Italy
Cima Valbona

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Travelers at this place
    • Day 4–5

      Tag 4 von Micheluzzi hütte bis zum Grasl

      July 9 in Italy ⋅ ⛅ 16 °C

      Nach ca. 1 km geht es los steil hoch zur Antermoia Hütte und Lago Antermoia.
      Nach kleine Stärkung geht 's weiter zum Antermoia pass.
      Ab hier nur berg ab zur Grasleitenhütte, es war anstrengend aber wir haben es supi geschafft.
      Grasleitenhütte ist richtig schöne hütte und die Familie top, top, top.
      Leider war es unsere letzte Übernachtung in die Berge😔😪.
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    • Day 2

      No WiFi? I found a better connection.

      August 26, 2021 in Italy ⋅ ☀️ 11 °C

      Während ich im Bett lag und meinen gestrigen Tagebucheintrag beendete, musste feststellen, dass die Zimmerwände in meiner Pension nur zur optischen Trennung dienten. So hörte ich beim zu Bett gehen meinen linken Zimmernachbarn schnarchen und meine rechten Zimmernachbarinnen unaufhörlich kichern. Was auch immer so lustig war um halb eins war’s das nicht mehr. Auf einmal war Stille. Ich hatte bereits daran gedacht meine Ohropax wieder zum Einsatz zu bringen war aber dann doch dankbar meinen Ohren davon einen Pause gönnen zu können und schlief ein.

      Mein Wecker war auf acht gestellt. Wann war ich wach? Um sieben. Ein hoch auf die innere Uhr! Ich weigerte mich der Biologie hinzugeben und zwang mich nochmal in den Schlaf, während ich bei mir dachte „Du wirst mir dafür noch dankbar sein.“
      Um acht schälte ich mich dann aus dem Bett und als ich gerade die Augen geöffnet und mich in einen einigermaßen sicheren Stand gebracht hatte, klopfte es an meiner Tür. Was sollte das denn jetzt? Hat sich jemand verirrt? Ich sagte erstmal nichts. Kurz darauf wurde versucht die Tür zu öffnen, ohne Erfolg, denn ich hatte von innen abgeschlossen. Erneutes klopfen. Schien ja sehr wichtig zu sein. Ich rief also „Moment“ während ich zur Tür ging und sie öffnete und daraufhin in einen leeren Flur starrte. Was war das denn jetzt? Klopfstreich am Morgen? Naja, immerhin war ich jetzt wach.

      Ich ging zurück in mein Zimmer, um mich fürs Frühstück fertig zu machen. Aus Gewohnheit riss ich meine Balkontür weit auf, erstarrte vor Kälte und blickte auf dunkle Wolken über den Dolomiten. Na toll. So hatte ich mir das aber nicht vorgestellt. Schnell wieder zu die Tür - aus den Augen aus dem Sinn.

      Der Frühstückssaal hatte seine Fenster direkt auf der gegenüberliegenden Seite des Hauses, hier war die Welt wettertechnisch in Ordnung - weshalb ich die erste Mahlzeit meines Tages „with a view“ genoss. Das Buffet war sehr gut ausgestattet allerdings gab es zu meiner großen Enttäuschung keinen Kaffee. Lediglich die Variante zum Auflösen, doch auch dafür fehlte das heiße Wasser. Krise. In dem Moment in dem ich beschloss mir auf meinem Weg zum Startpunkt, einen Kaffee beim Bäcker zu holen, tauchte neben meinem Tisch plötzlich eine Bedienung auf. „Was darf ich ihnen zum Trinken bringen?“ Mein Morgen war gerettet.

      Nach dem Frühstück lief mir die Zeit davon. Bis 10 Uhr musste ich ausgecheckt haben, was wiederum bedeutete, dass ich eine halbe Stunde Zeit hatte, um meinen Rucksack sowie die Tasche mit den Sachen, die in der Pension bleiben sollten, zu packen. Ich wollte nochmal, zu meiner eigenen Beruhigung, alles entspannt durchgehen. Seien wir ehrlich: Die Ruhe selbst stand da gerade nicht in meinem Zimmer. Zu allem Überfluss krümelte ich beim Anmischen meiner Elektolyte. Die weißen krümeligen Rückstände sahen eher aus als würde ich mir mit illegalen Mitteln Energie zuführen wollen. Ich versuchte die Krümel zu beseitigen aber in meiner Hektik machte ich es eher schlimmer als besser. Sollen die Reinigungskräfte doch denken was sie wollen. Kurz nach 10 nahm ich meine sieben Sachen und ging mit einem Abstecher über die Rezeption zur Bushaltestelle.

