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Alaska / Seattle / Mexiko

A 28-day adventure by Peggy & Sebastian Read more
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    🇺🇸 Seattle, Vereinigte Staaten von Amerika

    Girdwood

    June 12 in the United States ⋅ ☁️ 11 °C

    Schneller als uns lieb ist brechen tatsächlich unsere letzten Tage in Alaska an, sodass wir uns mit schwerem Herzen auf den Weg zurück nach Anchorage machen.
    Unterwegs stoppen wir am Kenai Wildlife Refuge und begeben uns nochmal, nicht ohne vorher in einer Riesenladung Mosquito Spray zu duschen, auf eine 4 km Wanderung durch die Wildnis um Wetter und Natur zu genießen um im Anschluss noch einen letzten schönen Campingspot am Kenai River in Cooper Landing zu finden, der uns ein noch einmal beim einschlafen einen wunderschönen Blick auf die Berge präsentiert.
    Den letzten Tag verbringen wir rund um Girdwood und haben in der Gegend noch einige Wildlife Spottings. Wir beobachten einen Braunbär der schläfrig die Mittagsonne genießt und sichten noch weitere Elche und Rentiere (hier in Alaska Caribous genannt).
    Bei einem Stop im Alaska Wildlife Conservation Center dürfen wir sogar Joe füttern, einen Elch der dort als Baby ein zuhause gefunden hat und nicht mehr ausgewildert werden kann.
    Unsere letzte Nacht im Camper verbringen wir in Anchorage und verabschieden uns am nächsten Tag mit etwas Wehmut von unserem RV.
    Bevor wir am nächsten Morgen unseren weiteren Weg nach Seattle antreten, übernachten wir in der Nähe des Flughafens in einer typischen Alaska Blockhütte mitten in der Natur.
    Tschüss Alaska, du wunderschöner Fleck Erde! Es war uns eine Ehre!
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  • Homer - Kachemak Bay

    Jun 9–11 in the United States ⋅ ⛅ 13 °C

    In Homer der südlichsten Stadt auf der Halbinsel finden wir einen echt tollen Campingspot am Strand mit Aussicht auf den Gletscher direkt gegenüber der Bucht. Wir entscheiden uns hier für zwei Nächte und nutzen unseren ersten Tag um über die Landzunge zu schlendern die in die Kachemak Bucht hineinreicht. Diese zieht sich über knapp 7 km und besteht aus dem Hafen, vielen kleinen, süßen Shops, jeder Menge Fishing Spots und einem sehr kultigem Pub, der dekoriert ist mit tausenden von Dollarscheinen die Besucher aus der ganzen Welt dort an die Decke gepinnt haben.
    Den nächsten Tag starten wir mit einem Frühstück und dem traumhaften View aus unserem Camper und entscheiden uns für eine Bootstour die uns nach Gulp Island und in die Halibut Lagune führt.
    Gulp Island ist von tausenden Vögeln besiedelt die diesen Platz zum Nisten nutzen, zudem spotten wir Weisskopfseeadler und zu meiner großen Freude auch meine heißgeliebten Puffins. Diese kleinen bunten Papageientaucher, die beim Fliegen so süß und unbeholfen wirken und mit ihrem gelben Schnabel einfach lustig anzusehen sind, sind mir so ans Herz gewachsen, dass ich direkt immer gute Laune bekomme, wenn mir einer vor der Nase wegfliegt.
    In der Halibut Lagune genießen wir die Aussicht auf verschiedene Strandhäuser die ausschließlich mit dem Boot erreichbar sind, da dieser Teil von Homer nicht mit dem Straßennetz verbunden ist. Außerdem treffen wir hier auf mehrere Seeotter die ihren Tag genießen und uns neugierig beobachten.
    Wir gönnen uns am Ende des Tages noch einen Abstecher zum Aussichtspunkt und genießen den fantastischen Blick auf diese besondere Stadt bevor wir uns am nächsten Tag zurück Richtung Norden machen.
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  • Soldotna - Kenai Peninsula

