Indonesia
Kali Pranti

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Travelers at this place
  • Day14

    Blick in den Schlund der Erde

    October 9, 2019 in Indonesia ⋅ ⛅ 22 °C

    Jetzt geht es auf die raue Seite Javas. Wir verzichten bewusst auf eine organisierte Tour und fahren selbst mit einem Moped in Richtung Mount Bromo, einen der vielen aktiven Vulkane hier in Indonesien🌋.

    Wrooooom... Wir düsen steile Bergstrassen bis auf 2.300 Meter hinauf🛵. Die letzten Höhenmeter wollen zu Fuß bewältigt werden. Ganz schön anstrengend. Nur mit einer Stirnlampe geht es nachts bei 4 Grad die engen Bergpfade hinauf. Über uns das klare Sternenzelt und die Milchstraße. Aber viel Zeit zum staunen bleibt nicht. Denn wir wollen vor Sonnenaufgang an einem geheimen Aussichtspunkt sein.

    Wir schaffen es rechtzeitig und werden mit einem stimmungsvollen indonesischen Sonnenaufgang belohnt. Zu unseren Füßen liegt die riesige Vulkanlandschaft, die von der Morgensonne nun langsam in die verschiedensten Rottöne getaucht wird. Überall kleine rauchende Schlote. Wow.

    Wir wollen näher an die Schlote ran und beginnen die Wanderung durch das Aschefeld zum rauchenden Mount Bromo. Es ist staubig, es ist dreckig, es ist trocken. Der steile Aufstieg an den Vulkanwänden hinauf kostet sehr viel Kraft. Doch plötzlich stehen wir mitten drin im Krater. Nur ein paar Meter unter uns klafft ein riesiges Loch. Wir hören und sehen es brodeln. Überall dampft es. Was für ein Naturschauspiel😳.
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    Franziska Schmiederer

    So viele wunderbare Eindrücke...da nimmt man die Strapazen gern in Kauf

    10/12/19Reply
    Globigtrotters

    Wie abgefahren! Tolle Eindrücke und toll geschrieben... wroooommm 😁

    10/12/19Reply
    Melissa Gerards

    Was ein Abenteuer!!! Kras 😱

    10/13/19Reply
     
  • Day46

    Mount Bromo

    November 22, 2019 in Indonesia ⋅ ☁️ 14 °C

    Um 0 Uhr ging es mit dem Jeep Richtung Bromo.
    Dort wollten wir den Sonnenaufgang anschauen. In unserer Gruppe waren wir zu viert.
    Es ging also los durch die Nacht und holprigen Straßen. Nach ca 2,5 Stunden kamen wir am Viewpoint an. Da dieser auf ca. 2.900m lag wurde es auch etwas frisch dort oben 🥶 Super Voraussetzung, dass der Sonnenaufgang erst um ca. 4.30 Uhr startet.

    Lustige Geschichte:
    In der Ferne und in der Richtung wo der Vulkan Bromo liegen sollte, sahen wir einen Vulkan über diesem gerade eine Rauchwolke aufstieg. Kurz fragten wir uns ob es die Richtige Entscheidung war den 'Bromo' zu erklimmen 😅 Als es heller wurde, erkannte man etwas Näher einen weiteren Vulkan. Dieses Bild hatten wir doch Schonmal gesehen. Schnell wurde uns klar, dass der erste Vulkan (mit der Rauchwolke) garnicht der Mount Bromo war 😅 Nun waren wir uns aber sicher!
    Noch lustiger: unser Guide erzählte uns dann später, bevor wir zum Krater gingen das auch unser zweiter vermeintlicher Mount Bromo, nicht der Mount Bromo war 🙈😂

    Wir waren froh als der Sonnenaufgang startete und die Kälte etwas nachlies. Wir genossen das tolle Farbspiel und den tollen Ausblick. Da wir noch etwas den Berg hoch kletterten, konnten wir dies gerade mal mit einer Handvoll Menschen genießen.
    Danach ging es weiter Richtung Krater. Dafür mussten wir durch den 'Sea of Sands' und um den Mount Batok herum fahren. Der Weg zum Krater führte ca eine halbe Stunde durch Sand und 200 Treppenstufen hinauf.
    Einzigartig wie man dann dort oben steht und das Brodeln des Vulkans hört und den Rauch aufsteigen sieht.

