October 2016
  • Day4

    Zum Schluß...

    October 6, 2016 in Lithuania ⋅ ☁️ 7 °C

    ...noch ein kleines Fazit

    Das ich überhaupt den Weg nach Litauen gefunden habe, Litauen ist jetzt nicht unbedingt der touristische Hotspot, lag an dem unverschämt günstigen Flugpreis.
    Mein Fazit, ein Ausflug ins Baltikum lohnt sich. Klaipeda und auch Vilnius sind sehr europäisch. Beide Städte sind sehr sauber und die Altstädte sind top saniert. Ihr findet dort ähnliche Standards wie zu Hause, was Lokale, Restaurants und Hotels betrifft. Auch die Auswahl an Cafés und Restaurants lässt keine Wünsche offen. Nur preislich günstiger als zu Hause. Die öffentlichen Verkehrsmittel sind verlässlich und preislich sehr moderat. Ich bin super von A nach B gekommen und fand das sogar richtig entspannt (das ich das mal sagen würde, ich und ohne Auto, hätte ich selbst nicht erwartet).
    Da fehlt mir zu Deutschland allerdings der Vergleich, ich fahr nur ab und an mal in HH oder Berlin mit den Öffentlichen.
    Verlässt du die klassischen Touri- Pfade in Litauen, was ich immer mal getan habe, bewusst oder auch mal unbewusst (letzteres könnte man auch verlaufen nennen 😃), findest du natürlich auch Ecken mit Potenzial zur Verbesserung und an der Peripherie der Innenstädte ganz viel sozialistisches Wohnungsbauprogramm. Da ist man mit dem Aufhübschen noch etwas hinterher.
    Ich habe mich alleine nie unsicher oder bedroht gefühlt, auch wenn ich meist erst gegen 21/22 Uhr in meine Herberge zurückgekehrt bin. Die bösen Buben wird es dort sicher genauso geben wie zu Hause.
    Litauen ist ein relativ kleines Land mit knapp drei Millionen Einwohnern. Landschaftlich eher wie Mecklenburg, flach. Ich hab mal meinen Freund Google gefragt, die höchste Erhebung ist ca. 300 Meter hoch. Also für Freunde des Alpinsports eher weniger geeignet.
    Aber für die Liebhaber von Meer und Strand unbedingt.

    Ich habe mir mal zwei weitere Städte im Baltikum auf meine Wunschliste gesetzt...

    Ihr wollt da hin? Fragen? Ich verrate euch gerne mehr, wenn es euch interessiert.
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  • Day4

    Vilnius die Vierte

    October 6, 2016 in Lithuania ⋅ ⛅ 8 °C

    ...und der Himmel weint.

    Im Volksmund auch Regen genannt. Ich interpretiere das mal positiv, Litauen ist traurig, dass ich das Land heute verlasse...und ich werde wahrscheinlich nicht wiederkommen. Nicht weil es mir nicht gefallen hat, nein, es gibt einfach noch so viele Plätze auf diesem Planeten, die entdeckt werden wollen. Obwohl es mir der traumhafte Strand auf der Kurischen Nehrung schon angetan hat... Lassen wir uns überraschen. Oft ist es ja so, wir machen Pläne und das Schicksal lacht 😂.

    Meine erste Airbnb Nacht war super. Hab gut geschlafen in meinem „Kinderzimmer“.
    Super war das Frühstück. Es gab Mega leckere Pancake von der Herbergsmama frisch zubereitet, in Gesellschaft von einem französischem Pärchen, einem Schweden und einer Litauerin. Wir haben uns super unterhalten, ein wenig englisch, ein wenig Hände und Füße oder Umschreibung wenn die Vokabel fehlte und dem Googel Translater, den irgendwie jeder auf seinem Phone hatte. War ein bisschen wie Tabu spielen.

