• Florian Rengsberger
  • Florian Rengsberger

Tea, Tapas & Tūī

Between Coasts and Continents Baca lagi
  • Lissabon – Liebe auf den ersten Blick

    29 September 2025, Portugal ☀️ 26 °C

    Kaum aus dem Flieger gestolpert, war klar: Lissabon und ich – das könnte was werden. Schon allein, weil es hier eine Metro gibt, die einen ganz unkompliziert vom Flughafen ins Zentrum bringt. Keine Taxiverhandlungen, keine Buslotterie – einfach reinsetzen, losfahren, ankommen.

    Und dann dieses Wetter! Sonne, blauer Himmel, ein Hauch Atlantik in der Luft – ich war sofort im Urlaubsmodus. In Lissabon spielt sich das Leben draußen ab: überall kleine Cafés, Bars und Terrassen, die aussehen, als hätten sie nur auf mich gewartet. Man setzt sich hin, bestellt einen Galão (Milchkaffee) oder gleich ein Glas Wein und schaut den Menschen beim Leben zu – und zack, fühlt man sich mittendrin statt nur dabei.

    Als wäre das nicht schon perfekt, hab ich auch noch mein eigenes Apartment mitten im Barrio Alto – wunderschön, total cool eingerichtet und einfach die perfekte Base. Tür auf, rein, Schuhe aus, Fenster auf und hola Nachbarschaft! (Okay, eigentlich olá, aber egal.) Das Viertel lebt, pulsiert und wenn man mittendrin wohnt, ist man automatisch Teil der Show.

    Es ist diese Mischung aus entspanntem Chaos, krummen Gassen, bunten Kacheln und dem Gefühl, dass man hier die Zeit ruhig mal etwas langsamer ticken lassen darf. Während andere Städte einen mit Sehenswürdigkeiten erschlagen, flüstert Lissabon einem ins Ohr: „Setz dich hin, genieß das Leben – und wenn du zufällig mal in eine Kirche, ein Museum oder auf einen Aussichtspunkt stolperst, umso besser.“

    Mein Fazit nach den ersten Stunden: Lissabon hat’s geschafft – Liebe auf den ersten Blick, und zwar ohne Umwege.
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  • Lady Gaga is calling

    30 September 2025, England 🌙 17 °C

    Von Lissabon nach London – für Lady Gaga!

    Eigentlich wollte ich gemütlich weiter die Gassen von Lissabon unsicher machen, doch am Montagabend passierte es: spontaner Ticketkauf für Lady Gaga in London. Ja, richtig gelesen. Statt Pastéis de Nata und Fado stand plötzlich „Poker Face“ und Stadion-Glitzer auf dem Plan.

    Also kurzerhand Flug gebucht, Koffer stehen gelassen und meinen Lissabon-Aufenthalt auf Pause gedrückt. Dienstagmittag abgehoben, Dienstagabend schon im Konzert – und was soll ich sagen? Es war episch. Lady Gaga live ist eine Show zwischen Kunstperformance, Mega-Party und „OMG, wie macht die das eigentlich?“.

    Und kaum hatte ich mich im Gaga-Glanz gesuhlt, saß ich auch schon wieder im Flieger zurück nach Lissabon. Mittwochmorgen: zurück im Barrio Alto, wieder umgeben von Azulejos, Tram-Quietschgeräuschen und Espresso.
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  • Pastel de Nata – jetzt auch á la Flo

    2 Oktober 2025, Portugal ☀️ 22 °C

    Heute habe ich mich in die Geheimnisse der portugiesischen Backkunst einweihen lassen: Pastel de Nata! Bei Nat’elier in Lissabon stand kein Fertigteig auf dem Programm – wir haben den Blätterteig (genannt massa folhada) selbst gemacht. Falten, rollen, wieder falten… fast wie Yoga, nur mit mehr Butter. 🧈

    Fun Fact: Die kleinen Kalorienbomben wurden ursprünglich im 18. Jahrhundert von Mönchen des Hieronymiten-Klosters in Belém erfunden, weil sie zu viel Eigelb übrig hatten (Eiweiß ging fürs Wäschestärken drauf). Aus der Not wurde eine Ikone – und heute einer der Exportschlager Portugals.

    Das Beste: Am Ende durfte ich mein eigenes, goldbraunes Werk mit einem Cappuccino verkosten. Fazit: Erfolgreich, lecker und ein weiterer Punkt auf der „Flo-kann’s“-Liste.
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  • Sonne, Sand und Stille

    7 Oktober 2025, Sepanyol ☀️ 26 °C

    Eine Woche in Maspalomas 🌴

    Nach den letzten Wochen voller Bewegung und Eindrücke war genau das jetzt dran: eine Woche nichts tun. Einfach nur Sonne, Pool, Meer und Ruhe. Wir sind in einem herrlich entspannten Adults-Only-Hotel in Maspalomas gelandet – ruhig, angenehm und perfekt zum Abschalten.

    Jeden Morgen die gleiche, herrlich unaufgeregte Frage: Erst an den Pool oder gleich an den Strand? Meistens siegt die Neugier auf das Meer – also geht’s über den warmen Sand zu den Dünen von Maspalomas, dieser beeindruckenden Mini-Wüste direkt am Atlantik. Das Licht, das Spiel aus Wind und Sand, das Rauschen der Wellen – es fühlt sich an wie eine kleine Auszeit außerhalb der Zeit.

    Am Nachmittag dann ein Sprung in den Pool, ein kühler Drink in der Hand, und einfach den Tag treiben lassen. Kein Programm, keine Pläne, nur das Jetzt.

    Diese Woche ist ein Geschenk: Sonne auf der Haut, salzige Luft, endlose Ruhe. Die Seele baumeln lassen – so einfach und so wohltuend. 🌞
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  • Ein Ausflug zum Cocodrilo Park 🐊🌿

    10 Oktober 2025, Sepanyol ☀️ 21 °C

    Nach ein paar entspannten Tagen am Strand wollten wir mal etwas anderes sehen – also ging’s heute ins Inselinnere, zum Cocodrilo Park in der Nähe von Agüimes. Der Park ist kein typischer Zoo, sondern ein Rettungszentrum für Tiere, die aus illegaler Haltung oder schlechten Bedingungen gerettet wurden. Man spürt sofort, dass hier viel Herz und Engagement dahintersteckt.

