Canyontour
September 1 in the United States ⋅ ☁️ 24 °C
Wer früh schlafen geht, der wacht früh auf. So wie wir. Gegen 4:45 Uhr war die Nacht vorbei, weil irgendein Österreicher mich Deutschen in den USA anruft. Sag mal, geht's noch.
GetYourGuide, worüber wir die Lower Antelope Canyon's gebucht hatten, kommt nicht aus dem Tee. Zuerst erhalte ich eine Nachricht, dass ich mich freuen kann, da die Tour bald startet. Wobei wir ja wissen, dass die Lower geschlossen sind. Etwas später kommt dann genau diese Nachricht von GetYourGuide. Man hätte sogar heute früh noch eine Lower Tour buchen können, obwohl uns schon abgesagt wurde. Ich bin absolut unzufrieden mit GetYourGuide. Aber das sind nur unsere Erfahrungen.
Wir fahren also auf gut Glück zum Upper Antelope Canyon und versuchen hier eine Tour zu bekommen.
Yippie, es hat geklappt und dann auch noch etwas billiger und früher. Somit haben wir mehr Zeit für den Grand Canyon. Pro Person haben wir jetzt 100 Dollar bezahlt, wobei 15 Dollar an die Navajo Nation geht. Kleiner Knackpunkt, wir mussten Cash bezahlen. Da ich gestern die Bank nackig gemacht habe, hatte ich die insgesamt 200 Dollar locker in der Tasche. Also kein Problem, dann muss ich heute gleich nochmal die Bank überfallen. Na die werden sich freuen.
Wir treffen beim Warten auf unserer Tour ein Pärchen aus Düsseldorf und Köln. Komische Mischung. Die beiden Städte sind sich ja spinnefeind. Aber ein tolles Paar. Sie waren leider in einer Tour vor uns. Vielleicht sehen wir sie im Bryce Canyon wieder.
Unser Guide heißt J.R. und ist ganz gechillt drauf. Mit seinem Tourikarren bringt er uns bis zum Eingang des Canyon. J.R. erzählt uns einiges zum Canyon und dann geht es hinein. Wooow, und wir sind gerade 3 Meter gegangen. Wir bleiben immer wieder mal stehen und J.R. erzählt wieder und er zeigt uns wo und wie wir die besten Bilder machen können. Es ist einfach Wahnsinn, was hier die Natur vollbringt. Ganz ohne künstliches Licht. Es ist der Wahnsinn. Immer wieder gibt es etwas neues zu entdecken. Vom Gesicht zum Dragon Eye oder zu Flügeln an der Wand. Ach, wir könnten noch weiter schwärmen und das werden wir wohl immer.
Die Tour ist leider zu Ende aber wir sind uns einig, dass das alles sein Geld wert war. Wenn wir was empfehlen in Page, gehören die Antelope Canyon definitiv dazu.
Wie versprochen machen wir danach die Bank nochmal ärmer und dann geht es zum Grand Canyon North Rim. Immerhin sind das jetzt 200 km bis dorthin. Wir fahren südlich des Vermillion Cliff NP vorbei und es reiht sich wieder ein Postkartenbild an das andere. Die Vermillion Cliffs sind so gewaltig das man es nicht im Bild festhalten kann. Das was man sieht, muss man sich um ein Vielfaches größer vorstellen. Manchmal werden die Autos im Vergleich zu den Bergen, verschwindend klein. Unser Naturflash nimmt einfach kein Ende. Die letzten 60 Kilometer gehen durch Kaibab National Forest und dann kommen wir zum Eingang des Grand Canyon NP. Viele Autos sind nicht unterwegs. Vielleicht liegt es daran das die Hauptsaison langsam zu Ende geht oder auch an der Sturzflutwarnung in diesem Gebiet. Am 29.8. sind, nach bisherigen Angaben, bei so einer Sturzflut zwei Menschen gestorben. Bei unserem Besuch hält sich das Wetter recht standhaft.
Am Eingang gibt es einen Self Pay Service. Wir haben aber unseren NP Pass und können durchfahren. Der Pass ist jetzt schon abbezahlt, alles andere bekommen wir so gesehen umsonst. Auf dem Weg durch den Park ist immer wieder das Ausmaß der Waldbrände zu sehen und auch wie sich die Natur wieder erholt, aber das wird noch einige Jahre dauern.
Der North Rim ist offen doch der Bright Angel Trail ist leider geschlossen. Daher haben wir nicht viele Möglichkeiten in den Canyon zu schauen. Man hat aber die Möglichkeit zu zwei Overlooks zu fahren, dem Point Imperial und dem Cape Royal. Wir entscheiden uns für den ersteren. Als wir losfahren wollen sagen uns zwei Deers liebevoll Good Bye. Dort angekommen werden unsere Augen verwöhnt. Es ist wieder gigantisch was wir zu sehen bekommen. Einfach unbeschreiblich.
Langsam zieht ein Gewitter auf und wir beschließen den Rückweg anzutreten. Als es beginnt zu regnen, sitzen wir schon im Auto. Unsere Scheibenwischer müssen zwischenzeitlich zeigen zu welchen Höchstleistungen sie bereit sind. Stellenweise hat es schon mächtig geregnet aber auch nicht lange, dennoch überschwemmt das Wasser manchmal die Straße auf der wir aus dem Park fahren. Das Wasser kann durch die Waldbrände nicht gehalten werden und sucht sich seinen Weg nach unten. Dabei nimmt es jede Menge Boden mit. Auf dem Weg treffen wir noch eine größere Herde Deers und zum Schluss machen wir die Bekanntschaft mit drei Grazien aus der Gegend. Sie stehen am Straßenrand und wundern sich sicherlich, was wir für welche sind. Mit Kühen hatten wir hier oben nicht gerechnet. Wir wünschten ihnen noch einen guten Tag und frisches Futter und fuhren weiter. Am Ausgang muss ich es dann aber wissen. Wie viel kostet der Eintritt denn nun wirklich, nachdem Donald Trump höhere Eintrittspreise verfügt hat. Normalerweise kostet der Eintritt pro Auto mit 4 Personen, 25 Dollar. Und jetzt tatsächlich ohne Pass, ganze 135 Dollar. Wow, wie geil das wir noch vor der Erhöhung unseren Pass für 80 Dollar gekauft haben.
Die 200 km zurück vergingen wie im Flug.
Wir besorgen uns in Page noch unser Abendessen und schauen beim Laundry vorbei. Ich wechsle einige Quarter und Dollar in der Hoffnung das ich meine Sammlung vervollständigen kann. Von 20 Quarter (25 Cent) ergattere ich 5 mir fehlende. Naja der Urlaub ist noch lang. Das wird noch besser.
Morgen geht es weiter über Zion NP zum Bryce Canyon NP. Wir freuen uns darauf.Read more











































Traveler
Ooooh mein Lieblingslied🤩
TravelerWunderschön und ich will da auch hin😂
TravelerIch auch 😱👏