Ecuador
Provincia del Guayas

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181 travelers at this place:

  • Day71

    Montañita (Ecuador)

    December 1, 2018 in Ecuador ⋅ ⛅ 23 °C

    Unglaublich schöne Tage mit Henne, Jana und Steffen in Montañita gehen vorbei. Das Hostel war grandios und so haben wir aus 3 Tagen 6 Tage gemacht: Pool, Strand, Ausflüge, Restaurant, Spiele und eine BAR. Was will man mehr? Jedenfalls führen wir wohl die nächsten Jahre die Bestenliste der Rechnungen hier an und sind überall als die verrückten Deutschen bekannt geworden.

    Wir waren auf der Isla del Plata bei den Blaufußtölpen, haben Schlangen, Schildkröten und einen Skorpion gesehen, waren Schnorcheln, am Strand, im Nationalpark und haben auch das Surfen nochmal ausprobiert.

    Alles in allem war Ecuador wohl meine teuerste Station mit den Galapagos Inseln und dieser gemeingefährlichen Bar, aber auch eine wunderschöne! Ecuador bietet so viel und ich hab viel zu wenig Zeit, also muss ich wohl wiederkommen ;)

    Morgen geht es für mich mit dem Flieger nach Panama! Eines der Länder, dass ich UNBEDINGT sehen will! Ich freu mich auf mein nächstes Land, auf weitere Abenteuer, auch auf das Alleinereisen wieder und bin aber unendlich dankbar für diese tollen Freunde, die um die Welt reisen um mit mir ein Bier zu trinken ;)
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  • Day2

    Angekommen

    July 2, 2019 in Ecuador ⋅ ⛅ 23 °C

    An sich hat mir das Fliegen besser gefallen, als in meiner Erinnerung von früher. Ich hatte als Kind immer extreme Probleme mit dem Druckausgleich, aber das war überhaupt kein Problem. Trotzdem hatte ich dann auf einen dritten Start und Landung nicht mehr soo viel Lust. Ich war so übermüdet wie ich es selten war, weil ich bisher, obwohl ich sonst dafür bekannt bin immer und überall schlafen zu können, auf der Reise noch nicht eine Minute gepennt hatte. Zudem ist das Fliegen in den Bergen sehr viel turbulenter, als über flaches Land. Laut meiner geschätzten Sitznachbarin ist das so, weil die Luftströmungen und Winde dort viel stärker sind, und wir wurden alle ziemlich hart durchgeschüttelt. Ich war also wirklich fix und alle, aber auch echt glücklich, als ich endlich in Guayaquil ankam.
    Mein erster Eindruck, als ich meinen Fuß aus dem Flughafen raus setzte, war: Fuck, ist das schwül. Ich hab recherchiert, dass in meiner Reisezeit die "trockene, kalte" Zeit ist. Also kein Niederschlag und bis zu 30 Grad, also im Prinzip wie Deutschland die letzten Wochen. Aber weit gefehlt. Es drückt schon ziemlich und ein Punkt verbessert die Lage nicht wirklich: die Luft ist sehr schlecht, vermutlich von den ganzen Abgasen. Dann wurde ich von meinem Gastvater und einem Freund von ihm abgeholt. Mein Gastvater heißt Markos und ist so um die 30, und ein netter und gemütlicher Typ. Nach nochmal über einer Stunde Fahrt kamen wir dann endlich an. Insgesamt war ich also 21h unterwegs, in denen ich in Summe vielleicht ne Stunde gepennt hab. Nach einer 2h Nacht wohlgemerkt. Mein eh schon unzumutbares Spanisch wurde dadurch natürlich noch viel schlimmer ich bekam echt nix mehr auf die Kette.
    Markos musste noch kurz in der Musikschule was holen und zeigte sie mir auch direkt noch, der Bericht dazu folgt. Ich traf gleich noch ein paar junge Leute in der Schule, die alle super offen und nett waren, die aber außer meinen Namen und zwei mal "Si ☺️" nichts von mir zu hören bekamen.
    Markos unterhielt sich kurz mit ihnen und zu meiner Überraschung konnte ich seiner Erzählung über den grausamen Verkehr vom Flughafen heim sogar folgen. Mein erster kleiner Sieg. Dann brachte er mich zu sich heim (2 Minuten Fußweg) und ich schmiss mich direkt ins Bett (8 Uhr nach ecu. Zeit).
    Jetzt ist halb 6 und ich bin voll da und motiviert meine Footprints zu verfassen. Schlafen ist gerade auch schwierig, die Hähne in der Straße geben seit einer Stunde ein Kräh-Konzert und Markos süßer Hund Chewi (benannt nach Chewbakka) langweilt sich wohl so sehr, dass er in der Küche mit seinem Futternapf Fußball spielt. Fotos und Berichte vom Viertel folgen im nächsten Footprint :)
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  • Day2

