Tag 7 - Lissabon
March 12 in Portugal ⋅ ☀️ 17 °C
Heute stand ein weiteres Highlight unserer Reise auf dem Programm: ein Ausflug nach Sintra. Die kleine Stadt liegt etwa 40 Minuten von Lissabon entfernt und gehört zu den beliebtesten Ausflugszielen der Region und wir würden definitiv auch nochmal und nochmal hin. Und das aus gutem Grund: Sintra liegt mitten in einer bewaldeten Hügellandschaft und ist bekannt für seine märchenhaften Paläste, verwunschenen Gärten und historischen Villen. Die gesamte Kulturlandschaft wurde sogar zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt.
Einen genauen Plan hatten wir uns vorher nicht gemacht – was bedeutete, dass wir vor Ort spontan entscheiden mussten, was wir unbedingt sehen wollten. Am Ende stellte sich heraus: Unser improvisierter Plan war ziemlich ambitioniert, daher reduzierten wir ihn schnell wieder.
Unser erstes Ziel war der Palácio Nacional da Pena.
Der Palast thront hoch oben auf einem Hügel und ist schon von weitem zu erkennen – vor allem wegen seiner leuchtend bunten Farben in Gelb, Rot und Blau. Der Bau stammt aus dem 19. Jahrhundert und wurde von König Ferdinand II. als romantisches Märchenschloss errichtet. Architektonisch ist er ein ziemlich verrückter Mix aus unterschiedlichen Einflüssen, was ihn zu einem ungewöhnlichsten Palast macht.
Umgeben ist der Palast von einem riesigen Park mit exotischen Pflanzen aus aller Welt, kleinen Wegen und Aussichtspunkten über die gesamte Region bis zum Atlantik.
Wir waren ehrlich gesagt ziemlich überwältigt. Hinter jeder Ecke eröffnete sich ein neuer Blick – auf Türme, Terrassen, Ornamente oder die Landschaft. Wir kamen aus dem Staunen kaum noch heraus. Nach so vielen Eindrücken brauchten wir eine kleine Pause. Die nutzten wir für eine lokale Spezialität: Queijadas de Sintra.
Diese kleinen Küchlein gehören zu den traditionellen Gebäcken der Region. Sie bestehen aus einer Mischung aus Frischkäse, Zucker, Eiern und Zimt, die in einem dünnen Teig gebacken wird. Außen leicht knusprig, innen weich und cremig – perfekt für eine kleine Stärkung zwischendurch.
Danach ging es weiter zu unserem zweiten Ziel: Quinta da Regaleira. Und das war nochmal eine ganz andere Welt.
Die Quinta da Regaleira ist ein historisches Anwesen mit Villa, Kapelle und einem riesigen Park, der voller geheimer Tunnel, Türme, Grotten und versteckter Wege ist. Der Park wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von einem wohlhabenden portugiesischen Unternehmer gestaltet, der eine große Faszination für Symbolik, Alchemie, Freimaurerei und Mystik hatte.
Das berühmteste Element ist der sogenannte Initiationsbrunnen – ein spiralförmiger Turm, der nach unten in die Erde führt. Man läuft über eine Wendeltreppe immer tiefer hinunter, bis man schließlich durch Tunnel wieder an anderer Stelle im Park herauskommt.
Die ganze Anlage fühlt sich ein bisschen an wie ein mystischer Abenteuerspielplatz für Erwachsene.
Und ehrlich gesagt:
Wir fanden es noch beeindruckender als den Pena-Palast.
Überall gibt es versteckte Wege, kleine Türme, Grotten und Treppen – man hat ständig das Gefühl, irgendwo eine neue geheime Ecke zu entdecken. Nach diesem Abenteuer gönnten wir uns erstmal einen kleinen Schnaps im Schokobecher und noch etwas typisches Gebäck, bevor wir noch ein wenig durch die wirklich sehr süße Altstadt von Sintra spazierten.
Zum Abschluss wollten wir noch etwas Herzhaftes essen und entschieden uns für Francesinha. Dieses Gericht stammt eigentlich aus Porto und ist ein ziemlich legendäres portugiesisches Sandwich: mehrere Schichten Fleisch, Käse darüber geschmolzen und alles übergossen mit einer würzigen Soße. Dazu gibt es meistens Pommes. Klingt etwas wild – war aber tatsächlich richtig lecker.
Danach ging es mit dem Zug zurück nach Lissabon.
Wir ließen den Tag ganz entspannt mit ein paar sehr guten Abschluss-Cocktails ausklingen. Ein perfekter Abschluss für einen Tag voller Märchenschlösser, mystischer Gärten und portugiesischer Spezialitäten.Read more

























