Quer durch Tschechien…
August 15 in Czech Republic ⋅ ☀️ 27 °C
Alles hat ein Ende und auch wir müssen uns wieder auf den Heimweg machen. Wir hatten lange überlegt, wie wir diese zwei Wochen am besten strukturieren können, das beste Modell sah dann eine direkte Rückfahrt von Krakau am Samstag in einem Rutsch vor mit der Option, falls es ganz mies laufen sollte, spontan noch eine Zwischenübernachtung einzufügen.
Die beiden Hauptvarianten beinhalteten jeweils 828 Kilometer Strecke, die nördliche durch Schlesien und Sachsen kannten wir schon von unserer Rückfahrt aus Warschau vor ein paar Jahren, nicht die beste während des Ferienreiseverkehrs. Neu hinzukam jetzt noch eine digitale Maut zwischen Gleiwitz und Breslau, die nicht wie beworben an Orlen-Tankstellen bezahlt werden kann (und uns im Nachgang vermutlich noch ein bisschen Bußgeld kosten wird). So fiel uns die Entscheidung leicht für die südliche Variante, gemäß Google Maps eine halbe Stunde kürzer, und die tschechische Maut wird ganz bequem auf der Website gekauft.
Soweit so gut, was wir nur völlig unterschätzt haben, ist Mariä Himmelfahrt….
Schon dass unser so liebgewonnener Bäcker um die Ecke geschlossen hatte, war eine Warnung. An der Mautstation kurz hinter Krakau war ein kurzer Stau, ging zwar zügig, hat uns aber am Samtagvormittag stadtauswärts doch überrascht.
Die Navis zeigten eine zunehmende Anzahl an Staus und Stockungen an, doch kurz hinter Ostrava ging erstmal gar nichts mehr, kompletter Stillstand von einem Moment auf den anderen.
Vorbildlich die tschechische Rettungsgasse, die auch rege benutzt wurde, Feuerwehr, Notarzt, Polizei rauschten durch. Nach einer Dreiviertelstunde bei über 30 Grad fuhr auf einmal eine Motorradstreife durch, die alles filmte. Kurz darauf kam hinter uns Bewegung ins Spiel, der Stau wurde von hinten aufgelöst. Also auf der Autobahn wenden und als offizieller Geisterfahrer an den wenigen LKW und Wohnwagen vorbei zur letzten Auffahrt, wo wir rausgeleitet wurden. Mal ein anderes Erlebnis…
Die direkte Umgehung zur nächsten Auffahrt natürlich hoffnungslos dicht, wir haben uns dann eine wüste Route zur übernächsten gesucht. Dass wir für die ersten 300 Kilometer 6 1/2 Stunden benötigt haben, zehrte zwar an unseren Nerven, kam uns dann aber später zugute, als der Verkehr langsam nachließ. Da um Brünn alles dicht angezeigt wurde, schlugen wir uns ab Olmütz nördlich durch, zwar noch nicht mit durchgehend fertiger Autobahn, aber recht entspannt, mit einigen Erinnerungen an unsere Welterbetour vor 4 Jahren und der Erledigung unserer benötigten Einkäufe, da klar war, dass wir nicht mehr zu den Ladenöffnungszeiten nach Hause kommen werden.
Der Verkehr liess immer mehr nach, durch Prag ging es auch recht entspannt, die letzten 300 Kilometer liefen fast von alleine. Während es dunkel wurde, noch ein sehr seltener Besuch im Fastfoodladen bis wir nach über 11 Stunden endlich zuhause ankamen. Ein langer Tag und die Erkenntnis, dass Mariä Himmelfahrt in dieser Weltgegend kein guter Fahrtag ist…
Aber: Home Sweet Home 😎Read more







ReisezeitenAch herrje. Dann kommt mal gut an und entspannte Nacht wünsche ich.
TravelerOh gott, solche Fahrten sind ein Albtraum! Gut, dass ihr gut angekommen seid!
TravelerAch du meine Güte. Dann erst mal gutes Ankommen.
TravelerVielen Dank für euren interessanten Bericht!