    June 8 in the United States ⋅ 🌬 10 °C

    Den größten Vorteil eines Campers habe ich für mich sehr schnell herausgefunden, sodass ich an diesem Morgen keine Lust verspüre mich anzuziehen und mit meinen Schlafklamotten am Steuer sitze und Richtung Nordwesten steuere. Reisen im Gammeloutfit - gefällt mir. Sehr.
    Wir planen diesen Tag bewusst ganz gemütlich mit dem ein oder anderen Zwischenstopp um hier alles aufzusaugen. Am frühen Nachmittag kreuzen wir einen Zugang zum Kenai Nationalpark und entscheiden uns spontan zu einer Wanderung zum Russian River Fall. Auf dem Weg dorthin treffen wir dann auf diesen Camper mit deutschem Kennzeichen der uns neugierig werden lässt. Nicole und Christian sind seit November 2024 unterwegs, in Buenos Aires gestartet und über Patagonien die komplette Panamericana hochgefahren um uns jetzt hier in Alaska über den Weg zu laufen. Wir laufen die 8 km bis zum Wasserfall zusammen und haben uns entsprechend viel zu erzählen. Am Ende sind wir gefüllt mit viel Informationen für unseren weiteren Weg nach Homer, tauschen noch Telefonnummern und verabschieden uns zum empfohlenen Campingplatz in Soldotna.
    Am Morgen zelebrieren wir als erstes wieder unser Frühstück am nächsten Aussichtspunkt des Kalifornski Beach. Seeadler und Falken fliegen über unseren Köpfen und streiten sich im Meer mit einem Seeotter um einen Fisch was uns ein sehr unterhaltsames Spektakel liefert.
    Auf dem restlichen Weg nach Homer halten wir noch an einer kleinen orthodoxen Kirche an der wir ein Adlernest mit Babys entdecken und am Anchor Point, dem westlichsten Punkt Nordamerikas, der über das kontinentale Straßennetz erreichbar ist. Ziemlich beachtlich im übrigen, wenn man bedenkt, dass Alaska noch weit über 1.000 Meilen in den Westen reicht.
    Allgemein kann dieser Teil Alaskas den vormals russischen Einfluss nicht abstreifen. Es finden sich noch viele Gebäude im orthodoxen Baustil und auch auf den Beschilderungen und Straßennamen ist der kyrillische Einfluss noch zu erkennen.
    Am Anchor Point beobachten wir noch fasziniert wie sich Weisskopfseeadler und Falken über mehrere gefangene Fische am Strand stürzen und sich um die besten Stücke streiten.
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  • Seward - Kenai Fjords Nationalpark

    Jun 5–7 in the United States ⋅ ⛅ 9 °C

    Am Abend erreichen wir unseren Campground kurz vor Seward im Süden von Alaska und schmieden Pläne für den nächsten Tag. Auch wenn es mich extrem reizt, so entscheiden wir uns doch gegen eine weitere ganztägige Gletscher Bootstour und verbringen unsere Zeit damit den Vormittag durch die kleine Altstadt in Seward zu schlendern und uns einen schönen Spot für die Frühstückspause zu suchen, die wir hier mittlerweile zelebrieren. Wir finden dafür einen Platz an der malerischen Promenade mit Blick auf den Pazifik und die schneebedeckten Berge.
    Am Nachmittag dann soll es eine Wanderung werden, wofür wir in den Kenai Nationalpark fahren, denn dort gibt es tolle Wanderrouten zum Exit Gletscher. Direkt am Wanderweg lernen wir wie krass der Gletscher in den letzten Jahren geschmolzen ist, denn der Weg selbst war vor ein paar Jahren noch komplett mit Gletschereis bedeckt, während wir mittlerweile den Berg selbst nur noch aus der Ferne sehen können. Wir genießen den Ausblick und klettern ausgiebig im ausgetrockneten Flußbett herum, durch das sich vor einigen Jahren noch Gletschereis zwängte.
    Das Highlight an diesem Tag soll eigentlich meine allererste Krebsmahlzeit werden. Dafür suchen wir uns ein uriges kleines Restaurant am Fuß des Nationalparks. Allerdings habe ich nicht mit dem aktuellen Marktpreis für Krebse gerechnet und bin am Ende doch zu geizig 108 USD für ein King Crab Meal zu bezahlen, sodass es halt eine auch sehr leckere Sea Food Pasta wird.
    Für den nächsten Tag entscheiden wir uns für den Weg zurück nach Norden, allerdings werde ich am Morgen nochmal unendlich glücklich gemacht, denn wir halten an der Sled Dog Farm von Dallas Seavey, einem mehrfachen Iditarod Gewinner, dem härtesten Hundeschlitten-Rennen der Welt. Ich habe bereits während meiner Zeit auf der Husky Farm in Schweden viel von diesem Rennen mitbekommen und erfahren und bin nun ehrlich sehr emotional diese berühmtesten Schlittenhunde der Welt kennenzulernen. Wir dürfen uns die Kennels der knapp 160 Hunde anschauen, erfahren viel über das Rennen selbst, die unvorstellbaren Strapazen und die unfassbar komplexe Organisation hinter jedem einzelnen Hundeschlitten der daran teilnimmt und haben noch die Ehre uns von einigen Iditarod Finishern eine Runde mit dem Sommerschlitten ziehen zu lassen.
    Das Iditarod ist neben dem Yukon Quest, der in Whitehorse startet und über Dawson City nach Alaska führt, eines von zwei der berühmtesten Hundeschlittenrennen und führt 1.049 Meilen durch Alaska von Seward bis nach Nome. Das Rennen selbst gedenkt der historischen Serum-Lieferung von 1925, als im abgelegenen Nome eine Diphtherie-Epidemie ausbrach. Demnach transportierten Staffelläufer aus 20 Mushern und über 100 Hunden lebensrettendes Serum 674 Meilen weit durch eisige Stürme.
    Hier an diesem Ort mit diesen Hunden zu sein ist für mich einfach nur krass und besonders.
    Am Ende lernen wir noch die zukünftigen Iditarod Champions kennen, sieben 3 Monate alte Welpen die sich frech durch die Schnürsenkel und mein Ohr knabbern.
    Wir gönnen uns noch ein zweites Frühstück mit View am Gletscherfluss und ziehen weiter Richtung Westküste der Kenai Halbinsel.
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  • Whittier - Harvard Gletscher