    Eine andere Mentalität

    July 2, 2019 in Ecuador ⋅ ☁️ 26 °C

    Nachdem ich von den Tieren geweckt worden war, die es wohl alle gar nicht abwarten konnten, dass der Tag endlich beginnt, stand ich um halb 8 auch auf. Ich war eh schon mega neugierig, was die Ecuadorianer so zum Frühstück essen. Das was kam, hab ich auf jeden Fall nicht erwartet: frische Empanadas mit Lauch und Käse gefüllt. Ich hab keine Ahnung ob das als Willkommens-Essen gemeint war oder hier die Standartprozedur ist, aber ich finds geil 😄.
    In der Schule traf ich zwei Deutsche, die hier Gesang und Klavier unterrichten und zwischen mir und Markos die detaillierten Arbeitsfragen dolmetschten. Wir verständigen uns sonst großteils mit mittelmäßigem Englisch (kann er nicht so gut), grauenhaftem Spanisch (kann ich nicht) und mit Händen und Füßen (klappt meistens, aber nicht bei sowas wie "Ich brauche Brennspiritus", da vertrau ich auch Google Übersetzer nicht. Sonst kommt noch raus, dass ich nen Molotov Cocktail basteln will).
    Nachdem ich meinen Arbeitsplatz eingerichtet hatte, dünsten wir kurz mit "Taxirob" (wir kennen ihn von Tag 1, damals dachte ich es wär einfach ein Freund, aber wie sich rausstellt finanziert er sich wohl so :D) in die Stadt und besorgten Spiritus. Den Namen Taxirob hab ich mir übrigens nicht ausgedacht, ich hab gesehen, dass Markos ihn so eingespeichert hat 😄. Einen Guayaquil-Bericht mache ich mal, wenn ich mehr von der Stadt gesehen hab, aber über das Viertel in dem ich wohne, wollte ich noch ein bisschen erzählen.
    Es ist echt schwer zu beschreiben oder mit Bildern einzufangen. Man merkt, dass die Leute ihr Zuhause einfach lieben. Morgens putzen, streichen oder werkeln sie an ihrer Fassade oder vor dem Haus, abends sprühen sie sich n neues Graffiti hin, wenn ihnen das alte nicht mehr gefällt. Den ganzen Tag sitzen alle vor dem Haus und hören laut Musik, schauen wer vorbei läuft, ratschen oder reparieren was. Jeder hier grüßt sich herzlich und die Kinder winken, wenn man vorbei kommt, ohne dass sie einen je gesehen haben. Es gibt überall kleine Läden, in denen man Kleinkram und frisches Obst kaufen kann und man wacht morgens von Hahnenkrähen oder den Hühnerbesitzern auf, die laut schreiend durch die Straßen fahren und ihre Eier anbieten. Manches ist gewöhnungsbedürftig, aber alles in allem hat man das Gefühl, das die Leute hier noch wissen, worum es im Leben wirklich geht.

    Abends war in der Musikschule Tag der offenen Tür. In dem Raum, in dem ich meinen Arbeitsplatz hab, zeigten die Kinder den Besuchern, was sie so gelernt hatten. Da konnte ich nicht mehr weiterarbeiten sondern musste mich dann darzustellen, zuhören und schauen.

