• Am Atitlán - mit dem Boot zu den Maya

    February 1 in Guatemala ⋅ ☁️ 20 °C

    Heute sind wir den ganzen Tag mit dem Boot unterwegs, es geht zu drei Mayadörfern, die am Atitlán-See liegen. Das Gewässer ist der zweitgrößte See Guatemalas mit einer Fläche von rund 130 Quadratkilometern und liegt auf 1560 m Höhe. Er ist umgeben von drei Vulkanen und ein Kratersee, entstanden vor 84.000 Jahren durch die Explosion eines Supervulkans. Inmitten des Sees lag in der späten präklassischen Epoche der Maya (etwa 450 v. Chr. bis 250 n. Chr.) eine Insel, auf der sich eine bedeutende Stadtanlage befand und die im Wasser versunken ist.
    Die Maya-Dörfer rund um den See sind für ihre lebendige Kultur und Traditionen bekannt und gern besuchte Ziele. Das Hochland rund um den Atitlan-See bot ein ideales Umfeld die alten Maya. Die Siedlungen waren dank fruchtbarem, vulkanischem Land nicht nur autark, sondern entwickelten sich zu geschäftigen Zentren des Handels und zeremonieller Aktivitäten.
    Auch heute noch besteht die Maya-Kultur fort. Man bewahrt und feiert das kulturell Erbe, hält Traditionen am Leben, die historische Lebensweisen und Glaubenssysteme widerspiegeln – das reicht von der Sprache bis zu den Textilien, die die Frauen tragen. Die Männer dagegen kaum. Auch Familienstrukturen und Gemeinschaftsführung werden von überlieferten Traditionen beeinflusst. Selbst der Maya-Kalender bestimmt hier das zeremonielle Leben. Auf diesen Kalender ausgerichtete Zeremonien sind nicht nur gesellschaftliche Zusammenkünfte, sondern wichtige Rituale, die die kosmische Ordnung und die individuelle Harmonie mit dem Universum aufrechterhalten. Bestimmte Orte rund um den See gelten als von heiliger Energie durchdrungen und dienen als Epizentrum für Gemeinschaftsrituale und individuelle Opfergaben.
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