Ostafrika is calling
September 26 in Germany ⋅ ☁️ 12 °C
Wieder einmal klingelt der Wecker früh und wieder einmal war es eine sehr kurze Nacht. Am Vorabend stand noch der Besuch im Krankenhaus, um Rebekka und meine kleine, neugeborene Nichte Romy zu besuchen, sowie die Hochzeit von Pia & Kevin auf dem Plan.
Selbstverständlich musste auch noch der letzte Rest in den Rucksack gepackt werden, sodass am Ende knapp 4h Schlaf auf dem Wecker standen.
Leicht gerädert wird noch schnell die Verpflegung für den Tag vorbereitet, ehe Beeke mich zum Hamburger Airport bringt, von wo aus sie weiter nach Dänemark in den Familienurlaub fährt.
Für mich geht es wieder nach Afrika, daher heißt es erstmal zum Check-In Schalter, damit einmal die Richtigkeit des Visums geprüft werden kann. Dies dauert ewig und die nette Dame wirkt so, als hätte sie noch nie ein Kenia-Visum gesehen. Ich muss ihr erstmal erklären, wie die Einreisedaten etc. funktionieren.
Danach hebt der KLM-Bomber pünktlich Richtung Amsterdam ab.Read more
Amsterdam
September 26 in the Netherlands ⋅ ☁️ 19 °C
In Amsterdam hab ich knapp 3h Aufenthalt, die natürlich hauptsächlich fürs Wechseln des Gates draufgehen. Gefühlt landet man jedes Mal am einen Ende des Airports und muss ans komplett andere.
Aber egal, denn Zeit hab ich mehr als genug, bevor KLM mich dann nach Ostafrika zum ersten Land der Tour befördert.Read more
Nairobi
Sep 26–28 in Kenya ⋅ 🌙 18 °C
Nach einem ewigen Flug, ein wenig Schlaf und vielen Filmen, komme ich dann ca. 8 Stunden später am internationalen Flughafen in Nairobi an.
Ein Glück funktioniert hier alles einwandfrei, sodass ich nach kürzester Zeit mit einem neuen Stempel, einer Sim-Karte & Cash im Taxi zur Unterkunft sitze.
Bei der Unterkunft warten Timo & Leon schon, die seit gestern bzw. heute Morgen/Nacht hier sind.
Es wird noch kurz gequatscht und dann geht's ziemlich müde und kaputt ins Bett.
Da am morgigen Tag nicht so viel auf dem Plan steht, können wir auch etwas länger schlafen.Read more
Stamford FC - City Lions FC
September 27 in Kenya ⋅ ☁️ 26 °C
Zum Frühstück bestellen wir uns heute Morgen mit Bolt essen und hauen uns für knapp 4€ so den Magen voll, dass sogar noch was für später überbleibt.
Da die beiden gestern schon den Länderpunkt mit dem Länderspiel Kenia - Eritrea einfahren konnten, steht für mich heute auch Fußball auf dem Plan.
Das ganze Unterfangen stellte sich zu Beginn als sehr schwer und nervenaufreiben dar.
Aufgrund dr Länderspielpause war mit keinem Erstliga-Spiel zu rechnen, wobei diese, je nach Terminierung, immer mal wieder in den Pausen spielen.
Das Spiel von Kenia selbst, fiel auf den Samstag, an dem ich erst anreisen würde.
Also wurde fleißig bei Facebook gesucht und tatsächlich sollte mindestens die zweite Liga stattfinden. Doch diese, sowie die erste Liga, sind aufgrund eines Rechtstreites bis heute nicht angefangen.
Also hieß es auf unterklassige und Freundschafts-Spiele hoffen.
Und tatsächlich fand ich während meiner Anreise einige Spiele für den Sonntag, sodass sich die Lage etwas entspannte.
Da man in Afrika niemals auf eine einzige Chance setzen soll, solange es anders möglich ist, weiß man mittlerweile.
Deshalb steuern wir direkt das erste Spiel um 13Uhr am, welches ca. 40 Minuten außerhalb von Nairobi stattfinden soll.
Am Ground angekommen, ist aufjedenfall schonmal Bewegung auf dem Ascheplatz.
Auf dem kleinen Feld spielen ein paar Kids und auf dem normalen findet auch schon ein Kick statt.
Nach ein wenig rumfragen, erfahren wir aber, dass dieser nur 2 x 20 Minuten geht, aber danach das angepeilte Spiel über 2 x 45 Minuten stattfinden soll.
Die angesetzte Anstoßzeit von 13 Uhr würde man hier auch nicht einhalten, aber um 14 Uhr geht es dann endlich los.
Wir haben in der Zwischenzeit schon ein paar Plastikstühle bekommen und uns so gut es geht in den Schatten verzogen.
Leider wird diese Partie nach 35 Minuten zur Halbzeit gepfiffen, weshalb klar ist, dass dies auch eigentlich nur so halb cool für den Länderpunkt ist.
Generell ist das Spiel recht unspektakulär und das Heimteam von Stamford gewinnt mit 1:0.
Fantechnisch ist natürlich nichts los, wobei auf dem Gelände schon ein reges Treiben herrscht.
Ein drittes Spiel soll hier auch noch stattfinden und zumindest das Aufwärmen sieht deutlich professioneller aus. Dennoch entscheiden wir uns noch zu einer anderen Spielansetzung zu fahren. Hier haben wir dann hoffentlich mehr Glück, und ansonsten zählt dies mit zugekniffenen Augen.Read more
NAS - Eastleigh South United
September 27 in Kenya ⋅ ☁️ 27 °C
Mit dem Taxi fahren wir durch recht dichtem Verkehr zum nächsten Ascheplatz. Durch den teils recht zähen Verkehr sollen wir auch erst 10 Minuten nach Anpfiff ankommen, aber auch das ist hier kein Problem, denn bisher spielt hier noch keiner.
Doch zumindest ziehen sich schon ein paar Spieler um, sogar ein Mannschaftsbus ist vor Ort und ein Schiri läuft auch schon rum.
Von der ersten Mannschaft wird das Spiel schonmal bestätigt und auch, dass es 2 x 45 Minuten gehen soll. Anpfiff ist dann aber erst um kurz vor 17 Uhr.
Wir fragen zur Sicherheit noch die zweite Mannschaft, die auch die Spieldauer bestätigt und noch den Schiedsrichter, der aber meint, aufgrund der Verzögerung, würde er nur 2 x 40 Minuten spielen lassen.