    [Auf Bild 5 und 6 sieht man die Musikschule von außen]
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  • Day3

    Von Talent und Orange am Stil

    July 3, 2019 in Ecuador ⋅ ⛅ 28 °C

    Den Grund, aus dem ich ausgerechnet hierher gefahren bin, wissen die meisten ja, aber um mal alle anderen noch abzuholen eine kleine Zusammenfassung: es gibt eine Organisation, Musiker ohne Grenzen, die Musikschulen an den verschiedensten Orten der Welt aufbaut und so den Menschen dort die Möglichkeit gibt, Unterricht zu bekommen. Die Schule hier hat sogar noch 3 weitere Zweige: Tanz, Rap und beim dritten hab ich leider nicht verstanden worum es sich handelt 😅, aber das Prinzip ist erkennbar.
    Es herrscht den ganzen Tag reges Treiben. Mein Arbeitsplatz befindet sich im Tanzstudio, und so war ich gestern das erste Mal bei einer Unterrichtsstunde der kleinen Ballerinas dabei. Der Lehrer war ein junger Typ, den die Kleinen total angehimmelt haben, es war echt ne Freude zuzusehen. Später hat er dann noch eine Choreografie vorgetragen und wurde musikalisch von einer Gesangsschülerin begleitet, die, die auch im gestrigen Post war. Das Mädchen hat einfach eine Wahnsinns-Stimme und die beiden so zusammen in ihrer Sache aufgehen zu sehen, war echt ein sehr rührender Moment.

    Die Arbeit an sich ist... etwas mühsam. Ich hab natürlich nicht jedes erdenkliche Werkzeug dabei und muss viel herumimprovisieren. Dinge, die normal ein paar Sekunden dauern, dauern dann mal ne viertel Stunde. Das nervigste ist aber, Kleinteile zu suchen, die mir abhanden kommen. In einer Werkstatt würde man nach einer verlorenen Schraube vielleicht eine Minute suchen, und sich dann ne neue holen. Aber das kann ich hier halt nicht, weil ich gerade mal 5 Ersatzschrauben dabei hab. Klar hab ich ein Ablagesystem und Becher und alles Mögliche wo ich die Sachen hinlege, aber es ist das gleiche wie mit dem Schlüssel, Handy oder Brille: in Gedanken kurz woanders, abgelegt und - zack, weg. Es kündigen sich auch schon leichte Materialmängel an, weil die doofen Böhmklarinetten Polstergrößen haben, die so kaum hergestellt werden und daher in meiner Wunder-Mischtüte kaum vertreten sind. Aber das ist ein Problem für Zukunft-Sili.

    Am Abend bin ich noch ein bisschen durch die Straßen geschleudert, ich kam gerade einmal bis zur nächsten Ecke, bis ich enthusiastisch von der Seite angeredet wurde. Mein bedauerndes "Lo siento, no hablo español!" irritierte ihn keineswegs und er redete munter weiter. Um ihn herum standen ein paar Jugendliche und Kinder, und alle waren ziemlich neugierig, was diese Deutsche denn hier so treibt. Es entstand ein sehr witziges Gespräch aus vielen Missverständnissen, abwechselnd mit Erkenntnissen. Den Inhalt hätte man vielleicht in 3 Minuten abhandeln können, aber ich stand dort bestimmt ne halbe Stunde und die anderen wurden nicht ungeduldig mir Sachen 10 mal zu sagen oder in mein Handy zu tippen, um es für mich zu übersetzen.
    Mein Highlight war allerdings die Orange am Stil. Ich sah einen der Jungs damit rumlaufen und fragte ihn, was das ist, weil ich mir nicht erklären konnte, wieso man ne geschälte Orange nicht einfach so isst, sondern von nem Holzstäbchen knabbert. Er flitzte direkt los und holte mir auch eine. Jetzt erkannte ich auch den Witz daran: die Orange war tiefgefroren. Und wenn man die äußere Schale erstmal abgeknabbert hat, ist es echt der der Hammer, ein 1A Sommersnack. Wobei das Zuhause vllt etwas schwierig wird, da sich Sommer- und Orangenzeit bei uns selten überschneidet. Aber das geht mit anderem Obst bestimmt auch sehr gut 🍊🍦😋
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  • Day7