    Bis 14:00 Uhr hatte ich noch Zeit die Stadt zu erobern, bevor es wieder Richtung Airport ging.
    Erstes Ziel, die Kathedrale von Vilnius. Ist wohl auch Bischofssitz (ich bin hier durch und durch Atheist und vielleicht ist es eine Bildungslücke, dass ich mich mit den Hierarchien in diesen Gemeinschaften nicht auskenne). Faszinierend finde ich diese Bauwerke trotzdem, sie haben oft Jahrhunderte Geschichte überstanden. Und die Stille in diesen Häusern ist beeindruckend, man kommt gerade in Vilnius von einem total belebten Platz mit Straßenlärm und es ist einfach nur respektvolle Stille.
    Die Kathedrale in Vilnius steht auf einem sehr großzügigem, fast monumentalem Platz. Soll die erste Kirche auf litauischem Boden gewesen sein und der erste Bau stammt aus dem 13. Jahrhundert. Die Kathedrale und der Glockenturm sind weiß und sehen im Sonnenschein sicher noch beeindruckender aus. Hier ist mir das erstmal aufgefallen, das der Glockenturm neben der Kirche steht. Hab ich mal meinen Freund Google gefragt.
    Das ist typisch für Kirchen im Baltikum, aha. Wenn man es weiß, fällt es dann auch bei anderen Kirchen ( gibt ja ein paar in der Stadt) auf. Nur bei den anderen Kirchen ist der Abstand nicht so krass.

    Auf dem Kathedralenplatz gibt es einen Wunderpflasterstein. Auf ihm steht das Wort "Stebuklas" (Wunder), damit ein Wunder geschieht, muss man sich auf den Stein stellen, an seinen Wunsch/ Wunder denken und sich einmal um die eigene Achse drehen. Hab ich mir gespart, hatte meinen Wunsch schon bei der Kleinen Maus in Klaipeda platziert und ein ganzes Wunder brauch ich nicht so dringend, dass es sich lohnt, sich hier zum Affen zu machen.
    Auf dem Stein passierte aber wunderliches. Ein Mädchen asiatischer Herkunft bemühe sich verzweifelt im Regen ein Selfi von sich auf dem Wunderstein zu machen😂. Ich habe das erst amüsiert beobachtet und hab sie dann erlöst. Habe das Foto mit ihr und dem Stein gemacht, wahrscheinlich bin ich jetzt ihr Wunder.
    Das alte Rathaus habe ich mir noch angesehen. Links und rechts vom Rathausplatz sind dann die Geschäfte für’s Volk, wie Armani, Hugo Boss, Burberry...😉 (Achtung, das war Ironie).

    Nach einem kleinen zweiten Frühstück ging es dann zum Busbahnhof, um zum Flughafen zu fahren. Was meint ihr, wen ich da auf dem Weg zum Busbahnhof wieder getroffen habe. Die Dame in ganz bunt, stand schnorrend an der Ecke, heute gefühlt noch mit 10 bunten Schals mehr um den Hals. Jacke und Hut waren identisch. Gestern im stylischer Lokal und heute erstmal wieder das Geld zusammen schnorren, für das nächste Bierchen 😂. Vilnius ist ein Dorf, hat auch nur etwas mehr als 500.000 Einwohner, da trifft man sich schon mal wieder.

    Nach einem etwas verspäteten Flug, bin ich wieder gut in Deutschland gelandet.
    Sieben Grad, da war es ja mit 11 in Vilnius wärmer. Ich brauch Sonne.
    Deshalb geht es morgen Vormittag nach Italien. 21 Grad und sieben Sonnenstunden pro Tag erwarten mich. Will jemand mit?
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  • Day3

    Vilnius die Dritte

    October 5, 2016 in Lithuania ⋅ ☁️ 7 °C

    Ich hab da noch ganz witzige Menschen und skurrile Darstellungen getroffen...
    Die Dame in Bunt, leider nur von hinten, saß mir im Lokal mit einem Bierchen gegenüber. Super geschminkt, jede Locke sitzt unter dem Hut- ich glaub ja, das war eine Perücke, und das sie Farben mag, ist unverkennbar 😂. Hab mir nicht getraut, sie einfach so von vorne zu fotografieren.

    Die Menschen aus Beton in einer Ausstellung fand ich sehr skurril.
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  • Day3

    Vilnius die Zweit

    October 5, 2016 in Lithuania ⋅ ☁️ 7 °C

    Fotos...

    Kirchen, Kirchen, Kirchen
    Freie Republik mitten in der Stadt, hast du einen Pass dabei, kann du ihn dir dort auch abstempeln lassen. Ich reise mit Perso in Europa.

