Kisoro - Kigali
October 8 in Rwanda ⋅ ☁️ 28 °C
Ausgeruht und gut erholt haben wir heute das letzte geile Frühstück bei unserem AirBnB.
Die Klamotten sind zum Glück über Nacht auch einigermaßen trocken geworden, sodass man sie zumindest recht vernünftig in den Rucksack packen kann.
Bevor wir uns verabschieden und auf den Weg machen, müssen noch alle Plastiktüten ausgepackt werden, denn in Ruanda herrscht ein striktes Verbot von Einwegplastik.
Ein Glück fährt Andrew uns bis an die knapp 10 Kilometer entfernte Grenze, sodass wir nicht noch erst in die Stadt und uns mit irgendwelchen Taxifahrern abärgern müssen.
Die Aus- & Einreise läuft recht entspannt ab, denn dies ist irgendwie keine normale afrikanische Grenze. Alles ist sehr gesittet und strukturiert, keiner der einen belagert.
Bevor wir unsere Stempel in den Pass bekommen, werden wir noch auf erhöhte Temperatur geprüft, zur Vermeidung der Ausbreitung von Ebola.
Die Einreise ist dann mit etwas Zeit verbunden, da unser E-Visa im System immernoch als eingereicht hinterlegt ist, wir ja aber die Freigabe per Mail bekommen haben.
Mit viel Erklärung und hin und her gibt's dann ohne weiteres den nächsten Stempel im Reisepass.
Nun latschen wir zu Fuß über die Grenze und hoffen direkt eine Mitfahrgelegenheit bis zur Hauptstadt Kigali zu bekommen.
Aber auch hier ist alles sehr ruhig, sodass wir erstmal Geld tauschen und uns ein Minibus-Ticket zur nächsten größeren Stadt nehmen.
Das ganze Prozedere zieht sich dann ganz schön, denn wir fahren immer nur ein paar Meter bis wieder angehalten wird. Zwischendurch will der Typ vom Geld wechseln auch noch Kohle wieder haben, da unsere Dollar-Scheine angeblich einen kleinen Riss haben und weniger Wert sind.
Klappt wahrscheinlich in 95% der Fälle, aber da hat er heute die falschen erwischt und geht leer aus.
Als wir uns im vollen Bus nach einer Ewigkeit endlich auf den Weg machen, wird die Vorfreude recht schnell wieder gestoppt, denn wir müssen noch zu einer Kontrolle der örtlichen Polizei.
Zwei der drei Mitfahrern reicht es dann und wir verlassen den Bus genervt & endgültig.
"Da nimmt uns sowieso gleich einer mit."
Falsch gedacht, denn außer Fahrräder fährt hier grade nichts. Kein Roller, kein Auto - nichts.
Also geht's zunächst zu Fuß weiter und langsam wird die Entscheidung bereut.
Gestrandet im Grenzort von Ruanda, ein Traum.
Doch in Afrika, selbst in Ruanda, funktioniert es dann trotzdem irgendwie.
Einige Einheimische belagern uns und wollen helfen, was nach einem langen hin und her auch endlich klappt. Wir finden einen Fahrer, der uns bis in die nächste Stadt fährt und dort für uns ein weiteres Auto sucht, welches uns für insgesamt 50$ bis nach Kigali fährt.
Dies ist dann schnell gefunden und so sitzen wir endlich in einem E-Auto in Richtung Hauptstadt.
Die Strecke durch die Landschaft & Berge ist mega cool und etwas unerwartet.
Vor allem sieht man absolut keinen Müll am Straßenrand, es gibt hunderte Blitzer und gefahren wird auch noch vernünftig.
Wenn wir es nicht besser wüssten, könnte man glatt denken, wir sind nicht in Afrika.
Das ganze zieht sich sogar bis in die Hauptstadt rein, welche genau so gut auch europäisch sein könnte.
An unserem letzten AirBnB angekommen wird zunächst Essen bestellt und die Waschmaschine mit allen Sachen angeschmissen, was sogar der Caretaker inkl. Wäsche aufhängen übernimmt.
Am Abend gehen wir nur noch ein paar Schritte und schauen was die Gegend so her gibt.
Scheint eine recht noble Nachbarschaft zu sein und weiterhin kein Müll o.ä.Read more