    Zum Abschluss ging es noch zum Air Tumpak Wasserfall. Gegen 11 Uhr erreichten wir wieder das Hostel. Nun steht erstmal ein kleines Nickerchen an 😊
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  • Day191

    Mt Bromo (Java/Bali 1/3)

    February 24, 2020 in Indonesia ⋅ 🌧 18 °C

    Da unser Visum für Indonesien bald auslief und wir so viel Zeit wie möglich in Raja Ampat verbringen wollten, haben wir nur knapp zwei Wochen um das östliche Java und Bali zu bereisen.

    Wir versuchen so viel Unternehmungen wie möglich einzubauen und besteigen auf Java gleich zwei Vulkane, bevor wir uns in Bali vornehmlich auf die ländliche Umgebung Ubuds inkl. Reisterrassen und jede Menge hinduistischer Tempel konzentrieren.

    Wir erreichen Java per Flugzeug in Surabaja und unsere anschließende Fahrt mit dem Zug zum größten Vulkan Indonesiens verläuft wie so viele Transporte in Südostasien. Der Zug ist ausgebucht und jeder Platz belegt, als wir uns mit unseren Rucksäcken den Weg durch die viel zu schmalen Gänge zu unseren Sitzplätzen bahnen, die definitiv nicht für europäische Rucksacktouristen ausgelegt sind. Vom Einstieg an werden wir von unzähligen Augenpaaren verfolgt, die manchmal schnell wegsehen wenn ihr Blick erwidert wird aber häufiger noch von vielen Lachfalten umschlossen werden und uns so international verständlich lächelnd begrüßen.
    Trotz der vielen Touristen sind die meisten Indonesier immer noch an Europäern interessiert und neugierig und bieten uns immer wieder ihre Hilfe an.

    Als wir schließlich unsere Plätze in der Wagonmitte erreichen strahlt uns auf den Plätzen gegenüber eine Familie mit zwei Kindern an, die sich auf eine Bank drängt, die zwar offiziell für drei Personen ausgelegt, aber kaum größer ist als ein Doppelsitz im Metronom zwischen Bremen und Hamburg.
    Nach anfänglicher Schüchternheit ist das Eis schnell gebrochen, Namen und Herkunft ausgetauscht, Gruppenselfies gemacht und am Ende sogar das berühmte und omnipräsente Nasi Goreng geteilt.

    Bei unserem Aufstieg auf den Mt Bromo haben wir am nächsten Morgen Glück, dass das Wetter mitspielt und uns einen ausreichend wolkenfreien Sonnenaufgang mit wunderbarem Blick über eine weite, pitoreske Ebene gesäumt von verschiedenen Vulkanen und Bergen beschert, die uns wiedermal an eine abenteuerliche Reise verschiedener Romanhelden erinnert. Bei der anschließenden Besteigung des aktiven Vulkans laufen wir durch eine erstarrte aber durch die Temperaturunterschiede dauerhaft dampfende Lava-Landschaft und sind dieses Mal eher an eine intergalaktische Mondoberfläche erinnert als an das sonst so häufig tropische Südostasien.

    Für unsere Besteigung des Mt Ijen werden wir ein paar Tage später um 0:30 Uhr abgeholt. Dementsprechend müde sind wir also, als wir uns nach einer guten Stunde Autofahrt schließlich an den ca. dreistündigen Aufstieg machen.
    Doch die frühe Anstrengung hat sich spätestens dann gelohnt, als wir nach dem Abstieg ins Kraterinnere die blauen Flammen des brennenden Schwefels sehen.
    Ein insgesamt schon beeindruckendes Erlebnis, was aber hauptsächlich dadurch zu erklären ist, dass zwischen den Touristengruppen mit Atemschutzmasken die einheimischen Schwefelstecher ihre tägliche Arbeit verrichten und (ohne Masken) mit Eisenstangen den gerronnenen Schwefel aus der Erde brechen bevor sie ihn in Körben auf der Schulter bis zum Kraterrand hinauftragen. Bis zu 200kg pro Tag, 6 Tage die Woche, für umgerechnet 300 Euro pro Monat.
    Die anschließende Wanderung auf dem Kraterrand gibt uns einen Überblick über das gesamte Ausmaß des Vulkans und erlaubt uns Blicke zu werfen auf türkisblaues hochgiftiges Wasser, die steilen Hänge des inneren Kraters und die dampfende Schwefelszenerie.

