• Oil Springs

    April 10 in Canada ⋅ 🌧 12 °C

    Der erste Patient ist eingezogen und ab sofort bin ich eine Eichhörnchen Mama, mit allen Pflichten. Der kleine Eichhörnchenjunge ist gerade einmal drei Wochen alt, hat die Augen noch nicht offen und wurde von einer Familie aus dem Maul ihres Hundes gerettet.
    Nach einer ausführlichen Einweisung sind wir uns relativ schnell bei der Namensfindung einig. Da er bereits beim Füttern einen sehr starken Fluchtinstinkt beweist, mehrfach versucht vom Tisch zu krabbeln (teilweise auch mit Erfolg) und dabei unsere Reflexe beim Auffangen stark strapaziert, wird er aufgrund seiner Fähigkeiten nach dem Stuntmen aus der Muppet Show getauft. Gonzo fordert uns also nun im 4-Stundentakt beim Füttern, sodass die Nächte ab sofort gestückelt und kurz werden. Ist aber kein Problem, super schnell sind die Schichten verteilt und der Fokus liegt ab sofort nur darauf den kleinen Kerl soweit zu bringen, dass er es zurück in die Wildnis schafft.
    Zwischen den Schichten bleibt uns hier und da genug Zeit, um die Gegend zu erkunden und da Patrick aus den USA glücklicherweise mit dem Auto angereist ist, sind wir auch entsprechend mobil unterwegs.
    So nehmen wir uns einen Nachmittag um das Öl Museum im Nachbarort anzuschauen und erfahren, dass diese Gegend hier die erste in Nordamerika war in der Öl gefunden und gefördert wurde. Was dann auch die Ortsnamen Oil Springs und Petrolia erklärt. Wieder was gelernt. Im Supermarkt haben meine holländische Volunteer-Kollegin Nora und ich uns zur Aufgabe gemacht gutes und leckeres Schwarzbrot zu finden. Aktuell testen wir uns durch verschiedene Brotsorten, bisher noch ohne Erfolg. Was uns aber nicht davon abgehalten hat bei den kanadischen Preisen von umgerechnet 3 Euro für Ben&Jerrys Eis zu eskalieren. Ich bin damit zum jetzigen Zeitpunkt mit Eis für einen ganzen Monat eingedeckt. Es muss sich also niemand Sorgen um mich machen, mir geht´s hervorragend.
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