    Der Name ist Programm: Über 500 Krokodile leben hier – von kleinen Jungtieren bis zu riesigen, beeindruckenden Exemplaren. Besonders spannend sind die Fütterungen, die mehrmals täglich stattfinden. Aber es gibt noch viele andere Tiere zu entdecken: Affen, Schildkröten, Papageien, Leguane, Schlangen und sogar ein paar Tiger.

    Der Rundgang führt durch grüne Wege und schattige Bereiche, und überall gibt es kleine Infotafeln mit Geschichten der Tiere.

    Am Ende des Besuchs gibt es eine kleine Papageien-Show – liebevoll gemacht und besonders für Kinder ein Highlight. Der Besuch war lohnenswert – eine abwechslungsreiche Pause vom Strandalltag, die uns gezeigt hat, wie vielfältig Gran Canaria ist.

    Fazit: Der Cocodrilo Park ist kein Hochglanz-Zoo, sondern ein ehrliches Herzensprojekt – ein Ort, an dem Tiere eine zweite Chance bekommen und Besucher mit einem Lächeln und etwas mehr Bewusstsein nach Hause gehen. 🌿
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  • Barranco de las Vacas

    10 Oktober 2025, Sepanyol ☀️ 23 °C

    Der kleine Grand Canyon von Gran Canaria 🏜️

    Nach unserem Besuch im Crocodilo Park sind wir weiter ins Landesinnere gefahren – zum Barranco de las Vacas, einem der schönsten Naturspots auf Gran Canaria. Die enge Schlucht aus rötlichem Tuffstein erinnert tatsächlich ein bisschen an den Grand Canyon, nur in Miniaturform.

    Der Weg dorthin ist etwas versteckt: In der Nähe des Ortes Agüimes führt ein kurzer Pfad von der Straße hinunter in die Schlucht. Nach ein paar Minuten steht man plötzlich zwischen diesen beeindruckend geformten Felswänden, die über Jahrtausende vom Wasser geformt wurden. Das Licht, das durch die schmale Schlucht fällt, macht den Ort besonders am Vormittag oder späten Nachmittag magisch – perfekt für Fotos.

    Der Barranco de las Vacas ist klein, aber spektakulär – ein echtes Naturwunder und ein wunderschöner Stopp auf dem Weg durchs Landesinnere.

    Fazit: Ein kurzer Spaziergang, der sich absolut lohnt – ein Stück Wüstenzauber mitten auf Gran Canaria. 🌄
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  • Sky Tower - Auckland

    16 Oktober 2025, New Zealand ⛅ 18 °C

    Über den Wolken – oder: Warum ich plötzlich über Aucklands Abgrund spazierte

    Heute stand ich über Auckland. Und nein, das ist keine Metapher für mein gestiegenes Selbstbewusstsein nach dem dritten Flat White – ich stand tatsächlich 192 Meter über dem Abgrund. Am Sky Tower. Auf einem schmalen Metallring. Ohne Geländer. Nur mit einem Seil am Körper, das aussah, als hätte es schon bessere Tage gesehen.

    Der SkyWalk: Für Leute, die denken, ein Spaziergang auf festem Boden sei zu langweilig. Also schnallte ich mich an, trat hinaus in den Wind und dachte mir – „Das war jetzt wohl die dümmste Idee des Tages“. Aber kaum stand ich draußen, wurde es… magisch. Unter mir das glitzernde Auckland, die Waitematā Harbour Bridge in der Ferne, winzige Autos, die aussahen wie Spielzeug.

    Natürlich blieb es nicht beim harmlosen Stehen. Die Guides hatten offenbar Spaß daran, uns an unsere Nervenenden zu führen: rückwärts über den Rand lehnen, Hände ausbreiten, tief atmen. Ich schwöre, mein Herz klopfte lauter als der Wind.

    Aber dann dieser Moment – frei, über den Dächern, Adrenalin pur. Ich – der Skywalker von Auckland. (Ja, ich weiß, Luke wäre stolz.)

    Danach ging’s wieder hinein, Beine wie Pudding, aber das Grinsen? Unverrückbar. Und die Aussicht vom Sky Tower selbst? Atemberaubend – oder vielleicht war ich einfach noch nicht fertig mit Atmen nach dem SkyWalk.
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  • 🚐 Das Camping-Abenteuer beginnt!

    17 Oktober 2025, New Zealand ⛅ 18 °C

    Endlich war es so weit: Der große Moment war gekommen – ich habe meinen Camper abgeholt! Nach einer kurzen Einweisung (gefühlt in der Geschwindigkeit eines Formel-1-Boxenstopps) ging’s auch schon los Richtung erster Campingplatz bei Whangarei.

    Die Fahrt war… sagen wir mal, ereignisreich. Kaum hatte ich mich an das gemütliche Brummen meines rollenden Zuhauses gewöhnt, ging plötzlich die ABS-Leuchte an. Natürlich genau in dem Moment, in dem ich dachte: „Jetzt läuft alles rund!“ Tja – falsch gedacht. Fazit: Irgendwann muss ich wohl nochmal am Depot vorbeischauen, damit mein Camper wieder in Topform gebracht wird.

    Angekommen am ersten Platz, hab ich mich trotzdem richtig eingerichtet. Die erste Nacht war überraschend angenehm – wenn auch deutlich kälter als erwartet. Aber zum Glück hat der Camper eine Standheizung! Der Trick: Morgens einfach noch kurz liegen bleiben, Heizung anschmeißen, und während es langsam kuschelig warm wird, kann man sich schon auf den Tag freuen. Komfort auf vier Rädern!

    Zum Abendessen gab’s dann keinen kulinarischen Marathon, sondern einen bodenständigen Camper-Start: ein frischer Salat mit Feta und ein Wurstbrot. Einfach, lecker, praktisch – und das Beste: selbst gemacht im eigenen Mini-Heim auf Rädern.

    Auf den Fotos sieht man meinen Camper von außen und innen – und mich, wie ich stolz mein erstes Camper-Menü genieße. Ein bisschen Abenteuer, ein bisschen Improvisation und ganz viel Vorfreude auf das, was noch kommt.

    Das Abenteuer Neuseeland kann beginnen! 🇳🇿✨
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  • Cape Reinga

    18 Oktober 2025, New Zealand ⛅ 17 °C

    🚗 Auf in den hohen Norden – bis ans Ende der Welt

    Nach meiner ersten Nacht im Camper ging’s gleich richtig los: Fahrtag! Viel Straße, viel Landschaft – und das Ziel war kein Geringeres als Cape Reinga, der nördlichste Punkt Neuseelands. 🌏

    Je weiter ich fuhr, desto leerer wurden die Straßen und desto spektakulärer die Aussicht. Sanfte Hügel, dichte Wälder, plötzlich wieder Küste – Neuseeland zeigt einfach auf jedem Kilometer ein anderes Gesicht.