    Zwei Tage später empfängt uns Bali in der Nebensaison wenig überlaufen und trotzdem meist sonnig, aber leider auch mit sehr viel Plastikmüll an den Stränden. Ubud gilt als spirituelles Zentrum der Insel und schon auf dem Weg zu unserer netten Unterkunft sehen wir geschmückte hinduistische Tempelanlagen und Bögen voller Blüten die Straßen schmücken.
    Wir nutzen das gute Wetter und machen einige Fahrten mit dem Roller durch die umliegenden Reisterrassen und zu Wasserfällen und genießen die hohe Dichte und Diversität an guten günstigen Restaurants. Unsere letzten Tage in Indonesien verbringen wir in Amed im Norden Balis, bekannt für seinen schwarzen Sandstrand, die schönen Schnorchelspots und den guten Blick auf den Vulkan Mt Agung (den wir ausnahmsweise nicht besteigen).

    Mit unserer letzten Station auf Bali geht auch unsere Zeit in Indonsien und insgesamt in Südostasien zu Ende. Seit der Ankunft in Kambodscha im Oktober sind mehr als 4 Monate vergangen, in denen wir wahnsinnig viel gesehen und erlebt haben. Wir sind gewandert, geschwommen, getaucht und geschnorchelt, haben Tempel, Dschungel, Strände und Vulkane besucht, waren in traditionellen Bergdörfern und mordernen Metropolen, haben viele nette Menschen getroffen, Einheimische und Mitreisende, sind mit Rollern gefahren, mit Fahrrädern und Tuk Tuks und vor allem haben wir wahnsinnig viel und gut gegessen.

    Doch jetzt ist Zeit für etwas neues und so machen wir uns schon im bedrohlichen Schatten der nahenden Corona-Welle auf nach Australien und freuen uns auf einen kulturellen Wechsel in Perth, das Camper-Leben, den Roadtrip nach Darwin und scheinbar selbstverständliche und profane Dinge wie grüne Parks, Bürgersteige oder leckeren Käse.
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  • Day12

    Sonnenaufgang am Tengger Caldera

    May 13 in Indonesia ⋅ ⛅ 20 °C

    2.00 Uhr ging es los zur Sonnenaufgangstour. Mit den Jeep hoch bis zum Kraterrand. Um den Fussweg zu minimieren war das frühe Aufstehen nötig, denn die Sonne ging erst 4.15 auf. Alle müssen mit Jeeps oder Roller da hoch und der Platz an der Strasse ist begrenzt, um nicht zu weit hoch laufen zu müssen, steht man so früh auf, meint unser Guide.
    Oben war es eine sehr menschenreiche, zugige und tatsächlich kalte Angelegenheit und ganz ehrlich ich war froh, als wir wieder in den Jeep einsteigen konnten.
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  • Day12

    Vulkanbesteigung Mt. Bromo

    May 13 in Indonesia ⋅ ⛅ 16 °C

    Vom Sonnenaufgang ging es zum Bromo, dem aktivsten Vulkan Indonesiens.
    Die Jeeps müssen unten parken und man läuft entweder 30 min bis zum Fuss des Brome und dann noch die 245 Treppen hoch, oder man lässt sich vom Pferd hinauf bringen. Grundsätzlich wären wir gelaufen aber unser Guide meinte, es ist zu weit und wir sollen die Pferde nehmen. Nun gut dann rauf aufs Pferd ganz geheuer war es uns nicht. Nach dem Treppenaufstieg kann man direkt in den Vulkan schauen. Die brodelnden Geräusche waren etwas beängstigend.
    9.00 Uhr waren wir zurück im Hotel.
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    Lea Pfirrmann

    Oh wie schön, vier Pferde🥰

    5/16/22Reply
    Britta Pfirrmann

    Sei ehrlich, schade das es keine Kamele sind, oder?

