• Hjo - prachtvolle Holzvillen in historischem Park

    Yesterday in Sweden ⋅ ☁️ 16 °C

    Die schwedische Holzstadt Hjo verzaubert mit ihrem gemütlichen Hafen und den prachtvollen Holzvillen im Schweizer Stil aus dem 19. Jahrhundert. Nach der Ankunft am späteren Vormittag ließ sich der Ort komplett zu Fuß erkunden: ein Spaziergang durch den historischen Stadtpark und dem Wasser entlang, ein Blick auf die alten Holzhäuser, ein Eis am Hafen und ein Bummel durchs Stadtzentrum. Die Stadt überzeugt uns schon eher als Nora, auch wenn heute am Sonntag in der Nachsaison vieles geschlossen ist.
    Zusammen mit Eksjö und Nora gehört Hjo ja zu den „Tre Trästäder", den drei Holzstädten, die für den Erhalt ihrer historischen Holzarchitektur ausgezeichnet wurden – passend zum liebevollen Stadtmotto „I love Hjo". Die Geschichte der Stadt ist eng mit dem Vätternsee verknüpft: Bereits im Mittelalter war Hjo ein bedeutender Hafen- und Handelsplatz zwischen Västergötland und Östergötland. Im Gegensatz zu vielen anderen schwedischen Städten blieb Hjo über die Jahrhunderte weitgehend von Großbränden verschont – nur 1794 brannten die Kirche und einige Nachbarhäuser nieder. Dadurch hat sich das geschlossene Stadtbild aus dem 18. und 19. Jahrhundert bis heute weitgehend erhalten. Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich die Stadt zudem zu einem mondänen Kurbad, dem sie ihren herrschaftlichen Glanz verdankt.
    Der historische Stadtpark am Seeufer mit den prachtvolle Holzvillen ist das Prunkstück der Stadt, errichtet um 1870 für die Kurgäste. In der Altstadt rund um den Stora Torget führen kopfsteingepflasterte Gassen vorbei an pastellfarbenen Holzhäusern.
    Am Hafen lohnt der gelbe Holzpavillon Gula Paviljongen einen Stopp, in dem lokal produziertes Bio-Eis verkauft wird – in der Nachsaison im September allerdings nur noch bei schönem Wetter spontan geöffnet. Heute war er offen, die Entscheidung fiel auf belgische Waffeln mit Blaubeeren und Sahne.
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