    June 5 in the United States ⋅ ☀️ 9 °C

    Vom Denali Nationalpark führt uns unser Weg jetzt wieder in den Süden. Wir stoppen für ein ausführliches Frühstück an einem Wasserarm mitten in den Bergen, halten für den fantastischen View an der Hurricane Gulch Schlucht, übernehmen uns wieder maßlos mit einem weiteren Großeinkauf im Walmart und fahren schließlich an Anchorage vorbei auf die Kenai Halbinsel.
    Für diese Nacht finden wir hier einen wunderschönen Platz am Turnagain Arm mit Blick auf Strand und Meer und entscheiden uns am nächsten Morgen für den Abstecher nach Whittier.
    Whittier ist irgendwie ein komischer Ort, sieht aus wie ein Industrie- und Armystandort und ist nur über einen einspurigen, sehr engen Tunnel zu erreichen, der sowohl für Autos als auch für den Zug nur einmal in der Stunde für genau 15 Minuten öffnet. Schön ist das hier nicht, aber von hier geht es mit dem Boot auf unsere ca. 5 stündige Tour in den College und Halliman Fjord und weiter zum Havard Gletscher. Auf dem Weg dorthin begleiten uns Unmengen an Seeottern und ein sehr imposanter Seeadler.
    Wir bestaunen diese beeindruckende Eislandschaft und die wunderschöne Natur, bevor wir uns am Abend weiter auf den Weg in Richtung Südküste begeben.
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  • Denali Canyon

    Jun 2–4 in the United States ⋅ ☀️ 12 °C

    Wir erreichen unser erstes größeres Highlight: Denali Nationalpark. Auf dem Weg hierhin hat uns bereits ein Schwarzbär am Straßenrand zugewunken was die Vorfreude auf das Wildlife hier extrem steigen lässt. Angekommen im Riley Creek Campground direkt am Eingang zum Nationalpark checken wir ein und machen uns direkt auf eine 4,5 stündige Tour durch den Park selbst. Wir fahren bis auf 1200 m hoch in die Berge und machen tatsächlich Bekanntschaften mit Caribous, Erdhörnchen, einer Elchkuh mit frisch geschlüpften Jungtier und Bergschafen. Tom, unser gemütlicher Tourguide erklärt uns dass wir wettertechnisch den Jackpot gezogen haben, denn über das ganze Jahr verteilt hat man gerade mal eine 10% Chance einen wolkenfreien Blick auf den Mount McKinley zu erhaschen, den mit 6900 m höchsten Berg Nordamerikas. Der Berg wirkt unheimlich imposant, aber irgendwie auch blasser zum Rest des Gebirges, als ob dieser Spot in den Rest der Berglandschaft mit Photoshop reingesetzt wurde. Irgendwie verrückt anzusehen.
    Wir wandern im Nationalpark noch eine kurze Strecke durch einen teils noch zugefrorenen Creek und lassen den Abend bewusst entspannt im Camper ausklingen. Denn am nächsten Tag geht es für meine Verhältnisse sehr früh raus. Aber es soll sich definitiv lohnen! Wir düsen fast 2 Stunden mit einem Quad durch die Wildnis um Healy, über Stock und Stein, durch riesige hüfttiefe Matschlöcher und breitströmende Flüsse. Was ein Riesenspass! Am Ende sind wir nass und dreckig bis auf die Unterhose, aber auch mit dem breitesten Grinsen das man sich vorstellen kann. Wir genießen ein paar Stunden Mittagspause und entspannen in der Sonne bevor dieser Actiontag in die nächste Runde geht: Rafting. Trotz fast 22 Grad und ballernder Sonne packen wir uns mit mehreren Schichten Socken und Kleidung ein, denn der Nenana River wird mit Gletscherwasser des Denali gespeist und ist dementsprechend eiskalt.
    Mit Dry Suit und Paddel bewaffnet sitzen wir mit 5 anderen Paddlern im Schlauchboot und paddeln uns fast 20 km durch die Stromschnellen des Rivers. Natürlich werden wir patschnass, aber der Spass und vor allem die wunderschöne Landschaft des Canyon sind das alles wert.
    Mit Muskelkater und extrem glücklich gönnen wir uns noch eine Pizza der angeblich besten Pizzeria des Ortes und fallen müde und glücklich in unser Camperbett.
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  • Talkeetna