    5/16/22Reply
     
  • Day187

    Vulkan Bromo

    October 27, 2019 in Indonesia ⋅ ⛅ 14 °C

    Nach einem nächtlichen Zwischenstopp in Kuta, Bali geht es am Samstagmorgen los nach Java, eine weitere indonesische Insel. Unser Ziel auf dieser Insel ist der aktive Vulkan Bromo.
    Nach einer laaangen Reise kommen wir im Dunkeln im Dorf Chewang Lawag, das direkt am Fuße des Vulkans liegt, an. Die Indonesier wissen genau, wie sie Touristen das Geld aus der Tasche ziehen können- um im Dorf übernachten zu können muss man Eintritt bezahlen. Ganz schön bescheuert... aber was soll man machen?
    In der Unterkunft angekommen gehts direkt schlafen, da es am nächsten Morgen früh los geht.
    Der Wecker klingelt um kurz vor 3.
    Dick eingepackt machen wir uns auf den Weg zum King Kong View Point um den Sonnenaufgang zu bewundern. Wir schließen uns für die Wanderung bei einer 3er Gruppe aus unserem Hostel an: zwei Schwestern aus Frankreich und ein Engländer. Gemeinsam gehts 2500m hoch. Schon während des Aufstiegs kann man das Morgenrot am Himmel sehen. Wirklich traumhaft schön. Nach 1 1/2h erreichen wir das Ziel und können in Ruhe durchatmen und die Morgenröte genießen bevor sich die Sonne zeigt. Ein wunderschöner und klarer Sonnenaufgang. Auf unserer rechten Seite kommt dann auch der Vulkan zum Vorschein- einfach unglaublich. Die Bilder können das alles gar nicht so einfangen, aber einen Eindruck geben sie auf jeden Fall.
    Das war mal ein perfekter und wunderschöner Start in den Tag.
    Wir verweilen noch ein bisschen am Aussichtspunkt und genießen den Panoramablick. Nach einem Heißgetränk, auf dem Berg ohne Sonne wars sehr kalt, begehen wir den Abstieg. Wir legen einige Pausen ein, da der Ausblick einfach toll ist.
    Nach einer Stärkung machen wir uns dann direkt auf zum Krater. Da wir aber keine 330000 Rupien Eintritt bezahlen wollen (das sind umgerechnet 40€) versuchen wir über einen Schleichweg auf eigene Faust und unentdeckt den Krater zu besteigen. Anfangs dachten wir, das ist nicht möglich, da wir einen Zaun entdeckten. Auch in den Reiseblogs klang unser Vorhaben illegal. Aber wie wir von Nahem und zu unser allem Erstaunen feststellten, waren der “Zaun“ nur ein paar Holzblöcke zwischen denen man ohne Probleme durchlaufen konnte. Wow das war ja einfach! Die Wanderung durch den “sea of sand“ (den schwarzen Sand des Vulkans) war beschwerlich aber gut machbar. Der Aufstieg auf den Krater war nochmals sehr kräftezehrend und die Beine taten nach der langen Fahrt, wo man sich ja nicht bewegt hat, sehr weh. Aber alle Strapazen haben sich gelohnt. Plötzlich stand man nämlich auf dem Krater des Vulkans und konnte in den “See“ schauen. Der Bromo hat keine Lava sondern Wasser aus dem Schwefel in Rauchschwaben aufsteigt. Es war super beeindruckend zu sehen, wie der Rauch aufstieg, das Wasser blubberte und es immer mal wieder große Rauchstöße gab. Auf dem Krater konnte man auch noch etwas herumlaufen, was ebenfalls super cool war.
    Ein einzigartiges und unvergessliches Erlebnis!
    Das erste Mal auf einem aktiven Vulkan- schon cool
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  • Day23

    Bromo (Java)

