• Czarnego Pstrąga

    9 augusti, Polen ⋅ ☁️ 24 °C

    Unser Zwischenstopp des Tages liegt mitten im Wald. Das Historische Bergwerk Tarnowskie Góry war ein Blei-, Silber- und Zinkbergstollen in der Bergbauregion Oberschlesien. Angelegt 1784 als Friedrichsgrube. Seit 2017 ist es UNESCO-Weltkulturerbe.

    Ein 600 Meter langer Abschnitt des Stollens wird seit 1957 unter dem Namen Sztolnia „Czarnego Pstrąga“ (Schwarze Forelle-Stollen) für touristische Zwecke genutzt. Der Stollen wird zwischen zwei Lichtschächten („Ewa“ und „Sylwester“) mit Booten befahren.

    Im Schweiße seines Angesichts hat der Ritter es geschafft, auf einer rein polnischen Website für uns Tickets für die englische Führung um 12 Uhr zu buchen. 💪

    Wir steigen im Ewa-Stollen 20 m ab, besteigen ein wackliges Boot, gondeln damit 600 m durch einen engen, feuchten und dunklen Stollen im tiefen Fels um am Ende im Sylvester-Stollen wieder 30 Meter aufzusteigen, das ganze geht nur oneway, einmal drin im Abstieg gibt es kein zurück mehr. Genau die richtige Freizeitbeschäftigung für Tunnelphobiker also 🙄🐰.

    Forellen sieht man untertags keine mehr, ist auch viel zu laut mit den Metallbooten auf Fels. Frühmorgens sollen sie noch zu sehen sein - der unterirdische Strom ist mit dem Fluss verbunden. Im Winter sollen hier Fledermäuse überwintern, und wir fragen uns im Angesicht dessen, was wir letzt über Fledermäuse gelernt haben, wie die den Lärm der Touren wohl wegstecken… 🤔

    Wieder über der Erde genießen wir erstmal einen Mittagssnack im Wald bevor die Reise weitergeht. Für „Nicht-Tunnelphobiker“ ein echt schönes Erlebnis unter Tage, mal eine andere Art Bergwerksführung 😇.
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