• Die Ute

    August 31 in the United States ⋅ ⛅ 27 °C

    Wir sind wieder früh wach. Warum? Keine Ahnung. Das Frühstück, von Walter zubereitet, ist wieder lecker und völlig ausreichend.
    Nach dem Frühstück werden die Koffer im Auto verpackt und wir verabschieden uns von Walter. Jodie haben wir dann nur noch einmal auf der Straße gesehen, da sie gerade mit Sunny, dem Hund, spazieren war.
    Eine wirklich tolle Unterkunft mit netten Gastgebern. Wer also mal in der Nähe von Durango eine Unterkunft sucht, der sollte auf countrysunshine.com vorbeischauen, ob dort noch ein Zimmer zur Verfügung steht. Wir können es nur wärmstens empfehlen.
    Heute ist ein langer Fahrtag. Sonni hatte gestern noch mal etwas gestöbert und wir haben den Mesa Verde NP gestrichen. Das Wetter ist gerade nicht das beste. Stattdessen steuern wir das Four Corners National Monument an.
    Auf der Fahrt dorthin sitzen die Wolken immer tiefer. Das Hochplateau des Mesa Verde liegt genau an der Wolkengrenze und es ist auch nichts in Sicht das es besser wird. Also war unsere Entscheidung gut.
    Sucht man über Maps das Four Corners Monument, landet man bei einem US Postal Service Gebäude. Four Corners liegt dabei knappe 9 Kilometer weiter weg.
    Bevor wir ankommen fahren wir in das Land der Ute Indianer und kurz nach der Reservationsgrenze steht auch schon das Casino.
    Four Corners ist dann schon wieder Navajo Gebiet. Hier treffen die Staaten New Mexico, Arizona, Utah und Colorado an einem Punkt aufeinander. Rings im diesen Punkt gibt es Stände in denen die Indianer allerhand Sachen anbieten.
    Einen kleinen Imbiss kann man zu sich nehmen und Toiletten sind auch vorhanden. Wobei die Toiletten nicht wie üblich bekannt sind. Eine Spülung benötigt man nicht. Eher kann man sich den Spaß machen, zu zählen wann seine Hinterlassenschaft den Boden erreicht. Und es ist luftig um den Popo. Gut wenn es drückt hat man keine andere Wahl.
    10 Dollar kostet die Einfahrt, wobei wir heute nichts bezahlen brauchten und wer den NP Pass hat braucht ja sowieso nichts bezahlen. Können wir ihn empfehlen? Sagen wir es mal so: Wenn man dran vorbeifährt, kann man auch mal rein. Aber extra den Weg auf sich zu nehmen, dann gibt es ein klares Nein.
    Nach einem Foto mit jeder Gliedmaße in einem anderen Staat geht es für uns weiter zum Monument Valley. County Road und Highway werden von weniger guten Indian Route's abgelöst. Wenn man hier durch die Reservation fährt, kann man sich denken warum den Indianern genau dieses Land zugewiesen wurde. Es ist karg und trostlos. Oftmals sieht man kilometerweit nichts als Grassteppe, dann kommen mal Ansiedlungen der Indianer. Aber glaubt uns, hier will sich niemand ein Haus bauen. Nur mit viel Aufwand kann man das Land zum Gras- und Weideland kultivieren. Aber der Aufwand dafür wäre zu hoch. Was hat man nur mit der indigenen Bevölkerung gemacht?
    Monument Valley ist Navajoland und es ist atemberaubend. Leider war uns das Wetter nicht so hold. Die Berge, welche sich in der Ebene erheben, tragen einen Wolkenhut. Dennoch ist es ein wundervoller Anblick, vielleicht jetzt auch ein wenig mystisch. Kilometerlang ziehen sich die Straßen durch das Valley und hinter jeder Kurve sieht es anders aus. Und plötzlich mitten aus dem Nichts gibt es Menschansammlungen. Der Forrest Gump Point, ihr wisst sicher was wir meinen, braucht kein Schild. Man weiß sofort, hier ist er und na klar, auch wir müssen hier anhalten. Von welcher Seite man in das Valley fährt ist eigentlich egal.
    Wir erreichen wieder den Highway und wir nehmen das letzte Teilstück für heute in Angriff, der Horseshoe Bend in Page. Schnell noch die Bank um ein paar Dollar in Page erleichtern, wobei es dann doch nicht schnell wurde, denn ich hatte meine Probleme mit dem Kartenschlitz. Sonni kannte sich aber aus mit Schlitzen und zack war die Bank ärmer.
    Ein kurzer Weg bis zum Horseshoe Bend, 10 Dollar pro Auto bezahlt und dann noch ein kleiner Fußweg. Von weitem kann man den Bend erahnen aber erst beim Bend wird die Großartigkeit erkennbar. Um die 350 Meter hinunter zum Colorado River zu schauen muss man schon recht nah herantreten. Für Menschen mit Höhenangst ist es nichts. Der Anblick ist Wahnsinn und eigentlich schwer mit Worten zu beschreiben.
    Empfehlung? Eindeutig! Wer in Page und Umgebung ist und nicht am Horseshoe Bend war, war nicht wirklich hier.
    Wir kaufen noch ein wenig bei WalMart ein und dann geht es in unser Hotel. Schnell sind wir eingecheckt und essen erstmal zu Abend.
    Am 29.8. gab es im Grand Canyon eine Sturzflut mit einigen vermissten Personen und viel Zerstörung. Aufgrund der Wetterlage um Page, gibt es heute hier auch eine Sturzflutwarnung. Das hat zur Folge, dass unser Besuch der Lower Antelope Canyon vom Veranstalter abgesagt wurde. Verdammt, die wollte ich doch sehen. Wir hoffen jetzt einfach mal das wir morgen früh noch einen freien Slot für die Upper Antelope Canyon erwischen.
    Mit dieser Hoffnung schlafen wir für heute ein.
    Read more