      Nun war ich wieder voll im Zeitplan. Beim Warten auf den Bus füllte sich die Bushaltestelle. Kurz vor seiner Ankunft war es brechend voll. Diese Tatsache störte mich weniger als jene, dass ich schon wieder kein Ticket hatte. Ursprünglich war geplant, dass ich von meiner Pension einen Wochenpass für die öffentlichen Verkehrsmittel ausgehändigt bekomme. Normalerweise ist das hier so üblich, wenn man dem Internet glauben schenken durfte. Vertrauen ist gut, Kontrolle besser. Weswegen ich mich bei meiner Pension vorab per Mail absicherte. Aus welchen Gründen auch immer hatten sich die Bedingungen kurz vor meiner Ankunft wohl geändert oder ich hatte eine falsche Auskunft bekommen. Alles ist möglich. Das Outcome blieb: Keine Fahrkarte. Im Bus sollte ich allerdings eine erwerben können, sodass ich mich zwang ruhig zu blieben. Tatsächlich. Nach kurzen Verständigungsproblemen mit dem Busfahrer bekam ich ein Ticket. Zudem hatte ich sogar das Glück einer der letzen Sitzplätze im völlig überfüllten Bus zu bekommen - premium!

      Auf der Fahrt machte ich mir nochmal Gedanken über meine Unterhaltung mit dem Busfahrer. Interessanterweise sprach dieser ausschließlich italienisch und bat mich um den Namen meiner Destination auf seiner Sprache. Geografisch waren in Italien, demzufolge sein klares Recht. Ich war nur etwas überrascht, da mich bis dato jeder auf Deutsch ansprach und alles mindestes zweisprachig (Deutsch und Italienisch), wenn nicht sogar dreisprachig (Englisch) war. Ich hatte es gar nicht weiter hinterfragt und fühlte mich kurzzeitig sehr egoistisch. Ich sollte mich unbedingt nochmal belesen welche Landessprache Südtirol hat und wie die historischen Hintergründe sind. Aber dazu später, sonst verpasse ich womöglich noch meinen Ausstieg.

      Dies war eine gar nicht so weit hergeholte Befürchtung. Ich durfte feststellen, dass die Anzeige der Halte defekt war und der Bus nur dann hielt, wenn jemand drückte. Super! Wie sollte ich denn jetzt wissen wann ich drücken muss? Es fiel mir sehr schwer einen klaren Gedanken zu fassen, da die Fahrt etwas von einen Ausflug in den Freizeitpark hatte. Die Serpentinen nahmen wir sehr schwungvoll und das flaue Gefühl wie bei einer Achterbahnfahrt schlich sich in meinen Magen. Zu allem Überfluss kam das Gefühl auf, dass der völlig überfüllte Bus die Berge nicht mehr hochkommen würde. Es sah weder vertrauenserweckend aus noch klang es so. Mir war schlecht. Ich redete mir ein, dass der Busfahrer schon wissen würde was er tue und konzentriere mich wieder auf mein Ziel und darauf meinen Halt nicht zu verpassen. Google Maps half mir dabei zuverlässig.

      Ich war da. Station Jagertal in Tiers, Weisslandbad. Von hier aus sollte es losgehen. Ich nahm noch ein paar Sicherheitseinstellungen an meiner Garmin Uhr vor, sodass man mich im Falle eines Falles orten konnte (nicht, dass ich davon ausging das es von Nöten sei, nichtsdestotrotz gab es mir ein besseres Gefühl) und dann ging es los. Es waren wolkenlose 17 Grad bei Sonnenschein - bestes Wanderwetter. Ich startete bei 1.140 Höhenmeter und mein Ziel waren 2.140. Heute würde ich demzufolge genau 1000 Höhenmeter machen, auf einer Distanz von 7,3 Kilometern, ob ich mir das gut überlege hatte?

      Mit Blick auf mein getaptes Knie und belustigt über den Spruch meiner Freundin Franzi „Ich sehe schon die Bräunungssttreifen!“ stapfte ich meines Weges. Keine 200 Meter weiter hatte hielt ich das erste Mal an. Mein Rucksack war nass. Oh nein. Innerlich setzte ich Stoßgebete ab, lass es bitte nicht meine Wasserblase sein. Bitte, bitte nicht! Fehlalarm. Ich hatte völlig umsonst meinen Rucksack einmal aus und wieder eingeräumt. Augenscheinlich hatte ich den Rucksack nur in etwas Nasses gestellt. Aber besser so als anders.

      Es fiel mir schwer Ruhe zu finden. Ich redete mir ein ich sei entspannt, meine Handlungen ließen aber auf etwas Anderes schließen. Ständig zupfte ich an meinen Klamotten oder meinem Rucksack, alles wollte irgendwie noch nicht so recht sitzen. Erst drückte etwas hier, dann war da etwas nicht ok.. Meine Güte, man kann sich das Leben auch selber schwer machen. Endlich hatte ich die Position für meinen Rucksack gefunden und beschloss ihn jetzt einfach da zu lassen wo er ist. Ich konzentrierte mich auf meine Umgebung: Quellen rauschten, geschnittenes Holz am Wegesrand verströmte seinen Duft. Herrlich!