    How to Banana

    July 7, 2019 in Ecuador ⋅ ⛅ 28 °C

    Besonders neugierig war ich darauf, wie in Ecuador gegessen wird. Da ich in einer Gastfamilie wohne und da original ecuadorianisch bekocht werde, könnte es authentischer gar nicht sein. Hauptnahrungsmittel ist Reis, das Standartgericht ist Reis mit Huhn, aber es wird auch jedes andere Fleisch gern gegessen. Allgemein gibt es sehr viel Fleisch und eher wenig Gemüse. Für mich ist der Fleischkonsum mit 2 mal am Tag statt ca. 1 mal die Woche recht ungewohnt, aber ich will ja auch keine (Obacht!) Extrawurst gemacht bekommen, und es schmeckt auch wirklich einfach sehr gut. Was mich überrascht hat, war, dass viel mit Koriander gekocht wird, ich dachte immer das wäre mehr ein Asiending. Bis hier also nichts wirklich Neues für uns Deutsche. Aber es gibt auch einiges, was es bei uns so gar nicht gibt. Die Sache mit den Bananen zum Beispiel. Es gibt hier 2 verschiedene Arten von Bananen: einmal bananos, das sind die, die wir auch essen, und platanos, zu deutsch Kochbananen. Hat man vielleicht mal irgendwo gesehen, aber ich habs noch nie irgendwo in Deutschland gegessen, und das ist hier neben Reis der zweithäufigste Nahrungsbestandteil. Alles, was ich hier über Essen schreibe, ist natürlich ein bisschen mit Vorsicht zu (Obacht!) genießen. Ich lebe hier eben auch in meiner kleinen Blase und kann auch nur aus der Sicht berichten. Also zurück zu den Bananen, die haben es mir angetan. Kochbananen gibt es dann nochmal in zwei Varianten, grün für herzhafte und gelb für süße Gerichte. Und es gibt echt viele geile Sachen, die sich mit Bananen kochen lassen. Knödel mit Käse und Speck drin (Bolon verde), frittiert und gesalzen oder gematscht, gewürzt und mit Huhn gefüllt. Im Prinzip ein bisschen so, wie bei uns die Kartoffel, die Konsistenz ist auch ähnlich im gegarten Zustand. Eine sehr wandelbare Zutat, die es in Sachen Geschmack und Wandlungsfähigkeit absolut mit der Kartoffel aufnehmen kann. Sie werden direkt vom Strunk verkauft, man pflückt sich ab, so viel man will und geht damit vor zur Kasse.

    Eine witzige ecuadorianische Eigenart ist es, alles mit dem Löffel zu essen. Das mag bei Reisgerichten sinnvoll sein, aber die ziehen das auch eiskalt bei Hühnerkeulen durch. Sarah hat erzählt, dass es in ihrer Familie ein Messer und sonst NUR Löffel gibt, also es ist nicht nur in meiner Familie so. Apropos Eigenarten: Bier trinken funktioniert in diesen Kreisen auch anders, als man es bei uns gewohnt ist. Es hat nicht jeder eine Flasche, sondern die Flaschen werden nacheinander geöffnet und es wird aus ein oder zwei Bechern getrunken, die man in der Gruppe teilt. Damit keiner lang auf sein Bier warten muss, trinkt man den Becher möglichst flott leer, dann wird nachgeschenkt und weiter gereicht. Worin genau der Vorteil liegt, kann ich nicht sagen. Vielleicht hat sich das in sehr heißen Zeiten etabliert, damit immer jeder kühles Bier hat und nicht das letzte Drittel pisswarm trinken muss. Oder es kommt aus Zeiten, wo man sich ein oder zwei Bier geteilt hat, weil mehr zu teuer war. Keine Ahnung, auf jeden Fall ist es ein ganz anderes Biertrink-Erlebnis und hat ne schöne gesellschaftliche Komponente.
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  • Day6

