• Vadstena - eine Renaissance-Festung am Vättern

    September 4 in Sweden ⋅ ☁️ 16 °C

    Wir machen einen Stopp am Schloss Vadstena. Die Renaissance-Festung am Vättern wurde erbaut von 1545 bis 1620 im Auftrag von Gustav Wasa zur Grenzsicherung gegen Dänemark. Unter Johan III. wurde die Burg prunkvoll als königliche Residenz eingerichtet, die Einrichtung fiel 1598 einem Brand zum Opfer, Anfang des 18. Jahrhunderts wurde sie als königliche Burg aufgegeben. Zusammen mit Gripsholm und Kalmar gilt Vadstena als eine der besterhaltenen Wasa-Burgen.
    Was auffällt: die Raumgrößen im Schloss. Sie sind ein Erbe seiner Funktion als königliche Residenz und Repräsentationsbau. Die Säle waren für höfisches Zeremoniell, Empfänge und große Gesellschaften ausgelegt. Genau das macht die Bröllopssalen (Hochzeitssaal) auch für ihre heutige Nutzung interessant: Die Größe und Deckenhöhe bieten die nötige Akustik und den Raum für eine Opernbühne samt Publikum, obwohl der Saal nie als Theater geplant war. Diese Doppelnutzung – historischer Repräsentationsraum und moderne Bühne – ist einer der Gründe, warum die Vadstena-Akademien seit 1964 diesen Saal statt eines klassischen Opernhauses bespielt. Der Schwerpunkt der Akademie liegt auf der Wiederentdeckung alter vergessener Opern sowie der Uraufführung neuer Werke, oft mit jungen Sängern und Musikern am Beginn ihrer Karriere.
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