• Das Marinemuseum in Karlskrona

    August 26 in Sweden ⋅ ⛅ 20 °C

    Unser heutiges Ziel ist das Marinemuseum in Karlskrona, es liegt auf der Insel Stumholmen, direkt am östlichen Rand der Altstadt, und gehört zum Unesco-Welterbe „Örlogsstaden Karlskrona“. Das heutige Museumsgebäude wurde 1997 errichtet, das Museum selbst zählt aber zu den ältesten Schwedens und dokumentiert rund 500 Jahre schwedische Marinegeschichte anhand eines Fundus von über 50.000 Objekten – Galionsfiguren, Schiffsmodelle, Waffen, Navigationsinstrumente. Zu den bekannten Ausstellungsbereichen gehören die Modellkammer, die Galionshalle sowie ein Wracktunnel mit Fenstern zu Schiffswracks aus dem 18. Jahrhundert.
    Am Kai vor dem Museum liegen drei Museumsschiffe: die Jarramas, Schwedens letztes Vollschiff und heute als Schulschiff genutzt; der Minensucher Bremön; und das Robotboot Västervik. Ein Robotboot ist ein Raketenschnellboot – ein kleines, wendiges Kriegsschiff, das mit Seezielflugkörpern bestückt ist (Robot ist im Schwedischen die Bezeichnung für Lenkflugkörper). Solche Boote waren vor allem im Kalten Krieg für schnelle, verdeckte Angriffe auf größere gegnerische Schiffe in der Ostsee gedacht; ihre geringe Größe und hohe Geschwindigkeit sollten Entdeckung und Abwehr erschweren.
    2014 kam die U-Boot-Halle hinzu, deren Fundament auf 270 Pfählen und einer halben Meter dicken Bodenplatte ruht, um das Gewicht der ausgestellten U-Boote zu tragen. Gezeigt werden zwei U-Boote: die HMS Neptun, ein 1980 gebautes U-Boot der Näcken-Klasse, knapp 50 Meter lang, 6 Meter breit, rund 800 Tonnen schwer, mit einer Besatzung von 19 Mann – nach der Vasa im Stockholmer Vasamuseet das zweitgrößte Museumsexponat Schwedens. Die Neptun war 1981 an der Blockade des sowjetischen U-Boots U 137 beteiligt, das vor Karlskrona auf Grund gelaufen war. Man kann das U-Boot auch innen besichtigen. Daneben ist die Hajen von 1904 zu sehen, das erste U-Boot der schwedischen Marine, sodass die Ausstellung insgesamt gut 110 Jahre U-Boot-Geschichte abdeckt.
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