• Yellowstone, lange Wege zu Fuss und Auto Teil 2

    September 9 in the United States ⋅ 🌬 16 °C

    Wir haben heute prächtig geschlafen und sind top ausgeruht. Zum Frühstück gibt es unsere Reserven aus 🍞, Frischkäse, Marmelade, Banane, Weintrauben und Kaffee. Dann kann es auch auf den zweiten Teil unserer Yellowstone Exkursion gehen.
    Wir bleiben erstmal auf dem nördlichen Teil bis nach Mammoth Hot Springs. Ich muss sicher nicht erwähnen, dass es immer wieder hoch und runter geht, über weite Graslandschaft und durch Wälder. Der morgendliche Tau glitzert noch an den Pflanzen.
    Ein großer Bisonbulle kommt uns auf der anderen Fahrbahn entgegen und es scheint so als würde er die Autokarawane hinter sich anführen. Ihn stört es nicht und er stapft gemächlich vor sich hin. Wenn das nicht die beste Begrüßung am Morgen für uns ist.
    In Mammoth Hot Springs ist es voll. Durch den Nordeingang strömen viele Besucher in den Park und legen in der Stadt erstmal eine Pipipause ein. Wir wechseln kurz die Fahrerrolle und dann geht es weiter bis dorthin, wo wir gestern aufgehört haben.
    Wir kommen am Midway Geyser Basin an und es ist voll. Der Parkplatz ist überfüllt, daher stehen die Autos schon meterweit links und rechts an der Straße. Wir versuchen dennoch unser Glück auf dem Parkplatz. Nach einigen Minuten haben wir Glück. Warten lohnt sich also doch. Hätten wir an der Straße einen Parkplatz genommen, hätten wir vielleicht 1 km zum Parkplatz laufen müssen. Nee nee, ohne uns.
    Zum Grand Prismatic führt, wie so oft, ein Holzweg hinauf. Die Farben die man dann sieht sind einfach grandios. Ein herrlicher Anblick.
    Es geht weiter zum Lower Geysir Basin. Auch hier wieder ein Holzweg der sich durch die Area schlängelt und wieder zischt, pufft und blubbert es überall. Manch ein Geysir muss sich ständig Luft machen und lässt das Wasser ununterbrochen aus sich raus.
    Eigentlich wollten wir vorher noch den Firehole Lake Drive fahren damit wir den Great Fountain Geyser sehen, aber leider war die Straße gesperrt.
    In Madison biegen wir nach Norris ab und machen einen kurzen Stopp an den Gibbon Falls. Interessanter ist jedoch der Beryl Spring. Er liegt direkt an der Straße und einen Parkplatz gibt es nur ein paar Meter weiter. Mit wildem Getöse gibt er heißen Dampf ab.
    Wir halten noch einmal an den Artists Paintpots. Ein 800 Meter langer Wanderweg führt dorthin und um das Gelände. Wer schon andere Basins gesehen hat der kann auch hier getrost vorbeifahren.
    Wir mach uns auf zu unserem letzten Stopp bevor es wieder nach Cooke City geht, Mammoth Hot Springs. Interessant sind hier die Mammoth Hot Springs Terraces, wobei der untere Teil der Terrassen sehenswert ist. Was die Mineralien im Wasser in zigtausenden Jahren hier erschaffen haben ist einfach nur erstaunlich und wunderschön. Bis hoch auf die Terassen laufen wie aber nicht, wir sind heute schon wieder viel gelaufen.
    In der Stadt erhasche ich dann doch noch ein Shirt zu einem angenehmen Preis. Meist kostet ein normales Shirt um die 25 Dollar bis sogar 39 Dollar und ich habe eins bekomme für 15 Dollar, dazu noch einen Pin und ich bin glücklich.
    Zum Abendessen kann man sich ruhig im Terrace Grill niederlassen. Klar, es ist kein normales Restaurant eher mehr auf Fastfood ausgelegt. Der Burger und die Chicken Tenders schmecken Klasse, das zu einem annehmbaren Preis. Beim Essen rennen ein paar Jungtiere der Elkherde vorbei und weitere folgen als wir nach draußen treten. Kurz danach kommt der Chef, stolziert mit seinem mächtigen Geweih über die Straße und legt den Verkehr kurz lahm. Man hatte den Eindruck, dass es zwischen den Jungtieren und ihm eine kurze Verständigung gab und zack kamen die Jungtiere wieder zurück zur Herde. Okay, der Chef hatte wieder alle zur Ordnung gerufen und zusammen geholt. Ein wirklich schönes Schauspiel.
    Für uns tritt der Heimweg an, ein letztes Mal durch das Lamar Valley. Die Bisonherde ist noch weit verstreut auf dem weiten Grasland. Am Straßenrand finden sich immer noch Menschen ein oder sitzen schon den ganzen Tag, um die Herde durch ihre Ferngläser und Okulare zu beobachten. Wir genießen noch mal diesen Ausblick und fahren aus dem Lamar Valley hinaus. Doch halt, es fehlt noch etwas. Unser großer Freund muss uns doch verabschieden. Hinter dem Lamar Valley haben wir immer einen großen Bisonbullen getroffen. Egal ob hell oder doch schon dunkel, er war immer da. Und ja, da ist er. Er steht mitten auf der Straße und lässt sich nicht stressen. Mal auf unserer Fahrspur und dann wieder auf der anderen. Tschüß, großer Freund, wir behalten dich in Erinnerung.
    Kleiner Nachtrag: Die Big Bear Lodge ist etwas für eine Nacht oder eben für Abenteurer. Minimalisten freuen sich hier sicherlich. Da man sowieso den ganzen Tag unterwegs ist und man die Unterkunft nur zum schlafen braucht, ist es ganz okay.
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