• Oil Springs

    April 16 in Canada ⋅ 🌧 17 °C

    So langsam kommt hier richtig Leben rein. Vor ein paar Tagen sind zwei wirklich winzig kleine Waschbärenbabys zu uns gekommen, keine zwei Wochen alt. Wir haben sie erstversorgt und auf die Namen Paul und Pippi getauft. Die ersten beiden Fütterungen verliefen nach Plan und den Umständen entsprechend ganz gut. Bei der darauf folgenden Mitternachtsfütterung muss ich allerdings feststellen, dass sich das Mädchen nicht mehr bewegt und recht schnell wird uns klar, dass sie es tatsächlich nicht geschafft hat. Eigentlich hab ich mich auf Situationen wie diese eingestellt. Mir war von vornherein klar, dass sowas passieren kann und wird. Trotzdem brauch ich in diesem Moment ein paar Minuten um zu atmen und um mit der Situation umzugehen. Wir trennen Pippi schweren Herzens von Ihrem Bruder, der im ersten Moment völlig ausflippt und konservieren sie für die Untersuchung durch die Behörde. Diese wird am Ende feststellen, ob die beiden Waschbären einen Virus in sich tragen und gegebenenfalls Maßnahmen zur Bestandskontrolle unternehmen.
    Paul muss also vorerst alleine in Isolation bleiben, ist aber weiterhin unheimlich meinungsstark und aktiv, sodass wir in guter Hoffnung sind, dass er bald ein ganz fantastischer großer Waschbär wird.
    Heute nun sind weitere 5 Waschbärenbabys eingetroffen, deren Mutter von einem Auto überfahren wurde. Die Gang ist bereits 4 Wochen alt, alle haben die Augen schon offen und sind in einem richtig guten Zustand. Da wir am Tag zuvor noch zu einer Boyband Playlist unseren Trailer grundgereinigt haben und extrem viel Spass dabei hatten, sind wir uns schnell einig, dass die Namensfindung für diese fünf nach einer Boyband stattfinden wird. Jeder von uns wirft also seinen Vorschlag in die Lostrommel, am Ende gewinnt Nsync, sodass wir nun mit Justin, Joey, Lance, JC und Chris eine perfekt gecastete Waschbärenboyband im Team haben.
    Gonzo ist somit nun unser Erstgeborener und damit der große, kleine Bruder für all diese verrückten Waschbären. Er ist mittlerweile so aktiv, dass er es liebt an uns hoch und runter zu krabbeln und sich unter den Hemden und Hoodies zu verstecken.
    Mit all den Intensivpatienten nehmen die Fütterungszeiten nun deutlich mehr Raum ein, denn die Gang ist schon im Teenageralter und dementsprechend laut und wild unterwegs.
    Die Nachmittage verbringen wir weiterhin mit Picknick am Strand oder Brettspielen wie Animal-Opoly. Was im Prinzip eigentlich nur Monopoly mit Tieren ist. :-)
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