieber bei etwas kühleren Verhältnissen laufe, war das Wetter optimal für mich: bewölkt, etwas windig, ziemlich frisch, leichter Nieselregen. Mit den Rädern sind wir zum Olympiastadion gefahren. Insgesamt mehr als 44.000 Teilnehmer – überall Menschenmassen. Ein bisschen dehnen, ein paar Lagen Kleidung ablegen, überprüfen, ob die Verpfegung sitzt, und schon gehts ins Stadion. Leider lief der Start ziemlich unkoordiniert ab. Als wir gerade vorm Eingang des Stadions stehen, ist der Startschuss für die Kenianer schon gefallen.

    Da Christian und ich unterschiedliche Zeiten anpeilen, laufen wir von Anfang an nicht zusammen. Ich finde ganz gut in den Lauf. Am Anfang sind noch zu viele Läufer um mich herum, aber das verteilt sich nach ein, zwei Kilometern. Von der Zeit her passts auch, ich finde mein Tempo und kann es über eine weite Strecke halten. Bis Kilometer 28, der ganze Teil an der Amstel entlang, den ich gefürchtet hatte (Langeweile), gehts super. Als wir zurück Richtung Stadt laufen, wirds dann langsam aber stetig anstrengend.

    Aus den Trainingsläufen, insbesondere einem schmerzhaften 35km-Lauf und dem frustrierenden 33-km-Traillauf im Ahrtal, hatte ich ja eine Vorahnung, wie es sich jenseits der 35-Kilometer-Grenze anfühlen würde. Während der Trainingsläufe kam nach jedem Tief auch wieder ein Hoch, auf das ich diesmal allerdings vergeblich warte. Bei Kilometer 38, in super Kulisse am Rijksmuseum, sehe ich meine Familie :-) Noch unglaublich lange Kilometer durch den Vondelpark, in dem ich die 50-Meter-Marken zähle. Ich schleich nur noch vor mich hin.

    Am Ende sind es 4:03, zwar über der für mich ehrgeizigen Zielzeit von 3:59, aber was solls. Da ist Christian natürlich schon seit 45 Minuten im Ziel! Auf den letzten 10 Kilometern habe ich sehr viel Zeit verschenkt, da gibts also Optimierungsbedarf. Zufrieden bin ich aber trotzdem.

    Nach dem Lauf belohnen wir uns mit Pommes und schauen den Halbmarathonis beim Einlauf ins Stadion zu. Und am Abend lassen wir uns von Lucija bekochen (lecker :-)) Einig sind wir uns, dass wir eine super Vorbereitungsphase hatten. Nach dem Marathon ist bestimmt vor dem Marathon!
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  • Hetzerath

    21. oktober 2015, Tyskland ⋅ ⛅ 10 °C

    Die letzten Tage vor der Abreise waren leider ein wenig hektisch, da ich noch so viele organisatorische Dinge zu erledigen hatte: Zum Glück haben sich die Nachwehen des Marathons auf 1,5 Tage beschränkt, in der Hinsicht bin ich einfach ein Glückskind :-)

    Ich habe wenig Kleidung eingepackt. An Ende wiegt der Trekkingrucksack 12,5kg, wobei der Tagesrucksack mit Kamera, Tablet und einigen anderen Dingen ziemlich schwer ist.

    Dienstag vorm Abflug bin ich immer noch mit organisatorischen Dingen beschäftigt. Aufgeregt bin ich nicht. Vielleicht liegt's am Alter (;-)), vielleicht daran, dass ich schon oft alleine geflogen bin, vielleicht auch daran, dass es einfach keinen Grund dazu gibt. Ich freue mich sehr auf Neuseeland; auf die langen 36 Stunden, die vor mir liegen, eher weniger.
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  • Hong Kong

    22. oktober 2015, Hong Kong ⋅ ☀️ 27 °C

    Der Flug von Düsseldorf über London nach Hongkong ist unspektakulär, das Essen im Flugzeug war auch schon mal besser. Der Anflug ist beeindruckend: Wolkenkratzer überall, über mehrere Inseln verteilt. Als ich in Hongkong lande, habe ich so dicke Füße, dass ich mich in meine Schuhe reinpressen muss. Hatte ich noch nie.

    Vom Hongkonger Flughafen fahre ich nach Kowloon. Von dort möchte ich zum Fähranleger laufen und die Star Ferry zum Finanzdistrikt nehmen. Der Spaziergang ist ziemlich ungemütlich: es ist laut, stinkt, überall Baustellen und als Fußgänger fühlt man sich fehl am Platz. Oft enden die Bürgersteige einfach. Der sicherste Weg ist es, sich durch die sich aneinanderreihenden Malls zu schleusen. Ziemlich nervig.
    Die Überfahrt von Kowloon ist schön, die Skyline ist beeindruckend. Im Finanzzentrum fahre ich hoch in den 55. Stock des Hong Kong Monetary Authority Tower, der Ausblick ist toll. Dann laufe ich noch ein bißchen durch die Stadt und nehme die Midlevel Escalators (mehrere Rolltreppen, die die am Berg wohnende Bevölkerung morgens schnell in die Stadt bringt, und abends wieder hoch).

