• Kampala - Kisoro

    October 5 in Uganda ⋅ ☁️ 19 °C

    Am nächsten Morgen klingeln die Wecker früh und wir werden direkt von einem Stromausfall begrüßt.
    Das heißt kalt duschen und keine Ventilatoren in dieser warmen Bude. Ein Glück verlassen wir das Loch heute und reisen weiter. Wobei die Weiterreise wahrscheinlich auch nicht ganz so ohne wird.
    Da ich in der Nacht noch eine kleine Magenverstimmung hatte und heute mindestens 10 Stunden Busfahrt vor uns liegen, gibt's nur ein wenig Rolex, was ein Omelette in einem Chapati-Brot gerollt ist (Rolled-Eggs).
    Dazu noch Wassermelone und ab zum Busterminal.
    Wie soll es auch anders sein, wir haben selbstverständlich nicht den neuen Bus, sondern eine recht alte Krücke. This is Africa, ich weiß gar nicht warum wir uns Hoffnungen gemacht haben.
    Immerhin sind die Plätze hinterm Busfahrer tatsächlich die mit der meisten Beinfreiheit, allerdings sind die Sitze so schmal, dass grade mal 2 von uns auf die 3 Sitze passen.
    Das geht ja schon gut los, aber zum Glück ist der Bus nicht ganz voll, sodass wir uns einfach noch eine weitere 2er Reihe gönnen.
    Klimaanlage und Lüftung sind genau so eine Fehlanzeige, wie dass die 40 Steckdosen funktionieren. Immerhin gehen die Fenster auf und es gibt ein wenig Fahrtwind.
    Pünktlich startet dann die wilde Fahrt. Bis man aus Kampala raus ist, dauert es schonmal eine ganze Weile, was natürlich einerseits am Verkehr, andererseits an den häufigen Stopps liegt.
    Generell halten wir gefühlt alle 20 Minuten an, um jemanden einsteigen zu lassen oder dass mobile Verkäufer den Bus stürmen, um alles mögliche an den Mann zu bringen.
    Und so zieht sich die Fahrt quer durch Uganda, vorbei am Äquator-Punkt und dann rein in die Berge.
    Tatsächlich geht es von den Temperaturen ganz gut im Bus und die Sitze sind auch weitaus besser als wir es aus dem Senegal kennen.
    Doch die ganze Tour zieht sich irgendwann echt und die Lust vergeht mit der Zeit. Ein Glück wird der Bus nie ganz voll, sodass wir immerhin unsere zwei Sitzreihen behalten können.
    Nach 12,5 Stunden erreichen wir dann endlich im dunkeln Kisoro, welches unser Ziel ist. Der Fahrer ist übrigens durchgefahren und es scheint so, als wenn dies noch nicht die Endhaltestelle war.

    Ein Glück holt unser Host uns ab und hat uns zusätzlich angeboten, dass seine Eltern, bei denen sich das AirBnB befindet, für uns kochen können.
    Es gibt ein Festmahl mit Fisch, Hähnchen, Reis, Kartoffeln, Spaghetti, Salat, frischen Saft, Tee & Brot.
    Das war auch bitter nötig.
    Danach fallen wir alle komplett kaputt ins Bett.
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