    September 27, 2017 in Indonesia ⋅ 🌫 11 °C

    Tijd voor een snelle tussenstop om een vulkaan te bezoeken. Na onze dagelijkse portie selfies en foto's met locals tijdens de treinrit, stonden we om 2u 's nachts op om de zonsopgang te bewonderen boven de populaire Bromo vulkaan. Helaas konden we dankzij het slechte weer nog geen 5 meter voor ons zien. Teleurgesteld begonnen we aan de beklimming van de Bromo. Het klaarde echter op en onze bewondering was groot toen we aan de afgrond van de brullende, rokende krater stonden. Wat een natuurgeweld!Read more

    Marjan Delobelle

    Waaaw 😍

    9/27/17Reply
    Heidi Masschaele

    En nu snel weg hoop ik...

    9/27/17Reply
    Michiel Van Ooteghem

    Awesome!!

    9/27/17Reply
     
  • Day47

    Surabaya -> Cemoro Lawang

    February 8, 2020 in Indonesia ⋅ ⛅ 22 °C

    After our planning yesterday we needed to make the plan work! We decided to order a Grab all the way there (3 hours ish) but were a little worried that it might not work, but all went without a hitch!

    Made it to our guesthouse by about 1ish so had some lunch in a lovely little cafe and then headed off towards the crater. There’s two things to walk to at - Bromo itself where you go onto the crater an the viewpoint on another hill (called King Kong hill). The general system is to go to the viewpoint for sunrise and then to the crater just after, but we’d read that the crater is also good in the afternoon so we decided to do that. We also had some tips from a guy at lunch about avoiding the 320,000 entrance fee by taking a back route so we also did this! Great walk and the crater was amazing- being that close to an active volcano was pretty incredible but also a bit scary!

    Walked back to town and then had some chips and a beer before freshening up and having dinner. Bumped into a few people we’d seen before including the Spanish guy from Bajawa and then went to bed very early as we’re up at 3.30 tomorrow!!
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  • Day18

    Einfach KRASS...