    Am Cape angekommen, fühlte es sich ein bisschen so an, als wäre ich am Ende der Welt. Dort, wo die Tasmansee und der Pazifik aufeinandertreffen, mischen sich die Wellen wie zwei Ozeane, die sich nach langer Reise mal ordentlich die Meinung sagen.

    Von hier an heißt es: Richtung Süden arbeiten! Der Weg führt jetzt Stück für Stück durchs Land hinunter – mit jeder Etappe ein neues Kapitel meines Neuseeland-Abenteuers.
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  • Sand, Sonne und stecken geblieben

    18 Oktober 2025, New Zealand ☁️ 18 °C

    🏖️ Mein Abend am Tokerau Beach.

    Nach dem Besuch am beeindruckenden Cape Reinga wollte ich den Tag ganz entspannt ausklingen lassen – am Tokerau Beach Freedom Camp, direkt am Meer. In meiner Vorstellung war das der Inbegriff von Vanlife-Romantik: Ich sitze in meinem Klappstuhl, ein Glas Wein in der Hand, schaue aufs Meer und denke mir einfach nur – das Leben ist schön. 🍷✨

    Tja… sagen wir mal so: Die Realität hatte andere Pläne. Kaum angekommen, bin ich mit dem Camper im Sand stecken geblieben. Kein Vor, kein Zurück – nur noch Sand überall. 🙈

    Ein bisschen ratlos bin ich dann zu den anderen Campern gegangen – und siehe da: Teamwork makes the dream work! Einer hatte ein Abschleppseil, ein anderer einen Allrad-Jeep, und gemeinsam haben sie mich aus meiner kleinen Sandfalle befreit. Ich sag’s mal so: Das Camperleben ist nichts für schwache Nerven – aber für nette Begegnungen allemal.

    Nachdem der Camper wieder frei war, hab ich mir ein ruhiges Plätzchen auf einer kleinen Wiese gesucht, tief durchgeatmet und mir erst mal ein wohlverdientes Bierchen gegönnt. 🍺

    Am Ende saß ich dann doch noch am Meer, diesmal mit etwas mehr Demut und Sand zwischen den Zehen – und der Sonnenaufgang am nächsten Morgen hat das ganze Abenteuer wieder wettgemacht.
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  • Twin Coast Cycle Trail - Teil 1

    19 Oktober 2025, New Zealand ⛅ 17 °C

    🚴‍♂️ Auf zwei Rädern durch Northland – mein Tag auf dem Twin Coast Trail

    Nach dem gestrigen Abenteuer im Sand hatte ich mir für heute etwas bodenständigere Action vorgenommen – im wahrsten Sinne des Wortes. Es ging nach Kaikohe, wo ich mir bei Twin Coast Adventures ein Rad ausgeliehen und gleich auch ein gemütliches Zimmer zum Übernachten gebucht habe. Ein bisschen Komfort als Ausgleich zum gestrigen Adrenalinkick konnte ja nicht schaden. 😅

    Der erste Teil des Twin Coast Trail dauert etwa drei Stunden – und was für drei Stunden das waren! Die Strecke führt durch idyllisches Farmland, vorbei an grasenden Kühen und neugierigen Truthähnen. Letztere haben mich besonders begeistert: Wenn man ihnen ein „Giggle“-Geräusch zuruft, antworten sie tatsächlich! Ein kurzer Wortwechsel über die Weidezäune hinweg – und schon fühlt man sich, als wäre man mitten in einer ländlichen Comedy-Show. 🦃😂

    Landschaftlich ist die Strecke einfach wunderschön – grüne Hügel, weite Felder, kleine Brücken, und am Ende wartet eine richtig tolle Aussicht, die alle Mühe wert ist. Danach wird man vom Veranstalter wieder abgeholt und bequem zurückgebracht – Service deluxe!

    Überhaupt: Die Gastfreundschaft hier hat mich total überrascht. Alle sind unglaublich nett, herzlich und hilfsbereit. Man spürt, dass die Menschen hier ihren Job mit Freude machen – und das macht die Erfahrung noch schöner.

    Jetzt freue ich mich auf eine ruhige Nacht auf dem Hof – umgeben von Natur, Tieren und ganz viel friedlicher Stille. Morgen wartet dann Teil zwei des Trails – und ich bin gespannt, welche tierischen Gesprächspartner mir dort begegnen werden. 😉
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  • Twin Coast Cycle Trail – Teil 2

    20 Oktober 2025, New Zealand ☀️ 19 °C

    🚴‍♂️ Twin Coast Cycle Trail – Teil 2: Von der Westküste zurück nach Kaikohe

    Der zweite Teil des Twin Coast Cycle Trails begann diesmal mit einer kleinen Busfahrt: Der Fahrradverleih brachte mich per Shuttle an die Westküste. Nach etwa zehn Minuten Fahrt stieg ich dort in eine alte, liebevoll erhaltene historische Eisenbahn ein. Eine Station lang rumpelte der Zug durch die Landschaft – das rhythmische Klackern der Schienen klang wie eine Reise in eine andere Zeit.

    Danach schwang ich mich wieder auf mein Fahrrad und machte mich auf den Rückweg Richtung Kaikohe, wo mein Motel bereits wartete. Die Sonne schien, die Landschaft wirkte friedlich, und ich dachte: Was für ein entspannter Start in den Tag!

    Doch dann – Angriff aus der Luft! 😳
    Ein schwarz-weißer Vogel, der aussah wie eine übermütige Elster auf Koffein, stürzte sich plötzlich auf mich. Im Sturzflug donnerte er mir zweimal gegen den Helm – ein waschechter neuseeländischer Magpie, der sein Revier verteidigen wollte.

    Ich trat kräftig in die Pedale und suchte das Weite, während ich gleichzeitig lachen musste: Wieder ein neues Kapitel in meinem Neuseeland-Abenteuer! Zum Glück trug ich einen Helm – sonst hätte ich heute wohl ein ungewolltes Andenken in Form einer Vogelkralle mehr.

