Germany
Grimmen

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3 travelers at this place

  • Day6

    Die "Russische Peitsche"

    March 16, 2018 in Germany ⋅ ☀️ 19 °C

    Wir haben sooooo gut geschlafen und uns in dem Hotel sooooo wohl gefühlt, so dass uns und Edith noch mehr, der Abschied schwer fiel. Fast sehnsüchtig schaute sie zurück und fragte fast flehend, ob wir nicht noch eine Nacht bleiben wollen und jeweils vom Hotel starten und am Abend dann wieder zurück fahren. Aber nein, wir gingen weiter. So ist das nun mal wenn man sich unterwegs ein besonders gutes Hotel aussucht. Man vergleicht es immer mit den vergangenen und den noch eventuell kommenden Unterkünften.

    Wir gingen zunächst wieder durch Greifswald u d am Dom vorbei. Folgten dem ausgeschilderten Pilgerweg und Bogen dann in einen Feldweg ein. Schön da merkten wir das, worauf schon Meterologen gestern und Wetter-apps hinwiesen. Temperatur -2 Grad und Sturmwarnung. Gefühlt soll es bei -9 Grad sein. Wie wussten nur, es war furchtbar kalt und schrecklich stürmisch. Der Weg war unterschiedlich vom Untergrund her. Mal Plattenweg, mal geteert, mal Sand und mal gepflastert. Wir unterqueren doch recht bückend, weil sehr niedrig, die Bundesbahnbrücke und standen plötzlich auf einem Golfplatz. Diesen mussten wir tatsächlich durchqueren u d kamen am a deren Ende an einem Wald heraus. Dir musste ich wegen der Kälte meine Regenhose anziehen, um etwas vor dem kalten Wind geschützt zu sein. Wir folgten nun Kleine Eisenbahntrasse , welche zurückgebaut waren. Der Rückbau erfolgte, wegen anfallenden Reparationskosten nach 1945.

    Wir gingen still nebeneinander daher und hörten plötzlich ein lautes knacken. Und das trotz des Sturm und der Kopfbedeckung. Ein grosser Baum stürzte ca. 50m neben uns gegen einen anderen Baum und blies dort zunächst an diesem hängen. Nach einer Weile
    fiel er dann mit einem lauten Knall zu Boden und erschütterte die Umgebung. Wir waren mächtig beeindruckt. Unglaublich wie kräftig der Sturm war, einen kräftigen Baum zu stürzen.

    Der ganze Weg von 26km sollte zwar durch einige kleine Ortschaften führen, aber keine Möglichkeit zur Einkehr bieten. Wir wünscheten uns ein Cafe oder etwas anderes daher, wo man sich etwas aufwärmen und heißes trinken konnte. Nichts war da.

    Der kommende Ort "Horst" hat nicht nur einen tollen Namen- hehe, sondern soll es dort eine Kirche nach norddeutscher Backsteingotik geben. Und das sei ein "kleiner schatz". So machten wir dort an der nahen Bushaltestelle halt bzw. Pause für Edith. Ich fotografierte die Kirche. Dann kamen zwei Damen und fragten uns, ob wir denn aus Pilgern würden. Wir sagten ja und sie fanden es toll, denn auch sie seien pilgernd unterwegs. Dann fragten sie uns ob wir in die Kirche möchten. Sie waren im Parrhaus und haben sich den Schlüssel für die Kirche geholt. Danach sollen sie zurück ins Pfarrhaus und es gäbe Kaffee. Das klang wie ein Traum. Wir Saft natürlich ja und sahen uns die Kirche aus dem 13. Jahrhundert an. Danach gingen wir ins Pfarrhaus und wurden vom Pfarrer begrüsst. Er machte uns Tee u d wir unterhielten uns alle. Es kam richtiges Pilger-Feeling auf. Andrea kam aus Düsseldorf und Maike aus Luckau- ursprünglich aber aus dem Saarland. Es war ein schöner Moment und wir fühlten uns sehr wohl. Aber wir müssten weiter und wieder in die Kälte.

    Wir verabschiedeten uns von eins der und gingen schneller als zuvor. Denn wir wollten bald ankommen und nicht wieder schnell auskühlen. So gingen wir wieder fast schweigend und voreinander gehend daher. Wenn wir über freien Flur gingen, wurden wir vom Sturm geschoben. Gott sei dank kam der Wind von hinten und nicht direkt von vorn.

    Plötzlich knackte es direkt neben mir. Ich blieb stehen und versuchte herauszufinden woher das Geräusch kam. Da stürzte auch schon der Baum direkt vor mir auf den Weg. Wäre ich nicht stehen geblieben, hätte er mich getroffen. Erleichtert und erschrocken blickte ich zurück zu Edith, die auch schon nach mir rief.

    Doch wir müssten weiter und passten nun etwas mehr auf, wenn wir Bäume in der Nähe hatten. Alsdann erreichten wir das Gewerbegebiet von Grimmen. Über heutiges Ziel. Aber zuerst wollten wir zu Cafe "Junge" gehen und uns wären und stärken. Danach gingen wir zur "Pension am Stadtpark", unsere heutige Unterkunft. Wir mussten telefonieren und jemand kam vorbei, zeigte uns das Zimmer und ich fragte was das für ein Gebäude sei. Denn der Stil kam mir bekannt vor. Es war früher ein Gebäude der Staatssicherheit der DDR. Es zwar nett eingerichtet und reichte uns völlig für die Nacht. Zu Essen gehen wollten wir nicht, da wir in dem Cafe schon gegessen hatten und satt waren.

    Wir werden den morgen abwarten und dann entscheiden, ob wir weiter gehen oder abrechen werden. Es ist einfach zu kalt und auch teils gefährlich.
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You might also know this place by the following names:

Grimmen, غريمن, Grzëmié, گریمن, Гриммен, Grimmene, Гримен, 格里门