• Tag 2 - Lissabon

    March 7 in Portugal ⋅ ☀️ 13 °C

    Der Samstag stand ganz im Zeichen der Vorbereitung auf den Halbmarathon am nächsten Morgen. Ganz ohne Bewegung wollten wir den Tag natürlich nicht beginnen – also starteten wir mit einem kleinen Warm-up-Lauf durch die Stadt.
    Unser Ziel war ein Park in der Nähe, der sich schnell als richtige kleine grüne Oase entpuppte. Alte Bäume, viele Wege und überraschend viele Menschen, die dort ebenfalls Sport machten – Läufer, Spaziergänger, Yoga auf der Wiese. Insgesamt wirkte die Anlage fast ein bisschen wie ein Treffpunkt für die lokale Lauf- und Outdoor-Szene. Was uns dabei auffiel: Man hörte unglaublich viel Englisch. Lissabon scheint wirklich ein Magnet für internationale Besucher und Expats zu sein.
    Der Weg dorthin war allerdings typisch Lissabon: steil, steiler, am steilsten. Auch beim entspannten Lauf merkt man schnell, dass diese Stadt auf Hügeln gebaut ist. Unterwegs entdeckten wir außerdem eine der historischen gelben Straßenbahnen, die sich langsam durch die engen Straßen schlängelte – ein klassisches Lissabon-Motiv. Nach dem Lauf gab es Frühstück in der Nähe unserer Unterkunft. Leider eher „so lala“, aber immerhin ausreichend, um wieder Energie zu tanken. Danach machten wir uns auf den Weg zum Kongresszentrum von Lissabon, wo die Startunterlagen für den Halbmarathon abgeholt werden konnten. Dort trafen wir auch unsere Freunde aus München: Angel und Claudia sowie die spanische Laufcrew rund um Juan Malo, Juan Bueno, Maria und Gabriela. Wie bei vielen großen Laufveranstaltungen gab es eine kleine Expo, bei der Aussteller ihre Produkte präsentierten – und ich hatte mir vorgenommen, bei jedem Gewinnspiel mitzumachen, das ich finden konnte. (Mit dem Ziel zu gewinnen, natürlich!)
    Das Ganze fand direkt am Wasser statt, mit Blick auf die beeindruckende Brücke des 25. April, die mit ihrer roten Farbe ein bisschen an die Golden Gate Bridge erinnert. Eine ziemlich spektakuläre Kulisse.
    Zum Mittagessen gingen wir gemeinsam ins Santa Rita, wo wir nicht portugiesische, sondern eher spanische Küche probierten. Das Essen war solide – aber das Highlight war eher der traditioneller Kirschlikör, den es gratis gab. Unterwegs gönnten wir uns noch einmal Pastéis de Nata, machten einen kurzen Stopp an der Kathedrale von Lissabon (zumindest von außen) und einen Spaziergang zum tollen Aussichtspunkt unter der Burg. Am Abend stand dann noch das klassische Carb-Loading an – schließlich warteten am nächsten Morgen 21,1 Kilometer. Unsere Wahl fiel auf Pronto Ravioli, wo wir schließlich Pasta aßen. Danach ging es relativ früh zurück zur Unterkunft. Noch einmal alles für den nächsten Morgen vorbereiten, Wecker stellen – und dann ab ins Bett. Denn morgen war Raceday.
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