  • Day3

    Vilnius

    October 5, 2016 in Lithuania ⋅ ☁️ 7 °C

    Heute habe ich die Küste verlasse und bin zurück nach Vilnius gefahren. Nicht ohne ein leckeres Frühstück in dem Kaffee, auf welches bereits am Montag meine Wahl viel und einer kurzen „Panikattacke“, weil der Bus nicht mit deutscher Pünktlichkeit kam. Ich hatte den Abfahrtspunkt nicht explizit hinterfragt, bin davon ausgegangen, da wo er ankommt, fährt er auch ab. Und als er nicht pünktlich war, habe ich an meiner Interpretation gezweifelt. Aber alles gut, zwei Minuten nach der vereinbarten Abfahrtszeit war er da und ich knapp drei Stunden später in der City von Vilnius.
    Über das Erlebnis mit meinem leeren Akku vom Phone durftet ihr ja schon alle lachen.

    Meine Herberge ist heute ein weiteres „erstes Mal“ auf meiner Reise. Ich habe mir ein Bett über Airbnb gebucht. Mitten im Zentrum übernachte ich im Haus einer litauischen Familie, die ihre drei Kinderzimmer an Touris vermietet und in zusätzliche Badezimmer investiert hat. Super herzlicher Empfang und bei dem W-LAN Passwort kann es nur gut sein. Achtung, das Passwort lautet „ I am Happy“ 😃. Find ich sehr originell. Und ich musste mal gleich im Flur die Schuhe ausziehen, da fühlt man sich doch gleich wie zu Hause.

    Nur den Rucksack schnell abgestellt und auf zum Sightseeing ins Städtchen. Das Wetter würde ich heute nicht als traumhaft bezeichnen, herbstlich ist treffender. Grauer Himmel, ab und an Wasser von oben und heftig windig.

    Mein erstes Ziel der Gediminas Turm – liegt auf einer grünen Anhöhe und ist das letzte Überbleibsel der großen Burg des Stadtgründers selben Namens aus dem Jahr 1323. Im Reiseführer hatte ich gelesen, es gibt eine Standseilbahn nach oben. Da stand ich vor dem Aufgang zur Burg und weit und breit keine Seilbahn oder auch nur ein Hinweisschild. Ok, das ist ein Zeichen, ich soll meinen Hintern da selbst hoch bewegen.
    Dafür gab es dann einen tollen Blick über die Stadt.
    Die Seilbahn habe ich oben dann auch gefunden, fährt genau auf der anderen Seite, aber großes Schild“ Out of Order“.
    Auch Vilnius hat eine wunderschöne top sanierte Altstadt, ganz viele barocke Bauten und Kirchen. Um die fünfzig sollen es in der Stadt sein, deshalb nennt man Vilnius auch „Rom des Nordens“. Ich war nicht in allen 😉
    Ein Kuriosum ist das unabhängige Künstlerviertel Uzupis, eine freie Republik mit eigener Verfassung mitten in der Stadt. Ähnlich wie Christiana in Kopenhagen, nur aufgeräumter, mit Galerien, alternativen Boutiquen, viel Street Art und Szene-Bars.
    So viel Sightseeing macht hungrig. Heute sollte es typisch litauisch sein. Es wurde eine deftige Suppe zum aufwärmen, leckerer Kräutertee und natürlich ein Dessert 😄, eine Art „ Kalter Hund“, hab ich ewig nicht mehr gegessen. Die litauische Küche ist sehr deftig.
    Und ich hab festgestellt, dass ich gestern für litauische Verhältnisse schon recht preisintensiv gespeist habe. Heute habe ich keine zehn Euro bezahlt für Suppe, Dessert und drei Tee.

    Morgen will ich mir noch die Kathedrale ansehen, bevor ich dann am Nachmittag wieder in den Flieger steige für einen kurzen Stopover in Deutschland und dann weiter reise.
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  • Day3

    ... zum Fluch der Technik

    October 5, 2016 in Lithuania ⋅ ☁️ 7 °C

    ...deren Opfer ich heute geworden bin.