    Insgesamt hat mich Hongkong nicht so wirklich fasziniert, zuviel Konsum und Kommerz. Abseits des Finanzzentrums gibt es aber wohl auch entspanntere Ecken und gute Wandermöglichkeiten. Vielleicht muss ich Hongkong irgendwann eine zweite Chance geben. Beim Abflug am Abend fliegen wir über die erleuchtete Skyline, ein irrer Anblick.

    Beim Anflug auf Auckland wurde ich dann doch ein wenig emotional: das Meer ist so wunderschön türkisfarben, dazwischen grüne Inseln. Unglaublich schön!
    Die Einreise war problemlos: Während ich in Hongkong ein wenig rum diskutieren muß, weil ich keinen Rückflug gebucht habe, interessiert sich in Auckland niemand dafür. Obligatorische Wanderschuh-Inspektion, das ist alles. Ich bin angekommen.
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  • Auckland

    23. oktober 2015, New Zealand ⋅ ☁️ 19 °C

    Die ersten Tage in Auckland

    Das Hostel für die ersten Tage hatte ich im Voraus gebucht. Das Verandahs war angenehm und gut, um erste Kontakte zu knüpfen. Ich hab die ersten Tage viel geschlafen, oft gemütlich Kaffee getrunken und hatte einfach noch keine Lust, mich um Organisatorisches zu kümmern. Also habe ich die Stadt erkundet, und habe angefangen, das nachzuholen, was jeder andere vermutlich schon einige Monate vor der Abreise gemacht hätte: Ich hab mich in Kultur und Geschichte eingelesen und bin in zwei Museen gegangen, um mehr über die Maori zu erfahren.
    Insgesamt ist Auckland nett, aber wird nicht in die Liste meiner Lieblingsstädte eingehen. Aufgrund der Vulkane ist es so hügelig wie San Francisco, windig und wechselhaft. Wenn sich keine Wolke vor die Sonne schiebt, ist es angenehm T-shirt-warm, im Schatten trage ich aber immer noch eine oder zwei Jacken. Die Neuseeländer sind da schmerzfrei und tragen bei jedem Wetter kurze Hosen, Flipflops sowieso.

    Die Häuser in den Vororten erinnern mich an Kalifornien: Holzhäuser, die häufig wie überdimensionale Gartenhäuser wirken.
    Auckland ist voller Asiaten und Pacific Islanders, und das spiegelt sich in der Gastronomie wider: Asiatisches Fastfood bekommt man an jeder Ecke - und auch dazwischen. Darauf hatte ich mich gefreut, das Angebot in Trier war ja was das angeht immer ziemlich begrenzt.

    An einem der ersten Tage laufe ich den Coast-to-Coast-Walkway, eine Tageswanderung, die von der einen Meerseite Aucklands zur anderen verläuft. Die Ausblicke von Mount Eden und Mount One Tree Hill sind spektakulär. Am vorerst letzten Tag in Auckland fahre ich mit Edouard, einem Franzosen, den ich in Auckland kennengelernt habe, auf die Vulkaninsel Rangitoto. Nach fast einer Woche in Auckland fahre ich mit dem Bus Richtung Norden.
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  • Whangarei

    29. oktober 2015, New Zealand ⋅ ☁️ 19 °C

    Nach drei Stunden Busfahrt komme ich in Whangarei, einem 50.000-Einwohner-Städtchen in Northland, das nicht unbedingt das Highlight einer jeden Neuseelandreise ist, an.

    Diesmal bin ich in der Little Earth Lodge untergebracht, die außerhalb der Stadt liegt. Tolle ruhige Lage im Grünen, inklusive frischer Eier der frei laufenden Hühner. Es ist nicht viel los, was ich sehr angenehm finde.

    Ich bleibe drei Tage in Whangarei, das Wetter ist die ganze Zeit über sehr bescheiden. An einem Tag klettere ich in die Abbey Caves, ein Höhlensystem aus Kalkstein, in dem Glühwürmchen von der Decke hängen. Draußen regnets und der Einstieg in die Höhlen ist ganz schön klitischig. Drinnen kostets ein bisschen Überwindung, in das eiskalte Wasser zu steigen. Nach ein paar Metern ists komplett dunkel, nur ich, die Höhle und ein paar Glühwürmchen. Ein bisschen gruselig, als wär ich der einzige Mensch auf der Welt. Aber auch schön, da die Glühwürmchen wie ein Sternenhimmel wirken.

    Am nächsten Tag laufe ich zu den 26 Meter hohen Whangarei Falls. Es ist eine schöne, kleine Wanderung am Hatea Fluss entlang und durch einen Kauri Wald mit 500 Jahre alten Kauri Bäumen. Allerdings regnet es fast den ganzen Tag.