      Die Quellen, die ich passiere waren ein Traum. Wunderbar kühl und für eine kurze Erfrischung ideal. An der Dritten, ca. Auf der Hälfte meines Weges füllte ich meine Trinkblase auf. Ihr Name war „Hohen Steg“ und man sagte ihr eine heilsame Wirkung nach - Ich bin gespannt. Ich füllte meine Trinkblase. Die drei Kilo mehr auf dem Rücken waren Trinkmotivation genug.

      Wie eine kleine Dampflock machte ich Höhenmeter um Höhenmeter. Ich war zwar nicht schnell aber immerhin kam ich stetig voran aber mein Atmen wurde immer lauter. Ich sag ja Dampflock. Es lief soweit gut. Zwischendurch machte ich immer mal wieder kurz Halt, um die Aussicht zu genießen, ehrfürchtig die Berge zu bestaunen und hier und da ein Foto zu machen. Ich kam gut voran und das Ziel rückte näher.

      Doch dann kamen die letzen 800 Meter mit den letzten 100 Höhenmetern - es war die Hölle. Die Muskeln meines rechten Oberschenkels machten komplett zu. Es war einfach nur ein einziger Schmerz. Naja immerhin keine Knieschmerzen dachte ich, doch mein Galgenhumor half nur bedingt. Vieles kann man ignorieren aber Schmerz nicht. Ich schaute immer wieder vom Weg auf meine Uhr und wieder zurück von der Uhr auf den Weg. Ich bewegte mich, zumindest zeigten mir das die Schritte meiner Füße. Aber gefühlt stand ich. Es machte keinen Unterschied, ob ich stand oder ging, der Weg wurde nicht weniger vom Schmerz ganz zu schweigen. Ich hatte bereits meine Stecken ausgepackt aber auch das war mäßig hilfreich. Ebensowenig meine Dehnübungen, die für einen Dritten sehr lustig ausgesehen haben müssten - zum Glück schaute keiner zu. Weit und breit kein Mensch und ich war dabei mich zu fragen, ob man hier wohl auch Campen kann. Nein, natürlich nicht. Schwachsinnsidee. Man! Bei der Tour an meine Grenzen kommen? Okay, aber doch bitte nicht am ersten Tag! Ich begann mich selbst zu nerven. Hör auf zu jammern, das Stück wirst du ja jetzt wohl auch noch schaffen, wies ich mich in Gedanken zu recht. Mit mäßigem Erfolg. Ich merkte wie ich in eine Mimimi-Stimmung verfiel. Nun hatte ich auch noch Hunger. Ha! Was zu essen? Gibt’s erst auf der Hütte! Also reiß dich am Riemen und geh jetzt da hoch! Erpressung half erstaunlich gut. Ich kann nicht behaupten, dass ich weniger Schmerzen hatte aber sie interessierten mich abfallend. Ich konnte nur noch an etwas Warmes in meinem Bauch denken. Etwas, das ich mir auch wirklich verdient hab. Dann kam noch der Gedanke an die Dusche und saubere Klamotten, die Höhenmeter gingen sich auf ein Mal wie von selbst. Immer im Blick hatte ich eine Fahne am Gipfel. Dort war sicher das Haus. Endlich hatte ich ein mentales und ein optische Ziel, das war es was mir vorher fehlte. Und endlich stand ich neben der Fahne, am höchsten Punkt des Tages und hinter ihr zeigte sich die Grasleiterhütte - mein zu Hause für diese Nacht. Mein Gesicht bestand nur noch aus einem breiten Grinsen. Ich war so unendlich dankbar. Ein Blick zurück offenbarte mir, dass sich der Weg sowas von geloht hatte. Ich hatte eine traumhaften Blick ins Tal. Nun waren es nur noch etwas über 300 Meter bis zur Hütte, auf einem recht schmalen Schotterweg, an dem es rechts nicht unwesentlich in die Tiefe ging. Hallo Höhenangst. Ich verbot mir genauer darüber nachzudenken. Stattdessen wandte ich mein gelerntes Schulwissen an: Man kann nicht gleichzeitig Singen und Angst haben - somit besang ich meinen restlichen Weg. Das nächstbeste Lied, dass mir einfiel war aus Bären Brüder „On my way“. Angstfrei trällernd und gut gelaunt ging ich bis zur Hütte.