    August 26, 2017 in Indonesia ⋅ ☀️ 32 °C

    9 Uhr: Nach etwa sechs Stunden Schlaf im gemütlichen Hotelbett klingelt der Wecker. Wir haben uns für 9.30 mit den Spaniern zum Frühstück verabredet. Unser Plan sieht vor, so schnell wie möglich weiter zum Bromo zu fahren. Denn dort wird es gegen 17.30Uhr dunkel. Dann kann man besonders am Vulkan nicht mehr viel machen. Wir hoffen, die Spanier ziehen mit und wir können mit ihnen mitfahren. Erstmal stellen wir fest, dass wir das Frühstück doch extra bezahlen müssen - Mist. Kurz nach uns kommt nur er, um sich einen Kaffee zu holen. Er macht nicht den Eindruck, als hätten sie den Plan schnell weiterzufahren. Ihr Problem ist, dass wegen der Verspätung beim Flug ihnen ihre Unterkunft abgesagt hat und er jetzt etwas neues suchen muss. Leider ist in unmittelbarer Nähe zum Vulkan nicht mehr viel übers Internet verfügbar. Vor Ort sieht es bestimmt besser aus, aber das ist ihn zu unsicher. Als er sich nach 30 Minuten mit den Worten verabschiedet, dass er sich nochmal hinlegen will, wussten wir, dass wir uns selber etwas organisieren müssen. Echt doof! Es wäre perfekt gewesen, mit den beiden mitzufahren. Egal, wir checken an der Rezeption, wie wir am besten zum Vulkan kommen. Bus, Minibus, fährt irgendwas zeitnah zum Bromo? Die Frau sagt, wir brauchen einen Jeep für 1.500.000 Rupien (ca. 100€), um die Strecke fahren zu können. Wieso? Bei Google ist es als normale Route angegeben. Nach etwas Hin und Her stellt sich raus, dass kein Bus direkt fährt. Der kürzeste Weg ist nur mit dem Jeep möglich, denn wir sind auf der falschen Seite des Vulkans. Wären wir am Abend nach Probolinggo im Osten gefahren, würden wir ohne Probleme hoch zum Vulkan kommen. Ach Mist, aber woher sollten wir das wissen? Die Frau an der Rezeption telefoniert etwas herum und bietet uns ein Taxi für 650 000 Rupien an. Nicht günstig, aber OK. Wann kann es losgehen? Vielleicht in 30 Minuten, vielleicht aber erst um 13 Uhr (es war gerade kurz vor 10.30Uhr). Wir entschließen uns, erstmal alles zu packen und uns dann eventuell selber ein Taxi zu suchen. Nach dem Packen mache ich mich also auf den Weg. Als ich aus dem Hotel gehe, kommt mir unser Fahrer aber schon entgegen - das ging aber schnell. Also Sachen holen, auschecken und los. Nach kurzer Fahrt frage ich den Fahrer, wie lang wir fahren. Er sagt 3,5h. Was? Google sagt, dass wir nur 2h brauchen. Er meint wiederum, dass wir die vorgeschlagene Strecke nicht fahren können, da die Straße "zu extrem" ist. Fantastisch! Also müssen wir einmal von Westen nach Norden, um den Vulkan herrum und dann hoch ins Bergland. Der Weg raus aus Malang wird schon zur Qual, da der Verkehr mal wieder kollabierte und man eigentlich nicht vorwärts kommt. Ich bin mega genervt. Wir verschwenden das kostbare Tageslicht im Auto, statt auf dem Vulkan sein zu können. Wären wir doch nur gestern Nacht in die andere Stadt gefahren. Der Fahrer merkt, dass ich genervt bin und die Stimmung etwas angespannt ist. Das bringt ihn dazu, sich im Rahmen seiner Möglichkeiten zu beeilen. Allerdings nützt das im Stau nicht viel. Wir fahren also einen Großteil der Strecke zurück und können nach über 2,5h Fahrt endlich auf die Straße zum Bromo einbiegen. Er sagt: "Noch 25 km". Sandra ist erleichtert, es ist ja nicht mehr weit. Aber für die 25km veranschlagt Google etwas über 1h. So ist das halt hier... Langsam werden die Straßen auch immer schlechter, dafür wird die Umgebung immer eindrucksvoller je weiter wir den Berg hochfahren. Wir sind begeistert und hoffen, den Vulkan heute noch anschauen zu können.  Geplante Ankunftszeit in unserer Unterkunft: 15 Uhr. Allerdings ist diese ca. 3km vom Vulkan entfernt. Nachdem wir unser Hotel übersehen haben und einmal fast bis zum Vulkan gefahren sind, geht es den Berg wieder runter. Das werden drei lange Kilometer. Am Hotel angekommen noch schnell das mittlerweile obligatorische Foto mit dem Fahrer machen, einchecken und nach einem Roller fragen. Roller? Nein, sowas haben sie nicht und sie weiß auch nicht, ob sowas hier vermietet wird. Stattdessen möchte sie uns die Touri-Sunrise Jeep Tour für 450.000 pro Person andrehen. Wir machen ihr klar, dass wir kein Interesse an einer solchen Tour haben und stattdessen lieber selbständig unterwegs sein möchten.  Schnell noch das einfach aber schöne Zimmer etwas außerhalb, an einem Berghang gelegene Zimmer beziehen und dann los. Auf dem Rückweg nochmal schnell Internet im Foyer abcheken und probieren, die Spanier zu uns zu lotsen. Denn dann hätten wir die perfekte Rückfahrt zum Flughafen. Ich schreibe ihnen kurz, Sandra geht schon mal vor. Als ich nachkomme, hat sie bereits nach wenigen Metern jemanden gefunden, der uns seinen Roller für teuer Geld anbietet oder, für etwas mehr, eine richtige Motocross-Maschine. Sandra fragt mich, ob ich mir das zutraue. Es ist halt keine Automatik-Schaltung wie bei den Rollern und das Teil hat auch ordentlich Power. Natürlich will ich die Motocross Maschine haben!!! 