Wir sind gespannt.
Der Ground ist aufjedenfall deutlich cooler als der andere, hat ein paar geile ranzige Hochhäuser im Hintergrund und liegt direkt an einem kleinen Hang.
Das Niveau des Spiels ist auch besser, als bei den beiden vorherigen Spielen und es ist gut Feuer mit einigen Diskussionen drin.
Nach dem 0:1 der Gäste gibt's sogar ein paar Tumulte, da 2 Fans nicht mit der Entscheidung vom Unparteiischen zufrieden sind. Sie sprinten aufs Feld und diskutieren wild umher, bis sie irgendwann von den Spielern beruhigt werden.
Vielleicht kommt uns das auch zu Gute, denn tatsächlich wird die erste Halbzeit nach 45 Minuten angepfiffen.
In der zweiten Halbzeit fallen noch 2 weitere Tore, sodass die Gäste am Ende nach tatsächlich 90 gespielten Minuten mit 1:2 gewinnen.
Zwischenzeitlich kommt der eine der beiden Fans nochmal zum Pöbeln auf den Platz, aber im großen und ganzen ist nun der Länderpunkt offiziell eingetütet.
Mit dem Taxi geht es nun wieder zum Apartment, wo wir noch die Rest vom Frühstück essen und den Abend entspannt ausklingen lassen.Read more
Nairobi Sightseeing
September 28 in Kenya ⋅ ☁️ 18 °C
Am nächsten Morgen machen Leon & ich uns noch kurz auf den Weg in die Stadt.
Leon braucht noch einen Magneten für die Sammlung und ich mache meine kleine Sightseeing-Tour.
Klingt spektakulärer, als es ist, denn Nairobi hat absolut nicht viel zu bieten.
Highlights sind die Aussicht von einer 360° Plattform und der City Market.
Hier gibt es ein paar gute Graffitis und eine Menge Gammel & Müll, so wie man Afrika kennt und sehen will.Read more
Oloitokitok
Sep 28–Oct 1 in Kenya ⋅ ☁️ 19 °C
Gegen 12 Uhr checken wir aus dem Apartment aus und machen uns mit dem Taxi auf dem Weg zu Flughafen.
Dadurch, dass Uber mal wieder eine grandiose Funktionsweise seiner App hat und jedes Mal Beträge hin und her bucht, wird nach dieser Fahrt meine Kreditkarte mal wieder zur Sicherheit geblockt.
Wie es einfach nervt.
Halb so wild, wir sind ja zu dritt und die Ersatzkarte ist auch am Start.
Am Airport holen wir nur fix unseren Mietwagen für die nächsten 3 Tage ab und machen uns danach auf den Weg Richtung Süd-Osten des Landes.
Die Abholung dauert leider Ewigkeiten, da nichts vorbereitet ist und der Vermieter gibt uns zusätzlich noch mit auf den Weg, dass das Befahren von Nationalparks verboten ist.
Genau das ist eigentlich der Plan in den nächsten Tagen.
Naja, nützt ja nichts, also machen wir uns auf den Weg und ich mache mich mit unserem Toyota RAV4 im Linksverkehr Kenias vertraut, während die beiden anderen fleißig die AGBs etc. studieren.
Die gut 4-stündige Fahrt ist recht unspektakulär und führt durch ein paar kleinere Dörfer und vorbei an trister Landschaft.
Kurz vor Ankunft bekommen wir noch eine Giraffe und Zebras zu sehen.
Pünktlich mit Untergang der Sonne erreichen wir unser Apartment, welches wieder sehr cool und komfortabel ist.
Wir machen uns dann direkt auf den Weg zu Fuß in die Stadt, um uns noch Abendbrot in Form von Reis & Hähnchen zu gönnen.
Die Preise sind schon wieder nur geil, so bezahlen wir für einmal richtig satt ca. 4€ pro Person inkl. Getränk. Einfach nur stark.
Den restlichen Abend recherchieren wir noch ein wenig und kommen zu dem Entschluss, dass unser Auto nicht unter diese Regelung fällt und buchen somit noch die Tickets für den Nationalpark in den wir Morgen wollen.
Diese sind mit knapp 88€ nicht günstig, spiegeln aber das Preisniveau für Parks hier in Kenia gut wieder.
Man findet kaum günstigere Eintritte.Read more
Amboseli Nationalpark
September 29 in Kenya ⋅ ☁️ 18 °C
Wieder einmal klingelt der Wecker sehr früh, aber das kenne ich ja schon aus Namibia & Botswana, denn wer viel auf einer Safari sehen will, muss früh hoch.
Die Sonne geht gegen 6 Uhr auf, weshalb wir uns dann auch direkt auf den Weg zum ca. 40 Minuten entfernten Gate des Amboseli Nationalparks machen.
Der Weg dahin ist noch entspannt, aber im Park wird's dann interessant, was unser Auto, welches nur so halb gut für Offroad-Pisten geeignet ist, macht.
Am Eingang werden noch kurz unsere Tickets geprüft und wir bekommen ein paar Tipps zu den Wegen.
Danach geht's in den Park und die ersten Tiere, in Form von Zebras, lassen nicht lange auf sich warten.
Anfangs ist die Strecke echt nicht gut und wir werden ordentlich durchgeschüttelt. Später wird's besser, aber es kommen immer mal wieder Passagen, die mit unserem Auto nicht so schön zu fahren sind. Aber im großen und ganzen klappt es schon sehr gut.
Wir fahren die Tipps von den Rangern ab und bekommen einige Tiere zu sehen, auch wenn es anfangs "nur" tausende Zebras, Gnus oder auch Impalas o.ä. sind. Nach einer Weile sehen wir dann auch die ersten Elefanten, denn der Park ist nicht nur berühmt für seinen spektakulären Blick auf den in Tansania liegenden Kilimandscharo, sondern auch für seine riesigen Elefanten-Herden.
Auf dem Weg zu einem Spot bekomme ich zum Glück noch einen der fehlenden Big Five zu sehen, denn endlich ist mal ein Büffel vor der Linse, auch wenn dieser weit weg ist.
Das Glück bleibt auf unserer Seite, denn als nächstes haben wir einen richtig coolen Spot, an dem einige Elefanten in einem kleineren See baden und uns danach noch quasi direkt vors Auto laufen. Wieder ein wenig respekteinflößend, aber auch ein absolutes Highlight.