      Ich kann nicht sagen woran es lag aber sobald ich dir Grasleiterhütte betrat hatte ich das Gefühl Heim zu kommen. Es machte sich durch ein wohliges Gefühl im meiner Brust bemerkbar und wurde durch den herzlichen Empfang von den Gastwirten bestärkt. Hier war man willkommen. Man war nicht nur ein Gast, nein für die Zeit des Aufenthalts gehörte man zur Familie, die sich aus allen Besuchern dieser Hütte zusammensetze.

      Es tat gut mal wieder mit jemandem zu reden. Auch wenn’s nur über das Essen und die Abläufe im Haus waren. Mir fiel auf, dass ich heute außer „Hallo“ in allen möglichen Sprachen nichts groß gesagt hab. Verrückt! Dabei rede ich sonst so viel. Aus meinen Gedanken wurde ich mit der Beglückwünschung gerissen, dass ich ein Einzelzimmer bekam. Wow! Ich hatte gar keins gebucht - coole Sache.

      Dann ging’s auf mein Zimmer und unter die Dusche. Ich bekam eine Duschmarke, die mir 20 Liter warmes Wasser bescheren sollte. Hat sich jemand von euch mal Gedanken darüber gemacht wie viele Liter er beim duschen verbraucht? Ich auf jeden Fall nicht. Klar war mir zumindest, dass es eine kurze Duscheinheit werden würde. Können Frauen nicht? Von wegen! 20 Liter sind nicht die Welt, reichen aber vollkommen. Es hat mich auf jeden Fall für mein künftiges Duschverhalten sensibilisiert. Ein weiterer Luxus auf den ich verzichten musste war ein Fön. Bei meiner Haarlänge ist das wirklich ein schmerzlicher Verlust. Aber ich bin nicht im Sternehotel sondern auf einer Schutzhütte, also hieß es sich anzupassen. Viel Spülung hatte ich schon beim Duschen in die Haare gegeben, sie anschließen mit dem Mikrofasertuch gut getrocknet, dann noch ein bisschen geheadbangt und den Rest musste jetzt die Luft erledigen.

      Bevor es um 18.30 Uhr Abendbrot gab rollte ich mich mit meiner Mini Blackroll und einem Kochlöffel aus. Lustig sieht’s aus, schmerzhaft ist’s und geholfen hat’s. Das ich heile angekommen bin konnte ich niemandem mitteilen. Hier oben gabs kein Netz. Ein wirklich angenehmes Gefühl, da dasHandy zwangsläufig zur Nebensache wird. Aber dennoch komisch Familie und Freunden daheim nicht sagen zu können, dass man heile angekommen ist.

      Beim Abendessen saßen wir zusammen an Gruppentischen. Leider kamen die vier Personen, die zu meinem Tisch gehörten nicht. So saß ich dort zunächst allein. Am Nachbartisch beobachtete ich ein Gruppe Männer verschiedener Altersgruppen, die mir sehr sympathisch erschien. Wie der Zufall es wollte war noch ein Platz an ihrem Tisch frei. Ich fragte, ob besagter Platz noch frei sei und wenn, ob es okay wäre, dass ich mich dort hinsetze. Strahlende Gesichter blickten mit entgegen und meine Frage wurde wie selbstverständlich bejaht. Direkt wurde etwas Platz auf dem Tisch gemacht und schon gehörte ich dazu - besser hätte es nicht sein können.

      Es stellte sich heraus, dass ich meinen Tisch mit Johannes aus Lübeck seinen zwei Söhnen Jakob und Johann sowie seinem Patenkind Christian teilte. Ebenfalls beehrte und ein älterer Herr namens Anton. Wir unterhielten uns über unsere Touren, aßen, lachten und spielten Gesellschaftsspiele. Als wir wieder auf die Uhr schauten war es bereits 22 Uhr. Zeit fürs Bett.

      Wieder im meinem Zimmer stellte ich fest, dass es gewitterte. Regen prasselte unaufhörlich gegen mein Fenster und in der Ferne krachte der Donner. Glücklich wohl behütet in diesen vier Wänden zu sein kuschelte ich mich in mein Bettchen und schlief ein.

      Erkenntnis des Tages: Hunger versetzt Berge.
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    • Day 5

      Grasleitenhütte (2170m)

      May 17, 2017 in Italy ⋅ ⛅ 10 °C

      Heute sind wir aus Weislahnbad (1100m) zur Grasleitenhütte gewandert. Wieder eine Tour mit 1000 Höhenmeter und das nach dem gestrigen Tag. Das schöne Wetter musste aber genutzt werden. Heute war es eine Wanderung durch ein wunderschönes Tal hinauf zur Hütte. Oben angekommen waren wir immer noch von massiven Dolomitenspitzen umzingelt. Die Tour heute war sehr anstrengend vor allem durch die schweren Beine von gestern. Jetzt wird erst einmal regeneriert.Read more

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    Cima Valbona

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