Ecuador
Don Pancho

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8 travelers at this place:

  • Day40

    Wale schauen und Fische füttern

    August 9 in Ecuador ⋅ ⛅ 24 °C

    Das Ende meiner Playaszeit bedeutet auch den Beginn meiner frei verfügbaren Reisezeit! Also geht's jetzt eigentlich erst so richtig los. Leider hab ich ziemliches Kack-Wetter in Olón erwischt. Bzw ist das Wetter hier um diese Zeit einfach oft nicht so gut, also müssen meine Surfskills noch etwas warten, bis sie aufgewertet werden können. Olón ist ein sehr niedliches und hübsches Dorf, das vom Tourismus lebt, aber seinen Charakter trotzdem nicht verloren hat. Es ist sauber, hat einen schönen Strand und bekommt durch die vielen Wandbemalungen, die man an jeder Ecke sieht, einen künstlerischen Flair. An sich ist es hier aber eher ruhig (wahrscheinlich saisonabhängig, gerade ist ja Winter). Außerdem gibt's hier (wie in bestimmt vielen Städten) einen Laden, der trockene Lebensmittel direkt aus großen Säcken verkauft (wie so ein cooler unverpackt Laden, Mami du würdest den lieben). Aber anstatt sich ihre Behälter selber mitzubringen, lassen sich die Eccis hier alles in Tüten verpacken... Schade, wenn der riesen Vorteil mit den geringen Gesundheitsvorschriften dann nicht im Positiven genutzt wird.
    Gestern Morgen haben wir erstmal ausgeschlafen, gefrühstückt und sind dann nach Montanita gefahren. Montanita liegt mit dem Taxi 5 Minuten südlich vor Olón und ist Ecuadors Feiermeile. Hier reiht sich, in Quadraten organisiert, ein Shop mit Schmuck und Klamotten neben dem anderen, viele Bars, Clubs, Restaurants, Hostels und sobald man die Stadt betritt merkt man sofort, wie westlich es auf einmal wird. Alles mega sauber und sortiert in den Läden, wie es sonst nie ist. Aber klar, hier kommen vor allem die Amerikaner und auch Europäer her, und wir sind einfach total verwöhnt was das angeht. Da kann ich mich selbst auch gar nicht ausschließen, ich war auch zu Beginn ein bisschen skeptisch, was ich in dem Laden an der Ecke kaufen kann, was nicht und was das alles überhaupt ist. Montanita hat sich also sehr an die Gewohnheiten der westlichen Welt angepasst. Und obwohl mir jeder gesagt hat, dass man nirgends in Ecuador so feiern kann, wie in Montanita, reizt es mich grad irgendwie so gar nicht, deswegen lass ichs einfach 😅.