Im weiteren Verlauf des Tages sehen wir noch weitere Elefanten-Herden, diverse kleinere Tiere, sowie Gnus & Zebras.
Aber auch ein paar Hippos, die etwas weiter weg sind, bekommen wir zu gesicht.
Leider bleiben die Raubkatzen auch diesmal aus. Einen männlichen Löwen sieht man so halbwegs zur Hälfte zwischen einigen Büschen, aber so richtig gut ist das auch nicht.
Ich würde schon gerne mal mindestens einen Löwen sehen, den man gut erkennen kann und welcher sich irgendwo durch die Landschaft bewegt.
Am Ende sehen wir zumindest nochmal ein Hippo in voller Pracht und außerhalb des Wassers.
Ganz cool, aber auch irgendwie fragwürdig, war zwischendurch noch, dass einige Massai mit ihren Eland-Rinder-Herden durch den Park gezogen sind, wo ja quasi auch Raubtiere rumlaufen.
Wahrscheinlich kennen sie dies aber, denn die ostafrikanische Volksgruppe macht dies sicherlich schon seit Jahrzehnten, sodass sie an die Thematik gewöhnt sein müssten.
Nach knapp 9 Stunden im Park und etlichen Tiersichtungen machen wir uns wieder auf den Heimweg, halten kurz vor der Unterkunft noch beim Restaurant von gestern an und verbringen den restlichen Abend entspannt.Read more
Chilltag
September 30 in Kenya ⋅ 🌬 24 °C
Den zweiten Tag vor Ort machen wir etwas entspannter.
Morgens geht's wieder zu unserem Stammrestaurant, um zu frühstücken.
Danach latschen wir etwas durchs kleine Dorf und schauen, was der Markt zu bieten hat.
Hier gibt es aufjedenfall ganz geile Trikots, aber leider alle eine Nummer zu klein für uns, weshalb es lediglich bei Obst als Ausbeute bleibt.
Danach lassen wir noch unser Auto für ca. 1,50€ inkl. Trinkgeld waschen, tanken und gönnen uns ein wenig Entspannung in dem Garten unseres Apartments. Tatsächlich spielen wir noch eine Runde Badminton, Bilder werden bearbeitet & Sport gemacht.
Am Abend gehen wir zu Fuß nochmal zum Essen und gönnen uns 1-2 Abschlussbiere in einer kleinen Bar.Read more
Entebbe Airport
Oct 1–5 in Uganda ⋅ ☁️ 26 °C
Heute steht dann ein ziemlich voller Reisetag an. Zunächst fahren wir knapp 4,5h wieder in Richtung Airport. Dort geben wir das Auto ab, was ein Glück ohne weitere Komplikationen abläuft.
In der Mittagssonne müssen wir noch ca. 15 Minuten zum anderen Terminal laufen. Dort angekommen gibt es nirgends an den Tafeln eine Info zu unserem Flug, aber er scheint von hier zu gehen.
Beim Check-In dürfen wir sogar unsere Rucksäcke als Handgepäck behalten.
Mit nur einer halben Stunde Verspätung hebt unsere Safarilink Propellermaschine Richtung Entebbe, Uganda ab.
Ein Glück ist der Flieger nicht ganz voll, sodass wir jeder eine eigene Reihe haben.
Die Einreise ist super unkompliziert, man bekommt schnell Geld gewechselt und auch Sim-Karten.
Bei den Taxis gibt's natürlich wieder eine Diskussion, bis wir nach einiger Zeit endlich in einem Auto für knapp eine Stunde in Richtung Kampala fahren.
Die Unterkunft ist leider eine andere als gebucht, und auch nicht so geil. Es gibt nur Ventilatoren, keine Klimaanlage, wobei es hier deutlich wärmer als in Kenia ist.
Moskitonetze sind auch Mangelware, was natürlich suboptimal in Bezug auf Malaria-Gebit ist. Aber wird schon alles klappen die nächsten Tage.
Am Abend holen wir uns noch fix essen und gehen etwas geschlaucht vom Reisetag ins Bett.Read more
Sightseeing Kampala
October 2 in Uganda ⋅ ☁️ 28 °C
Nach einer sehr warmen und auch unruhigen Nacht, starten wir relativ entspannt in den Tag.
Für heute steht Sightseeing auf dem Plan, weshalb wir versuchen nicht allzu spät loszukommen, denn die Temperaturen sind hier noch etwas höher als in Kenia und damit auch die Sonnenbrandgefahr.
Mit dem Taxi begeben wir uns ins Verkehrschaos von Kampala. Zu den Stoßzeiten soll die Stadt eine der schlimmsten der Welt sein, was den Verkehr angeht.
Heute Morgen ist es noch ok, aber für die paar Kilometer brauchen wir dennoch extrem lange.
Da wir am Airport gestern nur einen kleinen Teil Geld getauscht haben und dies schon fürs Abendessen draufgegangen ist, holen wir uns nun nochmal mehr zu einem besseren Wechselkurs.
Die Frühstückssuche stellt sich danach auch komplizierter als erwartet dar, denn einige Restaurants haben noch gar nicht offen.
Nachdem man einen vernünftigen Laden gefunden hat, folgt der Klassiker, denn bei mindestens der Hälfte der Gerichte heißt es "Don't have". Als sie dann noch einen anderen Preis, als auf der Karte angegeben haben wollen, gibt es eine Ansage, dass wir nur das zahlen was dort steht oder jetzt gehen.
Da wir die einzigen Gäste sind, gehen auf einmal doch die Preise von der Karte und das lange Warten geht los.
Nach einer Stunde kommt das Essen endlich und mittlerweile sind alle genervt, denn es ist auch quasi schon 12 Uhr.
Das heißt in der Mittagssonne zum Sightseeing, weltklasse.
Zunächst gehen wir zum lokalen Busbahnhof, denn dieser ist riesig und ein reinstes Spektakel. Wir schauen uns das Geschehen zunächst von einem der angrenzenden Gebäude von oben an, ehe wir mitten über den Platz schlendern.
Etwas enttäuschend, dass es gar nicht so wuselig ist und alles relativ organisiert wirkt. Man wird nichtmal großartig angelungert.
Als nächstes gehen wir zu einem Markt, wo wir lange Zeit nach einem Trikot suchen und dies am Ende im einigermaßen guter Qualität auch für 4,50€ pro Trikot bekommen.