😆 Er erklärt mir mehr schlecht als recht, wie die Schaltung funktioniert und dann soll ich mal ein Runde drehen. Der erste Versuch misslingt, der zweite auch. Mit viel Respekt fahre ich allein eine Runde auf der höllisch lauten Maschine. Mit dem Schalten und Berganfahrten habe ich anfänglich so meine Probleme, aber das wird schon schief gehen. 😉 Mit Sandra als Passagier geht es dann die teilweise steilen Straßen hinauf - nicht mehr ganz so souverän, aber irgendwie schaffen wir es. Vor dem Nationalpark, in dem sich der Bromo befindet, müssen wir mal wieder das 10-fache an Eintritt zahlen und fahren vor zum äußeren Kraterrand des ursprünglichen Vulkans, von dem aus man den ca. 2km entfernten Bromo sieht. Er gilt als einer der aktivsten und gefährlichsten Vulkane in Indonesien, was auch die Rauchschwaden über dem Schlot erklärt.
    Die Abfahrt in die Caldera, dem Abschnitt zwischen äußeren Kraterrand und Vulkan, ist sehr steil und die Straße ist übersät von Schlaglöchern. Unten angekommen offenbart sich eine unwirklich scheinende, dunkelsandige Landschaft, das sogenannte Sandmeer. Man könnte meinen, in der Wüste zu sein, wären da nicht die saftig grünen Hänge des äußeren Kraterrands, den wir soeben hinunter gefahren sind. Hier müssen wir uns für die Fahrt durch den sehr feinen Sand vorbereiten. Leider haben wir unseren Mundschutz vergessen, also müssen andere Kleidungsstück herhalten. Vermummt wie ein Bankräuber suchen wir uns einen Weg durch die Sandlandschaft. Nach kurzer aber abenteuerlicher Fahrt parken wir unser Bike vor einer kleinen Schlucht. Von hier aus geht es zu Fuß weiter. Wir laufen ca. 15 Minuten bergauf zu einer Treppe, die hoch zum Kraterrand des Bromos führt. Schon beim  Abstellen des Motorrads hörten wir ein Geräusch, wie das eines Flugzeugtriebwerk.  Mit jeder Stufe, die wir hochgingen, wurde das Geräusch lauter. Oben angekommen verschlägt es uns den Atem. So etwas haben wir noch nie erlebt. Man schaut in ein tiefes dunkles Loch, aus dem weißer, nach Schwefel stinkender Rauch aufsteigt. Außerdem ist es so laut, als würde man neben einem Kampfjet stehen. Das ist so krass... Wir wussten beide nicht, was uns erwartet, aber darauf waren wir nicht vorbereitet. Wir brauchten ein Moment, um uns wieder zu sammeln. Nach dem kurzen Schock setzte die Faszination ein. Wir laufen ein wenig auf dem Kraterrand entlang und warten auf den Sonnenuntergang. Es sind nur noch wenige andere Leute hier. Ein Stück weiter entdecken wir eine Art Schrein, vor dem ein dünner, kleiner Mann in ein Tuch gehüllt sitzt. Er hat Blumen, Räucherstäbchen und kleine Hünchen bei sich. Wir vermuten, dass es eine Art Mahnwache ist und dass er die ganze Nacht dort oben sitzt und Opfer darbringt, um den Vulkan zu besänftigen. Nach dem Sonnenuntergang wurde es recht schnell kalt. Fasziniert von dem Ort traten wir den Rückweg an. Wie immer boten uns Einheimische an, uns zurück zu fahren. Aber als ich mich auf die Motocross-Maschine setzte, staunten sie nicht schlecht. Einen solchen Anblick waren sie nicht gewohnt. In der Dunkelheit gestaltete sich der Rückweg noch schwieriger als der Hinweg. Wo fahren wir eigentlich lang? Wo ist der Weg raus aus der Caldera?
    Wir orientierten uns an den anderen Lichtern, die noch unterwegs sind. Die Wege waren allerdings nicht für unsere Maschine gemacht, sondern eher für Fußgänger und Wanderer. Irgendwie schaffen wir es allerdings zurück und fahren den äußeren Kraterrand hinauf. Oben angekommen sehen wir viele Lichter, die noch im Sandmeer unterwegs sind und können die Straße erahnen. Uns ist langsam echt kalt, also suchen wir uns ein Lokal und bestellen zum ersten Mal heißen Tee. Wir bestellen etwas essen und lesen einige Blogs, die uns Aufschluss geben sollen über unsere geplante Sonnenaufgangstour am morgigen Tag. Vor allen müssen wir den Weg zu den view points finden. Wir treffen schließlich auch eine Gruppe von Deutschen, die zur selben Zeit auf dem Bromo waren wie wir. Wir tauschen uns kurz bezüglich unserer Pläne für den Sonnenaufgang aus sowie über den Preis, den sie für ihre Bromo-Wollmütze bezahlt habe. Als wir das Restaurant verlaßen, werden wir natürlich auch von einem Mützen-Verkäufer abgefangen und feilschen um den Preis. Er wollte 50 000 für eine. Wir darauf: 40 000 für zwei. Als wir ihm sagten, dass wir Deutsche sind, fing er an zu lachen und sagt, dass er das doch heute schon mal hatte. Wir machen uns einen Spaß daraus und bezahlen ihm letztlich 45 000 für zwei Mützen. Jetzt noch kurz den Weg für den Sonnenaufgang abfahren und dann ab ins Hotel. Gegen 23 Uhr legten wir uns schließlich schlafen, um 4 Uhr sollte ja schon der Wecker klingeln.
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    Christa Reineboth