    Heute sind wir nach Puerto Lopez gefahren, weil man von dort aus Bootstouren fürs Whalewatching buchen kann. Ich war echt skeptisch ob man da dann echt einen zu Gesicht bekommen würde, aber das war auf jeden Fall die reelste Chance, also buchten Nina und ich uns eine Tour und los ging's. Zu Beginn sagte uns der Cheffe/Erklärbär auf dem Motorboot was man alles darf, kann, soll und muss, Satz zwei war: "Wenn ihr kotzen müsst, bitte über Bord, wir haben hier keine Tüten. Einfach ins Meer damit." Eine witzige Art, um so ne Fahrt zu starten, und wir lachten alle. Noch.
    Schon nach den ersten 10 Minuten merkte ich, dass es hart werden würde. Aber ich konzentrierte mich immer brav auf einen fixen Punkt, bewegte meinen Kopf nicht unnötig und atmete regelmäßig und tief. Nach etwa 20 Minuten Fahrt wurde der Motor ausgemacht und wir wurden zackig hoch aufs Deck dirigiert, denn es ging schon los. Und dann sah ich meinen ersten Wal. Man sah immer nur recht wenig, mal den Rücken, mal eine Flosse, aber immer sehr nah an den Booten. Bis einer plötzlich komplett auftauchte und sich in seiner ganzen Fülle ins Wasser platschen ließ, da verschlug es mir für einen Moment den Atem. Es sind wirklich unglaubliche Tiere. Wir waren bestimmt eine halbe Stunde dort und schauten den beiden (ich glaube es waren Mutter und Kind) zu, wie sie eine regelrechte Show abzogen. Ich hab mich gefragt wieso die zwei überhaupt in der Nähe der Boote blieben, sie hätten ohne Mühe einfach untertauchen und verschwinden können. Aber anscheinend sind Buckelwale echte Rampensäue, denn sie führten ihre Tänze und Spiele aus freien Stücken direkt vor unseren Booten auf, ohne das man sie mit Futter oder sonst was gelockt hätte.
    Während ich da saß und mit offenem Mund staunte, ignorierte ich gekonnt die Signale meines Körpers, dass ihm die Umgebung echt so gar nicht passte. Ich merkte irgendwann wie meine Hände komplett taub wurden und dieses Gefühl sich bis zu meinem Bauch vorarbeitete. Ich probierte es noch kurz mit Atemtechnik und ruhigen Bewegungen in den Griff zu kriegen, aber ich wusste tief im Inneren (im wahrsten Sinne), dass es leider nichts mehr bringen würde. Also kroch ich gerade noch mit letzten Kräften vom Deck wieder runter ins Boot um dann dort das zu machen, was uns der Chef zu Beginn so wärmstens empfohlen hatte: ja, ich kotzte ins Meer. Was für eine Scheiße. Ich weiß nicht ob das das bekannte "seekrank" ist, oder ob das eher einen Dauerzustand beschreibt, aber mir war nicht nur schlecht, mein Körper war taub, meine Atmung flach und alles was ich noch auf die Kette bekam, war ins Meer zu zielen, ohne selber reinzufallen. Was ich allerdings auch Erklärbär verdanke, weil er mich die ganze Zeit festhielt.
    Nachdem ich mein Frühstück also den Fischen gespendet hatte, saß ich den Rest der Tour mit geschlossenen Augen im hintersten Eck und sehnte das Land herbei. Einmal machte ich sie noch auf, um die Blaufußtölpel zu sehen, an denen wir direkt vorbeikamen (werd hier nicht erklären was dat für Tiere sind, bitte einfach Google bemühen). Die Füße von denen sind wirklich einfach sowas von blau! Es kommt auf den Bildern leider gar nicht gut rüber, aber glaubt mir, es sieht wirklich schon unnatürlich aus, so blau sind die. Die Tour hat sich also wirklich gelohnt und ich hab zu keinem Zeitpunkt bereut, dass ich sie gemacht hab. Die anderen Leute waren auch einfach sehr süß, ließen mich die ganze Zeit in Ruhe aber fragten Nina immer, ob alles ok mit mir ist oder ich irgendwas brauche. Ich glaube, dass es vielen von denen auch nicht ganz so blendend ging und sie sich sehr gut einfühlen konnten.
    Aber es gibt keinen Zustand, den man mit Bolon verde und Batido de Coco nicht aufbessern könnte, und nach dem Mittagessen auf festen Boden konnte ich auch problemlos eine schaukelnde Busstunde aushalten.

    Die wenigen Bilder der Wale, die ich gemacht hab, sind leider total schlecht geworden, aber für einen echten Eindruck muss man einfach selber hin.
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  • Day38

    Kein Plan und trotzdem nicht verfahr'n

    August 7 in Ecuador ⋅ ☁️ 22 °C

    Man stelle sich vor, dass in dieser Welt, in der die Uhren anders ticken (gleich = in 2h, morgen = nächste Woche, um 9 = um halb 10, oder 10, oder wann es halt passt) die Leute sich an eine Plan halten müssten, nach dem sie den Müll auf die Straßen bringen. Und das in einer Frequenz wie bei uns, also vielleicht alle 2 Wochen. Mal abgesehen davon, dass der Müllwagen dann so groß sein müsste wie die Halle des Münchner Hbfs, weil von Müllvermeidung hier noch keiner gehört hat, würden die Straßen total zumüllen, weil sich sicher niemand an die Zeiten halten würde. Daher kommt die Müllabfuhr hier jeden fucking Tag. Im Normalfall wäre mir das kaum aufgefallen, aber man kann es kaum überhören. Die spielen nämlich in voller Lautstärke Musik, und zwar immer den gleichen Song in Dauerschleife. Wie die Mitarbeiter da keinen psychischen Schaden von tragen, ist mir ein Rätsel. Aber man weiß dann immer, wann die Müllabfuhr kommt! Die Wahl des Liedes ist hier schon fast sowas wie ne politische Debatte. Wenn der Bürgermeister wechselt, wird von ihm oder ihr auch ein neues Lied bestimmt, nachdem sie getestet wurden. Manchmal sind auch welche ungeeignet, z.B. wenn man so ne tolle Idee hat, sowas wie eine Sirene zu benutzen... 🤦🏻‍♀️ Das hat die Leute hier komischerweise etwas irritiert.
    Jede Stadt hat also ein anderes Lied, ich hab bei Tom in Auftrag gegeben, das aus Guasmo für mich aufzunehmen (mein Favorit), damit ihr auch in den Genuss kommt. Die Lieder gehen echt ins Ohr und werden mich wahrscheinlich ewig verfolgen. 😅