Wir gönnen uns noch etwas Waschpulver für die Maschine zum Waschen und machen einige Fotos.
Zum Abschluss gibt es für Leon noch einen weiteren Friseur Länderpunkt, während Timo & ich schon die Bustickets für unsere Weiterreise am Montag buchen.
Da sich das alles ganz schön gezogen hat, holen wir uns ein Taxi und fahren zurück in die Unterkunft.
Dort bestellen wir noch über einen Lieferservice Essen und wollen eine Ladung Wäsche waschen, was gehörig in die Hose geht.
Nachdem die Maschine mit Wasser vollgelaufen ist, gibt es nur noch ein Error.
Das heißt also doch Handwäsche, so gut es geht.
Den Abend lassen wir entspannt ausklingen, denn Morgen steht mit Fußball wieder ein straffer Tag auf dem Programm.Read more
Butambala Sazza FC - Gomba Lions FC
October 3 in Uganda ⋅ ☁️ 28 °C
Zunächst lassen wir den Tag entspannt angehen, bestellen uns Frühstück und chillen ein wenig.
Danach organisieren wir uns ein Taxi, denn es steht Fußball und somit der Länderpunkt Uganda auf dem Plan.
Leider haben wir hier kein Glück mit einem Länderspiel, weshalb der lokale Masaza Cup herhalten muss.
Dort treten alle Regionen Ugandas gegeneinander an. Das heutige Halbfinale findet ca. 2 Stunden außerhalb von Kampala statt.
Hätten wir vorab nicht auf Facebook Bilder und Videos von den vorherigen Spielen gesehen, wären wir wahrscheinlich völlig geschockt gewesen. Denn was hier heute auf uns wartet, damit hat keiner gerechnet.
Mit einer kleinen Vorahnung fahren wir schon rechtzeitig los und bis kurz vor dem Spielort wirkt noch alles sehr entspannt.
Doch spätestens im Ort selbst, kann man schon erahnen, dass hier heute gut was los sein wird.
Nachdem wir noch fix die Rückfahrt mit unserem Taxifahrer geklärt haben, lässt er uns in einem Getümmel und Gewusel direkt vor dem Ground raus.
Dort gibt es zunächst für knapp 2€ Eintrittskarten und auch diverse Fanartikel.
Natürlich sind die drei deutschen Heinze von Anfang an das Highlight und der Hingucker schlechthin.
Der Ground selbst ist eigentlich nur ein kleiner Sportplatz auf einem Schulgelände ohne nennenswerten Ausbau. Lediglich Holzzäune wurden für das Spiel um den Platz installiert.
Rund um das Spielfeld haben sich schon einige hundert Leute angesammelt und es wird fleißig gegrillt und konsumiert.
Selbst ein Regenschauer hält die meisten nicht auf. Während wir uns und einige Grillmeister mit ihren Grills in eines der Schulgebäude verziehen, bleibt der Großteil knallhart und bereitet das Essen auch im Regen zu.
Kurz vor Anpfiff begeben wir uns dann auch an den Platz und versuchen eine einigermaßen gute Sicht zu bekommen, denn mittlerweile ist die Bude gerammelt voll und wir natürlich auch weiterhin die Attraktion.
Da es langsam etwas wild wird, besorgen wir uns kurzerhand für einen kleinen Aufpreis Zugang zum VIP-Bereich, wo wir ein wenig Ruhe haben. Aber auch dort starren einen tausende Augen dauerhaft an.
Zum Anpfiff dürfen wir alle drei noch ein kurzes Radiointerview geben, bevor dann endlich der Ball rollt und die Zuschauer noch wilder werden.
Es wird fleißig mit Tröten und Trommeln Lärm gemacht, während sich auf der Seite der Gäste die ganze Zeit ein "Marsch" von links nach rechts bewegt.
Immer wieder werden wir angesprochen mit "Bro" oder einfach "How are you", sodass es langsam echt nervig wird. Gleiches gilt für Bilder mit und von uns machen.
Das kostet alles Nerven und ist absolut anstrengend.
Das Spiel plätschert so vor sich hin, wobei die Gäste von den Gomba Lions, die auch als Favorit und Rekordsieger ins Spiel gegangen sind, deutlich mehr vom Spiel haben.
Das Hinspiel hatten sie auch schon mit 2:0 gewonnen.
Als dann kurz vor der Pause das 0:1 fällt, brechen bei den meisten der knapp 8.000 anwesenden Fans alle Dämme und es wird mal so richtig laut.
Und ja, wir sind quasi immernoch bei einem Dorfkick.
Dies ist auch der Endstand, sodass die Gomba Lions erneut ins Finale einziehen.
Nach diesen krassen Eindrücken, die nach dem Spiel bei der Abreise bis zwei Dörfer weiter gehen, machen wir uns mit unserem Fahrer wieder auf den Heimweg.
Eigentlich wollten wir uns Morgen das zweite Halbfinale auch noch geben, aber das lassen wir wohl mal sausen, denn noch so einen Tag überstehen wir nicht.
Zurück in der heißen Unterkunft, bestellen wir uns nur noch Essen und es geht rechtzeitig und völlig kaputt ins Bett.Read more
Lake Victoria
October 4 in Uganda ⋅ ☀️ 29 °C
Tatsächlich skippen wir heute dann den Fußball-Stress und lassen den letzten Tag in Kampala ganz entspannt angehen.
Am Vormittag fahren wir alle zusammen in ein kleines Gym und trainieren ein wenig.
Schon geil solche alten Buden, vorallem wenn man sieht, mit wie wenig die Jungs klarkommen und trotzdem krass trainiert sind.
Gut durchgeschwitzt geht's erstmal wieder in die Unterkunft, wo wir uns Frühstück holen und einiges an Obst snacken. Besonders die Wassermelonen sind hier extrem lecker.
Gegen Mittag nehmen wir uns nochmal ein Taxi und fahren zum Victoriasee, welcher der größte See Afrikas ist und zugleich an drei Länder (Uganda, Kenia & Tansania) grenzt.
Hier wird man dann leider direkt angelungert und belagert, was das Ganze etwas stressig macht.
Bisher hatten wir hier solche wilden Situationen sehr wenig, ganz anders als man es aus West-Afrika kennt.
Leon & Timo gönnen sich im anliegenden Restaurant noch einen Fisch, bevor wir etwas am See entlang schlendern und paar Bilder machen.