    So tickt Guasmo

    July 6, 2019 in Ecuador ⋅ ⛅ 26 °C

    Heute haben Jenny und Sarah (die 2 anderen Deutschen, die seit 9 Monaten da sind) mir und Franka (den 2 neuen) ein bisschen mehr vom Viertel (Guasmo) gezeigt. Solang man sich noch nicht auskennt, ist es nicht empfohlen, die Gegend auf eigene Faust zu erkunden. Die Gefahr, sich zu verlaufen, ist viel zu groß, und man sollte echt keine Unsicherheit ausstrahlen, wenn man allein unterwegs ist.
    Der Sexismus hat in Ecuador auf offener Straße noch keinen Auszug gefunden. Vorbeifahrende Autos hupen einen an (und zwar nicht mal ein oder zwei, sondern jedes zweite), Männer winken einen her, pfeifen über die ganze Straße oder rufen einem Zeug nach, manchmal so lang, bis man außer Sichtweite ist. Beeindrucken kann man damit natürlich keinen, aber es ist einfach supernervig. Es ist nur bemerkenswert, wie wehement es trotz Ignoranz weiter praktiziert wird. Aber wenden wir uns mal dem Schönen zu!
    Es ist von Vorteil Ortskundige dabei zu haben, um Insiderwissen zu erlangen. Wo gibt's nen halben Liter frisch gepresster O-Saft für 50 Cent, gute Bäcker, wer verkauft die besten Papayas...
    Manchmal sind Läden auch überhaupt nicht gekennzeichnet, man muss einfach wissen, was verkauft wird. Dort geht man dann ans Fenster und schreit "A veeer!" (Sowas wie "lass uns sehen"), dann kommt jemand, man sagt was man will und bekommt es rausgereicht, es ist so genial. So auch bei unserer Nachbarin von gegenüber.
    Jetzt *didelding* ein kurzer Flashback zu meinem kulinarischen Orangen-Erlebnis, wir erinnern uns. Habe ja schon überlegt, dass das mit anderem Obst sicher auch gut geht. Ich hab das Jenny am nächsten Tag ganz begeistert erzählt, und sie fragte nur "kennst du die Schokobananen noch nicht?", und weihte mich dann in das größte Geheimnis Guasmos ein. Ok, es ist gar kein Geheimnis, aber es fühlt sich so an, weil man es nirgendwo lesen oder suchen kann, man muss es halt einfach wissen. Direkt gegenüber verkauft eine alte Frau gefrorene Bananen in Schokoglasur mit Erdnüssen. Es ist der Hammer, das pure Glück für einen viertel Dollar. Auch gut sind die Früchte, die man auf meinem 2. Bild sehen kann. Ich hab leider nicht verstanden, wie sie heißen (Genadin oder so?), aber sie sind quasi wie große, gelbe Maracujas, supersauer und superlecker. Über das Essen hier mache ich aber nochmal einen eigenen Post, das sprengt sonst den Rahmen.

    In meiner freien Zeit lerne ich Spanisch, so viel es geht. Anna und Marcos sind sehr geduldig mit mir, erklären mir jedes Wort und wiederholen jeden Satz 3 mal, nur um ihn mir dann doch auf Englisch zu sagen, weil ich es nicht kapiert hab. Auf Schritt und Tritt habe ich mein Notizheft dabei und schreibe Vokabeln auf, die ich übersetzen will oder kann kurz meine häufigst benutzten nachschlagen und lernen. Es ist echt mühsam, die Ecuadorianer in dieser Gegend (Costa) sind auch nicht gerade für ihre deutliche Aussprache bekannt. Die Leute in meiner App hab ich viel besser verstanden 😒.

    Allgemein mache ich sehr wenig Fotos. Zum einen macht es mir nicht so viel Spaß, zum anderen kommt man sich auch komisch vor, das Handy auszupacken und zu fotografieren. Das sind ja keine Tourischauplätze sondern Wohngebiete, daher wäre das auch einfach etwas unangebracht.
    Ich hoffe, ich kann euch mit meinen Geschichten genauso abholen und meine 1000 Worte können auch so viel sagen, wie ein Bild es könnte.
    Ach ja, eine Sache musste ich heute doch schnell fotografieren, als es vorbeigeschossen kam. Ich glaub ihr seht trotz Unschärfe, was ich meine, Stichwort Türen 😂.
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  • Day5

    Kostet Achterbahn zu viel...

