• Tag 4 von ?

    June 7 in Sweden ⋅ ☁️ 16 °C

    Tag 4 von ?

    Strecke machen und ein kleines Abenteuer

    Der Plan heute Vormittag eine Besichtigung der alten Kupfermine in Falun. Mit mir kamen da zeitgleich drei Reisebusse an, Da waren so viele Menschen… hatte ich ja gar keinen Bock drauf.
    Die Alternative- Strecke machen und ich hatte da noch eine andere Grube auf dem Zettel. Sicher nicht so touristisch. Dass das dann ein kleines Abenteuer wird, war dann doch überraschend.
    Erstmal tanken, denn im Norden wird die Dichte des Tankstellen Netzes kleiner. Also tanken, wenn du kannst und nicht wenn du musst. Und nein, es wird diesmal nicht so eine spektakuläre Geschichte, wie nach meinem Tankstopp 2019 in Norwegen.🤪.
    Wenn es interessiert, für den Liter Diesel, habe ich 1,83 € bezahlt.
    Mein nächstes Ziel war die Enåsengruvan, nahe Ramsjö . Hier wurde bis 1991 Golderz abgebaut. Von 1984 bis 1991 war die Grube Schwedens einzige aktive Goldmine. Insgesamt wurden etwa 1,1 Millionen Tonnen Golderz gewonnen. Heute ist der Ort verlassene und die Grube mit Wasser vollgelaufen. Auf Grund der Mineralien erstrahlt diese auch im wunderschönen türkisblau. Vom Baden wird auch hier abgeraten. Der Weg dorthin, 18 Kilometer Schotterpiste, zum Teil durch Wälder, die aussahen, als hätte hier mal ein Feuer gewütet. Verkohlte Nadelbäume und dazwischen das frische Grün von Birken. Und so große Pfützen, dass ich einmal ausgestiegen bin und mit einem Stock die Tiefe gecheckt hab 😳. Vorhin habe ich einen Artikel gelesen, in dem für den Weg dahin ein Allradfahrzeug empfohlen 😂, gut zu wissen. Manchmal ist es doch besser, man weiß Dinge nicht vorher, sonst wäre ich vermutlich garnicht gefahren.
    Der Betreiber der Grube gibt auf Hinweisschilder an, dass der Besuch des Gebiets auf eigene Gefahr erfolgt. War schon ein wenig abenteuerlich, touristisch erschlossen eher nicht. Aber genau das mag ich. Und der Blick von oben auf das Wasser, schon großartig und die Farbe..
    Ansonsten bin ich heute etliche einsame Kilometer gefahren. Kilometer lang kein Auto vor mir, hinter mir oder kam mir entgegen. Richtig schön durch Wälder, an Seen entlang mit ganz tollen Rastplätzen. In the middle of nowhere taucht plötzlich an einem See ein Rastplatz auf, auf den Picknicktischen stehen Töpfe mit Geranien, das war alles so ordentlich und sauber und so liebevoll dekoriert. 😍
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