    Am letzten Tag in Whangarei treffe ich Rianne wieder, die ich aus dem Hostel in Auckland kenne. Wir fahren gemeinsam zu einem Park, wo einige der seltenen Kiwi (birds) betreut und geschützt werden. Hier sehe ich zum ersten Mal echte Kiwis. Mal sehen, ob ich noch eine Chance auf Kiwis in freier Wildbahn bekomme.
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  • Bay of Islands

    31. oktober 2015, New Zealand ⋅ ☀️ 18 °C

    Ende Oktober bin ich weiter in den Norden gefahren. Wie der Name schon sagt, handelt es sich bei der subtropischen Region um eine Bucht mit vielen Inseln. Die Region ist vor allem dadurch bekannt, da 1840 in Waitangi, einem Stadtteil von Paihia, die Verträge von Waitangi unterschrieben wurden, die als Staatsgründungsdokumente gelten und Rechte und Ansprüche zwischen Pakeha (Europäern) und Maori regeln sollten (hat nicht so gut geklappt, denn die maorische und die englische Version der Verträge sind inhaltlich nicht identisch).

    Es windet zwar noch ganz ordentlich, aber das Wetter ist ansonsten ganz gut. Ich bin in einem neuen, großen Hostel, das alle ganz toll finden. Ich finde es irgendwie ziemlich charmelos, die Zimmer sind sehr klein und ohne Fenster. Naja!

    Morgens um fünf steht das Rugbyfinale an (Neuseeland - Australien, Neuseeland gewinnt natürlich). Mein erstes Rugbyspiel überhaupt. Im Hostel ist nicht so viel los, ein paar Leute gucken aber doch mit. Paihia ist bestimmt nicht der beste Ort um das Finale zu sehen, in einer Kneipe in Auckland wäre das Spiel bestimmt ein ganz anderes Erlebnis gewesen.

    Zwei Tage später ziehe ich in die Seabeds Lodge um, ein kleineres, gemütlicheres Hostel (auch um der "German Crowd" zu entkommen ;-)) Eine gute Entscheidung, hier kann man sich wohl fühlen.

    An einem sonnigen Nachmittag mache ich eine Halbtageswanderung zu den Haruru Falls. Wasserfälle und die dazu gehörigen Walks gibts hier in Hülle und Fülle - man stumpft so schnell ab. Während ich die ersten Wasserfälle noch total faszinierend finde, nehme ich es mittlerweile fast mit Gleichgültigkeit zur Kenntnis, wenn ich von einem schönen Wasserfall höre oder lese. So ist es denn auch, die Haruru Falls fallen unter die Kategorie "Neuseeländischer Durchschnitts-Wasserfall" ;-) Das eigentliche Highlight ist für mich aber die Wanderung ZU den Wasserfällen am Waitangi River entlang, die durch einen Mangrovenwald führt. Und es ist so, wie ich es mittlerweile oft hier erlebt habe: am Wasserfall sind viele Touristen, die nur schnell für einen Fotostop aus ihrem Mietwagen springen. Abseits der Highlights hat man die Natur dann aber oft für sich alleine.

    Der Kleinstadt Russell auf der anderen Seite der Halbinsel gebe ich am nächsten Tag eine Chance. Kleine Wanderung zu einem Aussichtspunkt und einem tollen Blick über die Bay of Islands, ein bisschen Smalltalk mit Touristen und Einheimischen, ein Kaffee bei Straßenmusik, viel mehr passiert hier nicht.

    Am Freitag steht dann endlich die Wanderung zum Cape Brett, einer Landzunge nördlich der Bay of Islands, auf dem Programm. Der 16-km lange Wanderweg wurde nur mit einem Satz im Lonely Planet erwähnt, und nachdem ich es gegoogelt hatte, wollte ich die Wanderung unbedingt machen. Der Pfad endet bei einem Leuchtturm an Spitze der Landzunge. Die ehemalige Hütte des Leuchtturmwärters dient als Übernachtungsmöglichkeit für Wanderer.

    Am Freitag Morgen nehmen Edouard, ein Franzose, der durch Neuseeland radelt und den ich in Auckland kennengelernt habe, die erste Fähre nach Russell. Von dort müssen wir die 28km zum Startpunkt unserer Wanderung in Rawhiti hitchhiken, denn es gibt keinen öffentlichen Nahverkehr, und wir haben niemanden gefunden, der ähnliches vorhat. Die erste Mitfahrgelegenheit bis zur nächsten größeren Kreuzung finden wir nach wenigen Minuten, ein Zeitungsausträger nimmt uns ein Stück mit. Dann müssen wir lange warten, denn in das Nest Rawhiti will an einem Freitag Morgen niemand. Das hatten wir befürchtet. Nach einer Weile werden wir von einem Hausmeister, der in der Nähe arbeitet, eingesammelt. Bis kurz vor Rawhiti nimmt uns dann ein Schulbus mit fröhlichen Jugendlichen mit. Wir schaffen es rechtzeitig und zufrieden auf den Wanderweg. Neuseeländer sind so nett!