    Da ist unsere Schwalbe nichts dagegen. Hattet ihr hoffentlich Helme auf!

    9/3/17Reply
     
  • Day21

    Für en tüüfe, gsunde Schlaf

    September 23, 2018 in Indonesia ⋅ ⛅ 26 °C

    Ein letztes Mal ausschlafen in Surabaya. Nach dem Frühstück etwas Sport (man will ja nicht komplett aus der Form kommen) und dann gemütlich alles zusammen packen um noch irgendwo einen Kaffee abzugreifen und dann heisst es "Tschüss Surabaya"

    Bei gefühlten 30 Grad steigen wir zu Samsul (von Ijen Twin Tour) ins klimatisierte Auto ein. Bis Dienstag Morgen ist er unser Guide für die Touren auf den Bromo und zum Ijen. Der Empfang war riesig: genügend Wasser und sogar etwas zu Essen warten im Auto. Mit Samsul hatten wir seit ca 3 Tagen immer mal wieder Kontakt per Whatsapp, um alles für die Reise zu klären. Der Eindruck der dabei entstand täuschte nicht, er ist ein fröhlicher, informiert, lockerer Mensch der uns sofort sympathisch ist.

    Die Fahrt ins Dorf direkt vor den Bromo dauert etwa 3 Stunden und führt im letzten Teil ein Tal hinauf, auf Strassen die wir nicht selbst befahren möchten. Immer höher schraubem wir uns die Kurven hoch bis wir auf gut 2200 m.ü.M unser Homestay erreichen.

    Als wir aussteigen wird uns sofort klar, dass wir in der Höhe sind. Die dünne Luft wäre ja noch das geringste, aber der Temperatur sturz auf 14 Grad (in der Sonne) erwischt uns in den kurzen Hosen und dem FlipFlops doch etwas härter ⛄️.

    Also noch schnell das Briefing für den nächsten Tag und ab ins Zimmer um sich mit anderen Kleidern und den tollen Plüschdecken aufzuwärmen.
    Trotz der Kühle freut sich besonders Stephan: 14 Grad, endlich mal wieder schön in die Decke eingewickelt schlafen, das wird toll (bis zum aufstehen 😝)

    Das behagliche Bett verlassen wir nur noch für einen kurzen Abstecher ins Dorf zu einer leckeren, wärmenden Nudelsuppe.

    Jetzt, kurz nach 19.00 liegen wir wieder im Bett und versuchen langsam Schlaf zu finden, schliesslich ist morgen um 03.30 Treffpunkt 😱
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    Gertraud M

    Sieht lecker 😋 aus 😌. Gute Nacht!

    9/23/18Reply
     

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Kali Pranti

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