• Ngulu Campsite

    May 5 in Namibia ⋅ ☀️ 30 °C

    Im Endeffekt war es sehr gut, dass wir alles ins Auto verstauen mussten und es wäre noch cleverer gewesen auch die Stühle wegzuräumen, denn mitten in der Nacht hat es mega angefangen zu regnen und das bis in die Morgenstunden.
    Ein Glück sind wir wach geworden und konnten rechtzeitig unseren Regenschutz beim Zelt schließen.
    Mit klitschnassen Zelten machen wir uns dann am nächsten Tag entspannt auf den Weg.
    Heute geht es wieder rüber nach Namibia.
    An der Grenze angekommen bekommen wir noch einmal einen deftigen Schauer ab.
    Zum Glück verläuft die Ausreise und auch Wiedereinreise recht reibungslos. Dennoch müssen wir den Visa-Zettel wieder ausfüllen und bekommen noch an drei verschiedenen Schaltern die Einreiseerlaubnis für das Auto.
    Ich frag mich echt, wofür man das E-Visa macht, wenn man vor Ort sowieso immer wieder den Visa on arrival Kram ausfüllen muss.
    Ab der Grenze haben wir dann Sonnenschein und es geht zunächst nach Katima Mulilo, die nächstgrößere Stadt.
    Hier teilen wir uns auf, denn beim Sim-Karten Store (MTC) ist mal wieder eine elendig lange Schlange.
    Also gehen Edda & ich Sim-Karten besorgen, während Beeke & Pia unsere Vorräte wieder auffüllen.
    Nach knapp 1,5 Stunden haben wir dann endlich zwei Sim-Karten und weitere Voucher, damit wir bis zu Ende der Reise nun verfügbares Netz haben.
    Danach holen wir noch Geld am ATM, ehe wir uns auf den Weg zur nächsten Unterkunft machen.

    Unsere Campsite liegt im Caprivi-Streifen nur 2 Kilometer von der angolischen Grenze entfernt. Einer der Besitzer ist Dan, der uns sehr freundlich empfängt. Da wir die einzigen Gäste heute und auch den nächsten Tag sind, können wir uns die Campsite frei aussuchen.
    Nachdem wir alles aufgebaut haben, treffen wir Dan an der Terrasse, die direkt am Cuando-Fluss liegt, wieder.
    Wir trinken zusammen Tee, quatschen ein wenig und planen unseren morgigen Tag.
    Er empfiehlt uns für den Vormittag einen kleinen Game-Drive in einem der anliegenden Nationalparks und am Nachmittag machen wir mit ihm eine Bootstour.
    Er lädt uns zudem ein, auch im Haus zu kochen, damit wir nicht alles komplett ausräumen müssen.

    Also gibt's am Abend Nudeln mit Hack bei sehr netten Gesprächen.
    Auch wenn er manchmal etwas komisch ist, ist er super nett und erzählt uns viel zur Kultur hier im Norden und klärt uns vorallem über die Natur auf.
    Ein gutes Beispiel ist, dass man immer denkt der Tourismus zerstört die Natur und ist nicht zwingend förderlich, aber speziell im Fall der Länder mit Wildtieren ist dies ganz und gar nicht der Fall.
    Denn die Tiere werden eher geschützt, dadurch dass täglich Guides und Touren in den Nationalparks unterwegs sind und Wilderer & Jäger es schwerer haben illegal Tiere zu jagen.
    Jeder würde dies sofort melden, da ihre Jobs und Existenz von den Touristen abhängt.
    Keine Tiere würde bedeuten, dass weniger Touristen ins Land kommen und somit die Jobs überflüssig werden und Wilderer es wieder leichter haben illegal zu jagen.
    Eine ganz andere Sichtweise, die aber absolut Sinn ergibt und tatsächlich durch Corona auch bestätigt wurde.

    Dies ist auch ein Grund, warum die Einheimischen die Elefanten akzeptieren, denn diese sind generell für gar nichts gut und zerstören nur die Ernte und Felder.
    Aber wegen ihnen kommen die Touristen, weshalb die Einwohner sich damit arrangiert haben.

    Bevor wir uns dann auf den Weg zurück zur Campsite machen, gibt er uns noch ein paar wichtige Hinweise, wie wir uns verhalten sollen.
    Denn auch wenn wir am Abend keine Hippos mehr gesehen haben, kommen diese und auch Elefanten ab und zu ins Camp und laufen durch die Campsites.
    Kaum sind wir in den Zelten, hören wir auch schon die ersten Hippos extrem laut.
    Diese müssten entweder direkt am Flussufer an der Campsite neben uns oder schon auf dieser sein.
    Wilde Geräusche, aber im Zelt sind wir soweit sicher, sodass wir gut einschlafen können.
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