    Der Wanderweg begeistert uns von Beginn an: wir haben einen traumhaften Ausblick auf die türkisen Buchten und die grünen Inselchen der Bay of Islands. Auf der sechsstündigen Wanderung begegnet uns niemand außer zwei Waldarbeitern. Aber die 16 Kilometer haben es in sich. Ich weiß nicht, wie viele Höhenmeter wir an diesem Tag zurück legen, aber es waren wohl einige. Der Weg schlängelt sich über die Landzunge, oft hoch, oft runter, oft eng, oft steil. Der 16. Kilometer zieht sich. Nochmal einen steilen Hügel nach oben, und dann sehen wir endlich den Leuchtturm. Genauso steil wie es hoch ging, gehts dann auch nochmal nach unten. Erstmal ins Gras legen und ausruhen! Am Abend sitzen wir mit einigen anderen Wanderern zusammen in der Hütte, schauen uns noch einen klaren, mit Sternen vollgepackten Nachthimmel an und gehen erschlagen früh ins Bett.
    Am nächsten Tag gehts dieselbe Strecke zurück. Es geht ein bissen leichter, zum einen, weil wir weniger Essen tragen, zum anderen, weil wir wissen, was auf uns zukommt. Obwohl anstrengend zählt die Wanderung zu einem meiner bisherigen Highlights.
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  • Waiheke Island

    8. november 2015, New Zealand ⋅ ☀️ 19 °C

    Im Gegensatz zu den meisten anderen Reisenden spare ich mir die Tour zum nördlichen Punkt, dem Cape Reinga. Ohne Auto müsste man eine Tour buchen, und da habe ich nicht so viel Lust drauf. Also gehts zurück mit dem Bus nach Auckland, nur ein einnächtiger Zwischenstop im Attic Backpackers.

    Am nächsten Tag nehme ich die Fähre nach Waiheke, einer Insel im Hauraki Golf. Das Wetter ist super, also ab aufs Rad. Ich mache eine Tour im Südwesten von Waiheke. Auch hier bin ich wieder die meiste Zeit komplett alleine. Die Sonne scheint, das Wasser ist wunderbar türkisfarben. Herrlich! Ein weiteres Highlight. Leider bin ich am nächsten Tag schon mit Sebastian in Thames verabredet, ansonsten wäre ich noch einen Tag nach Ost-Waiheke gefahren.
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  • Coromandel Peninsula

    11. november 2015, New Zealand ⋅ ☁️ 13 °C

    Die nächsten Tage bin ich mit Sebastian aus Deutschland unterwegs. Ein Jobwechsel hat ihm einen längeren Urlaub verschafft. Ich bin ganz froh, dass ich einen Mitreisenden in meinem Alter gefunden habe - der Großteil der Working Traveller ist wie erwartet gut zehn Jahre jünger als ich. Wir treffen uns in Thames und wollen zunächst die Coromandel Halbinsel per Auto erkunden. Wir fahren von Thames bis nach Whitianga, einer Kleinstadt im Osten der Halbinsel.

    Am nächsten Morgen brechen wir auf nach Hahei, an dessen Strand eine Höhle liegt, die die Gemstone Bay und die Stingray Bay miteinander verbindet. Ein beliebtes Film- und Fotomotiv, ich bin allerdings nicht so fasziniert. So viele Touristen um uns herum. Und vielleicht bin ich auch einfach schon zu verwöhnt von den vielen schönen Dingen, die ich hier schon gesehen habe.

    Dann fahren wir weiter südlich zum Hot Water Beach, auf den ich besonders gespannt bin. Heiße Gesteinsschichten erwärmen das Grundwasser auf über 60 Grad, das an einigen Stellen des Strandes aus dem Boden tritt. Zugänglich ist der Bereich des Strandes allerdings nur für kurze Zeit bei Ebbe, die am Mittag ist.
    In einem Café können wir uns eine Schaufel leihen, und dann gehts zum Strand. Der Strandabschnitt ist schon total voll, und wir sichern uns zwei Quadratmetern, auf denen wir unseren eigenen heißen Pool graben wollen. Vergebene Liebesmüh, sobald wir etwas badewannenartiges geschauffelt haben, kommt im nächsten Moment schon eine große Welle, überspült unseren Pool und bringt uns wieder zurück zum Nullpunkt. Unser Pool kann wohl eher mit der Kategorie mittelmäßig eingestuft werden. Nichts desto trotz ist das Buddeln ein Riesenspaß, und das heiße Wasser, das aus der Erde sprudelt, genial. Es sprudelt, und dampft, und ist so heiß, dass man sich die Füße verbrennt und danach einfach ins Meer springt.
    Danach machen wir noch einen Abstecher zur Hot Water Brewing Company, gönnen uns was Fettiges und was Flüssiges. Dann fahren wir weiter südlich zu unserer heutigen Nachtstätte, Waihi Beach. Schon wieder ein kleines verschlafenes Nest mit schönem Strand, das anscheinend nur in der Hochsaison Dezember und Januar zum Leben erweckt. Unser Bemühen, abends um neun noch ein offenes Pub zu finden, scheitert dann auch kläglich. Also bleibts beim Bier auf dem Campingplatz.