    June 1 in the United States ⋅ ☀️ 14 °C

    Wir genießen ein vorerst letztes Mal die Vorzüge eines klassischen AirBnB in Anchorage bevor wir unseren CruiseAmerica C-25 abholen, einen Camper der auf den ersten Blick für uns beide eigentlich zu groß scheint. Wir freuen uns aber über viel Platz und starten nach einer ausführlichen Einweisung in das Abenteuer Wildnis Alaska. Nach einem klassischen amerikanischen Taco Bell Lunch führt uns der erste Weg Richtung Norden in den Denali Nationalpark. Auf dem Weg dorthin stoppen wir am Eklutna Gletschersee und treffen direkt auf einen Elch der direkt vor uns die Straße kreuzt. Wir entdecken einen 50er Jahre Autofriedhof am Knik River und überfordern uns schließlich noch mit einem Einkauf in einem typisch amerikanischen Walmart wobei wir uns mit Vorräten für die nächsten Tage rüsten. Talkeetna, ein kleiner Ort auf halber Strecke zum Denali wird unser erster Rastplatz. Wir suchen uns eine schöne Stelle zum Übernachten und beenden den ersten Campingtag mit Chili con Carne und einem Spaziergang durch die Natur Alaskas.Read more

  • Anchorage

    May 31 in the United States ⋅ ☁️ 12 °C

    Es ist soweit! Nach 2 langen Monaten wird unser Treffpunkt nun in Anchorage / Alaska sein. Während meine Anreise aus Dawson mit Zwischenstopp in Whitehorse und Vancouver über 2 Tage verteilt erfolgt, hat Sebastian den Luxus eines Direktfluges aus Frankfurt ist somit „nur“ 10 Stunden unterwegs. Nach etwa 1,5 Stunden Warten finden wir uns am Flughafen und erkennen uns tatsächlich noch wieder.
    Wir nutzen den ersten Abend um durch Downtown zu schlendern und stellen schnell fest, dass die Stadt gar nicht so wirklich viel zu bieten hat. Das beeindruckendste ist sicherlich das Panorama mit den schneebedeckten Bergen am Ende so ziemlich jeder Strasse hier. Die Herausforderung des Tages ist es also nur noch den Jetlag bei Sebastian zu überwinden, was wir recht gut schaffen mit dem Besuch von einigen Gift Shops, einem Bison Burger und so unendlich vielen Dingen die wir uns zu erzählen haben.
    Am nächsten Tag entscheiden wir uns für eine Radtour bei strahlendem Sonnenschein, die den ersten Eindruck der Stadt vom Vortag schnell relativiert. Wir starten von Downtown aus über den ca 17 km langen Tony Knowles Coastal Trail zum Kincaid Park und wieder zurück und erleben beeindruckende Spots mit Blick auf den Pazifik und die Berge. Der Trail führt uns hinter dem Flughafen entlang und völlig begeistert erleben wir zum ersten Mal wie Passagier- und noch größere Cargoflieger direkt über unseren Köpfen zur Landung ansetzen. Einen Rentier Hotdog später passen wir auf dem Rückweg noch ein Stachelschwein in seinem Versteck ab und dürfen unseren ersten Elch beim Nachmittagssnack beobachten. Den Rest des Nachmittags genießen wir bei Eiskaffee und Brownies in der Sonne im Park, schmieden erste Pläne für die kommenden Wochen und schauen einer Partie Frisbee Football zu bevor wir mit klassischen Mikrowellen Mac&Cheese und viel Vorfreude auf das eigentliche Abenteuer Alaska diesen Tag beenden.
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    Trip start
    May 30, 2026