    Für meinen letzten Ausflug in Playas hat mir einer der Eccis die Strände in der Umgebung noch gezeigt. Wir sind mit dem Auto die Küste ein Stück hochgetrampt und dann am Wasser entlang zurückgelaufen. Es war schon recht abenteuerlich, weil man natürlich nicht immer chillig über Sand dackelt, sondern auch mal gut getimed zu Felsen springen oder über Abschnitte sprinten muss, um nicht von den Wellen mitgenommen zu werden. Manchmal liefen wir auch weiter oben an den Klippen entlang durchs Gestrüpp, da war ich mir manchmal nicht mehr so sicher ob wir je zurück kommen werden. Nach 2,5h machten wir auf einer Klippe eine Pause und sahen unten im Meer einen Seehund herumpaddeln 😍. Ich wär so gern ins Wasser gesprungen um mit ihm zu schwimmen, der war so niedlich. Das war echt ein schöner Abschluss für meinen Playasaufenthalt.

    Nach einem letzten Besuch im Markt, wo ich mich nochmal mit Grenadillas eindeckte, machte ich mich auf den Weg nach Olón. Ich hatte wage Infos erhalten, wo ich wie umsteigen muss, aber der Plan enthielt neben 3 Bussen auch noch einen Pick-Up, der einen von Busstation 2 zu 3 bringt. Ich hatte überhaupt keinen Plan wie ich das alles finden sollte, aber ich steuerte einfach drauf los, immer nur den nächsten Schritt im Visier. Und irgendwie stehen die Sterne gerade günstig für mich, denn wo ich auch eine Sekunde stand und nicht weiter wusste, kamen sofort Leute auf mich zu und halfen mir wie selbstverständlich, kauften Tickets mit mir (man kauft nicht eins, sondern für jeden Bus ein neues), sagten mir wann ich aus- und wo ich einsteigen muss und halfen mir mit meinem Gepäck. Ich muss echt überfordert ausgesehen haben, ich hatte neben meinen 2 Rucksäcken noch 2 Klarinetten für Olón dabei, die ich in Playas noch repariert hatte.
    Außer, dass mein Rucksack einmal oben aus der Gepäckablage runtergerauscht kam und den Klarinettenkoffer mitzog, der mir den Kopf halb einschlug, gab es keinerlei Zwischenfälle 👍. Bin ja froh, dass ich niemand anderen damit erschlagen hab... Immerhin kam ich durch den kleinen Unfall mit dem Typ neben mir ins Gespräch, der mir bei meinem nächsten Umstieg half.
    In Olón holte mich Nina ab, die schon letztes Wochenende zu Besuch in Playas war. Ihr Papa hat netterweise angeboten, dass ich die nächsten Tage in ihrer Familie schlafen darf, was richtig süß ist. Er hat extra für mich ein altes Bett wieder aufgebaut und mir eine Mückennetzhalterung konstruiert 😍.
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  • Day22

    Surfing, whale watching and fiesta

    July 28, 2018 in Ecuador ⋅ ⛅ 26 °C

    Mit zwei lieben Freunden, die ich in Quito kennengelernt hatte, habe ich die letzte Woche verbracht. Die Küste ist zu dieser Zeit sehr bewölkt. Aber man kann trz beim Surfen gegen die Wellen kämpfen. Außerdem habe ich einen Ausflug zur isla de la plata gemacht wo es Wale, blue footed boooobies und Meeresschildkröten zu beobachten gab. Gegen Ende kamen wir nach Montañita - dem Partyort an der Küste. Das war alles sehr interessant :DRead more

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