    Am nächsten Tag schauen wir uns in Waihi, einer vom Gold- und Silberabbau geprägten Kleinstadt, die Martha Mine an, Neuseelands größte Tagebaumine. Einfach nur riesig!

    Zweiter Tagespunkt: Die Karangahake Gorge Road, eine Schlucht am südlichen Zipfel der Coromandel Peninsula. Wo sich früher die Bahn durch die Schlucht schlängelte, ist heute ein historischer Wanderweg, von dem wir uns einige Abschnitte anschauen. Wir genießen das kleine Flusstal, passieren einige Hängebrücken und einen düsteren ehemaligen Eisenbahntunnel.

    Danach fahren wir die Küste der Bay of Plenty bis Matata entlang. Die Bay of Plenty ist eine fruchtbare Gegend, hier werden vor allem Kiwis angebaut. Gegen Abend fahren wir dann ins Landesinnere Richtung Rotorua.
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  • Rotorua

    13. november 2015, New Zealand ⋅ ☀️ 14 °C

    Rotorua hat 60.000 Einwohner und ist wegen der geothermalen Aktivität der Region ein Touristenmagnet. Das merkt man auch gleich, der Geruch von Schwefelwasserstoff ist allgegenwärtig.

    Wir übernachten im Backyard Inn, einem etwas in die Jahre gekommenen, dafür aber sehr günstigen Campingplatz. Wir kochen auf dem Campingplatz und gehen danach in ein Pub mit selbstgebrauten Bieren und probieren uns durch die Stouts, Ales, und Lager. Mein Highlight ist das Coffee Stout, wenn auch nicht süffig, sondern fast wie ein Dessert.

    Rotorua ist eine Hochburg der Maorikultur. Man kann maorische Dörfer besichtigen, sich was vortanzen lassen und ein Hangi essen, ein Gericht nach traditionell maorischer Zubereitungsart, bei der das Essen durch die geothermalen Quellen im Boden erhitzt wird. Weil ich derartige Inszenierungen aber in der Regel nicht so toll finde, gibts für uns die Sparversion in Form eines maorischen Fastfood-Restaurants. Bei Kiwi Kai bekommen wir dann ein mässig gutes Hangi aus der Aluschale serviert. Naja, war ein Versuch wert, und Sebastians Vorwürfe sind mir für die restlichen Tage sicher.

    Am Abend treffen wir uns mit Sabine, einer Bekannten aus Deutschland. Ich hatte nur zufällig bei FB gesehen, dass sie auch in Neuseeland ist. Und dann sind wir auch noch zum selben Zeitpunkt in Rotorua! Wir besuchen zu dritt den Polynesian Spa, eine Reihe von im Freihen befindlichen heißen Pools. Schwefelgeruch mal wieder inklusive, aber man gewöhnt sich tatsächlich daran.

    Am letzten Tag in Rotorua machen wir noch einen Spaziergang durch das Maoridorf Ohinemutu, dann gehts auf Richtung Taupo. Unterwegs machen wir einen Stop am Orakei Korako, einem geothermalen Gebiet, in dem es kochendheiße Schlammpools und Geysire gibt.
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  • Regen in Taupo

    15. november 2015, New Zealand ⋅ ☁️ 16 °C

    Die Bilder trügen - sind am Morgen der Abreise entstanden ; -)

    In Taupo, einer 26.000-Einwohner-Stadt an der Nordseite des gleichnamigen Sees, schüttets den ganzen Tag. Zeit für einen gemütlichen Tag. Ich nutze die Chance, um das neuseeländische Gesundheitssystem zu testen. Seit Tagen schleppe ich eine Erkältung mit mir rum, die für die anstehenden drei Wandertage nicht so ideal ist.Læs mere

  • Tongariro National Park

    16. november 2015, New Zealand ⋅ 🌧 4 °C

    Am Dienstag Morgen brechen wir früh nach Whakapapa auf, dem Ausgangspunkt für den Northern Tongariro Circuit. Im Tongario National Park, Neuseelands ältestem Nationalpark und Weltkulturerbe, gibt es drei aktive Vulkane: den Tongariro, den Ngauruhoe und den Ruapehu. Der 43-km lange Northern Tongariro Circuit umrundet dabei den Mount Ngaurohue und integriert das Tongariro Alpine Crossing.