    July 5, 2019 in Ecuador ⋅ ☁️ 26 °C

    ...fahr Bus in Guayaquil

    Heute wurde ich, wie immer, um halb 6 von den Hähnen geweckt, was mich dazu veranlasste, um 7 Arbeiten zu gehen.
    Crazy.
    [Wer kein Arbeitsgelaber lesen will, einfach zum nächsten Absatz skippen ;)]
    Heute hab ich mich das erste Mal an ein Saxophon gewagt. Ich hatte zu Anfang schon mal nen Blick drauf geworfen, es dann aber erstmal auf später verschoben (Stichwort: Problem für Zukunft-Sili). So und heute wollte ich mich der Herausforderung endlich stellen. Nachdem ich das Ding ein bisschen fotografiert und durchgecheckt hatte, begann ich, die ersten Aufgänge zu korrigieren. Und gleich bei der ersten Achse die ich aufschraubte, passierte das, was echt nicht passieren durfte: ein Säulchen  kam mir entgegen [siehe Bild 2]. Die Hälfte hier denkt sich jetzt, oh man, wat soll das Fachgesimpel hier, aber ich hol euch kurz ab: das Problem ist, dass dieses Säulchen auf den Korpus aufgelötet wird. Und zufällig hab ich meine Lötausrüstung nicht dabei, ich hab einfach drauf gepokert, dass mir sowas NICHT passiert. Erst hab ich gedacht, ich hätte es abgebrochen, aber dann hab ich gesehen, dass die Lötstelle geklebt war. Mit Sekundenkleber. Ich lass das mal so stehen. Lange Rede, kurzer Sinn, dieses Sax wird hier von mir NICHT repariert werden, es sei denn, es findet sich ein Nachbar mit Brenner und Lötzinn. Was nicht mal so unwahrscheinlich ist, die sägen, schweißen und schleifen hier eh überall auf den Straßen rum. Also falls ich einen seh, frag ich mal nach.

    Um 1 sind wir dann mit ein paar Leuten zum Mittagessen in die Stadt gefahren. Eine Fahrt, egal wie weit, kostet 30 Cent.
    "Wilder Ritt" ist eine absolute Untertreibung für diese Busfahrt. Sowas hab ich noch nie erlebt. Eine von den Deutschen, die hier seit 9 Monaten ist, riet mir und einer zweiten Neuen, uns direkt hinzuhocken. Ich dachte mir nur jaja, wie krass kanns schon sein?
    Der Busfahrer hatte einen Fahrstil, der nicht mehr von dieser Welt war. Es gab nur Vollgas oder Vollbremsung, dazwischen gab es nichts. Während der Fahrt, so 20 Meter vor der Station, wurden die Türen aufgemacht und 20 Meter nach dem Start wieder zu. Wobei "Station" hier auch echt ein unpassender Begriff ist. Auf der Straße sind in weiß Zeichen für Haltestellen abgebildet, allerdings sind die so dermaßen zerfahren, Hieroglyphen sind leichter zu entziffern. Und der Bus hält dort auch nicht unaufgefordert an. Wenn du weißt (oder ahnst), dass du gleich da bist, stehst du auf und pfeiffst oder schreist "PUERTA!" Kurz gesagt: Als Ausländer (oder Ausstätter) bist du hier verloren.
    Bemerkenswert war auch, dass in manchen scharfen Kurven die Bustüren einfach aufflogen und bis zur nächsten Station offen blieben. Und es interessierte einfach keinen, absolut normal 😂. Ich war echt so froh, mich hingesetzt zu haben.
    An das "erst aussteigen lassen, dann einsteigen"-System glauben die Leute hier wohl auch nicht. Sobald die Türen aufgehen, wird sich reingequetscht, und wenn der ganze Bus raus muss, scheißegal, dann erst recht.
    Nebenbei muss man noch auf seine ganzen Sachen aufpassen. Taschen auf dem Rücken und Handys oder Geld in der Hose sind ein No-go, man trägt alles in geschlossenen Taschen vor seinem Körper und holt nichts raus (daher auch keine Fotos). Frauen stecken sich ihre Wertsachen hier wohl bevorzugt in die BHs, denn wenn man ausgeraubt wird, sind die Sachen da wohl am sichersten. Soll nicht horrormäßig klingen, Ma und Wiebke, ich weiß ihr macht euch eh halb in die Hose, aber wenn man die Regeln beachtet kann eigentlich nix schief gehen 😇. Es ist halt nicht München oder Berlin, hier sind die Regeln etwas anders und wenn man mitspielen will (bzw nicht verlieren will 😂), muss man sich eben dran halten. Man braucht nur Leute, die sie einem erklären.