    Der restliche Weg verlief dann wieder friedlich, mit schönen Ausblicken über Farmland und grüne Hügel. Auch wenn der erste Teil des Trails landschaftlich abwechslungsreicher und spektakulärer war, war diese Etappe doch ein herrlich verrückter Start in meine sechswöchige Reise quer durch Neuseeland – inklusive meiner ganz persönlichen Begegnung der gefiederten Art.
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  • Besuch in Russell

    21 Oktober 2025, New Zealand ☀️ 18 °C

    🌊 Russell – das charmante kleine Lasterparadies mit Geschichte

    Heute ging’s für mich mit der Fähre rüber nach Russell, oder wie die Māori den Ort nennen: Kororāreka, was so viel bedeutet wie „süße Pinguinsuppe“. Ja, richtig gelesen – der Name stammt angeblich von einem verletzten Māori-Krieger der Pinguinsuppe aß und dabei meinte: „Ka reka te kororā“ – „Der Pinguin schmeckt köstlich.“ So bekommt das Ganze gleich eine sehr lokale Note. 😄

    Russell war einst die erste permanente europäische Siedlung Neuseelands und in den 1830er-Jahren berüchtigt als „Hellhole of the Pacific“. Damals tummelten sich hier Walfänger, Händler, Missionare und jede Menge Glücksritter – eine explosive Mischung aus Rum, Rivalitäten und Romantik. Heute dagegen ist davon nichts mehr zu spüren: Statt rauer Seeleute trifft man auf entspannte Spaziergänger, Künstler und Café-Liebhaber.

    Ich hab mir im legendären Duke of Marlborough einen Kaffee gegönnt – das älteste lizenzierte Hotel Neuseelands, das schon 1827 seine ersten Drinks ausschenkte. Ganz nach dem Motto: „Refreshing rascals and reprobates since 1827“. Da schmeckt der Flat White gleich doppelt so gut.

    Dann ging’s weiter zur Christ Church, der ältesten Kirche des Landes. Die Grabsteine erzählen Geschichten aus einer wilden Zeit, und selbst die alten Kanonenkugeln in der Mauer erinnern noch an frühere Kämpfe. Auch die älteste Polizeistation Neuseelands liegt gleich um die Ecke – heute wirkt sie allerdings so friedlich, dass man fast vergisst, wie unruhig es hier früher einmal war.

    Ich bin einfach die Strandpromenade entlanggeschlendert, vorbei an alten Holzhäusern mit Veranden, kleinen Galerien und Segelbooten, die gemütlich im Wasser dümpeln. Russell ist klein, charmant, ruhig – aber man spürt, dass hier auch mal gefeiert werden kann, wenn die Sonne untergeht. Und mit Blick auf die Bucht würde ich sagen: Wer hier nicht abschalten kann, schafft’s nirgends.
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  • Waitangi Treaty Grounds

    21 Oktober 2025, New Zealand ⛅ 22 °C

    Waitangi Treaty Grounds – Auf den Spuren der neuseeländischen Geschichte

    Heute stand ein ganz besonderer Programmpunkt auf meiner Reise durch Neuseeland an: die Waitangi Treaty Grounds, einer der historisch bedeutendsten Orte des Landes. Hier wurde 1840 der Vertrag von Waitangi zwischen Vertretern der Māori-Stämme und der britischen Krone unterzeichnet – das Dokument, das als Geburtsstunde Neuseelands gilt.

    Ich hatte ein komplettes Erlebnispaket gebucht, das eine geführte Tour, eine traditionelle Māori-Aufführung sowie ein Abendessen mit Konzert – das sogenannte „Hāngi & Concert“ – beinhaltete.

    Gegen 14 Uhr startete die Führung über das weitläufige Gelände und durch die Ausstellungsräume. Unser Guide erzählte mit viel Leidenschaft von den historischen Hintergründen des Vertrags, den Missverständnissen zwischen den Sprachen und den Auswirkungen auf das heutige Zusammenleben von Māori und Pākehā (Nicht-Māori). Es war unglaublich spannend, so direkt an der Wiege der neuseeländischen Nation zu stehen und die Geschichte greifbar erklärt zu bekommen.

    Im Anschluss folgte eine Aufführung traditioneller Māori-Tänze. Kraftvolle Bewegungen, rhythmischer Gesang und der berühmte Haka – eine faszinierende Mischung aus Stolz, Ritual und Gemeinschaft. Anfangs fühlte es sich für mich etwas befremdlich an, fast wie ein Blick in eine ganz andere Welt, aber je mehr ich mich darauf einließ, desto beeindruckender wurde es.

    Danach blieb noch etwas Zeit, das Gelände auf eigene Faust zu erkunden. Die Aussicht über die Bay of Islands ist spektakulär – ein friedlicher, wunderschöner Ort, der kaum glauben lässt, welch geschichtliche Tragweite er hat.

    Gegen 17 Uhr begann der kulinarische Teil des Abends: das traditionelle Hāngi-Essen. Dabei wird ein Erdofen in den Boden gegraben, mit heißen Steinen ausgelegt und das Essen – in diesem Fall Lamm, Schwein und verschiedenes Gemüse – über mehrere Stunden darin gegart. Das Ergebnis: wunderbar zartes Fleisch und aromatische Beilagen. Besonders begeistert hat mich der Kohl in Kokossahnesauce – eine unerwartete, aber köstliche Kombination!

    Bevor das Essen serviert wurde, gab es noch ein abendliches Konzert mit Gesang und Tanz – eine lebendige Mischung aus feierlichen, spirituellen und kriegerischen Elementen. Die Energie, die Ausdruckskraft und der Stolz der Māori waren in jedem Moment spürbar.

    Alles in allem war der Besuch der Waitangi Treaty Grounds ein tief beeindruckendes Erlebnis – geschichtlich, kulturell und kulinarisch. Ein Ort, der nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch das Herz berührt.
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  • Kajakabenteuer zur Cathedral Cove

    23 Oktober 2025, New Zealand ☁️ 18 °C

    Kajakabenteuer zur Cathedral Cove – Ein Morgen auf dem Meer

    Heute stand etwas ganz Besonderes auf dem Programm: eine Kajaktour von Hāhei Beach zur Cathedral Cove. Der Start war früh – um 8:30 Uhr ging’s los. Der Himmel war noch leicht bedeckt, die Luft frisch, und das Meer ruhig, fast mystisch. Perfekte Bedingungen für ein kleines Abenteuer auf dem Wasser.

    Gemeinsam mit unserer Gruppe paddelten wir entlang der beeindruckenden Felsformationen und Klippen der Coromandel-Küste. Überall ragten die steinernen Vorsprünge aus dem Meer, von Wind und Wellen über Jahrtausende geformt. Diese Kulisse hatte etwas unglaublich Friedliches – und ich merkte, wie sehr mich das Paddeln faszinierte. Vielleicht habe ich hier wirklich ein neues Hobby entdeckt.

