• Auf dem Highway nach Monkey Mia

    September 13 in Australia ⋅ 🌬 24 °C

    Einsamkeit, Giganten der Straße und ein Hauch von Romantik: wir sind auf dem Weg nach Monkey Mia. Der Highway streckt sich wie ein endloses Asphaltband vor uns aus, während wir tiefer in das dünnbesiedelte Outback Westaustraliens eintauchen. Die Strecke ist streckenweise komplett menschenleer – kilometerweit gehört die Straße fast uns allein. Ein faszinierender Anblick sind die Schilder am Straßenrand, die uns immer wieder daran erinnern, in welcher Dimension von Weite wir uns bewegen: Sie zeigen ganz offiziell an, wie lang die entgegenkommenden Road Trains sein dürfen. Wenn diese gigantischen Lkw-Züge dann an uns vorbeirauschen, hält man automatisch kurz den Atem an. Auf dem Asphalt wird auch schnell klar, wer hier wer ist. Die Hierarchie der Fahrzeuge ist eindeutig: Die Einheimischen sind perfekt für das raue Gelände gerüstet. Sie fahren fast ausnahmslos mächtige SUVs mit geländegängigen Offroad-Wohnwagen oder robuste Pickups mit praktischen Dachzelten. Und wir? Wir Touristen fallen sofort auf – uns erkennt man schon von Weitem an den klassischen, weißen Wohnmobilen.
    Auf dem Weg nach Monkey Mia biegen wir doch nochmal ab in den Kalbarri-Nationalpark zum Murchison River. Hier bietet sich uns ein idyllisches Bild. Auf dem spiegelglatten Wasser gleiten majestätische schwarze Schwäne dahin. Es war ein seltener, romantischer Anblick, der in perfektem Kontrast zu der wilden, roten Landschaft drumherum steht.
    Unterwegs gibt’s nicht wirklich was zu sehen, nur die Frühlingsblüher und zwei urige Roadhäuser zum Tanken und Pause machen.
    Die Anfahrt nach Monkey Mia führt vorbei am Shell Beach. Ein Must See!
    Bereits auf dem Weg vom Parkplatz zum Strand knacken die kleinen Muscheln unter den Füßen. Ein 60 Kilometer langer, schneeweißer Strand tut sich auf der nur aus Kalkschalen besteht. Unglaublich! Die winzigen Muscheln sind teilweise bis zu 4 Metern aufgeschichtet. Mitnehmen strengstens verboten! 🥹
    Wieder ein Wunder der Natur. Bis heute nämlich rätseln die Wissenschaftler über die massive Anhäufung an gerade diesem Ort.
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