    Auf dem Weg vom Busbahnhof in Vilnius zu meiner Herberge, wollte ich mit meinem Phone ein Foto machen... und zack, sagte der Akku vom Phone Tschüss.
    Kein Problem, auf so etwas ist Frau ja vorbereitet und hat ne Powerbank in der Tasche, nur wo ist das Ladekabel!? Die Powerbank kann noch so voll sein, ohne Ladekabel kommt der Strom nicht ins Phone. Nachdem ich meine Tasche auf den Kopf gestellt hatte und nirgends das bes..... Kabel zu finden war, war ich mir sicher, dass ich es heute morgen auf’s Bett geschmissen und dort vergessen hatte. Weiße Bettwäsche, weißes Ladekabel. Dann wird es in Litauen bleiben müssen.
    Plan B – Frau hat ja noch ein Tablet dabei... Nur blöd, dass Ding benötigt ne W-LAN Verbindung, die ich normalerweise über mein Phone herstelle...merkt ihr was, wir drehen uns im Kreis.
    Blöd dabei, alles was ich benötigte befand sich in diesem Phone. Es ist nicht nur meine Karte und führt mich durch den Dschungel fremder Städte, sondern in dem Teil befindet sich auch die Adresse meiner Herberge 😱. Warum soll man sich so etwas auch aufschreiben, ist ja „Oldschool“. Sowas geht doch alles online bzw. digital.
    Da stand sie nun und nicht nur symbolisch im Regen, es regnete jetzt tatsächlich und ich hatte ja auch noch meinen gut sieben Kilo schweren Rucksack auf dem Buckel. Keine Adresse von meiner Herberge.... Kann als nicht mal nach dem Weg fragen. Ganz schön abhängig von der modernen Technik.
    Plan C muss her, das Alphabet hat ja 26 Buchstaben...
    Also entweder Ladekabel kaufen oder ein nettes Kaffee suchen mit WI-FI oder die SIM Karte aus dem Handy ins Tablet umbauen. Ersteres wäre mir lieber gewesen, da ich ja dann so oder so ein neues Ladekabel gebraucht hätte. Aber ein nettes Kaffee begegnete mir zuerst.
    Also erstmal Kaffee bestellt, das bekomme ich zum Glück ohne Google Translater hin, der ist ja auch auf dem Phone. Dann im Rucksack nach nem „Werkzeug“ gesucht, um die SIM Karte umzubauen.....und was findet Frau in ihrem Rucksack....das Ladekabel 😃😃.
    Es hing noch am Netzteil.

    Die Moral von der Geschichte:
    1. Alles dahin räumen, wo es hingehört!
    2. Ich werde heute Abend Hardcopys von allen wichtigen Unterlagen machen und aufs Tablet packen, da stehen sie dann wenigstens offline zur Verfügung.
    Oh sicher kann auch noch der worst case eintreten und auch das Tablet hat keinen Strom mehr. Aber so ein wenig Restrisiko macht es doch spannend.
    Leben am Limit halt!
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  • Day2

    Klaipeda, die Zweite

    October 4, 2016 in Lithuania ⋅ 🌙 6 °C

    Auf der Jagd nach Futter ist mir heute Abend noch ein besonderes Highlight begegnet.
    Zurück von Sand, Strand und Sonne bin ich bei der Suche nach Futter über ein altes Segelschiff "gestolpert".
    Als ich das Schiff enterte, war mir nicht bewusst, was für ein edler "Schuppen" das ist.
    Am Eingang wurde mir meine Garderobe abgenommen von einer Dame im schicken Outfit. Ich mit Wanderschuhen, Shirt und Rucksack 🤔. Ich wurde dann in den Bauch des Schiffes begleitet und platziert.
    Edles Ambiente, mein erster Gedanke - da wird das Budget wohl nur für ein Salatblatt reichen...
    Ich war zu diesem Zeitpunkt der einzige Gast und hatte die volle Aufmerksamkeit des Kellners.
    Man gab mir keine Speisekarte, sondern reichte mir einen versiegelten Briefumschlag. Dieser enthielt die Speisekarte. Ein Blick auf diese und mir war klar, es reicht doch für mehr als ein Salatblatt.
    Ich habe sehr leckeren Fisch gegessen in einem edlen Ambiente, für einen sehr moderaten Preis. Als Vorspeise gab es eine Fischsuppe, die mit Wodka am Tisch verfeinert wurde. Sollte es euch einmal hierher verschlagen, kann ich euch das uneingeschränkt empfehlen. Fast schon Sterneküche.
    Ein großartiger Abschluss eines sehr schönen Tages.
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  • Day2

    Nida - Insgesamt...