Richtig viel sehen oder machen, ohne einiges an Geld in die Hand zu nehmen, kann man hier nicht, also fahren wir wieder zur Unterkunft.
Dort chillen wir etwas, bestellen essen, holen uns noch einen Saft & packen schonmal die Sachen für Morgen.Read more
Kampala - Kisoro
October 5 in Uganda ⋅ ☁️ 19 °C
Am nächsten Morgen klingeln die Wecker früh und wir werden direkt von einem Stromausfall begrüßt.
Das heißt kalt duschen und keine Ventilatoren in dieser warmen Bude. Ein Glück verlassen wir das Loch heute und reisen weiter. Wobei die Weiterreise wahrscheinlich auch nicht ganz so ohne wird.
Da ich in der Nacht noch eine kleine Magenverstimmung hatte und heute mindestens 10 Stunden Busfahrt vor uns liegen, gibt's nur ein wenig Rolex, was ein Omelette in einem Chapati-Brot gerollt ist (Rolled-Eggs).
Dazu noch Wassermelone und ab zum Busterminal.
Wie soll es auch anders sein, wir haben selbstverständlich nicht den neuen Bus, sondern eine recht alte Krücke. This is Africa, ich weiß gar nicht warum wir uns Hoffnungen gemacht haben.
Immerhin sind die Plätze hinterm Busfahrer tatsächlich die mit der meisten Beinfreiheit, allerdings sind die Sitze so schmal, dass grade mal 2 von uns auf die 3 Sitze passen.
Das geht ja schon gut los, aber zum Glück ist der Bus nicht ganz voll, sodass wir uns einfach noch eine weitere 2er Reihe gönnen.
Klimaanlage und Lüftung sind genau so eine Fehlanzeige, wie dass die 40 Steckdosen funktionieren. Immerhin gehen die Fenster auf und es gibt ein wenig Fahrtwind.
Pünktlich startet dann die wilde Fahrt. Bis man aus Kampala raus ist, dauert es schonmal eine ganze Weile, was natürlich einerseits am Verkehr, andererseits an den häufigen Stopps liegt.
Generell halten wir gefühlt alle 20 Minuten an, um jemanden einsteigen zu lassen oder dass mobile Verkäufer den Bus stürmen, um alles mögliche an den Mann zu bringen.
Und so zieht sich die Fahrt quer durch Uganda, vorbei am Äquator-Punkt und dann rein in die Berge.
Tatsächlich geht es von den Temperaturen ganz gut im Bus und die Sitze sind auch weitaus besser als wir es aus dem Senegal kennen.
Doch die ganze Tour zieht sich irgendwann echt und die Lust vergeht mit der Zeit. Ein Glück wird der Bus nie ganz voll, sodass wir immerhin unsere zwei Sitzreihen behalten können.
Nach 12,5 Stunden erreichen wir dann endlich im dunkeln Kisoro, welches unser Ziel ist. Der Fahrer ist übrigens durchgefahren und es scheint so, als wenn dies noch nicht die Endhaltestelle war.
Ein Glück holt unser Host uns ab und hat uns zusätzlich angeboten, dass seine Eltern, bei denen sich das AirBnB befindet, für uns kochen können.
Es gibt ein Festmahl mit Fisch, Hähnchen, Reis, Kartoffeln, Spaghetti, Salat, frischen Saft, Tee & Brot.
Das war auch bitter nötig.
Danach fallen wir alle komplett kaputt ins Bett.Read more
Kisoro
October 6 in Uganda ⋅ ☁️ 24 °C
Den nächsten Morgen lassen wir es etwas ruhiger angehen, schlafen ein wenig länger und genießen es, dass wir Frühstück inkludiert haben und uns somit keine Gedanken machen müssen.
Wie schon das Abendessen ist das Frühstück auch wieder sehr gut. Es gibt Omelett, Chapati, Obst, frischen Saft & Tee/Kaffee aus der Region.
Danach wollen wir uns noch ein wenig die Beine vertreten und machen uns auf den Weg zu einem kleinen erloschenen Vulkan.
Der Sagitwe Vulkan ist nicht besonders hoch, aber hat eine sehr markante Form, die wie ein Korb aussieht. An den Hängen und im Krater selbst wird von den Bauern diverses angebaut, sodass es ein ganz cooles Bild abgibt.
Der Weg hoch ist leicht steil, aber nicht allzu schlimm. Von dort hat man dann einen sehr guten 360° Blick auf die ganze Region und vorallem die weiteren Vulkane in der Nähe.
Etwas überraschend ist dennoch, dass dort oben einige Personen sind, die sich entweder als Gruppe irgendwo niedergelassen haben oder um den Kraterrand gehen.
Dieser Ort wird von den Einheimischen häufig zum Beten benutzt und deshalb sind hier auch so viele Leute, die auf unterschiedlichster Art und Weise ihre Gebete sprechen.
Nach dem kleinen Ausflug geht's erstmal wieder in die Unterkunft und wir ruhen uns noch ein wenig aus. Als wir am Abend nochmal in die Stadt wollen, um ein paar Sachen für den morgigen Tag und die nach ewiger Zeit angekommenen E-Visas für Ruanda zu drucken, bricht der Himmel auf und es kommt ein riesiger Regenguss runter.
Sofort steht alles unter Wasser und wir warten doch noch einmal ein paar Minuten.
Nach knapp 30 Minuten hat sich das ganze dann beruhigt und wir machen noch ein paar Besorgungen in der Stadt.
Danach gibt's wieder Abendessen bei der Familie und es geht früh ins Bett, denn am nächsten Tag wird der Wecker sehr früh klingeln.Read more
Gorilla Tracking
October 7 in Uganda ⋅ 🌧 15 °C
Um 05:30Uhr klingelt der Wecker und ich bekomme kaum die Augen auf, aber heute steht wohl das Highlight der ganzen Tour auf dem Plan und daher nützt es alles nichts.
Schnell unter die Dusche frisch machen und ab zum Frühstück. Auch heute Morgen bereitet unsere Gastgeberin uns ein super Frühstück trotz der frühen Zeit.
Schnell noch die letzten Sachen zusammen gepackt und noch einmal alles kontrolliert und schon werden wir von dem Sohn der Familie abgeholt. Er bringt und heute zum knapp 30 Minuten entfernten Nationalpark.