    Die erste Etappe führt von Whakapapa Village nach Oturere. 23km liegen vor uns. Es ist sonnig, richtiges Kaiserwetter. Der Wanderweg ist eher von der einfachen Sorte. Mittags pausieren wir an einer Hütte mit Traumausblick auf den Mount Ngauruhoe. Am Nachmittag, auf den letzten Kilometern wirds dann doch noch mal richtig anstrengend. Recht felsig und hügelig, zudem ist es nun ziemlich windig. Ich kämpfe gegen meine ständig laufende Nase. Um die Oturere Hütte peitscht der Wind. Die armen Camper, die nun ihr Zelt aufschlagen müssen. Ich schlafe früh, fühle mich ziemlich erschöpft.

    Unsere zweite Etappe führt von Oturere nach Mangotepopo (17km). Heute steht der spannendste Teil der Wanderung auf dem Programm - das Alpine Crossing. Gegen neun gehen wir los. Bis wir das Crossing erreichen, geht es bergauf. Am Mittag passieren wir die vielfotografierten Emerald Lakes und steigen dann steil hinauf auf die Red Crater Passage. Da wir den Circuit in umgekehrte Richtung als die meisten laufen, kommen uns hier viele Leute entgegen, die das Crossing (also die Tagestour) machen. Es ist mittlerweile ziemlich kalt und windig, ich hab auf Windjacke und Handschuhe aufgerüstet.

    Am Red Crater machen wir eine Pause, genießen die Aussicht auf die Emerald Lakes und den Mt. Ngaurohue, bevor wir auf einem etwas weniger steilen Stück zu unserem Nachtlager, der Mangatepopo Hut, laufen. Am Nachmittag ist das Wetter super. Waren wir eben noch in Winterkleidung, sitzen wir jetzt in Sommeroutfit vor der Hütte. Belohnt werden unsere Mühen mit einem traumhaften Sonnenuntergang mit Blick auf den weit entfernten Mt. Taranaki.

    Die letzte Etappe von Mangatepopo zurück nach Whakapapa Village ist ein Klacks - 9km, flache Strecke, leichte Rucksäcke, gutes Wetter, gute Laune :-) zufrieden kommen wir in Whakapapa an, belohnen uns mit einem Kuchen, und müssen erstmal überlegen, was wir als nächstes machen wollen
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  • New Plymouth

    20. november 2015, New Zealand ⋅ 🌧 4 °C

    "Nach der Wanderung ist vor der Wanderung" dachten sich Sebastian und ich nach dem Tongariro Northern Circuit. Also auf nach New Plymouth, einer Stadt im Westen der Nordinsel am Rande des Egmont National Parks. Hier ist der schöne Mount Taranaki, ein 2518m hoher Vulkankegel, der zum letzten Mal vor 350 Jahren ausbrach.

    Wir nehmen den direkten Weg über den Forgotten World Highway, eine 155-km Straße. Sehr kurvig, teilweise Schotterpiste, sehr hüglig, aber mit toller Landschaft. Erschöpft erreichen wir New Plymouth.

    Endlich! Nach drei Tagen eine heiße Dusche, die Wanderklamotten noch schnell in die Waschmaschine und dann gönnen wir uns endlich, wovon wir seit drei Tagen geschwärmt haben: einen Burger und ein (äh, mehrere) Bier.

    Das Wetter im Egmont National Park ist bescheiden, und so wird uns eine kleine Auszeit im verregneten New Plymouth aufgezwungen. Am letzten Tag in New Plymouth entscheiden wir uns dann trotz eher schlechter Vorhersage zum Wandern.

    Wir sind zu dritt. Tim, ein Abiturient aus Deutschland, kommt mit uns. Immerhin regnets nicht als wir zum Pouakai Crossing starten. Der gesamte Wanderweg ist vom Regen der letzten Tage komplett unter Wasser. Wir müssen viel springen, um nicht komplett im Wasser zu laufen. Aber auch das ist irgendwann egal, nass sind wir sowieso schon. Hinzu kommt der Wind, sehr schnell an uns vorbeiziehenden Wolken und Nebel. Die Landschaft um uns herum wirkt ein bißchen schaurig: einsam, karg und finster. Wir laufen eigentlich direkt vor dem Mt. Taranaki, aber bekommen ihn nicht zu Gesicht.

    Am Nachmittag, schon auf dem Rückweg, klarts dann doch noch ein wenig auf, und wir können ein paar versöhnliche Blicke ins Tal und zur Bergspitze werfen.
    Am Abend gehts über den Surf Highway 45 Richtung Ohakune, dem Ausgangspunkt für die anstehende Kanutour
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  • Whanganui River

    22. november 2015, New Zealand ⋅ ☀️ 20 °C

    "Paddle through a landscape of remote hills and valleys on the magical Whanganui Journey", so wird die Tour in der offiziellen DOC-Broschüre beschrieben. Der 290 km lange Whanganui River liegt im Südwesten der Nordinsel und ist einer der neun "Great Walks".