    An der Cathedral Cove angekommen, blieb Zeit, den wunderschönen Strand zu erkunden. Wir liefen durch die große, bogenförmige Höhle, die den Strand in zwei Hälften teilt, und genossen einfach diesen magischen Ort. Währenddessen zauberte unser Guide am Strand einen frischen Cappuccino – tatsächlich alles aus dem Kajak! Dazu gab’s Kekse, und so wurde der Moment zu einem kleinen Frühstück am Meer – unvergesslich.

    Auf dem Rückweg paddelten wir nicht wieder direkt an der Küste entlang, sondern hinaus ins offene Meer. Wir umrundeten eine kleine Insel, bevor es zurück Richtung Hāhei ging. Draußen war der Wellengang spürbar kräftiger, und diesmal saß ich hinten am Steuer – was bedeutete: deutlich mehr Spritzwasser! Es war aufregend, kraftvoll und einfach richtig cool.

    Den Nachmittag verbrachte ich dann ganz gemütlich am Campingplatz von Hāhei Beach. Ich habe gelesen, einfach nichts getan und die Seele baumeln lassen – ein wunderschöner Ausklang nach einem perfekten Tag zwischen Abenteuer und Entspannung.
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  • Hot Water Beach & Lonely Bay

    24 Oktober 2025, New Zealand ☁️ 19 °C

    Ein Tag zwischen Sand, Sonne und kaltem Meer

    Heute habe ich mir einen ganz entspannten Tag gegönnt – mit Strandwanderungen, Sonne und Meer. Gegen Mittag, so um 12:30 Uhr, war ich am Hot Water Beach, einem der bekanntesten Strände der Coromandel Peninsula. Dort kann man sich – zur richtigen Zeit – ein Loch in den Sand graben und im natürlich warmen Thermalwasser entspannen, das unter dem Strand hervorquillt.

    Also hab ich mir eine Schaufel ausgeliehen und losgebuddelt. Leider war ich etwas zu früh dran – die Ebbe war noch nicht stark genug, und so blieb mein Wasserloch kalt. Aber das tat der Stimmung keinen Abbruch. Ringsum waren einige andere Besucher, darunter ein paar Amerikaner, die mit großem Ehrgeiz weiterschaufelten – allerdings auch ohne Erfolg. Es war am Ende eher ein lustiges Gemeinschaftsbuddeln, und ich musste schmunzeln, wie alle versuchten, den perfekten Hot Pool zu finden.

    Nach dieser Sandaktion ging’s weiter zum Cook Beach, wo ich eine kleine Wanderung unternommen habe. Der Weg führte mich über den Shakespeare Lookout mit fantastischen Ausblicken auf die Bucht und das Meer – so schön, dass man es kaum auf einem Foto festhalten kann. Von dort aus ging es hinunter zur Lonely Bay, einem ruhigen, fast versteckten Strand.

    Dort habe ich eine kleine Pause eingelegt, mich in den Sand gelegt und sogar einen kurzen Power Nap gemacht. Schließlich habe ich mich überwunden und bin ins Wasser gegangen – eiskalt, aber herrlich erfrischend! Ein paar Züge konnte ich schwimmen, bevor die Kälte mich wieder an Land getrieben hat.

    Die Lonely Bay war fast menschenleer, nur ein älterer Mann mit seinem Hund war dort unterwegs. Es war windstill, friedlich und einfach ein wunderschöner Ort, um den Tag ruhig ausklingen zu lassen – nur das Meer, der Wind und das Sein.
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  • Ein Tag im Auenland

    25 Oktober 2025, New Zealand ⛅ 14 °C

    🧙‍♂️ Ein Tag im Auenland – Mein Besuch im Hobbiton Movie Set

    Heute durfte ich in eine andere Welt eintauchen – ins Auenland! Ich hatte die „Behind the Scenes Full Package Tour“ im Hobbiton Movie Set gebucht, die insgesamt knapp fünf Stunden dauerte – und jede Minute davon war magisch.

    Schon beim Betreten der Filmkulisse fühlte es sich an, als wäre ich mitten in Der Herr der Ringe oder Der Hobbit gelandet. Überall um mich herum leuchtete die grüne Hügellandschaft, gespickt mit unzähligen kleinen Hobbithöhlen, bunten Türen, detailreichen Gärten und winzigen Alltagsgegenständen, die das Dorf so lebendig wirken lassen. Man erwartet wirklich jeden Moment, dass Frodo oder Sam um die Ecke biegen.

    Unsere Guides erzählten mit viel Begeisterung, wie das Auenland zum Leben erweckt wurde, wie viel Liebe ins Detail geflossen ist und wie aufwendig bestimmte Filmszenen umgesetzt wurden. Ich war fasziniert, zu hören, wie sorgfältig alles geplant und gebaut wurde – vom perfekten Grün der Wiesen bis hin zu den Requisiten, die teilweise nur für wenige Sekunden im Film zu sehen sind.

    Ein besonderes Highlight war das Mittagessen im Stil der Hobbits. An einer langen, rustikalen Tafel wurde ein Festmahl aufgetischt, das keine Wünsche offenließ – üppig, lecker und mit dieser besonderen Wärme, die man aus den Filmen kennt. Danach gab es sogar noch Dessert auf dem Picknickplatz mit einem traumhaften Blick über ganz Hobbiton – pure Idylle!

    Zum Abschluss besuchten wir noch die Werkstätten, in denen die Entstehung des Filmsets genauer erklärt wurde – von den ersten Skizzen über die Arbeit der Location Scouts bis hin zur Entscheidung, warum gerade die Alexander Farm als Drehort ausgewählt wurde. Es war unglaublich spannend zu sehen, wie all diese Elemente zusammengeflossen sind, um diese perfekte Illusion zu erschaffen.

    Ein weiteres Highlight: Wir durften eine voll ausgestattete Hobbithöhle von innen betreten. Alles war so authentisch gestaltet, dass ich fast erwartet habe, gleich kommt ein Hobbit herein und bietet mir einen Krug Bier an.