Und schon die Hinfahrt stellt sich als kleines Abenteuer raus, denn laut ihm befindet sich der Start heute bei dem Gate 2, aber unsere Agentur, über die wir das ganze gebucht haben, sagt wir müssen zu Gate 1.
Da wir nun darauf vertrauen, dass die Agentur wohl Recht haben wird, entscheiden wir uns für Gate 1, welches eine sehr abenteuerliche Anfahrt beinhaltet.
Die Straße ist deutlich schlechter als gedacht und durch den starken Regen ist einiges an Vulkangestein als Geröll freigelegt worden.
Also geht's nur sehr langsam voran und die Chance noch rechtzeitig zum anderen Gate zu kommen, falls wir nicht richtig sind, schwindet.
Vor Ort angekommen machen wir uns direkt auf den Weg zum Büro und klären, ob wir richtig sind. Auch hier bleibt es weiterhin komisch und undurchsichtig, denn uns wird gesagt, dass es passt, das andere Gate aber besser gewesen wäre.
Was auch immer das nun heißt.
Aber was machen wir hier nun eigentlich?
Wir haben uns für den heutigen Tag ein Tracking zu den Berggorillas gebucht. Dies ist insofern besonders, da es nur knapp 1100 freilebende Tiere in 3 Ländern gibt.
Die Gorillas leben in der Demokratischen Republik Kongo, in Ruanda & Uganda.
Alleine in Uganda leben mit ca. 550 Tieren knapp die Hälfte aller Berggorillas. Der große Unterschied in diesen Ländern ist vorallem der Preis für das Tracking und die Zugänglichkeit.
So ist es in der DRC mit 400-500$ am günstigsten, aber auch am allerschwersten, da die Lage im Land sehr instabil ist, zur Zeit ein großer Ebola-Ausbruch herrscht und die Infrastruktur absolut 0,0 vorhanden ist.
In Ruanda hingegen kostet das ganze 1500$, denn dort ist es wahrscheinlich am einfachsten hinzukommen und nur knapp 2h von der Hauptstadt entfernt.
In der Mitte ist dann noch Uganda, wo das Permit 800$ pro Person kostet.
Dieses Permit kann man leider nicht als Privatpersonen beantragen, weshalb man vorab eine große Summe Geld nach Afrika überweisen muss, damit diese reserviert werden können. Spontan ist es eine absolute Glückssache ein Permit zu bekommen, denn es darf nur eine Gruppe von maximal 8 Personen eine Stunde am Tag zu einer Gorilla-Familie.
Da die Anreise nicht mal eben so ist und entweder lange Busfahrten oder teure Flüge erfordert, macht es schon Sinn sich die Genehmigung vorab zu holen.
Da wir aber von Afrika reden, spielt hier immer ein gewisses Restrisiko mit.
In Uganda gibt es zwei Nationalparks in denen die Gorillas vorkommen.
Im Bwindi Impenetrable Forest Nationalpark leben um die 20 Familien, welche zum Teil aber super schwer zu erreichen sind. Der Park ist berühmt für seinen dichten Urwald, welcher an einigen Stellen sehr steil und vorallem vor Dichtigkeit kaum passierbar ist.
Das Erlebnis ist bestimmt mega cool, dennoch haben wir uns für den zweiten Park, den Mgahinga Nationalpark entschieden.
Hier lebt lediglich eine Familie, weshalb wir uns erhoffen, dass es nicht ganz so touristisch sein wird & es liegt auch besser gelegen für unsere weitere Route.
Zudem muss man nicht in eine der völlig überteuerten Lodges.
Aber warum ist das Tracking nun so teuer und warum gibt es diese strikten Auflagen?
Ganz einfach, zum Schutz und Erhalt der Tiere.
Das Geld wird in den Tierschutz gesteckt und bei den Preisen kann es sich auch nicht jeder leisten, weshalb einigermaßen ein Massentourismus vermieden wird.
Des Weiteren sollen die Tiere nicht zu sehr gestresst werden, daher gibt es eine maximale Begrenzung an Zeit und Personen.
Der Tierschutz besteht unter anderem darin, dass jeden Tag Tracker in den Urwald gehen und die Gorillas aufspüren, selbst wenn keine Touren gebucht sind.
Dies dient vorallem dem Schutz vor Wilderer, ähnlich wie in Namibia bei den Nashörnern.
Zur Begrüßung gibt es von der Community einen Willkommenstanz, ehe wir unser Briefing mit unseren Rangern bekommen.
Wir haben heute besonders Glück, denn tatsächlich sind nur wir drei hier und scheinen wirklich eine Art private Tour zu bekommen.
Beim Briefing bekommen wir die Verhaltensweisen bei den Gorillas erklärt, uns wird noch einmal gesagt, dass wir Masken zum Schutz vor Krankheiten tragen müssen und dass immer einer der Ranger vorweg und einer hinter dran läuft, da es auch Büffel und Elefanten im Wald gibt, die plötzlich vor einem stehen könnten.
Falls man nun denkt, dass die Masken zu unserem Schutz dienen, liegt man falsch, denn es soll die Tiere schützen, da wir eine zu 98,4% identische DNA aufweisen.
Wir bekommen noch jeder einen Bambus-Wanderstock und schon startet unsere Wanderung.
Zunächst gibt es noch kleine Wege, aber mit der Zeit wird's dann immer dichter und irgendwann verlassen wir ganz die Pfade.
Im großen und ganzen ist die Wanderung nicht so dramatisch und wir sehen sogar ganz kurz Goldmeerkatzen (Affen).
Nach einiger Zeit bekommen wir die Info, dass die Tracker die Familie gefunden haben und wir nicht allzu weit entfernt sind.
Nach insgesamt 1,5 Stunden erreichen wir die Tracker und es gibt die finalen Anweisungen.
Wir bekommen nochmal kurz die Verhaltensregeln erklärt, müssen wir Masken aufsetzen und können unser Fotoequipment vorbereiten.
Die Nervosität steigt ein wenig, doch verfliegt sofort nach den ersten 3 Minuten, als der erste Silberrücken und Chef der 11-köpfigen Familie einfach direkt an uns vorbei läuft.
Das war so schnell und surreal, dass man es noch gar nicht so wirklich realisiert.
Die nächste Stunde wird dann eines der wahrscheinlich beeindruckendsten und intensivsten Erlebnisse, die ich je hatte.