    Am Montag stachen wir, beladen mit Unmengen an Vorräten, mit drei Kayaks und zwei Kanus "in See" ;-) Wir sind zu siebt: Mitch aus Kanada, Andrew aus den USA, Ali und Tom aus England, die ich alle in Auckland im Hostel kennengelernt habe, Rika, Sebastian und ich.

    Wir starten unsere Flussfahrt in Whakahoro. Es hat die letzten Tage ziemlich viel geregnet, der Fluss ist hoch, und das Wasser ist trüb. Dafür nimmt die Strömung uns einiges an Arbeit ab. Am ersten Tag bin ich in einem Kayak. Das macht zwar nicht immer das, was ich möchte, es ist auch ein wenig anstrengend, aber insgesamt macht es einen Riesenspaß.

    Wir sind vom ersten Moment an total begeistert. Das Wetter ist super, der Fluss total friedlich. Wir passieren einige Wasserfälle, machen eine Mittagspause mit nasser Abkühlung. Der Whanganui ist eher friedlich, es gibt wenig Stromschnellen und nur Sebastian erwischts einmal richtig nass.

    Am Nachmittag erreichen wir nach 37.5km die Campsite an der John Coull Hut, wo wir unser erstes Nachtlager aufschlagen und uns einer für Campingverhältnisse nahezu dekandenten Fressorgie hingeben.

    Am nächsten Morgen müssen wir unseren Zeltplatz innerhalb von zehn Minuten räumen, da wir ihn genau auf dem Helikopterlandeplatz aufgebaut haben ;-) Vor uns liegt eine 29km lange Etappe nach Tieke Kainga. Ich sitze vorne im Kayak und paddle ordentlich (ganz schön anstrengend!), Mitch sitzt dahinter und kümmert sich um die Navigation. Ein paar Vögel, Enten, Schafe, Ziegen und eine tote Kuh, soviel gibts zur Fauna zu sagen.

    Wir übernachten auf der Tieke Kainga Campsite. Eine kleine Maori Gemeinde lebt hier und wir nehmen an einer Willkommenszeremonie (powhiri) vor einem Marae, einem maorischen Versammlungshaus, teil. Die Männer halten eine Rede, in der sie sich vorstellen und ein Lied zum Besten geben, die Frauen bleiben verschont. Puh! Danach erfolgt die traditionelle Begrüßung Hongi, das Zusammendrücken der Nasenspitzen, und erfahren Interessantes zu Vorfahren und Geschichte des Flusses.

    EIn interessanter, wennauch alter, Artikel über Tieke Kainga findet sich hier
    http://www.nzgeographic.co.nz/images/archives/i…

    Die Etappe am dritten Tag geht von Tieke Kainga nach Pipriki (21.5 km), wo wir abgeholt werden. Am letzten Tag gibts noch ein paar Stromschnellen, die wir, ohne das jemand über Bord geht, durchschreiten. Am Abend grillen die "Magnificent Seven" noch zusammen auf dem Campingplatz in Ohakune bevor sich unsere Wege trennen: ich bleibe vorerst in Ohakune, Rika geht nach Waitomo, Sebastian ziehts Richtung Süden und für Tom, Ali, Andrew und Mitch gehts direkt nach Wellington.

    Thanks Mitch & Seb for the pics :-)
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  • Ohakune

    26. november 2015, New Zealand ⋅ ☀️ 20 °C

    Nach der drei-tägigen Kayak/Kanu-Tour auf dem Whanganui River fühle ich mich ein wenig ausgelaugt und freue mich auf ein paar Tage alleine. In Ohakune, einem 1000-Einwohner-Städtchen, das im neuseeländischen Winter vom Ski- und im Sommer vom Wandertourismus lebt, fühle ich mich vorerst wohl. Es ist noch nicht viel los, außer mir und einigen Woofern sind kaum Gäste da.

    Das Wetter ist bescheiden, es regnet viel. Außer einem Mountainbike-Ausflug auf der Old Coach Road, einer ehemaligen Post-/Handelsstraße zwischen Ohakune und Horopito, die zur Wander- und Mountainbike-Strecke umfunktioniert wurde, mache ich nicht viel. Im Lonely Planet wurde die Strecke als "glorious" und "most enjoyable cycle rides" angepriesen. Vielleicht bin ich mittlerweile zu verwöhnt, vielleicht neigt der Lonely Planet auch manchmal zur Übertreibung. Die Strecke ist zwar landschaftlich schön (Blick auf den Mt. Ruapehu, Urwald, Bachläufe, zwei alte Viadukte), aber zählt bisher nicht zu meinen persönlichen Neuseeland Favorites. Was den Andrang angeht, ist es allerdings so wie immer: sobald man sich fernab der Highlights begibt, trifft man kaum noch Touristen. Das ist super, denn die Strecke ist zum Mountainbiken tatsächlich spitze.
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  • Mount Ruapehu

    27. november 2015, New Zealand ⋅ ☀️ 12 °C

    Nachdem ich einige Tage in Ohakune war und nicht viel unternommen habe, stand am letzten Tag doch noch ein Highlight an: Der Wetterbericht war gut und ich hatte mit Pete jemanden gefunden, der sich für den Mount Ruapehu Crater Walk begeistern konnte. Gesagt, getan. Im Visitor Center werden wir ausdrücklich darauf hingewiesen, dass wir das nur mit entsprechender Ausrüstung tun sollten, eisig seis zwar nicht mehr, aber Schnee gäbs noch massig. Wir fahren mit dem Lift auf 2000m, wo wir auch schon die Schneegrenze erreicht haben.