    Ich war einfach nur begeistert – vom ersten Schritt bis zum letzten Blick zurück auf die grünen Hügel. Hobbiton ist kein gewöhnliches Filmset – es ist ein Ort, an dem Fantasie Wirklichkeit wird.
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  • Waitomo Glowworm Caves & Ziplines

    26 Oktober 2025, New Zealand ⛅ 14 °C

    Abenteuer in den Waitomo Glowworm Caves und auf den Ziplines

    Heute stand eines der Highlights meiner Neuseelandreise auf dem Programm: die berühmten Waitomo Glowworm Caves. Um 10 Uhr startete meine geführte Tour durch das beeindruckende Höhlensystem. Schon der erste Schritt hinein war faszinierend – überall tropfte und glitzerte es, und unser Guide erklärte mit viel Humor die Entstehung der unterschiedlichen Gesteinsformationen. Besonders hängen geblieben ist mir eine kleine englische Eselsbrücke:
    “Stalactites hold on tight to the ceiling, and stalagmites might one day reach it.”
    So einfach – und doch so effektiv, um sich zu merken, was oben hängt und was von unten wächst.

    Der Höhepunkt der Tour war zweifellos die kleine Bootsfahrt am Ende. In absoluter Dunkelheit glitten wir lautlos über das Wasser – nur über uns funkelten tausende Glühwürmchen, die die Höhle in ein mystisches, samtweiches Blau tauchten. Es war ein fast gespenstischer, aber unglaublich schöner Moment – so still, dass man das eigene Herz klopfen hören konnte.

    Nach diesem eindrucksvollen Erlebnis ging es für mich weiter zu den Waitomo Caves Ziplines – und ich hatte das Glück, ganz allein zu sein! Das bedeutete: volle Aufmerksamkeit des Guides und jede Menge Spaß. Zu Beginn gab es ein paar kürzere Ziplines, um die Technik zu üben. Das Besondere hier: Der Guide ging immer voraus, und ich durfte alles selbst machen – mich einhängen, sichern und losfliegen. Anfangs war das schon eine kleine Herausforderung, aber genau das machte es so cool.

    Ich lernte, wie man mit dem Körper arbeitet, wenn man vom Wind gedreht wird, und wie man sich wieder richtig ausrichtet. Nach den kurzen Ziplines warteten längere und schnellere Strecken – und schließlich das große Finale: eine über 300 Meter lange Zipline! Mit Vollspeed sauste ich hinunter, der Wind im Gesicht, und zwischendurch drehte ich mich wild im Kreis – aber dank der Technik konnte ich mich immer wieder stabilisieren.

    Insgesamt waren es über zehn Ziplines, und jede einzelne war ein kleines Abenteuer. Besonders schön war auch das Gespräch mit meinem Guide – ein echter Charakter, der mit Leidenschaft bei der Sache ist. Er erzählte, dass er den ganzen Tag das Gras rund um die Anlage gemäht hatte, um die Wege freizuhalten, und dass er das Ganze selbst aufgebaut hat. Man spürte richtig, dass das hier nicht nur ein Job, sondern sein Herzensprojekt ist.

    Ein Tag voller Magie, Adrenalin und echter Begeisterung – von den leuchtenden Glühwürmchen in der Dunkelheit bis zum letzten Flug über das Waitomo-Tal.
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  • Black Water Rafting

    27 Oktober 2025, New Zealand ☁️ 16 °C

    The Black Abyss in Waitomo

    Heute stand eines der spektakulärsten Abenteuer meiner bisherigen Reise auf dem Programm: The Black Abyss Tour – das ultimative Black Water Rafting in den Waitomo Caves. Ganze fünf Stunden pures Abenteuer, Adrenalin und staunendes Schweigen in völliger Dunkelheit.

    Los ging es gleich mit einem echten Nervenkitzel: dem Abseilen in die Tiefe. Wir standen am Rand eines schwarzen Lochs, ohne den Boden zu sehen, und mussten uns einfach fallen lassen – im Vertrauen darauf, dass das Seil und die Guides wissen, was sie tun. Dieses Gefühl, sich in völliger Dunkelheit in die Erde hinabzulassen, war unbeschreiblich.

    Unten angekommen, warteten enge, teilweise fast unheimliche Höhlengänge, bevor es zur nächsten Herausforderung ging: eine Zipline im Dunkeln! Ohne Licht, ohne zu wissen, wohin es geht – man hört nur das Zischen der Rolle und spürt den Fahrtwind, während man durch absolute Schwärze gleitet. Gänsehaut pur.

    Danach begann der nasse Teil des Abenteuers. Wir zogen unsere Gummireifen an und folgten einem unterirdischen Fluss, krochen durch enge Spalten, tauchten teilweise kurz unter Wasser und kämpften uns durch kalte, glitzernde Dunkelheit. Das Wasser hatte nur 13 Grad – und das spürte man! Stellenweise war es so kalt, dass wir richtig am ganzen Körper gezittert haben. Doch gleichzeitig war genau das Teil des Erlebnisses – diese Mischung aus körperlicher Anstrengung, Kälte und dem Bewusstsein, etwas ganz Besonderes zu erleben.

    Und dann – der magische Moment: Wir ließen uns im Reifen treiben, blickten nach oben und sahen tausende leuchtende Glühwürmchen, die wie ein Sternenhimmel an der Decke funkelten. Dieser Anblick war einfach magisch und ließ alles andere vergessen – sogar die Kälte.

    Zwischendurch gab es sogar zwei kleine Pausen in der Höhle – mit heißen Getränken und Snacks. Einmal heiße Schokolade und Kekse, später eine warme Orange mit Schokoriegel. Es war ein besonderer Moment, dort in der Dunkelheit zu sitzen, die Füße über den Fluss baumeln zu lassen und dabei einen dampfenden Becher in der Hand zu halten.

    Zum Abschluss mussten wir noch einen Wasserfall hinaufklettern, um wieder das Tageslicht zu erreichen. Nach fünf Stunden unter der Erde war das Gefühl, wieder an der frischen Luft zu stehen, einfach unglaublich.

    Ein einmaliges Erlebnis – intensiv, herausfordernd, wunderschön. Wer Abenteuer liebt und bereit ist, sich auf Dunkelheit, Kälte und Magie einzulassen, für den ist The Black Abyss ein absolutes Highlight.
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  • The Ultimate Canopy Tour

    28 Oktober 2025, New Zealand 🌧 14 °C

    The Ultimate Canopy Tour – Rotorua

    Heute stand wieder ein richtig cooles Abenteuer auf dem Programm: die Ultimate Canopy Tour in Rotorua. Drei Stunden lang ging es durch den neuseeländischen Dschungel – oder wie die Einheimischen sagen, den Busch. Eine Mischung aus Wandern, Nervenkitzel und purem Staunen über die Natur.