Die Safaris mit den Tieren hautnah sind schon mega, aber das hier ist eine ganz andere Nummer.
Zum Teil sind wir keine 5 Meter von diesen mächtigen Tieren entfernt und dennoch sind sie die ganze Zeit super entspannt und unsere Anwesenheit interessiert sie kaum.
In der Familie gibt es drei Silberrücken, von denen wir zunächst zwei sehen.
Außerdem gibt es noch zwei Babys, die natürlich unter dauerhafter Beobachtung ihrer Mütter stehen und somit auch wir.
Eine Mutter mit Baby auf dem Rücken läuft dann so nah an uns vorbei, dass wir schon ordentlich schnell zur Seite müssen, um keine Kollision zu verursachen.
Wir folgen der Familie etwas weiter in den Wald, immer mit respektvollem Abstand und können einige richtig geile Bilder, trotz der sehr dunklen Lichtverhältnisse, machen.
Nachdem sie einiges an Bambus gefressen haben, chillen sie sich gemütlich hin und schlafen sogar zum Teil ein.
Ein mega Erlebnis, welches dann pünktlich nach einer Stunde endet.
Wir bedanken uns bei den Trackern, geben noch ein kleines Trinkgeld und verabschieden uns. Sie bleiben bis heute Abend bei der Familie, um sie Morgen früh dann erneut aufzusuchen.
Kaum sind wir ein paar Schritte gegangen, sehen wir noch den dritten Silberrücken, der scheinbar ein Nachzügler ist. Leider konnten wir nicht so schnell reagieren, denn er richtet sich auf und trommelt kräftig auf seiner Brust.
Dies ist aber wohl nur um die anderen zu finden und nicht um uns zu zeigen, wer der Boss ist.
Wir machen uns dann endgültig auf den Rückweg und da wir so viel Glück bei den Tieren hatten, erwischt es uns nun doch noch und wir bekommen fast den gesamten Rückweg einen heftigen Regenschauer ab, sodass wir komplett klitschnass wieder beim Gate ankommen.
Dort verabschieden wir uns auch von den Rangern, machen noch ein Gruppenfoto und gehen zum Auto, wo Andrew auf uns wartet.
Auch die Rückfahrt wird wieder abenteuerlich, denn durch den erneuten Regen ist die Straße noch schlechter und an einer Stelle hat sich sogar ein LKW festgefahren.
Auch wir bleiben hier fast stecken, aber nochmal alles gut gegangen und wir sind alle froh, als wir wieder bei der Unterkunft sind.
Dort heißt es erstmal Sachen trocknen und heiß duschen.
Ein Glück hatte ich Wanderschuhe mit, die einigermaßen wasserdicht waren und nicht wie die anderen beiden nur ein paar Schuhe insgesamt.
Den Nachmittag ruhen wir uns aus und verarbeiten die erlebten Eindrücke.
Abends gibt's wieder Essen beim Apartment und wir packen schonmal die Sachen für den nächsten Tag & die Weiterreise.
Was ein Tag, was für Eindrücke.
Auch wenn es extrem teuer ist, es hat sich definitiv gelohnt und wir hatten echt Glück, dass wir komplett alleine vor Ort waren.Read more
Kisoro - Kigali
October 8 in Rwanda ⋅ ☁️ 28 °C
Ausgeruht und gut erholt haben wir heute das letzte geile Frühstück bei unserem AirBnB.
Die Klamotten sind zum Glück über Nacht auch einigermaßen trocken geworden, sodass man sie zumindest recht vernünftig in den Rucksack packen kann.
Bevor wir uns verabschieden und auf den Weg machen, müssen noch alle Plastiktüten ausgepackt werden, denn in Ruanda herrscht ein striktes Verbot von Einwegplastik.
Ein Glück fährt Andrew uns bis an die knapp 10 Kilometer entfernte Grenze, sodass wir nicht noch erst in die Stadt und uns mit irgendwelchen Taxifahrern abärgern müssen.
Die Aus- & Einreise läuft recht entspannt ab, denn dies ist irgendwie keine normale afrikanische Grenze. Alles ist sehr gesittet und strukturiert, keiner der einen belagert.
Bevor wir unsere Stempel in den Pass bekommen, werden wir noch auf erhöhte Temperatur geprüft, zur Vermeidung der Ausbreitung von Ebola.
Die Einreise ist dann mit etwas Zeit verbunden, da unser E-Visa im System immernoch als eingereicht hinterlegt ist, wir ja aber die Freigabe per Mail bekommen haben.
Mit viel Erklärung und hin und her gibt's dann ohne weiteres den nächsten Stempel im Reisepass.
Nun latschen wir zu Fuß über die Grenze und hoffen direkt eine Mitfahrgelegenheit bis zur Hauptstadt Kigali zu bekommen.
Aber auch hier ist alles sehr ruhig, sodass wir erstmal Geld tauschen und uns ein Minibus-Ticket zur nächsten größeren Stadt nehmen.
Das ganze Prozedere zieht sich dann ganz schön, denn wir fahren immer nur ein paar Meter bis wieder angehalten wird. Zwischendurch will der Typ vom Geld wechseln auch noch Kohle wieder haben, da unsere Dollar-Scheine angeblich einen kleinen Riss haben und weniger Wert sind.
Klappt wahrscheinlich in 95% der Fälle, aber da hat er heute die falschen erwischt und geht leer aus.
Als wir uns im vollen Bus nach einer Ewigkeit endlich auf den Weg machen, wird die Vorfreude recht schnell wieder gestoppt, denn wir müssen noch zu einer Kontrolle der örtlichen Polizei.
Zwei der drei Mitfahrern reicht es dann und wir verlassen den Bus genervt & endgültig.
"Da nimmt uns sowieso gleich einer mit."
Falsch gedacht, denn außer Fahrräder fährt hier grade nichts. Kein Roller, kein Auto - nichts.
Also geht's zunächst zu Fuß weiter und langsam wird die Entscheidung bereut.
Gestrandet im Grenzort von Ruanda, ein Traum.
Doch in Afrika, selbst in Ruanda, funktioniert es dann trotzdem irgendwie.
Einige Einheimische belagern uns und wollen helfen, was nach einem langen hin und her auch endlich klappt. Wir finden einen Fahrer, der uns bis in die nächste Stadt fährt und dort für uns ein weiteres Auto sucht, welches uns für insgesamt 50$ bis nach Kigali fährt.