    Achja, ich wurde heute für die Instagramseite der Musikschule abgelichtet und dachte mir, ich benutz das auch einfach, um meine Visage mal wieder in meinem Blog erscheinen zu lassen :D

    Ihr steht jetzt bald alle auf, ich geh jetzt ins Bett, buenos noches a todos 😌💤🌛
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  • Day18

    Guayaquil

    December 1, 2019 in Ecuador ⋅ ⛅ 30 °C

    Heute war Abschied nehmen angesagt von Andrés, seiner Familie und Cuenca. Es waren sehr schöne Tage. Auf Empfehlung von Andrés Mutter habe ich nicht den normalen Bus genommen. Ich bin mit einem Minibus gefahren. Dieser Transport hat 12$ gekostet anstatt 8$ die der 'normale' Bus kosten würde. Aber das war es mir wert. Nur 14 Fahrgäste und ohne Halt in gut 3 Stunden von Cuenca bis Guayaquil. Die ersten zwei Stunden der Strecke waren sehr schön. Auf Pass-Straßen durch die Anden. Ich habe leider nicht mitgetrackt, aber ich bin mir sicher dass wir weit über 3.000m Höhenmeter waren. Der letzte Teil war dann nicht mehr so schön. Je näher wir Guayaquil kamen, umso mehr Industriegebiete gab es.
    Guayaquil selbst ist eine heiße, drückende und sehr lebendige Stadt. Sie hat so gar nichts von dem gemütlichen Cuenca. Mein Hotel ist direkt am 'El Malecón', die Promenade die entlang des Rio Guayas verläuft. Die ganze Promenade ist ein einziger Vergnügungspark. Und trotz heiligem Sonntag war anscheinend die ganze Stadt im Black-Friday-Weekend Shoppingrausch.
    War schon interessant und auch sehr anstrengend.
    Und irgendwie ist es auch komisch bei drückenden 30° Weihnachtsdeko zu sehen.
    Morgen früh muss ich wieder früh aufstehen. Um 6.00 Uhr muss ich am Flughafen sein. Aber dafür geht es ins nächste Abenteuer. Galapagos, ich komme 😎👍
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  • Day1

    Meine ersten Begegnungen

    July 1, 2019 in Ecuador ⋅ ⛅ 30 °C

    Ich merk schon jetzt, wie schnell und einfach man mit Leuten ins Gespräch kommt, wenn man allein unterwegs ist. Auf meinem kurzen Flug nach Amsterdam saß ich neben einer Wienerin. Gut, mit der hab ich nicht viel geredet, weil wir beide einfach pennen wollten, aber man hat gemerkt, daß wir uns beide wohl gesonnen sind und sie hat mir die Zeit mit "Ingwer-Zuckerln" verkürzt.
    Auf meinem 11h Flug nach Quito (ich hab, bis ich in dem Flieger saß, nicht mal gewusst, dass ich da zwischenlande) saß ich neben einer Deutsch-Ecuadorianischen Familie. Die Mutter, aus Guayaquil, war sehr nett und bereit mir alle möglichen Fragen zu Sprache, Land und Leuten zu beantworten und war auch sehr neugierig was ich denn da so treiben werde.
    Bei dem Zwischenstop in Quito wurden die Reisenden nach GYE gebeten, ihre Sachen im Flieger zu lassen und nur Pass und Boardingticket mit rauszunehmen. Und an der Stelle liebe Grüße an den Hans Wurst, der nichts besseres zu tun hatte, als mir mein kleines Deutsch - Spanisch Wörterbuch zu klauen. Auch, wenn ich die Bücher in dem Netz gelassen hab, wo sie jeder sehen kann (was vielleicht auch nicht die schlauste Idee von mir war), war das keine Aufforderung zur Selbstbedienung. Aber danke, Lektion gelernt.
    In Quito konnte ich jediglich einen kurzen Blick aus dem Fenster des Flughafens erhaschen, doch das war schon sehr beeindruckend. Weites flaches Land, hinter dem sich eine Kette aus imposanten Hügeln emporhob, Qutio liegt nämlich auf über 2000 Meter in den Anden.
    In meiner geistigen Umnachtung habe ich nur ein Foto mit meiner Einwegkamera gemacht und kann keins hochladen, aber ich hab eh geplant dort in meiner freien Reisezeit noch hinzufahren. Dann hieß es für den Tag zum dritten Mal: ab in den Flieger.
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  • Day79