    October 4, 2016 in Lithuania ⋅ 🌙 10 °C

    ...sitzen wir viel zu wenig am Strand!

    Was für ein herrlicher Tag. Wichtigstes Accessoire heute - Sonnenbrille-.
    Hatte ich mir nicht Sonnenschein für heute gewünscht. Da wurde mein Wunsch aber zu 100% erfüllt. Blauer Himmel und nicht ein Wölkchen. Ich sag's ja immer, man muss seine Wünsche nur klar formulieren. Also ab zur alten Fähre auf die Kurische Nehrung. Alte Fähre, klar gibt es auch eine Neue, diese kann auch mit dem Auto genutzt werden, die Alte nimmt nur Fußgänger und Fahrräder mit und legt direkt an der Bushaltestelle auf der anderen Seite an. Nur kommt nicht immer ein Bus, wenn eine Fähre anlegt. Das schreit nach Prozessoptimierung. Eine Stunde warten....
    Aber ein Großraumtaxi stand da.
    Kurze Verhandlung mit dem Taxifahrer, er sprach ein wenig deutsch und man einigte sich auf 5€, wenn der Wagen voll wird. Er wurde voll, außer dem Fahrer passen da noch 7 Personen rein. ....er nahm 8 mit 😱. Internationale Fuhre, Deutsche, Engländer und eine Russin. Ich hab den besten Platz neben dem Fahrer erwischt. Scheint mein Tag zu sein.
    Die Landstraße kostet übrigens Maut (Mautstation auf der Landstraße- witzig). Ist aber eher ne Naturabgabe, um Fahrzeuge abzuschrecken.

    Kurzer Fakten Check: Die Kurische Nehrung ist eine 98 km lange Halbinsel . Die nördlichen 52 km gehören zu Litauen und die südlichen 46 km zur russischen Oblast Kaliningrad. War mir vorher garnicht bewußt, dass es mitten in Europa eine russische Enklave gibt. Heißt für EU Bürger, ohne Visum ist an der Grenze Schluss.

    Unsere russische Mitfahrerin, die ein fast akzentfreies
    Deutsch sprach und die zuerst an der Grenze abgesetzt wurde, meinte beim Aussteigen zu uns "da muss man nicht rüber, bleibt lieber in Europa".

    Nida liegt auf der Seite des Haffs, will man an die Ostsee muss man die Insel in der Breite überqueren. Das sind an der Stelle 2 km bis zum Ostsee Strand. Und es hat sich jeder Meter gelohnt. Kilometerlanger feinster, fast menschenleerer, sehr sauberer Sandstrand.
    Natürlich mußte ich wenigstens mit den Füßen in der Ostsee baden. Das Wasser hat solche Freudensprünge (man könnte auch sagen Wellen) gemacht, dass die Hosenbeine bis zum Knie naß waren.
    Ein Abstecher zur Hohen Düne sollte es dann auch noch sein. "Man glaubt in der Sahara zu sein" - sagte Thomas Mann darüber (der wusste auch wo es schön ist, hatte ein Ferienhaus in Nida). Und es ist wirklich beeindruckend- Sand, Wasser und Himmel. Die Düne ist ca. 50 m hoch und man blickt von da oben in eine riesige "Sandkiste". Fotos geben das garnicht so wieder.
    Die Kultur hab ich mir dann doch gespart. Wollte mir eigentlich das Thomas Mann Museum in seinem ehemaligen Ferienhaus ansehen. Der traumhafte Strand, den ich fast für mich alleine hatte, hat dann das Rennen gemacht.
    Fazit- an diesen Fleck kann man es auch sehr gut länger aushalten. Leider fuhr mein Bus...
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  • Day1

