Day of travel, a complete waste of time
October 20 in Ethiopia
☀️ 24 °C
Heute Abreise von Lalibela und es geht weiter in den Süden.
Anstelle des Flugs Lalibela-Gondar-Addis Abeba gibt es jetzt einen späteren Direktflug nach Addis Abeba - der eigentlich geplant Flug wurde aufgrund zu weniger Passagiere gestrichen.
Jetzt sitzen wir im Lalibela Airport, warten auf den Abflug, trinken Kaffee, warten im Wartebereich, auf die Toilette gehen, warten im Abflugbereich, warten auf das Flugzeug und warten auf den Abflug. Powernap, Apfelsaft im Tetrapack und Schokomuffin während dem Flug (75 Min). Landung in Addis Abeba.
Da wir fast zwei Stunden später in Addis Abeba ankommen, und somit die Zeit für ein Mittagessen fehlt, bestellen wir bei ECCO Cran Bessa ein Doggy Bag aus Avocado Wrap und Chicken Sandwich, welches wir während der Weiterfahrt nach Hawassa essen werden. Mal schauen, wo die Übergabe stattfindet.
Es stellte sich heraus dass die Übergabe perfekt erfolgte. Nach der Landung aus dem Flughafen raus hin zum Parkplatz, wo unser Bus wartet. In dem schon die Doggy Bags stehen. Und schon können wir das Essen auf Rädern geniessen, während wir Addis hinter uns lassen.
Die erste (von viereinhalb) Stunde rasen wir auf der Autobahn dahin. Komplette Zeitverschwendung. Bis uns dann plötzlich auf der Autobahn ein Fahrzeug entgegen kommt. Dann noch eines. Und noch eines. Bis wir schliesslich die einzigen Richtung Süden slnd. Alle, die uns entgegen kommen, informieren unseren Fahrer, dass vor uns die Strasse von "Militanten" blockiert ist (mehr bekommen wir in diesem Moment aus unserem Guide raus. Später erfahren wir, dass dies wohl Mitglieder der Oromo Liberation Army (OLA) waren - dem bewaffneten Flügel der Oromo-Befreiungsfront (OLF). So sitzen wir - zu unserer eigenen Sicherheit - im Bus und harren der Dinge. Die Lage ist unübersichtlich, wir habe zuerst auch gewendet Richtung Norden und rollen jetzt langsam wieder Richtung Süden. Und fahren schlussendlich, so wie alle anderen auch, wieder normal weiter. Ausser zwei Handvoll Soldaten, die an der Strasse entlang laufen, ist nichts zu sehen. War also wohl wieder reine Zeitverschwendung.
Kurze Zeit später kommt schon das Ende der Autobahn und die restlichen 3 Stunden rast der Fahrer mit völlig überhöhter Geschwindigkeit über Schlaglöcher, durch Dörfer und Städte. Um so schlimmer, da es inzwischen stockdunkel wurde und fast kein Verkehrsteilnehmer Licht hat. Wir sehen auf jeden Fall kaum noch was von der Strecke.
Nach 3.45 kommen wir im Hotel an. 45 Minuten schneller, als Google Maps ausgerechnet hat. Dafür aber völlig gerädert von der Fahrt.
Jetzt freuen wir uns auf unser Abendessen. Obwohl wir uns wahrscheinlich keine 2000 Schritte bewegt haben. Und wir freuen uns auf den morgigen Tag. Der keine solche Zeitverschwendung wird.Read more














TravelerWie abenteuerlich. Ihr habt doch trotzdem etwas erlebt, wenn auch anders als geplant.
TravelerJa, den Transfer-Tag hatten wir als notwendiges Übel leider so akzeptiert gehabt. Dass es Zwischendurch wegen den Militanten unnötig aufregend wurde, hat uns nur wieder gezeigt, dass überall in Äthiopien (nicht nur in Tigray) mit lokalen Konflikten zu rechnen ist. Und dass es gut ist, dass wir unserem Guide und seinen Entscheidungen (erst abwarten, dann weiterfahren) vertrauen.
TravelerÜbrigens ein junger Mann Engländer, wurde auf der Strecke von militanten Leuten angeschossen in seinem Auto.