    Guayaquil

    June 8, 2019 in Ecuador ⋅ ⛅ 26 °C

    Am Freitag morgen um 5.45 Uhr ging es nach Guayaquil, mit 2,4 Millionen Einwohnern der zweit-größten Stadt Ecuadors, die auch gleichzeitig das industrielle Zentrum darstellt. Wir hatten bewusst unsere Spanisch- und Surfwoche in Montañita um diesen Tag verkürzt und die Unterrichtsstunden am Mittwoch und Donnerstag bereits reingearbeitet.

    Wir kamen so gegen 9.00 Uhr am Bustermobinal in Guayaquil an, das direkt neben dem Flughafen liegt und mit dem integrierten Einkaufszentrum auch mal eben so groß wie ein Flughafengebäude war. Es gab über 100 Schalter zum Einchecken!! Für's Busreisen wohlgemerkt.😂

    Wir fuhren dann direkt zur chilenischen und deutschen Botschaft, um auf diversen Dokumenten unsere Unterschrift zu leisten. Der eigentliche Grund, warum wir verfrüht Montañita verlassen haben: wir wollten/mussten das heute noch erledigen, denn am Sonntag ging es schon auf die Galapagosinseln weiter. Warum wir das Ganze veranstalteten, erfahrt ihr in ca. 2 Wochen.😉😉

    Am nächsten Tag haben wir dann die Stadt ein wenig erkundet: zunächst ging es zur Kathedrale von Guayaquil, die jedoch von außen spektakulärer war als von innen. Gleich daneben befand sich ein kleiner Park, der es mit so manchem Zoo aufnehmen könnte: überall waren Leguane verschiedenster Größen unterwegs, die sich sogar mit Salat füttern ließen. Nachdem wir das bei anderen Leuten beobachtet hatten, haben wir uns auch getraut sie zu streicheln. Wir haben diese interessanten Reptilien auf unserer Reise schon oft gesehen, aber so nah waren wir noch nicht an ihnen dran! In einem Teich im Park wimmelte es von Schildkröten, die auf Steinen saßen und sich gegenseitig immer wieder ins Wasser schubsten 😂🐢

    Auf einem Gehsteig wunderten wir uns über lange Schlangen, die scheinbar an der Theke eines Ladens anstanden. Die Lösung hatten wir gleich: im Laden hing ein Bildschirm, auf dem das Fussballspiel von Ecuador gegen die USA übertragen wurde. Danach gingen wir zur am Wasser gelegenen Promenade Malecon, die erst vor ca. 20 Jahren in der Form entstanden ist und ca. 2,5 km lang ist. Dort erreichten wir irgendwann einen Bereich, der ein bisschen an einen Freizeitpark erinnerte, es gab verschiedene Fahrgeschäfte und Verkaufsstände. Wir entschieden uns für eine Fahrt mit dem Riesenrad und genossen die Aussicht auf die Siedlungen an zwei Hügeln, wo sich der ursprüngliche Stadtkern befindet.

    Und genau dort liefen wir danach hin. Hier standen kleine alte Häuser in engen Gassen, und von oben hatte man einen schönen Blick auf den zweiten Hügel nebenan. Danach machten wir uns auf den Rückweg.

    Schon am Sonntag sollte es weitergehen, zu einem wahren Sehnsuchtsziel: den Galapagosinseln! 🐢🐬
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You might also know this place by the following names:

Provincia del Guayas, Guayas

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