    Klaipeda

    October 3, 2016 in Lithuania ⋅ ⛅ 13 °C

    Erstes Ziel meiner Reise nach Litauen.
    Eigentlichen war der Plan, sich mit einem Mietwagen fortzubewegen. Nachdem ich aber festgestellt habe, dass das Parken für das Auto im zweiten Teil meiner Reise teurer ist, als meine Übernachtung, hab ich mich komplett auf Öffentliche eingestellt und auch wenn ich bedenken hatte, ob das alles so funktioniert... heute war das schon mal super.
    Drei Stunden vom Bus durch viel Landschaft geschaukelt werden hat auch was, ich hab geschlafen, gelesen und einfach nur aus dem Fenster gestarrt. War irgendwie entspannt, wie Urlaub 😄.
    Klaipeda, die drittgrößte Stadt Litauens mit ca. 160.000 Einwohnern, bis 1914 übrigens die nördlichste Stadt Deutschlands 🤔. Soviel zu den Fakten.
    Ich bin hier, weil mein Ziel die Kurische Nehrung ist.
    Nachdem ich meinen Backpack im Hotel abgeladen habe, ging es ins Städtchen.
    Ganz tolle Altstadt, liebevoll sanierte Häuser, tolle Boutiquen (nur gucken nicht kaufen, wir erinnern uns, ich reise mit Handgepäck), süße Cafés (ich habe meinen Favoriten für Mittwoch schon gefunden) und jede Menge Restaurant. Auch der Burghafen ist sehenswert.
    Hier habe ich den "Schwarzen Geist" gefunden, der natürlich eine Sage als Hintergrund hat. Die Brücke an deren Ende er "hängt" wird auch heute noch nur mit Muskelkraft gedreht, um Segelboote in den Yachthafen zu lassen.
    Klaipeda hat jede Menge Skulpturen mit einer Geschichte im Hintergrund. Die "Kleine Maus", sie ist echt winzig, ihr soll man einen Wunsch ins Ohr flüstern, der sich sicher erfüllt, wenn man es niemanden verrät. Ich habe natürlich einen Wunsch bei ihr platziert und nein, nicht das was der eine oder andere hier denkt 😄....
    Am Abend hat sich sogar noch die Sonne gezeigt. Morgen hoffe ich auf mehr davon, ich will an's Meer.
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  • Day1

    ...bin ich jetzt Backpacker?

    October 3, 2016 in Lithuania ⋅ ☁️ 13 °C

    ...Abflug von Frankfurt-Hahn nach Vilnius/ Litauen.
    Nur mit 10 kg Handgepäck- eine Herausforderung, besonders an mein Beautycase. Und eines der vielen Dinge, welche ich zum ersten mal tue, auf meinem zehntägigen Trip.
    Und was soll ich euch sagen, ich reise mit einem Trekkingrucksack, auch zum ersten Mal.
    Mit dem Teil auf dem Rücken, auf dem Weg vom Parkplatz zum Flughafen, habe ich mich irgendwie 20 Jahre jünger gefühlt. Sonst begleitet mich immer ein Rollkoffer.
    Bin ich jetzt Backpacker? 😄
    Vilnius hat mich im Nebel begrüßt und das Erste, was ich lernen durfte, Litauen ist der Zeit eine Stunde vor aus. Aus dem Cockpit kam nach der Landung der Hinweis, dass die Uhr um eine Stunde vorzustellen ist. Dann fehlt mir ja eine Stunde für Unternehmung!?
    Ha, die habe ich gleich wieder gutgemacht. Meine Weiterreise sollte um 13:30 Uhr starten, da im Internet alle früheren Verbindungen ausgebucht waren. Zwei Stunden totschlagen am Airport, der übrigens wie ein schönes altes Bahnhofsgebäude aussieht, hätte das bedeutet.
    Ich hab dann erstmal den Haltepunkt für den Bus gesucht und siehe da, der 12:00 Uhr Bus stand da, mit vier Fahrgästen- Ausgebucht?
    Ein Busfahrer der nur litauisch spricht, ich mit rudimentärem Englisch und ein Fahrgast als Dolmetscher... und schwups saß ich mit meinem 13:30 Uhr Voucher grinsend im 12:00 Uhr Bus. Der auch noch kostenfreies WiFi hatte, in Richtung Klaipeda.
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