    Der Weg führte über wackelige Swing Bridges, schmale Treppen, die an Seilen hingen, und natürlich jede Menge Ziplines zwischen den Baumkronen. Es war ein unglaubliches Gefühl, hoch über dem Boden durch den grünen Urwald zu rauschen, umgeben von riesigen Farnen, alten Bäumen und dem Klang der Vögel.

    Zwischendurch haben wir auch einiges über die Pest Control in diesem Waldgebiet gelernt. Früher haben eingeschleppte Tiere wie Wiesel, Opossums und noch eine dritte Art (deren Name mir leider entfallen ist) viele der einheimischen Vogelarten verdrängt und teilweise sogar ausgerottet. In diesem Waldstück wird deshalb gezielt daran gearbeitet, diese invasiven Arten zu bekämpfen, um den einheimischen Tieren wieder mehr Lebensraum zu geben. Ein Teil der Einnahmen aus der Tour fließt direkt in den Conservation Trust, der sich um diese Schutz- und Wiederaufforstungsmaßnahmen kümmert – richtig schön zu wissen, dass man mit dem eigenen Abenteuer auch etwas Gutes tut.

    Das absolute Highlight – und zugleich der gruseligste Moment – kam am Ende: ein „Schritt ins Nichts“, bei dem man einfach von einer Plattform heruntersteigen muss, ohne festen Boden unter den Füßen. Ein kontrollierter Fall, aber das weiß der Kopf in dem Moment natürlich nicht. Der erste Schritt war wirklich Überwindung pur – dieser Moment, in dem man einfach loslassen und dem Seil vertrauen muss. Doch sobald man hing, war’s gar nicht mehr schlimm, sondern richtig lustig und befreiend.

    Die Guides waren super – informativ, witzig und haben einem immer das Gefühl gegeben, sicher zu sein, auch wenn das Herz mal schneller geschlagen hat. Neben all dem Adrenalin war die Tour aber auch ein wunderschönes Naturerlebnis – mitten im ursprünglichen neuseeländischen Wald, den man sonst nie so sehen würde.

    Ein perfekter Mix aus Abenteuer, Spaß und Natur – und wieder ein Erlebnis, das ich so schnell nicht vergessen werde.
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  • Im Herzen des Vulkanlands

    29 Oktober 2025, New Zealand ☀️ 6 °C

    Ein Tag zwischen Feuer und Wasser

    Der heutige Tag stand ganz im Zeichen der Thermalquellen und des Vulkanlands – ein eindrucksvoller Einblick in die Entstehung der Erde.

    Schon um 6:00 Uhr morgens begann der Tag magisch: Der Campingplatz, auf dem ich übernachtet habe, hatte ein eigenes Thermalbad, das für Gäste ab sechs Uhr geöffnet war – bevor alle anderen Besucher Zutritt bekamen. Diese Gelegenheit konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen. So startete der Tag im angenehm warmen, dampfenden Thermalwasser, während über mir langsam die Sonne aufging – ein Moment purer Ruhe und Naturverbundenheit.

    Anschließend ging es weiter ins Waimangu Volcanic Valley. Dort erwartete mich eine wunderschöne Wanderung durch eine Landschaft, die gleichzeitig friedlich und lebendig wirkt. Überall blubbert und zischt es – kochendes Wasser, aufsteigende Dämpfe, schwefelgelbe Gesteine und türkisfarbene Seen. Immer wieder hatte ich das Gefühl, einen Blick in die Vergangenheit zu werfen – in eine Zeit, als die Erde sich gerade erst formte.

    Nach dieser eindrucksvollen Tour fuhr ich weiter ins Wai-O-Tapu Thermal Wonderland, das seinen Namen wirklich verdient. Hier wurde die Landschaft noch bizarrer, fast surreal – als wäre ich plötzlich auf einem anderen Planeten gelandet. Leuchtend grüne und orangefarbene Becken, dampfende Krater und sprudelnde Quellen prägen das Bild. Auch hier machte ich eine rund einstündige Wanderung durch diese faszinierende, farbenfrohe Welt.

    Ein Tag, der mich wieder einmal staunen ließ, wie lebendig und kraftvoll unsere Erde eigentlich ist – und wie schön es ist, ein Stück davon hautnah erleben zu dürfen. 🌋💧
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  • Huka Falls – Die Kraft des Wassers

    29 Oktober 2025, New Zealand 🌬 14 °C

    Ein kurzer Zwischenstopp – und doch ein absolutes Highlight: die Huka Falls. Das Wasser stürzt hier in atemberaubender Geschwindigkeit durch eine enge Felsschlucht, türkisblau und glasklar, fast unwirklich schön.

    Es ist beeindruckend, welche gewaltige Kraft dieses Wasser hat – man spürt sie förmlich in der Luft, im Donnern und Tosen der Fälle. Gleichzeitig hat das eisblaue Wasser eine magische Anziehungskraft. Man möchte am liebsten die Hand hineintauchen, das kühle Nass spüren – auch wenn man weiß, dass es unmöglich ist.

    Ein Ort, der zugleich Ehrfurcht und Faszination weckt – pure Energie der Natur. 💦
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  • Tongariro Nationalpark

    31 Oktober 2025, New Zealand ☁️ 5 °C

    Wanderung zu den Tama Lakes

    Heute stand Wandern im Tongariro Nationalpark auf dem Programm – Neuseelands ältestem Nationalpark und UNESCO-Weltnatur- und -kulturerbe. Eigentlich wollte ich die berühmte Tongariro Alpine Crossing machen, eine der spektakulärsten Tageswanderungen der Welt. Doch mir wurde davon abgeraten: Auf den Gipfeln liegt derzeit noch viel Schnee, der Weg ist stellenweise nicht sichtbar und sollte auf keinen Fall ohne Guide begangen werden. Da ich keinen gebucht hatte – und auch nicht wirklich Lust auf sieben Stunden Schneemarsch verspürte – entschied ich mich spontan für die kleinere Alternative: die Wanderung zu den Tama Lakes über die Taranaki Falls.

    Die Tour dauerte rund fünfeinhalb Stunden und führte durch die raue, fast außerirdisch wirkende Vulkanlandschaft des Tongariro Nationalparks. Schon der Weg zu den Taranaki Falls war beeindruckend: Das Wasser stürzt dort über alte Lavaschichten in die Tiefe – ein schöner Vorgeschmack auf das, was noch kommt. Danach ging es stetig bergauf durch weite Ebenen aus Asche, Geröll und moosbewachsenen Lavabrocken, bis man schließlich die beiden Kraterseen erreicht – den unteren und den oberen Tama Lake. Beide liegen in alten Vulkankesseln und leuchten in intensiven Blau- und Grüntönen.