Dies ist dann schnell gefunden und so sitzen wir endlich in einem E-Auto in Richtung Hauptstadt.
Die Strecke durch die Landschaft & Berge ist mega cool und etwas unerwartet.
Vor allem sieht man absolut keinen Müll am Straßenrand, es gibt hunderte Blitzer und gefahren wird auch noch vernünftig.
Wenn wir es nicht besser wüssten, könnte man glatt denken, wir sind nicht in Afrika.
Das ganze zieht sich sogar bis in die Hauptstadt rein, welche genau so gut auch europäisch sein könnte.
An unserem letzten AirBnB angekommen wird zunächst Essen bestellt und die Waschmaschine mit allen Sachen angeschmissen, was sogar der Caretaker inkl. Wäsche aufhängen übernimmt.
Am Abend gehen wir nur noch ein paar Schritte und schauen was die Gegend so her gibt.
Scheint eine recht noble Nachbarschaft zu sein und weiterhin kein Müll o.ä.Read more
Kigali Sightseeing
October 9 in Rwanda ⋅ ☁️ 26 °C
Nach einer erneuten warmen Nacht, steht für heute zunächst etwas Sightseeing an. Dafür holen wir uns ein Taxi und fahren erstmal zum Kimironko Markt, der leider nicht ganz so spektakulär ist.
Dennoch finden wir alle noch 1-2 Kleinigkeiten, die wir mitnehmen wollen.
Nach einem kurzen Bummel über den Markt holen wir uns einen kleinen Snack in Form von Dumplings.
Weiterhin wirkt die Stadt null wie Afrika und auch die Leute sind alle sehr entspannt. Nach und nach stellt sich dann auch immer mehr raus, dass wir mit dem Sightseeing wohl schneller durch sein werden, da die Stadt echt nicht viel zu bieten hat.
Umso glücklicher bin ich, dass ich nicht noch bis Sonntagabend bleiben muss, sondern den Flug kostenlos ändern konnte.
Nächster Halt ist die Tutsi-Genozid-Gedenkstätte, bei der es eine kleine, aber interessante Ausstellung zu dem in den 90er Jahren stattgefundenen Völkermord.
Danach geht's noch in die Fußgängerzone, welche auch nicht wirklich viel zu bieten hat, weshalb wir uns dort noch eine große Portion Essen und Säfte gönnen.Read more
Kigali FC - Gicumbi FC
October 9 in Rwanda ⋅ ⛅ 25 °C
Am Nachmittag steht dann noch der Länderpunkt auf dem Programm.
Im Kigali Pele Stadium finden heute sogar zwei Spiele statt, die wir uns aber aufgrund von der Trostlosigkeit nicht beide antun werden.
Am Stadion selbst müssen wir zunächst die Ticketsituation klären, denn man kann wohl nur über eine Art Bezahlsystem bei dem man einen Code verschickt, Tickets kaufen.
Also heißt es erstmal jemanden finden, der unser Cash nimmt und uns Tickets mit bestellt.
Das geht zum Glück recht flott, sodass wir vor dem großen Regenschauer mit nur ein paar Tropfen im Stadion sind.
Der Ground hat eine überdachte Tribüne mit ein paar Stufen, welche sich auch unüberdacht auf der Gegengraden befinden.
Leider wurden diese neu angestrichen und sind nicht mehr in den Landesfarben.
Von den Gästen sind ganze 4 Fans mitgekommen, die auf ihren Tröten ein wenig Lautstärke, die eher nervig ist, erzeugen.
Ansonsten geht nichts stimmungstechnisch und auch das Spiel ist sehr langweilig.
Am Ende gewinnen die Hausherren vom Hauptstadtclub mit 1:0.
Immerhin Länderpunkt 76 eingefahren und somit wieder alle 3 von 3 möglichen auf dieser Tour gemacht.
Am Abend gibt's nur noch fix was zu essen, ein kleinen Drink und dann ab ins Bett, denn wir alle haben Morgen einen sehr langen Tag vor uns.Read more
Last Day
October 10 in Rwanda ⋅ ☁️ 25 °C
Heute ist dann der letzte Tag & da wir alle spät abends bzw. in der Nacht fliegen und wir hier quasi alles gesehen haben, gehen wir den Tag recht ruhig an.
Irgendwann machen wir uns mal auf den Weg in ein Café, wo sich Leon und Timo noch einen Kaffee gönnen, danach latschen wir zum Nationalstadion, in der Hoffnung, dass dort heute noch ein Spiel stattfindet.
Leider ist das einzige Spiel auf dem Nebenplatz schon um 7 Uhr angefangen und wird quasi mit unserer Ankunft abgepfiffen.
Schade, aber auch halb so wild.
Danach holen wir uns in unserem Stammladen für knapp 4€ Frühstück für alle.
Später geht's noch einmal zum Friseur, wo wir uns Bart & Haare für kanpp 1€ pro Person schneiden lassen.
Wahnsinn diese Preise.
Den restlichen Tag entspannen wir im Apartment.
Abends mache ich mich dann als erstes auf den Weg zum Flughafen. Dadurch dass mein eigentlicher Flug annulliert wurde bzw. nur der Zwischenstopp in Entebbe rausgenommen wurde, konnte ich noch einen Tag früher fliegen. Dies stellt sich mittlerweile als goldwert raus, denn noch einen Tag gammeln, wäre schon hart. Man kann hier einfach echt nicht viel machen.
Also fahre ich mit dem Taxi zum Flughafen, wo alles absolut reibungslos und schnell abläuft.
Nun stehen 9 Stunden Flug nach Amsterdam und dann noch einmal eine Stunde nach Hamburg auf dem Plan.
Die anderen beiden haben eine deutlich schlechtere und längere Rückreise über Istanbul. Also nochmal Glück gehabt.Read more































































































































































































