    Die erste Stunde laufen wir in der Sonne. 20 Minuten später sehen wir weder Gipfel, noch Tal, noch die nächste Begrenzung des Tals, durch das wir gerade laufen, was insofern nachteilig ist, da die Wanderung zum Krater keinem Weg und keiner Markierung folgt. Mehrmals zweifeln wir, ob wir besser weiter- oder zurücklaufen sollen. Kurze klare Passagen überzeugen uns aber immer wieder, weiter zu gehen. Wenigstens einer von uns beiden ist adäquat ausgerüstet, und so kommen wir dank Peters GPS-Gerät gegen drei am Kratersee an. Der Wind peitscht, aber das macht nichts. Wir sind umgeben von Schnee, Wolken, und vor uns liegt ein wunderschöner, hellblauer Kratersee.

    Runter gehts schneller: wir gleiten - Peter setzt sich auf seine Jacke, ich mich auf den Regenschutz meines Rucksacks - den Berg hinunter. Total nass erwischen wir noch gerade den letzten Lift nach unten. Ein toller Tag!
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  • Zwischenstop in Taupo

    30. november 2015, New Zealand ⋅ ⛅ 24 °C

    Weils beim ersten Mal in Taupo die ganze Zeit geregnet hat, mache ich noch mal einen Zwischenstop in Taupo. Als ich ankomme, regnet es allerdings schon wieder...also verbringe ich den Rest des Tages in der Bibliothek und widme mich ein wenig der Reiseplanung.

    Am nächsten Tag fahr ich mit dem Rad zu den Huka Falls und den Aratiatia Rapids. Ein schöner und einigermaßen anstrengender Ausflug.
    Am Abend mache ich mich dann aber auch schon auf Richtung Napier
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  • Lake Waikaremoana

    3. december 2015, New Zealand ⋅ ☀️ 19 °C

    In Napier treffe ich Sebastian wieder. Wir wollen von Napier aus in den Te Urewera National Park fahren und den Lake Waikaremoana Great Walk machen.
    Am 3.12. machen wir uns dann auf in den Nationalpark. Zuerst eine zweistündige Autofahrt, die letzten Kilometer in den Nationalpark fallen unter die Kategorie "remote area" - geteerte Straßen sind total überbewertet ;-)

    Dann bringt uns ein Wassertaxi zur anderen Seite des Sees, dem Ausgangspunkt unserer Wanderung. Wir müssen lediglich 8 km bis zur ersten Übernachtungshütte laufen, kein Problem. Wir laufen gemütlich und genießen den schönen flachen Weg am Ufer entlang. Als wir am Nachmittag ankommen, testen wir (nach reichlicher Überwindung meinerseits) den See. Ziemlich frisch. Kein Wunder, der See ist auch 250 Meter tief! Danach plagt mich erstmal ein Haufen neuer Sandfly-Bisse, die sich zu den auf meinen zerkratzten Füßen befindlichen Bissen der Kayaktour gesellen. Am Abend versuchen wir dann doch mal unser Glück im Kiwis aufspüren - leider ohne Erfolg.

    Am zweiten Tag haben wir eine 18-km-Etappe vor uns. Es ist nicht mehr ganz so flach und einfach wie am ersten Tag, wir laufen auch nicht mehr direkt am Ufer entlang. Nach einem Zwischenstopp an den Korokoro-Falls kommen wir nach einem anstrengenderen Tag als gedacht an der Hütte an. Wir kochen ein leckeres Curry (wir sind mittlerweile ziemlich gut im Auswählen von wander- und transportfreundlichen Gerichten und Zutaten), spielen Karten mit ein paar anderen Wanderern, sitzen am Lagerfeuer, schauen uns den schönen Sternenhimmel an, dann gehts auch schon ins Bett.

    Die letzte, die gefürchtete Etappe steht an - 600 m steil bergauf, und wieder hinunter. Sebastian läuft mir davon, wir treffen uns zur Mittagspause an der Panekire Hut. Erstmal essen und ein bisschen dösen, danach kann man sich der schönen Aussicht widmen. Von hier aus haben wir super Ausblicke auf den See. In der letzten Etappe gesellt sich der Australier Chris zu uns.

    Wir lassen uns von einem Shuttle zurück zum Auto bringen, das auf dem Campingplatz steht. Dann gehts die ganze Strecke zurück nach Napier, die mit Eis und Chips eindeutig erträglicher ist.
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