    Während der gesamten Wanderung hatte ich den schneebedeckten Mount Ruapehu und den Mount Tongariro im Blick – zwei der drei aktiven Vulkane im Park, neben dem Mount Ngauruhoe. Letzterer ist Filmfans besonders bekannt: Er diente in der Herr der Ringe-Trilogie als Kulisse für den Schicksalsberg in Mordor. Wenn man hier steht, versteht man sofort, warum Peter Jackson diesen Ort gewählt hat – die dunklen Felsen, der karge Boden und die aufsteigenden Nebelschwaden verleihen der Landschaft tatsächlich etwas Mystisches und Bedrohliches.

    Beim Anblick der steilen Flanken des Tongariro konnte ich mir gut vorstellen, wie anspruchsvoll die Alpine Crossing wirklich ist – besonders, wenn man im Schnee unterwegs ist. Ich war letztendlich froh, mich für die moderate Alternative entschieden zu haben. Die Wanderung war abwechslungsreich, landschaftlich atemberaubend und genau richtig für den Tag.

    Was mich besonders fasziniert hat, ist, wie eng Natur und Kultur hier miteinander verbunden sind. Der Park ist nicht nur geologisch spannend, sondern auch spirituell bedeutsam – die Berge gelten den Māori des Stammes Ngāti Tūwharetoa als heilig. Ihre Verbindung zu dieser Landschaft ist fast spürbar, wenn man hier wandert: eine Mischung aus Ehrfurcht, Respekt und tiefer Ruhe.

    So habe ich heute zwar „nur“ einen kleinen Teil des Tongariro Nationalparks erkundet, aber einen, der seine wilde Schönheit und seine geheimnisvolle Energie perfekt zeigt – eine Landschaft, die wirkt, als wäre sie einem anderen Planeten entsprungen.
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  • Wellington

    2 November 2025, New Zealand ☀️ 12 °C

    🌬️ Wellington – Die windige Hauptstadt mit Herz

    Drei Tage habe ich in Wellington verbracht – und irgendwie hat mich diese Stadt sofort in ihren Bann gezogen. Ich bin einfach durch die Straßen geschlendert, habe die Atmosphäre aufgesogen, die Menschen beobachtet und schnell gemerkt: Hier lässt es sich wirklich gut aushalten. Wellington hat genau die richtige Größe – lebendig, ohne zu überfordern, kreativ, ohne abgehoben zu wirken.

    Natürlich durfte ein Besuch im Te Papa Museum nicht fehlen. Kaum ein Museum schafft es, Kultur, Natur und Geschichte so spannend und modern zu verbinden. Ich habe Stunden darin verbracht und wäre am liebsten gleich noch einmal durchgegangen.

    Besonders schön fand ich die Lage der Stadt am Wasser. Schiffe, der Hafen, kleine Cafés und Spazierwege direkt an der Küste – alles wirkt irgendwie entspannt und gleichzeitig voller Leben. Die Menschen hier sind offen, freundlich und man kommt schnell ins Gespräch – sei es beim Kaffeeholen oder einfach auf der Parkbank mit Blick auf die Bucht.

    Ein Highlight war mein Spaziergang durch den Botanischen Garten. Zwischen alten Bäumen, bunten Blumen und dem leichten Meeresrauschen im Hintergrund lässt es sich wunderbar abschalten. Oben im Garten befindet sich auch das Carter Observatory – heute das Space Place –, wo ich einen spannenden Einblick in Sterne, Planeten und die Geschichte der neuseeländischen Astronomie bekommen habe. Besonders beeindruckend war die Sternenshow im Planetarium – ein perfekter Moment, um den Blick vom Alltag in die Weiten des Universums schweifen zu lassen.

    Nur eines lässt sich in Wellington kaum vermeiden: Wind! Er pfeift einem um die Ohren, zerrt an der Jacke und sorgt für diese wilde, ungebändigte Energie, die die Stadt ausmacht. Zum Glück war ich gut ausgerüstet – und so wurde der Wind eher zum Abenteuer als zum Ärgernis.

    Nach drei Tagen fühle ich mich hier fast ein bisschen zuhause. Wellington – du hast Stil, Herz und Charakter. 💙
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  • Wētā Workshop

    3 November 2025, New Zealand ☀️ 15 °C

    🎬 Wētā Workshop – Wo Filmträume und Handwerk verschmelzen

    Ein Besuch bei den Wētā Workshops in Wellington war für mich ein absolutes Highlight. Hinter den unscheinbaren Gebäuden im Stadtteil Miramar verbirgt sich ein kreatives Universum, in dem seit Jahrzehnten Filmgeschichte geschrieben wird. Hier entstehen Waffen, Rüstungen, Masken und Requisiten für weltbekannte Produktionen wie Der Herr der Ringe, Avatar, King Kong oder The Hobbit.

    Am meisten fasziniert hat mich aber nicht die große Hollywood-Glamourseite, sondern die Leidenschaft und Kreativität, mit der hier gearbeitet wird. Die Menschen in den Werkstätten sprühen vor Ideen, und was mich wirklich beeindruckt hat: Vieles wird aus recyceltem Material gefertigt. Alte Rohstoffe, Abfallprodukte oder gebrauchte Materialien bekommen hier ein neues Leben – und werden zu fantastischen Kostümen oder Rüstungen. Nachhaltigkeit trifft auf Fantasie – großartig!

    Eine meiner Lieblingsgeschichten war die über die „Strick-Aktion“: Für einen Film wurde eine riesige Menge an gestricktem Material gebraucht, das wie eine Kettenrüstung aussehen sollte. Also hat Wētā kurzerhand in einer Art geheimen Mission die Nachbarschaft mobilisiert – hunderte Menschen aus Wellington haben zu Hause gestrickt, um diesen Auftrag gemeinsam zu erfüllen. Eine wunderschöne Vorstellung: Die internationale Filmindustrie – und mittendrin die lokale Gemeinschaft, die Teil von etwas Großem wird.

    Wētā Workshop ist für mich ein Sinnbild dafür, wie Kreativität, Nachhaltigkeit und Gemeinschaft zusammenkommen können. Ein Ort, an dem Träume Form annehmen – manchmal sogar aus altem Plastik und einer guten Portion neuseeländischem Teamgeist. 🇳🇿✨

    Leider durfte von den Ausstellungsstücken keine Fotos gemacht werden.
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